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Ist Kasparow der Anführer der fünften Kolonne in Rußland?

Kasparow rief zum Krieg auf gegen Rußland

Nikolai Petrow

Live News (infox.ru)

Auf Kommunisten-online vom 10. Januar 2012 – Der Anführer der russischen Oppositionsbewegung „Solidarnost“, Garri Kasparow, hat den Westen wieder einmal dazu aufgerufen, gegen Rußland aufzutreten. Seiner Auffassung nach reichen halbherzige Maßnahmen dabei nicht aus, sondern man muß aus der Position der Stärke aus handeln, wie es beispielsweise in Libyen der Fall war.

Auf einer in Washington von der konservativen „Heritage Foundation“ organisierten Konferenz zum Thema „Die Risiken des Neubeginns: Warum Washington in den Beziehungen zu Moskau vorsichtig sein soll“, hat Garri Kasparow in bekannter Weise die russische Staatsmacht kritisiert, deren Handeln seiner Meinung nach den „Aufbau der Demokratie“ im Land behindere. Deren Fehlen – so Kasparow – komme auch darin zum Ausdruck, daß in Rußland seit 2004 keine einzige neue Partei gegründet wurde, somit könne eine selbständige Opposition auch keinen Einfluß erlangen.

Diese Situation zu verändern, behauptet Kasparow, sei nur mit Hilfe der westlichen Verbündeten möglich, die einfach zu entschlossenerem Handeln verpflichtet seien. „Sie sitzen hier auf Versammlungen und führen Verhandlungen, während Putin nichts unternimmt und nichts verändert“, sagte Kasparow, indem er Putin als Diktator bezeichnete. „Fürchten Sie niemals, Diktatoren entgegenzutreten, weil diese nur die Sprache der Gewalt verstehen“, wandte sich Kasparow an die Versammelten, wobei er an die „erfolgreiche“ Erfahrung bei der Errichtung der „Demokratie“ mit Hilfe der militärischen Einmischung in die Länder Nahen Ostens und Afrikas erinnerte. Ausgehend von dieser Erfahrung, sei die Errichtung „demokratischer Strukturen“ dort am wirkungsvollsten, wo dies vermittels „humanitärer“ Bombardements geschehe, obwohl sich die amerikanischen Militärs sich in Bezug auf Rußland noch etwas einfallen lassen müssen.

Wie dem auch sei, aus dem Mund eines russischen Politikers nehmen sich derartige Erklärungen zumindest seltsam aus. Andererseits kann man Kasparow nur sehr bedingt als einen russischen Politiker bezeichnen. Als traditioneller Anhänger westlicher Werte verbringt der Ex-Schachweltmeister den größten Teil seines Lebens außerhalb von Rußland, vorzugsweise in den USA, wo seine Familie lebt. Obwohl Kasparow kategorisch die amerikanische Staatsangehörigkeit ablehnt, ist er doch auch ohne Paß dem Geiste nach schon seit langem Amerikaner. So tritt er eben auch mit dem Horizont eines Amerikaners russischer Herkunft auf, der zumeist deutlich den von außen kommenden Instruktionen folgt.

Die Umsetzung eines „Neubeginns“ in den Beziehungen zwischen Rußland und den USA ist unter amerikanischen Politikern seit langem Thema der Erörterung, wobei Rußland nach wie vor als Hauptfeind №1 gilt. Wie seinerzeit der ständige Vertreter Rußlands in der NATO, Dmitri Rogosin, erklärte, „verhehlt der Flügel der Falken im amerikanischen Establishment faktisch nicht, daß das in Europa geschaffene Raketenabwehrsystem sich nicht gegen irgendwelche erfundenen Länder des Nahen Osten richtet, sondern gegen die Russische Föderation.

Übersetzung:

Hans-Joachim Wilke

  Российской Федерации“.

http://infox.ru/authority/mans/2011/10/27/Kasparov_prizval_k_v.phtml

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