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Verbotene
Kritik
Israel
will UN-Konferenz über Palästina verhindern
Quelle:
Freaze
vom 14.08.2007
Wie
die israelische Haaretz am Sonntag unter Berufung auf nicht genannte
Quellen innerhalb des israelischen Außenministeriums berichtete, wird die
israelische Regierung in Kürze eine öffentliche Kampagne beginnen, die
die Absage einer Konferenz eines UN-Komitees im Europäischen Parlament in
Brüssel zum Ziel hat.
Bei
dem Organisator der für den 30. und 31. August angesetzten
„Internationalen Konferenz der Vereinten Nationen über die Unterstützung
des israelisch-palästinensischen Friedens durch die Zivilgesellschaft“
(„United Nations International Conference of Civil Society in Support of
Israeli-Palestinian Peace“) handelt es sich um das im Jahr 1975 gegründete
„Komitee der Vereinten Nationen zur Ausübung der unveräußerlichen
Rechte des palästinensischen Volkes“ („United Nations Committee on
the Exercise of the Inalienable Rights of the Palestinian People“,
UNISPAL). Auf der Tagesordnung der Konferenz stehen unter anderem Berichte
über „die Auswirkungen der Besatzung auf die Lage vor Ort“ und
Erkenntnisse einer Delegation des Europäischen Parlaments bei einem
Besuch der Region und mehrere Workshops, darunter „Parlamente und
Parlamentarier, große Parteien und Bewegungen, Lokalpolitiker und
Gewerkschafter anzusprechen“, „die Stärkung von Kampagnen zur
Beendigung der Besatzung, einschließlich von Graswurzel-Kampagnen gegen
die Mauer, Demonstrationen um Bil'in herum“ und „die Verbesserung des
europäischen Beitrags zu internationalen Friedensbemühungen“.
Israelische
Diplomaten versuchen seit mindestens zwei Wochen, das Europäische
Parlament davon zu überzeugen, der Konferenz keine Räume zur Verfügung
zu stellen. Israelische Quellen sagten, die Konferenz sei darauf
ausgerichtet, „einseitige Verurteilungen gegen Israel zu
verabschieden“. Eine Regierungsquelle sagte, die Konferenz werde
„unter dem Deckmantel der Förderung des Friedensprozesses durchgeführt,
aber in Wahrheit sehen wir Organisationen, die anti-israelische Boykotts
befürworten und Israel diffamieren.“ Quellen innerhalb der israelischen
Regierung sagten, es solle eine öffentliche Kampagne eingeleitet werden,
um die Unterstützung pro-israelischer Organisationen gegen die Konferenz
zu gewinnen.
Auf
eine Anfrage des israelischen Außenministeriums hinsichtlich der
Konferenz antwortete das Europäische Parlament, daß es die Konferenz
nicht fördere, sondern einzig und allein Räumlichkeiten zur Verfügung
stelle. In einem Schreiben an den Präsidenten des Europäischen
Parlaments, Hans-Gert Pöttering, bat die Sprecherin des israelischen
Parlaments, Dalia Itzik, ihn, der Konferenz keine Räume zur Verfügung zu
stellen, da das Europäische Parlament hierdurch eine „anti-israelische
Organisation“ - es ist nicht klar, ob hiermit eine an der Konferenz
teilnehmende Organisation oder die Vereinten Nationen selbst gemeint waren
- unterstütze.
Nicht
nur, daß Israel hier ganz offen gegen Entscheidungen des Europäischen
Parlaments vorgeht, diese betreffen darüber hinaus auch noch eine
Organisation der Vereinten Nationen. Einmal mehr belegt Israel damit
seinen kaum vorhandenen Respekt gegenüber den Vereinten Nationen und
ihren Entscheidungen. |