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Boris
Johnson, Bürgermeister von London, fordert:
BUSH,
BLAIR, AZNAR INS GEFÄNGNIS STECKEN
von
Patricio Montesinos, Cubadebate-Korrespondent in Madrid
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke
Havanna,
24. November 2010, Cubadebate. (auf Kommunisten-online am 26. November
2010) – Das war schon eine ganz großartige Initiative vom
Londoner Bürgermeister Boris Johnson, dem einstigen US-Präsidenten
George W. Bush einen Brief zu schicken und ihm darin zu erklären, dass
er sich nicht straffrei fühlen sollte. Denn wenn Bush nach Großbritannien
käme, um seine kürzlich in den USA veröffentlichten und schon zum
Bestseller gewordenen Memoiren „Entscheidungspunkte“ dort
vorzustellen, könnte er sehr wohl festgenommen werden.
In
seinem Schreiben erinnert Johnson daran, dass Chiles einstiger Diktator
Augusto Pinochet, den er einen Förderer der Folter nennt, in der
britischen Hauptstadt 1998 wegen in seinem Land begangenen Verbrechen
festgenommen worden war und dabei glaubte, dass ihm so etwas niemals
geschehen könnte. Johnson zitierte ferner einige Passagen aus Bushs
Buch und schreibt dazu, dass es rechtlich richtig wäre, diesen
einstigen Herren des Weißen Hauses unverzüglich zu inhaftieren,
welcher mit seinem gewöhnlicherweise brutalen Vorgehen schwarz auf weiß
die horrenden Verbrechen rechtfertigt, die er in seinem Krieg gegen Irak
beging.
Der
ehemalige US-Präsident Bush verteidigt auch die von US-Militär im Gefängnis
von Guantánamo im rechtswidrig von den USA auf Kubas Territorium
unterhaltenen Militärstützpunkt verwendeten Folterpraktiken des
„simulierten Ertrinkens“, wo weiterhin Häftlinge festgehalten
werden, ohne dass ihre grundlegenden Menschenrechte beachtet werden.
Auch
unterstreicht Bush in seinen Memoiren die unbedingte Unterstützung
seitens des damaligen britischen Premierministers Tony Blair und seines
spanischen Amtskollegen José Maria Aznar für die Entfesselung des
Kriegs gegen Irak und führt aus, wie sie sich in seine Verbrechen gegen
die Gattung Mensch hineinziehen ließen.
Von
Aznar sagt er, dass ihm Aznar seine volle Unterstützung zukommen ließ,
dass Aznar darüber hinaus ein „visionärer Führer“ ist. Was er
ganz klar ist, schon wegen seiner Unterwürfigkeit als einstiger Chef
der Regierung in Madrid während des Kriegstreibens des einstigen US-Präsidenten
Bush.
Mit
diesen Bekenntnissen sollte nicht nur Bush in London oder jener anderen
Hauptstadt festgenommen werden, sondern auch Aznar und auch Blair
selbst, der immer noch frei in seinem Land herumspaziert.
Quelle:
http://www.cubadebate.cu/ |