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Analyse zum Kaukasuskonflikt

RUSSLAND MUSS SEINEN SIEG ÜBER DAS MARIONETTENREGIME WASHINGTONS IN GEORGIEN FESTIGEN

von Jose Antonio Egido

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Sonderteil für Tribuna Popular, 26. August 2008.-  Nachdem die Truppen der Russischen Föderation der von Pentagon und zionistischen Generälen Israels geschaffenen georgischen Völkermord-Armee den verdienten Schlag versetzt haben, stellen sich der russischen Regierung verschiedene Aufgaben, um den Frieden in der Region zu festigen.

Erstens ist es notwendig, diese vom Pentagon, den US-Ölkonzernen und Sicherheitsunternehmen geschaffene georgische Militärmaschinerie aufzulösen, die zur Kontrolle der Öl- und Gaspipelines und damit Ausbeutung der Kohlenwasserstoffe aus Zentralasien und Kaspischem Meer dient, das werktätige Volk Georgiens unterdrücken soll und jedwede militärische oder terroristische Provokation auf Befehl ihrer Hintermänner, der USA- und israelischen Generäle, gegen Südossetien, Abchasien, Russland, Belarus, Armenien, Iran, Irak, Afghanistan oder jedes Land mit Gefährdung für die Vormachtstellung der USA-Ölmagnaten inszenieren soll. Besagte Ölkonzerne bei der Ausbeutung von ehemals sowjetischem Erdöl in jener Region sind die BP Amoco, EXXON MOBIL, ATLANTICH RICHFIELDS, CHEVRON, PHILIPS PETROLEUM, TEXACO und PENZZOIL. Dies wird nicht leicht sein, denn die Bush-Regierung und ihre Generäle wie John Craddock bestehen darauf, die zerstörte georgische militärische Kapazität wiederherzustellen und mit Kriegsschiffen der NATO und Flugtransportern angebliche „humanitäre Hilfe“ zu leisten. Natürlich will der Imperialismus nicht eines seiner Hauptaufmarschgebiete verlieren, um in jene Eurasien genannte Region einzudringen und so seine globale Vorherrschaft zu sichern.

Zweitens muss dem georgischen Volk geholfen werden, sich von diesem verbrecherischen Marionettenregime Washingtons freizumachen. Schon voriges Jahr war besagtes Regime an dem Punkt, durch Handeln der Opposition zu zerfallen. Es ist offensichtlich, dass Russland nicht den souveränen Willen des georgischen Volkes ersetzen kann. Aber es ist auch offensichtlich, dass dieses georgische Volk eine große Verantwortung seinen Nachbarvölkern und der Sache des Friedens gegenüber hat. Es muss definitiv den primitiven reaktionären Nationalismus überwinden, der die georgische Gesellschaft seit Ende der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts befallen hat, als der Gorbatschow-Anhänger und Regierungschef Edward Schewardnadse der starke Mann des sowjetischen Georgiens war. Dies führte dieses alte Volk in die umfassendste gesellschaftliche, wirtschaftliche und militärische Katastrophe. Die Sowjetunion schuf die Voraussetzungen, damit Georgien sich als Nation selbstbehaupten konnte. Jetzt gebührt es Georgien, sich als wirklich souveräne Nation aus alter Tradition und Kultur auf der Grundlage von Frieden, Respekt seiner Nachbarn und Bereitschaft zur gegenseitig nützlichen Zusammenarbeit mit ihnen zu konstituieren. Es hilft nichts, den kriminellen und Agenten der CIA namens Michail Sakaschwili von der Macht zu entfernen, damit er von einem Despoten seinesgleichen abgelöst wird, der sich auch wieder ausländischen Interessen unterwirft, wie er es tut. Notwendig scheint die Schaffung einer demokratischen Front, die die verschiedenen Oppositionsgruppen umfasst, um das Regime zu zerschlagen, eine unabhängige Übergangsregierung zu installieren und Neuwahlen einzuberufen, die dieses Mal dann frei von Betrug der pro-imperialistischen Kräfte im Unterschied zu den früheren Wahlen ablaufen sollten.

Drittens muss Russland die Republiken von Abchasien und Südossetien in ihrem legitimen Recht unterstützen, nicht dem verbrecherischen Regime in Tiflis unterworfen zu sein und ihr Recht auf freie Selbstbestimmung wahrnehmen zu können. Die Tatsachen beweisen, dass es nicht diese Völker gewesen sind,  die schon früh seinerzeit die Revolution der Bolschewiki unterstützten. Sie wollen jedoch auch keinen Krieg und keine Destabilisierung in der Region. Sondern im Gegenteil dazu streben sie danach, aufrichtig in Frieden mit ihren Nachbarn zu leben.

Russland muss die Kontrolle über die in Aserbaidschan, Georgien und der Türkei von den Erdöl-Multis BP-AMOCO und UNOCAL installierten Erdölpipelines wiedererlangen. Russland muss sich mit den Völkern des Kaukasus einschließlich der Türkei und Iran zusammenschließen, um friedlich den Nutzen aus diesem Transport zu teilen und die Imperialisten aus dem Spiel um den Transport von Erdöl und -gas rauszubekommen. Diese Transport-Infrastruktur ermöglicht, mit einer gewissen Festigkeit dem Eindringen der USA in dem Gebiet und damit dem Ursprung jeglicher derzeitiger und künftiger Instabilität zu begegnen.

Russland muss einen politischen Wechsel in der Ukraine bestärken, damit dort die unabhängigen und pro-russischen Linkskräfte zum Zuge kommen und die USA ein weiteres Aufmarschgebiet für ihre Feindseligkeiten gegen Russland und die Völker Europas und des Kaukasus verlieren. Die Informationen zeigen, dass die Mehrheit des ukrainischen Volkes diesen Regimewechsel wünscht. Diese Mehrheit des ukrainischen Volkes zeigt sich auch solidarisch mit Südossetien, Abchasien und Russland. Die größte politische Partei, die Partei der Regionen von Viktor Janukowitsch, die KP der Ukraine und auch die Premierministerin haben die aggressive pro-USA-Position des Staatsoberhauptes Justschenko zurückgewiesen. Die gegenwärtige ukrainische Präsidialregierung unterstützt den Banditen in Tiflis militärisch und wünscht den NATO-Beitritt der Ukraine, damit sich eine pro-USA-Ukraine festigt, die eine weitere ständige Gefahr für den Frieden in der Region wäre.

Quelle: http://www.tribuna-popular.org

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Der Vorsitzende der KP Venezuelas zum Kaukasuskonflikt

Der 2. Kalte Krieg ... schon begonnen?

Von JERONIMO CARRERA

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Tribuna Popular, TP.vom , 21. August 2008 Genau beim Beginn jenes monumentalen sportlich-kommerziellen Spektakels in der Volksrepublik China, in welches der dekadente Kapitalismus die Olympischen Spiele verwandelt hat, starteten die imperialistischen Monopole von Washington aus ein anderes grosses Spektakel, gleichzeitig verschieden und ähnlich beschaffen, an der Peripherie der zerstückelten Sowjetunion. Ich beziehe mich da klar auf die schon etliche Jahre zuvor durch US-Geheimdienste in Georgien geplante Kriegsoperation.

In einer der heute fast vergessenen Sowjetrepubliken wird der Krieg gleichzeitig mit der Eröffnung der genannten Spiele in Peking begonnen.

Ich kann das Letzte mit grosser Gewissheit sagen, ich muss es feststellen, dank einer umfassenden und herrlichen Reportage des kanadischen Journalisten und Korrspondenten der angesehenen Zeitung „The Globe and Mail“ Mark Mackinnon aus Toronto mit dem Titel „Wie Mischa sich blamierte“. Besagter Artikel erschien dort in der Ausgabe vom 16. August 2008.

Dort wird uns im Lichte von Details und mit viel journalistischem Gespür der eigentliche Hintergrund dieser gemeinsamen Aktion von Pentagon und CIA erklärt. Dieser Hintergrund ist nichts weiter als die wachsende Enttäuschung in der herrschenden Klasse der USA wegen der jetzt bedrohlichen weltweiten Ölkrise.

In der Tat begann das ganze Durcheinander, welches den Anlass für das gegenwärtige Kriegsgetöse lieferte, mit dem Plan zum Bau einer gewaltigen mit den Initialen BTC versehenen Ölpipeline quer durch Georgien von Baku via Tiflis nach Ceyhan. Was sie zur längsten und auch teuersten Ölpipeline der Welt machen sollte, denn sie erfordert eine Investition von nicht weniger als 4 Milliarden US-Dollars sicherlich auf Kosten von US-Konzernen.

Russland drückte klar seine Ablehnung zu einem derartigen Projekt aus, weil es die Pläne seiner Regierung bezüglich der westlichen Märkte für russisches Erdöl und Erdgas beeinträchtigen würde.

Gleich nach den mysteriösen Anschlägen vom 11. September 2001 auf die Twin Towers in New York erklärte der aggressive USA-Vizepräsident Dick Cheney, dass diese Erdölleitung von lebenswichtigem Interesse für die USA wäre.

Desweiteren spielte in der nachfolgenden Intrige ein ganz grosser Abenteuerer der internationalen Finanzwelt, der einst ungarische Multimillionär Georgy Soros eine erstrangige Rolle. Wir Venezolaner kennen ihn durch seine traurige Berühmtheit in seiner direkten Beteiligung an der kriminellen Privatisierung der Salinen von Araya, in meiner Heimatregion im Bundesstaat Sucre. Mit dem Komplizen-Trio des noch heutigen dort regierenden Gouverneurs Ramón Martínez und des damaligen Ministers einer sogenannten Planung Teodoro Petkov sowie des Präsidenten der Republik von damals namens Rafael Caldera.

Aber die Schlüsselfigur beim Losschlagen ist bis jetzt ein gewisser Michail Saakaschwili gewesen. Er stammt aus einigen Kreisen der sowjetischen Gesellschaft, die ähnlich denen sind, woher die anderen Totengräber derselben Gesellschaft stammen, also dasselbe wie bei Michail Gorbatschow und Boris Jelzin. In den traurigen 90er Jahren erhielt er ein „Stipendium“ zum Studium in den USA, wo er bis auf weiteres zu verbleiben gedachte. Bis seine Gönner entschieden, dass sie seine Rückkehr nach Georgien brauchten, um aus ihm den politischen Führer zu machen.

Zuerst steckten sie ihn in das Ministerkabinett des einstigen kommunistischen Funktionärs Eduard Schewardnadse. Anschliessend liessen sie ihn diesen einstigen Aussenminister der UdSSR verraten. Dabei lancierten sie dort in Georgien eine der von der CIA organisierten sogenannten „orangenen Revolutionen“. Diese vom selben Typ, den sie nichtsfruchtend in Venezuela bislang im gesamten laufenden Jahrzehnt in Szene zu setzen versuchen. Dinge von Ölländern, könnten argwöhnische Leute denken.

Um jenen Michail Saakaschwili bestens zu „verkaufen“, liessen sie ihn volkstümlich „Mischa“ betiteln. Das ist ein ähnlicher Trick wie die Bezeichnung „Gorbi“ für Gorbatschow.

Am Ende brachten sie ihn so „legal“ in das Präsidentenamt der Republik Georgien, auf geheiligtem Wege von Wahlen, wie die guten ... USA-Bräuche sie festlegen.

Gemäß dem erwähnten kanadischen Journalisten unter Berufung auf „autorisierte Quellen“ geschah dann unerwarteterweise, dass „Mischa“ den Händen seiner Herren entglitt und auf seine eigene Rechnung und sein eigenes Risiko „sich blamierte“, indem er diese bewaffnete Auseinandersetzung mit dem Rußland von Wladimir Putin und Dimitrij Medwedjew ohne die unabdingbare Genehmigung aus Washington provozierte.

Aber er schreibt auch wie folgt in seiner interessanten Reportage: „Obwohl in Wirklichkeit Rußland und die USA hinter den Kulissen seit Jahren bisher antagonistisch sind, kündigt der Schall der Explosionen aus den Bergen des Kaukasus auch das Ende der erwartungsvollen Ära an, die dem Zusammenbruch der Sowjetunion folgte. Moskau und Washington stehen sich jetzt wieder in der Auseinandersetzung wegen all der Dinge gegenüber ... Das mit Südossetien ist nur die erste heisse Konfliktzone in diesem neuen Kalten Krieg.“

Hoffentlich sind bei diesem gefährlichen Konflikt im gegenwärtig turbulenten Georgien Südossetien und Abchasien nicht nur Zündkörper, wie es Sarajevo und Danzig im 1. und 2. Weltkrieg waren.

Dass sich alles auf eine weitere Episode eines 2. Kalten Krieges beschränken möge, während für die gesamte Menschheit die definitive Lösung heranrückt: Frieden und Sozialismus.

Quebec , 21. August 2008

Quelle: http://www.tribuna-popular.org/

Hervorhebungen im Text vom Autor

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