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Garantien abgelehnt, dass US-Basen nicht gegen Nachbarn verwendet werden

WIE PEINLICH! KOLUMBIEN MUSS USA UM ERLAUBNIS FRAGEN

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Quito, September 2009, Tribuna Popular TP.-   Eine der Fragen, die auf der Beratung des UNASUR-Verteidigungsrates gestern ganz klar wurden, ist die Tatsache, dass die kolumbianische Regierung weder die Unabhängigkeit noch die Souveränität besitzt, um das militärische Abkommen mit den USA bekanntzugeben. Denn die USA müssen es erst genehmigen, da eine Information zu geben.

Dies äußerte der Kanzler von Venezuela, Nicolás Maduro. Er versicherte am Dienstag, dass Kolumbien sich weigerte, Garantien in Bezug auf jenes Abkommen mit den USA über die Einrichtung der sieben Militärstützpunkte abzugeben. Dies trotz der Tatsache, dass 11 der 12 UNASUR-Mitgliedsländer dies verlangten. Der venezolanische Kanzler bedauerte, dass Kolumbien vorzugsweise nach Norden anstatt auf seine eigenen Geschwister im Süden schaut.

„Kolumbien hat sich geweigert, Garantien abzugeben. Es hat sich geweigert, das Abkommen vorzustellen. Sie sagen, dass sie es nicht ohne Genehmigung der USA vorstellen können“, sagte er. „Wir 11 Länder stimmen darin überein, Vertrauen und Garantien zu schaffen. Und im sehr speziellen Punkt der Garantien (...), damit diese Militärstützpunkte nicht für Spionage genutzt werden, um elektronisch die Kommunikationsradare zu stören“, setzte er hinzu.

Für den venezolanischen Diplomaten ist die negative Reaktion aus Bogotá alarmierend. „Kolumbien hat sich geweigert, diese Garantien zu übernehmen. Dies macht die Präsenz und Einrichtung dieser sieben US-Militärstützpunkte in Kolumbien noch alarmierender“, führte er beharrlich aus.

Er bedauerte die Tatsache, dass Kolumbien vorzugsweise nach Norden und nicht auf seine eigenen südamerikanischen Geschwister schaut, denn auf dieser Beratung an diesem Dienstag in der Hauptstadt Ekuadors, in Quito, sprechen sie aus, dass diese Garantien vom Weißen Haus genehmigt werden müssen. „Wir bedauern es, dass Kolumbien sich isoliert und vorzugsweise nach Norden schaut (...) Sie (Kolumbien) haben entschieden sich unterzuordnen“ den USA gegenüber, so hob er hervor.

Für Maduro zeigt Bogotá mit dieser Haltung , dass es sich für ein Militärbündnis gegen den südamerikanischen Friedensplan für Kolumbien entschieden hat. Kolumbien „hat ein militärisches Bündnis, ein Bündnis des Krieges vorgezogen, um die Nachbarländer zu bedrohen und die Bodenschätze zu bedrohen. Kolumbien hat vorgezogen, das Territorium zu übergeben und nicht ein Friedensbündnis zu bilden, einen Friedensplan für Kolumbien.“

Über den Erwerb von rein defensiver Bewaffnung seitens Venezuelas in Russland erklärte Maduro, dass sein Land alle Garantien angeboten hat.

„Venezuela hat alle Garantien angeboten. Venezuela wappnet sich, um die Souveränität des Landes zu schützen. Keiner imperialen Macht wird gelingen, die politische Herrschaft wieder aufzurichten. Wir sind froh, ein freies Volk zu sein, welches sich keinem Imperium unterordnet. Wir sind Zeugen seit 200 Jahren dessen, was es die Befreier kostete, die Republik zu begründen“, betonte er.

Dann fragte sich der ebenfalls auf jener Konferenz anwesende venezolanische Verteidigungsminister Ramón Carrizáles: „Wenn es keinerlei Bedrohung für Südamerika geben soll, warum weigern sie sich dann, dies mit uns zu unterschreiben.“ Dabei bezog er sich auf das Garantiepapier zum militärischen Abkommen zwischen Kolumbien und den USA. Ramón Carriles meinte, dass es ein gutes Zeichen wäre, wenn die USA eine Kopie des Abkommenstextes versenden würden und somit nichts gegen die südamerikanischen Länder vorhätten.

Er äußerte, dass es falsch ist, dass Venezuela abgelehnt habe, Auskunft über seinen Militärhaushalt zu machen und ihn transparent zu halten. „Unser Präsident (Hugo Chávez) zeigte vor einigen Tagen die Charakteristiken der Bewaffnung auf, die wir infolge der in Lateinamerika sich einrichtenden Bedrohung ankaufen mussten“, brachte er vor und ergänzte, dass der Waffenkauf Venezuelas „nicht Ursache, sondern Folge der Präsenz und der Bedrohung aus unmittelbarer Nachbarschaft ist.“

Angesichts der Ablehnung der lateinamerikanischen Länder hinsichtlich des militärischen Abkommens Kolumbiens mit den USA äußerte der venezolanische Kanzler: „UNASUR ist der Prüfstein“, weswegen weiterhin eine intensive und positive Thematisierung zu diesem Thema gemacht werden sollte. „Auf sehr deutliche Art haben die Präsidenten der UNASUR-Mitgliedsländer das Thema der Militärstützpunkte in Kolumbien aufgegriffen. UNASUR hat viele Mittel, um diese Bedrohung zu bearbeiten. Bei der Behandlung dieses Themas wird vorangeschritten werden. Dies ist eine positive Sitzung gewesen, weil Südamerika fordert, dass dieser Kontinent ein Kontinent des Friedens sein soll, wozu jetzt der Weg geebnet wird“, so Madero an die Presse.

Quelle:   http://www.pcv-venezuela.org/

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