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Ekuador/Kolumbien:
CORREA
BEZEICHNET DIE KOLUMBIANISCHE TAT ALS „MASSAKER“
Ausweisung
des kolumbianischen Botschafters aus Ecuador angeordnet
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Quito
, 2. März
2008, Tribuna Popular TP.- Der
Präsident von Ecuador, Rafael Correa, kündigte heute die „sofortige
Ausweisung“ des Botschafters Kolumbiens in Quito, Carlos Holguin, an.
Dies erfolgt vor dem Hintergrund des Zurückziehens seines Botschafters
in Bogota, Francisco Suescum, welcher sich gerade in Ecuador aufhält.
Rafael Correa beantragte eine dringende Sitzung der OAS und der CAN zur
Behandlung des kolumbianischen Angriffs auf ecuadorianisches
Staatsgebiet.
Auf
einer landesweiten Fernsehübertragung informierte Correa , dass er die
„Mobilmachung von Truppen“ an der Grenze zu Kolumbien angeordnet
habe. Er forderte vom kolumbianischen Präsidenten Uribe nicht nur
Entschuldigungen, sondern „unterzeichnete Vereinbarungen zur Achtung
gegenüber Ecuador“.
Correa
wies darauf hin, dass „das ecuadorianische Staatsgebiet durch einen
Luftangriff und das anschliessende Eindringen von Bodentruppen (aus
jenem Lande) verletzt und bombardiert worden ist“. Deshalb „habe ich
die sofortige Ausweisung des Botschafters von Kolumbien in Ecuador
(Carlos Holguin) entschieden“.
Correa
hob hervor, dass „angesichts der Schwere der Tat habe ich die
Mobilmachung von Truppen an der Grenze befohlen und für morgen den
Nationalen Sicherheitsrat Ecuadors einberufen“.
Der
ecuadorianische Präsident äusserte: „Diese Lage ist äusserst
schwerwiegend und nicht zu dulden“. Er betonte, dass Ecuador als
souveränes Land nicht zulassen werde, dass die Politik von Uribe den
kolumbianischen Konflikt im Ausland hinein in die Nachbarländer austrägt.
Das
Eindringen kolumbianischer Streitkräfte auf ecuadorianisches Gebiet
erreichte eine Tiefe von 10 Kilometern, denn die Flugzeuge griffen das
Camp der revolutionären Kämpfer von Süden her an, d.h. vom
Territorium Ekuadors aus. Dies war keine legitime Verteidigungshandlung,
denn die 20 ermordeten Guerrilleros schliefen mit kleinen Decken zu
jenem Zeitpunkt. Correa wies darauf hin, dass diese Tatsache „konträr
der kolumbianischen Version entgegensteht. Das war ein Massaker.“
Gleich darauf drangen Bodentruppen ein, die das Abschlachten
vollendeten. „Es gibt sogar Guerrilleros dort, die die Einschüsse auf
dem Rücken haben“.
„Was
geschehen ist, ich wiederhole es, war klar eine vorsätzliche Handlung
auf unserem Territorium, die unsere Souveränität, die zweiseitigen
Abkommen mit Kolumbien und das internationale Recht angreift“, äußerte
Präsident Correa in der landesweiten Ausstrahlung.
Andererseits
bezeichnete der ecuadorianische Botschafter in Kolumbien, Francisco
Suescum, den kolumbianischen militärischen Angriff als
„Kriegstatsache“. In Erklärungen an die Journalisten hat er gesagt:
„Das Massaker ist eine barbarische Tat, eine Kriegstatsache, eine
Handlung gegen den Frieden, gegen das Leben und gegen die
Menschenrechte.“
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Quelle:
http://www.tribuna-popular.org |