Gegen den imperialistischen Krieg

Wichtige Rubriken und Beiträge

+++Neu+++

Newsletter bestellen

zur Homepage

Der Krieg der herrschenden Klasse gegen das Volk

Kampf den ideologischen Diversanten

Für den Aufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands

Gegen den imperialistischen Krieg

Black Channel

Betrieb&Gewerkschaft

Bildung, Kultur & Wissen

Wider den Block der
Rechten und Trotzkisten

zur Geschichte
der internationalen kommunistischen und Arbeiterbewegung

Wissenschaftlicher Sozialismus

Aus den Ländern

Links

Impressum

Archiv

Intern

Proletarischer Internationalismus

zurück

Demokratie Israel?

Vanunu von Gericht schuldig gesprochen

Quelle: freace.de vom 01.05.2007

Wie die britische BBC am Montag berichtete, ist Mordechai Vanunu von einem israelischen Gericht schuldig gesprochen worden, gegen die Auflagen seiner Haftentlassung verstoßen zu haben.
Vanunu, der von 1976 bis 1985 im israelischen „Forschungsreaktor“ Dimona als Techniker gearbeitet hatte, enthüllte 1986 gegenüber der Weltöffentlichkeit das israelische Atomwaffenprogramm, das Israel mittlerweile in den Besitz von schätzungsweise 200 Atomsprengköpfen gebracht hat - ohne daß das Land den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet hätte oder irgendwelche Sanktionen deswegen erdulden mußte. Anschließend wurde Vanunu noch vor der Veröffentlichung des entsprechenden Artikels durch den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad nach Rom gelockt, dort gefangengenommen und nach Israel gebracht. Wegen Landesverrats und Spionage wurde er zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt, die er bis auf den letzten Tag absitzen mußte, 11 Jahre davon in Isolationshaft.

Obwohl er seine Strafe also vollständig verbüßt hat, war seine Freilassung am 21. April 2004 an zahlreiche Auflagen gebunden. So darf er weder das Internet noch Mobiltelephone benutzen, sich nicht ausländischen Botschaften nähern, Israel nicht verlassen und keinerlei Kontakt mit ausländischen Journalisten aufnehmen. Dieser Punkt ist es auch, der nun zu seiner erneuten Verurteilung geführt hat, da er seit seiner „Freilassung“ - von Freiheit ist angesichts der Auflagen kaum wirklich zu sprechen - zahlreiche Interviews gegeben hat. Wie wütend Israel noch immer wegen Vanunus damaligen Enthüllungen ist, zeigte sich auch in der Verhaftung von Peter Hounam, jenes Journalisten, der 1986 Vanunu für die britische Sunday Times interviewt hatte und so das israelische Atomwaffenprogramm enthüllte, im Mai 2004. Hounam war von fünf Agenten des israelischen Inlandsgeheimdienstes Shabak („Shin Bet“) in seinem Hotelzimmer in Jerusalem mit dem Vorwurf, er habe Kontakt zu dem im vorigen Monat freigelassenen Vanunu aufgenommen, verhaftet worden. Sicherlich nicht zuletzt aufgrund des internationalen Aufsehens seiner Verhaftung wurde er einen Tag später wieder freigelassen, darf Israel aber nie wieder betreten.

„Es muß klar sein, daß Vanunu allein dafür verurteilt wurde, mit Nicht-Israelis zu sprechen, nicht wegen des Inhalts dieser Gespräche“, sagte Vanunus Anwalt Michel Sfard nach der Urteilsverkündung. „Wir betrachten dies nicht als angemessen für eine Demokratie im 21. Jahrhundert.“

Das Strafmaß soll am 18. Mai verkündet werden.
„Ich möchte nur frei sein, das Land verlassen“, sagte der 52 Jahre alte Vanunu gegenüber Journalisten vor dem Gerichtsgebäude - ein Wunsch den Israel ihm kaum erfüllen wird.

zurück

Spenden für die Homepage: Günter Ackermann, Konto-Nr.: 433 407 436,
IBAN DE62 3601 0043 0433 4074 36., BIC PBNKDEFF, BLZ: 360 100 43
Postbank Essen. Verwendungszweck: Homepage 
(Bitte eMail-Adresse und Verwendungszweck immer angeben!)

  Bitte immer angeben!