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„Unabhängigkeitserklärung“
des Kosovo:
Mörder,
Schutzgelderpresser und Drogendealer – kurz: die Bosse des
organisierten Verbrechens, mit Hilfe der Berliner Regierung sind
die
Statthalter das Kosovo als Protektorat des deutschen
Imperialismus, der USA und der EU mehr
siehe
auch Organisierte
Kriminalität |
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Die
ehemalige USA-Außenministerin Albright und der
kosovo-albanische Mafiachef Hashim Thaci |
„Danke,
Deutschland!“
Quelle:
german-foreign-policy,
vom 18.02.2008
PRISTINA/BELGRAD/BERLIN
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(Eigener
Bericht) - Nach jahrelanger Berliner Vorarbeit hat am gestrigen Sonntag
die südserbische Provinz Kosovo unter Bruch des Völkerrechts ihre
Eigenstaatlichkeit ausgerufen. Kosovo sei künftig von Serbien „unabhängig“,
erklärte der Ministerpräsident der Provinzverwaltung in Pristina,
Hashim Thaci. Die deutsche Regierung will die Sezession in Kürze
anerkennen. Sie beteiligt sich damit ebenso am Bruch der UNO-Charta und
weiterer bislang global gültiger Rechtsnormen wie deutsche Juristen und
Polizisten, die im Rahmen einer sogenannten EU-Mission in das Kosovo
entsandt werden. Ihre dortige Tätigkeit erfolgt ohne gültige völkerrechtliche
Grundlage und erfüllt damit den Tatbestand illegaler Besatzung. Ziel
ist die Errichtung eines informellen Protektorats, dessen
nationalistische Kräfte in Schach gehalten werden sollen. Die
Abspaltung des Kosovo ist der vorläufige Schlusspunkt einer Politik,
die den Zerfall der Balkanstaaten in Gefolgschaftsparzellen anstrebt und
mit der Berliner Anerkennung kroatischer Sezessionisten begann. Dieser
Politik schlossen sich sämtliche EU-Staaten nach kurzem Zögern an und
fielen 1999 gemeinsam mit Washington in das restliche Jugoslawien ein.
Seitdem fördert Berlin die kosovarischen Nationalisten, deren Repräsentanten
in Pristina als Bosse der Organisierten Kriminalität bezeichnet werden.
Zu ihnen gehört der aktuelle Ministerpräsident Thaci. Auf Wandbildern
in Pristina, die die von Thaci proklamierte Sezession feiern, heißt es:
„Danke, Deutschland!“
Mit
der gestern proklamierten Sezession vollzieht die Provinzverwaltung in
Pristina einen Schritt, den Berlin seit Jahren vorbereitet hat - zunächst
mit geheimdienstlicher Unterstützung der UCK, danach mit der Teilnahme
am Überfall auf Jugoslawien im März 1999 und schließlich im Rahmen
der UNO-Verwaltung in Pristina (UNMIK) (german-foreign-policy.com
berichtete [1]). Die Abspaltung der serbischen Südprovinz erfolgt unter
Bruch der UNO-Charta, die allen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen
die Souveränität und territoriale Integrität garantiert, und unter
Missachtung der Beschlüsse des UNO-Sicherheitsrates. Maßgeblich ist
die Resolution 1244, die Belgrad die Unversehrtheit seines
Hoheitsgebietes ausdrücklich bestätigt. Die deutsche Regierung will
die illegale Sezession in Kürze anerkennen und fordert dasselbe von sämtlichen
EU-Mitgliedstaaten. Damit erweist sich Berlin zum wiederholten Male als
treibende Kraft einer zunehmenden Auflösung des internationalen Rechts,
die die Willkür der Macht unverhohlen zum höchsten Prinzip der Außenpolitik
erhebt.
Fantasterei
Den
erneuten offenen Bruch internationalen Rechts durch die Bundesregierung
sucht das Auswärtige Amt mit Hilfskonstruktionen zu kaschieren. So
behauptet das Ministerium in einer Stellungnahme für den Außenpolitischen
Ausschuss des Deutschen Bundestags, die Souveränitäts- und Integritätsgarantie
für Serbien in der UNO-Resolution 1244 beziehe sich lediglich auf ein
„Übergangsregime“ im Kosovo und stehe einer Sezession nicht im
Wege. Die abenteuerliche Erfindung erweist sich bei der Lektüre des
Wortlautes als Fantasterei. Dennoch soll dem Auswärtigen Amt zufolge
die UNO-Resolution abzüglich der Souveränitäts- und Integritätsgarantie
für Serbien fortgelten, um die Einsatzlegitimation der NATO sowie der
EU nicht zu verspielen; denn fiele diese fort, wären die westlichen Länder
für ihre Okkupation serbischen Territoriums auf eine „Einladung“
der kosovarischen Vasallen in Pristina angewiesen - eine peinliche Abhängigkeit,
die man sich in Berlin und Washington ersparen möchte.[2]
Präzedenzfälle
Das
haarsträubende Vorgehen, das Beschlüsse der Vereinten Nationen zur
unverbindlichen Vorschlagsliste degradiert, aus der man sich nach Wunsch
die jeweils genehmen Passagen auswählt, stößt selbst im Umfeld des Außenministeriums
auf offenen Widerspruch. Dort werden Warnungen vor unkalkulierbaren
Gegenschlägen laut. So schreibt ein Jurist aus dem völkerrechtswissenschaftlichen
Beirat des Auswärtigen Amts in einem Zeitungsartikel: „Einseitige
Auslegungen von Sicherheitsratsresolutionen begründen (...) Präzedenzfälle,
die in anderen Fällen gegen die westlichen Staaten gerichtet
werden.“[3]
Dekretiert
Bezeichnend
für die deutsche Rechtswillkür ist auch die Form der Beschlussfassung
zur Entsendung einer sogenannten Polizei- und Justizmission in das
Kosovo. Insgesamt sechs EU-Staaten lehnen die Sezession trotz massiven
Drucks aus der deutschen Hauptstadt weiterhin ab, weil ihre eigene
Souveränität von Separatisten bedroht ist: Spanien, die Slowakei, Rumänien,
Bulgarien, Griechenland und Zypern. Da diese Staaten nicht zu aktiver
Zustimmung zu der neuen „EU-Mission“ zu bewegen waren, wurden die Brüsseler
Entscheidungsmodalitäten kurzerhand angepasst und die Entsendung von
rund 2.000 Juristen und Polizisten faktisch dekretiert. Der Einsatz sei
vorgeschlagen und mit Ablauf einer Widerspruchsfrist am Samstag um Null
Uhr dann „formell gebilligt“ worden, da kein EU-Mitgliedstaat bis zu
diesem Zeitpunkt ein Veto eingelegt habe, hieß es in Brüssel über die
neue Abstimmungstechnik, die eine abschließende Zustimmung überflüssig
macht. Berlin hatte deutlich erkennen lassen, dass es ein Veto auf
keinen Fall hinnehmen werde: Die ersten 63 deutschen Polizisten für die
„Mission“ wurden demonstrativ bereits vor Fristablauf ausgewählt.[4]
Straflosigkeit
Die
Tätigkeit der bisherigen „Polizei- und Justizmission“, die im Namen
der UNO, faktisch aber ebenfalls unter westlicher Kontrolle durchgeführt
wird, ist jetzt von amnesty international sorgfältig ausgewertet
worden. Das Ergebnis stellt den zahlreichen Polizisten und Juristen, die
seit 1999 im Kosovo im Einsatz waren - darunter etliche deutsche -, ein
katastrophales Zeugnis aus. „Die UN-Mission hat hunderte von
Verbrechen wie Morde, Vergewaltigungen, Entführungen und Vertreibungen
unzureichend oder gar nicht untersucht“, erklärt der Kosovo-Experte
von amnesty. In der südserbischen Provinz, deren angemaßte
Eigenstaatlichkeit in Kürze von Berlin anerkannt wird, herrsche
„Straflosigkeit“ für Kriegsverbrecher sowie bei Verbrechen gegen
die Menschheit.[5] amnesty zufolge ist keine Besserung erkennbar,
vielmehr habe sich die Situation in den vergangenen Monaten weiter
verschlechtert. Die Menschenrechtsorganisation warnt die UNO ausdrücklich
vor der Entsendung einer neuen „Polizei- und Justizmission“ - die
„ausufernden Mängel“ der Kosovo-Intervention müssten zunächst
behoben werden.[6]
Netzwerke
Zu
den Personen, deren Vergangenheit die Gründe für die von amnesty
beklagten „ausufernden Mängel“ ahnen lässt, gehört der aktuelle
kosovarische Ministerpräsident Hashim Thaci. Der enge Parteigänger
Berlins und Washingtons hat gestern in Pristina die „Unabhängigkeit“
der südserbischen Provinz proklamiert. Hätten die Juristen und
Polizisten der UNO ihre Aufgabe erfüllen wollen, hätten sie Thaci längst
vor Gericht stellen müssen. Serbische Richter hatten ihn bereits 1997
zu zehn Jahren Haft verurteilt - wegen mehrerer Morde. „Thaci ließ in
seinen eigenen Reihen liquidieren“, sagen zwei ehemalige UCK-Kämpfer
über ihren ehemaligen Chef.[7] Der Bundesnachrichtendienst hält den
aktuellen Ministerpräsidenten für einen der führenden kosovarischen
Mafiabosse und den Auftraggeber eines „Profikillers“.[8] Eine im
Auftrag der Bundeswehr erstellte Studie umfasst die Aussage, Thaci gelte
„in Sicherheitskreisen als 'noch wesentlich gefährlicher'„ als der
wegen Kriegsverbrechen angeklagte Ramush Haradinaj [9], „da der
einstige UCK-Chef auf internationaler Ebene über weiter reichende
kriminelle Netzwerke verfügt“.[10]
Letzte
Frage
Mit
der kosovarischen Sezessionserklärung, die unter Bruch internationalen
Rechts kriminellen Elementen einen eigenen Staat verschafft, erreichen
die Anstrengungen Deutschlands zur Entmachtung seines traditionellen
Opponenten Serbien ihr Ziel. Belgrad hat die Kontrolle über das
Territorium des ehemaligen Jugoslawien weitestgehend verloren, ist
seines Zugangs zum Meer verlustig gegangen und von gegnerischen Staaten
umgeben. Berlin hingegen konnte seinen Anspruch als Ordnungsmacht in Südosteuropa
durch einen erneuten Krieg gegen Belgrad und die Aufspaltung des
serbischen Territoriums bestätigen. Mit der gestrigen Sezessionserklärung
wird nach Ansicht der Bundesregierung die „letzte offene Frage des
Zerfallsprozesses von Jugoslawien (...) gelöst“.[11]
[1]
s. dazu Neuer Vasall, Imperiale Vollendung, Teil der Verwaltung, Die Wiederauferstehung Jugoslawiens, Die Herren des Rechts, Paketlösung, Abmontiert, Sieger im Kalten Krieg, Selbstbestimmung, Die zweite Welle, Dayton II, Mit kreativen Tricks, Angelpunkt, Countdown und Kooperationsraum.
[2]
Die Argumentationen entstammen einem Papier des Auswärtigen Amts mit
dem Titel „Kosovo. Resolution des Sicherheitsrates 1244 (1999) und
eine evtl. Unabhängigkeitserklärung des Kosovo“.
[3]
Kein Recht auf Abspaltung; Frankfurter Allgemeine Zeitung 14.02.2008
[4]
EU entsendet Polizisten und Juristen in das Kosovo; Reuters 16.02.2008
[5]
amnesty international legt neuen Kosovo-Bericht vor; www.amnesty.de
[6]
Kosovo (Serbia): The challenge to fix a failed UN justice mission;
www.amnesty.org
[7]
„Die Schlange“ greift nach der Macht im Kosovo; Die Welt 28.01.2006
[8]
Jürgen Roth: Rechtsstaat? Lieber nicht!; Die Weltwoche 43/2005
[9]
s. dazu Politische Freundschaften und Heldenfigur
[10]
Operationalisierung von Security Sector Reform (SSR) auf dem Westlichen
Balkan; Institut für Europäische Politik 09.01.2007. S. dazu Aufs engste verflochten
[11]
Erklärung zur Entscheidung des Parlaments im Kosovo; Presse- und
Informationsamt der Bundesregierung 17.02.2008
siehe
auch : Politische
Freundschaften
Quelle: german-foreign-policy
vom 21.01.2008
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Portugiesische
Kommunistischen Partei:
Über
die einseitige Unabhängigkeitserklärung des Kosovo
Politische
Kommission des ZK der PCP - 18.02.2008
Angesichts
der einseitigen Unabhängigkeitserklärung der serbischen Provinz des
Kosovo drückt die Portugiesische Kommunistische Partei (PCP)
ihre klare Verurteilung dieser illegalen Entscheidung aus, die
einen schlimmen Präzedenzfall auf der Ebene des internationalen Rechts
darstellt. Die PCP bekräftigt ihre Beunruhigung über die Konsequenzen,
die dieser Schritt für die Region, für Europa und für die Welt haben
kann und äussert ihre ablehnende Haltung gegen die Entsendung jeglicher
Mission der Europäischen Union in den Kosovo.
Die
von den USA, der NATO und der EU geförderte Abtrennung des Kosovo
verletzt die grundlegendsten Prinzipen des internationalen Rechts, die
Schlussakte von Helsinki und verschiedene Resolutionen der UNO über
diese Frage - namentlich die Resolution 1244 vom Juni 1999 des
Sicherheitsrates, welche die Respektierung der integralen territorialen
Souveränität Serbiens über den Kosovo festschreibt – und stellt
einen weiteren schweren Schritt in der eskalierenden Untergrabung des
internationalen Rechts und in der imperialistischen Offensive gegen die
territoriale Integrität und Souveränität der Staaten dar.
Die
PCP verurteilt die aufgezwungene Abtrennung des Kosovo von Serbien als
integrierenden Bestandteil des imperialistischen Prozesses zur Verstümmelung
Jugoslawiens – der seinen Völkern, einschließlich der Bevölkerung
des Kosovo, so viele Leiden auferlegt hat – und zur Schaffung von
Protektoraten auf dem Balkan, welche als treue Vertreter der ökonomischen,
energetischen und geo-strategischen Interessen der wichtigsten europäischen
Mächte, der USA und der NATO in der Region auftreten. Es handelt sich
dabei um die künstliche Schaffung eines Pseudo-Staates, der in der
Praxis von den wichtigsten NATO-Mächten bevormundet und verwaltet wird
- von den gleichen Mächten, welche den kriminellen Krieg gegen
Jugoslawien beschlossen und durchgeführt haben.
DIe
PCP erinnert daran, dass es keine einzige UNO-Resolution gibt, auf
welche sich der Beschluss zur Sezession des
Kosovo von der Republik Serbien - von einem souveränen und
international anerkannten Staat - stützen könnte. Sie macht auf die äußerst
schwerwiegenden Folgen aufmerksam welche
ein solcher Vorgang und dessen internationale Anerkennung im Hinblick
auf die Stabilität der Grenzen auf dem europäischen Kontinent
hervorrufen kann.
Die
PCP verurteilt die politische Farce der so genannten
"Verhandlungen" über den Statut des Kosovo, deren Ausgang
schon lange vorher den NATO-Mächten bekannt war und von ihnen
vorbereitet und unterstützt wurde. Entscheidend zu dieser Farce
beigetragen hat die faktische Voraushilfe der Europäischen Union zur
Sezession des Territoriums - die heute Substanz annimmt mit der
sofortigen Entsendung einer "Mission der Sicherheits- und
Verteidigungspolitik", welche durch ein schändliches Verfahren
"stillschweigend" beschlossen wurde.
(...)
Die
PCP betrachtet jegliche Entsendung von Missionen der Europäischen Union
in den Kosovo für äusserst schwerwiegend und lehnt diese ab, zumal es
sich rechtlich um einen besetzten Teil der Republik Serbien handelt, und
umso mehr, als die Behörden von Belgrad sich der Entsendung dieser
Mission widersetzen. Die PCP erklärt ihre frontale Opposition gegen die
Hineinwicklung portugiesischer Bürger, Zivilen oder Militärpersonen,
in diese so genannte politische und Sicherheitsmission. Sie wiederholt
ihren Standpunkt der Forderung nach Rückzug des in den Kosovo
versetzten und der KFOR einverleibten portugiesischen Militärkontigents
und nach Beendigung der portugiesischen Militärpräsenz im Balkan.
Original:
http://www.pcp.pt/
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