|
OKINAWA:
ANWOHNER
FORDERN AUFLÖSUNG DES US-MILITÄRSTÜZTPUNKTES
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Cubadebate,
9. Januar 2010 – Hirokazu Nakaima, Gouverneur von Okinawa, teilte
den japanischen Regierungsbehörden mit, dass die Bevölkerung vor Ort
in Okinawa auf der Auflösung der US-Militärstützpunkte auf dieser
Insel besteht.
Nakaima
übermittelte dies an Hirofumi Hirano, Sekretär des japanischen
Regierungskabinetts. Hirano besuchte jenes Gebiet im Zusammenhang mit
einem weiteren US-Militärstützpunkt: Futemma. Futemma soll in
Absprache mit den USA seit 2006 verlegt werden, wie in der japanischen
Presse berichtet wird.
Nakaima
teilte dem Gast von der japanischen Regierung mit, dass die Bevölkerung
die Auflösung der US-Militärstützpunkte in Okinawa erwartet.
Hirano
leitet eine Regierungsdelegation, die mit der Lösung der Problematik
befasst ist, welche die Beziehungen Japans mit den USA seit
Regierungsantritt des Premiers Yukio Hatoyama im vergangenen Mai in
Spannungen brachten. Hatoyama versprach, den Vertrag über militärische
Zusammenarbeit mit den USA zu überprüfen, um die Lasten zu mindern,
welche sich aus der Stationierung von US-Truppen für den
Regierungsbezirk Okinawa ergeben.
Washington
drängt darauf, dass Japan sofort den Vertrag erfüllt. Aber Hatoyama äußerte
dazu kürzlich, dass diesbezügliche Entscheidungen erst im kommenden
Mai 2010 getroffen würden.
So
reiste der Kabinettssekretär nach jener Insel Okinawa, um die
Standpunkte der Behörden vor Ort und der ansässigen Bevölkerung zu
diesem Thema kennenzulernen.
Als
er seinen Besuch ankündigte, da erklärte er zu wünschen, „die
Situation mit meinen eigenen Augen anzuschauen und meine Beobachtungen
in künftige Diskussionen einzubringen.“
Die
bisherigen Absprachen mit den USA sehen die Verlegung des US-Militärstützpunktes
von Futemma in eine dünner besiedelte Gegend in Okinawa vor. Die
Regierung jedoch fasst die Möglichkeit ins Auge, diesen Militärstützpunkt
der USA ganz aufzulösen und nicht mehr auf japanischem Territorium
zuzulassen. Diese Absichten werden von den USA zurückgewiesen.
Hirano
wird sein Besuchsprogramm am morgigen Sonntag, dem 9. Januar 2010,
beenden. Er besichtigte auch die US-Militäreinrichtungen auf Okinawas.
Dies
ist nicht die erste Reise eines hochrangigen japanischen
Regierungsvertreters nach Okinawa. Zuvor waren bereits Kanzler Katsuya
Okada und Verteidigungsminister Toshima Kitazawa vor Ort in Okinawa.
Ihre Reisen dienten demselben Ziel.
(Mit
Information von Prensa Latina)
Quelle:
http://www.cubadebate.cu/ |