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Führer der Widerstandsbewegung  bei Terrorangriff der Drogenregierung von Kolumbien in Ecuador ermordet

Von Gerd Höhne/4. März 2008

Die zionistischen Rassisten in Israel waren offenbar das Vorbild. Die gehen systematisch in den Ländern des Nahen Ostens, aber auch in Nordafrika, mit gezielten Mordangriffen gegen palästinensische Widerstandsführer und mit Krieg gegen andere Länder vor. Jetzt hat die von der Drogenmafia und der CIA getragene Regierung in Kolumbien einen gezielten Terrorangriff gegen die kolumbianische Widerstandsgruppe FARC begangen. Dabei wurde einer ihrer Führer, Raul Reyes, getötet. Es kamen auch andere Kämpfer der FARC ums Leben.

Raul Reyes und seine Gruppe befanden sich auf dem Territorium von Ecuador. Sie wurden geortet durch einen Spionagesatelliten und durch ein abgefangenes Gespräch über Satellit. Offenbar haben die USA ihren Lakaien der Regierung in Bogotá mit ihrer Weltraumtechnik logistische Hilfe geleistet.

Die FARC ist eine revolutionäre Organisation in Kolumbien. Dort leben 25,8 % der Einwohner unterhalb der staatlichen bestimmten Armutsgrenze. Nach statistischen Angaben der Regierung des Landes müssen 7% sogar mit weniger als 1 US-$ auskommen. Die wirklichen Zahlen dürften höher liegen.

Die FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia – Ejército del Pueblo – Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens / Volksarmee) ist eine Organisation mit dem Ziel, die einfachen Menschen, vor allem die armen Bauern, gegen die Gewalt des Militärs und der Großgrundbesitzer zu verteidigen und verlangen eine Landreform.

Die FARC gründete 1985 gemeinsam mit der Kommunistischen Partei die „Patriotische Union“ (Unión Patriótica), die sich sogar an Wahlen beteiligte. Es wurde zwischen 5000 und 8000 ihrer offen politisch arbeitenden Mitglieder und Funktionäre von Todesschwadronen, die von der Armee ausgebildet und ausgerüstet wurden, ermordet. Lt. Amnesty international beteiligt sich die Kolumbianische Armee an den Tötungsaktionen.

1993 stellte die FARC im Rahmen der Plattform für eine Regierung des Wiederaufbaus und der nationalen Aussöhnung einen Zehnpunkteplan auf, der als Gesprächsgrundlage mit der Regierung dienen sollte und folgende Forderungen beinhaltete:

„1. Die Lösung des Konflikts mit politischen Mitteln

2. Die Armee darf keine innenpolitischen Funktionen wahrnehmen

3. Durchsetzung der Gewaltenteilung zwischen Justiz und Politik, Pressefreiheit und demokratische Mitbestimmungsmöglichkeiten auf allen Ebenen

4. Stärkung des internen Konsums, Schutz der einheimischen Industrien vor ausländischer Konkurrenz sowie staatliche Kontrolle über den Energiesektor

5. Verwendung von 50% des Staatshaushaltes für Sozialausgaben und 10% für die Förderung der Wissenschaften

6. Einführung eines progressiven Steuersystems

7. Entwicklungsprogramme für ländliche Regionen

8. Revision der Energiepolitik und Neuverhandlung der Verträge zur Ausbeutung der Bodenschätze mit den multinationalen Unternehmen

9. Aufbau souveräner, auf dem Recht auf Selbstbestimmung basierender Beziehungen zu allen Ländern der Welt

10. Nicht-militärische Lösung des Drogenproblems.“[1]

Die Regierung in Bogotá, die maßgeblich aus Washington gesteuert wird und die Interessen des Großgrundbesitzes, der USA-Konzerne und der Drogenbarone vertritt, hat keine andere Lösung, als die militärische. Sie geht dabei mit äußerster Brutalität gegen alle vor, die im Verdacht stehen, die FARC zu unterstützen. Auch und vor allem gegen die Zivilbevölkerung und schreckt auch nicht vor Massakern zurück.

Wie das Beispiel des Mords an Raul Reyes zeigt, haben sie auch keine Hemmungen das Völkerrecht zu verletzen und in fremdes Staatsgebiet einzudringen.

Das Regime in Bogotá dürfte das allerdings in Absprache mit der USA-Regierung gemacht haben. Offenkundig wurden sie von der US-Armee mit deren Weltraum-Technologie logistisch unterstützt – Kolumbien dürfte wohl kaum über eigene Spionagesatteliten verfügen.

Die Frage ergibt sich nun, war das eine gezielte Provokation um die beiden Nachbarländer Venezuela und Ecuador – immerhin beide mit linken Regierungen, die einen antiimperialistischen Kurs steuern – zu destabilisieren oder sie gar in einen Krieg hinein zu ziehen.

Dass der rohstoffreiche Hinterhof der USA teilweise von Linken regiert (Venezuela, Ecuador und Bolivien) wird, ist den Konzernherren in den USA und deren Regierung bekanntlich ein Dorn im Auge. Alle Versuche, z.B. Hugo Chavez zu stürzen, schlugen bisher fehl. Das an Erdöl reiche Venezuela unterstützt andere Regierungen in der Region gegen die Machenschaften der Weltbank. So z.B. das in totale Abhängigkeit von der Weltbank geratene Argentinien. Es wurde mit Hilfe aus Venezuela entschuldet. Ebenso half Venezuela Ecuador und nicht zuletzt auch Kuba.

Venezuela unter Chavez steuert eine Politik, die die USA um ihre Einflusssphäre in Lateinamerika bangen lässt. Das hat bisher immer heftigste Reaktionen aus der Machtzentrale in Washington geführt. Nie haben sie vor Krieg, Putsch, Mord und Militärdiktatur zurück geschreckt. Warum sollten sie sich jetzt da Beschränkungen auferlegen?

Erinnert sei nur an den Sieg der linken Sandinisten vor ca. 30 Jahren in Nikaragua. Die USA rüsteten damals Banditen aus de Geheimdienst, Armee und Polizei des gestürzten Diktators Somoza mit Geld und Waffen aus, entfalteten terroristische Angriffe und destabilisierten das Land. Oder die diversen Versuche Kuba erneut unter US-amerikanische Knute zu zwingen, die bis heute andauern.

Es ist anzunehmen, dass die USA alles dransetzen, um die bolivarische Bewegung in Lateinamerika zum Scheitern zu bringen. Der wichtigste Politiker der antiimperialistischen bolivarischen Revolution ist Hugo Chavez, der Präsident von Venezuela. Der wichtigste Stützpunkt der USA-Imperialisten in der Region ist Kolumbien. Das größte Hindernis der Regimes in Bogotá, sein Kriegspotential gegen die Nachbarländer einzusetzen, sind die Aufstandsbewegungen, ist vor allem die FARC. Der Kreis schließt sich.

G.H.

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