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Frauenhandel
im Kosovo:
Deutsche
Regierung und die Bundeswehr die Komplizen?
Frauen-
und Mädchen werden auf offener Straße in Autos gezerrt und in Bordelle
verschleppt
Von
Günter Ackermann/09. März 2008
Dass
die einheimische „Regierung“ des Kosovo mitten drin in mafiösen
Strukturen ist, wissen wir seit langem.
Jetzt
teilt ai (amnesty international) mit, dass immer mehr Eltern im Kosovo ihre Töchter
nicht zur Schule schicken, weil sie Angst haben, ihre Töchter würden
entführt und als Zwangsprostituierte missbraucht. Albanische Eltern
bangen also um ihre Töchter, auch um jene, die noch Kinder sind.
Hier
ein Bericht eines entführten albanischen Mädchens von 13 Jahren:
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„Ich
war gerade auf dem Weg zur Schule als ich merkte, dass mich eine
junge Frau beobachtete. Sie kam zu mir, bot mir einen Börek an
und bezahlte ihn. Nach einigen Tagen freundeten wir uns an.
Eines
Tages schlug sie mir vor, mich im Auto mitzunehmen. Das Auto
fuhr in eine mir unbekannte Gegend. Der Fahrer war ein Mann. Als
ich wissen wollte, wohin wir führen, sagten sie mir, dass wir
eine alte Stadt besuchen würden, in der ich noch nie gewesen
sei. Dort wurde ich drei Wochen lang in einem Motel
festgehalten. Ich wurde von vielen Männern vergewaltigt. Ich
schrie, aber niemand hörte mich, da sie mir den Mund
zuhielten.“ |
Das
ist nur ein Beispiel.
Die
„Schutztruppe“ der UNO und jetzt der EU greift das Problem nicht auf
und macht auch nichts dagegen, sondern ist ein Teil des Problems. Es ist
ein offenes Geheimnis im Kosovo, dass Mitarbeiter den Großteil der
Freier der Zwangsprostituierten stellen. Sie verfügen über das nötige
Einkommen. Ein Soldat der Bundeswehr bekommt z.B. pro Tag ca 100 €
Auslandszuschlag zum normalen Sold. Und die Bundeswehrführung muss ihre
Soldaten ja bei Stimmung halten, Da lebt die alte Tradition des Militärs
wieder auf, dass im Krieg die Bordelle Hochkonjunktur haben. Die
erforderlichen Mädchen beschaffen sich die Puffbesitzer auch und vor
allem durch Entführungen. So auch im Kosovo.
Das
Kosovo ist zu einem Zentrum der Sexindustrie geworden, In fast jedem
Dorf soll es einen Puff geben in dem Frauen zum Sex gezwungen werden.
Und
immer wieder sind Mitarbeiter der internationalen Organisation und der
Besatzungstruppen direkt am Geschäft mit dem Sex beteiligt. Die sind
dort kaum zu fassen, sie genießen Immunität. Spezialpolizei gegen den
Frauenhandel gibt es zwar, aber die unternehmen nichts gegen ihre
Kumpane.
Im
Gegenteil: Oft werden die Zwangsprostituierten, die zur internationalen
Polizei gehen, als unglaubwürdig betrachtet, manchmal sogar wegen
Prostitution – die im Kosovo offiziell verboten ist – belangt.
Das
alles aber ist in den Händen der einheimischen Mafia und die stellt die
Regierungsspitze in Pristina. Diese aber wird gestützt von den
Regierungen der EU, vor allem aber der deutschen Regierung. Der Kreis
schließt sich.
zurück
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Unter
deutscher Aufsicht
Quelle:
german-foreign-policy
vom 07.03.2008
PRISTINA/BERLIN
(Eigener
Bericht) — Anlässlich des Internationalen Frauentags (8. März)
protestieren Menschenrechtsorganisationen gegen den unter deutsch-europäischer
Aufsicht erstarkten Handel mit Mädchen und Frauen im Kosovo. Wie aus
einem Bericht von amnesty international hervorgeht, reicht die Macht der
Menschenhändler in der Sezessionsprovinz nach über acht Jahren
westlicher Besatzung so weit, dass Eltern ihren Töchtern den
Schulbesuch verbieten — weil immer wieder Mädchen verschleppt werden.
Zahlreiche Frauen aus dem Kosovo werden zur Prostitution gezwungen und
dazu entweder in der Region festgehalten oder in die reicheren Staaten
der EU verbracht, vorzugsweise nach Deutschland. Analysen zufolge begann
der Aufschwung von Frauenhandel und Zwangsprostitution im Kosovo
gleichzeitig mit dem von der Bundesrepublik forcierten Einmarsch der
westlichen Besatzer im Sommer 1999 und machte die Provinz innerhalb
weniger Jahre zu einem „Zentrum des internationalen Frauenhandels“.
Dem Bundesnachrichtendienst zufolge steht ein Mitglied des Pristinaer
Parlamentspräsidiums mit „Frauenhandel und dem Prostitutionsgeschäft“
in Verbindung. Der deutsche UNMIK-Chef schreitet nicht ein, Berlin
belohnt die kosovarischen Clanstrukturen mit der raschen Anerkennung
ihrer Eigenstaatlichkeit.
Anlässlich
des diesjährigen Internationalen Frauentags weist amnesty international
auf die weltweite Gewalt gegen Mädchen in ihrem Schulalltag hin. Dies
betrifft auch das Kosovo. Dort verbieten amnesty zufolge immer wieder
Eltern ihren Töchtern, zur Schule zu gehen, weil ihnen die
Verschleppung durch Menschenhändler droht. So berichtet etwa ein Mädchen,
das von Kriminellen in ein Fahrzeug gelockt worden war: „Das Auto fuhr
in eine mir unbekannte Gegend“.[1] „Als ich wissen wollte, wohin wir
führen, sagten sie mir, dass wir eine alte Stadt besuchen würden, in
der ich noch nie gewesen sei. Dort wurde ich drei Wochen lang in einem
Motel festgehalten. Ich wurde von vielen Männern vergewaltigt.“ Das
Verbrechen ist im Kosovo kein Einzelfall.
Binnen
Monaten
Der
Aufschwung von Frauenhandel und Zwangsprostitution im Kosovo begann
gleichzeitig mit dem Einmarsch der westlichen Besatzer im Sommer 1999.
Zuvor gab es in der südserbischen Provinz nur einen „örtlichen
Prostitutionsmarkt in kleinem Maßstab“, heißt es in einem Bericht,
den amnesty international bereits im Jahr 2004 veröffentlichte.[2] Ohne
UNMIK und KFOR wäre das Kosovo demnach vermutlich „ein unbedeutender
Nebenarm im Menschenhandelsgeschäft auf dem Balkan“ geblieben. Mit
dem Eintreffen der KFOR wurde das Gebiet jedoch „binnen Monaten“ zu
einem „Hauptzielland“ für Frauenhandel zum Zwecke der
Zwangsprostitution. Zwar sank der Anteil der „Internationalen“ unter
den Kunden der Zwangsprostituierten von rund 80 Prozent in den Jahren
1999 und 2000 bis auf angeblich 20 Prozent im Jahr 2004; amnesty weist
jedoch darauf hin, dass das KFOR- und UNMIK-Personal nur rund zwei
Prozent der kosovarischen Bevölkerung ausmacht. Berichten zufolge
nutzten damals auch deutsche Soldaten die erzwungenen Dienste von
Frauen, die Opfer von Menschenhandel waren.[3]
Kriegsfolgen
Wie
die jüngsten Hinweise von amnesty belegen, existiert die geschäftsmäßig
betriebene Gewalt gegen Frauen im Kosovo ungebrochen fort. Sie hat
denselben Entstehungsgrund wie der Sextourismus in Thailand – ausländische
Militärs. In Thailand waren es US-Soldaten, die im Urlaub von der
vietnamesischen Front die Prostitution in riesige Dimensionen schnellen
ließen; die boomende Sexindustrie bezog Kinderprostitution sowie andere
Formen sexueller Gewalt ein und besteht seit dem Abzug der
amerikanischen Truppen bis heute auf der Basis des anhaltenden
Sextourismus' fort.[4] Im Kosovo hingegen war es der von Berlin
forcierte Krieg, der die Besatzer aus dem reichen Westen in Scharen ins
Land brachte und Bordelle sowie andere Einrichtungen aus dem
Rotlicht-Milieu wie Pilze aus dem Boden schießen ließ.
Alleinige
Autorität
Dabei
setzte die Bundesrepublik im Kosovo noch eine zweite dramatische
Entwicklung mit in Gang, die mit dem Boom von Frauenhandel und
Zwangsprostitution einherging: der rasche Aufstieg der Organisierten
Kriminalität. Bereits Anfang der 1990er Jahre hatte in der südserbischen
Provinz ein gesellschaftlicher Prozess eingesetzt, den eine in Berlin
erstellte Studie als „schleichende Renaissance informeller, seit
Jahrhunderten in der albanischen Kultur verwurzelter archaischer
Traditionen“ beschreibt.[5] In diesem Zusammenhang verfestigte sich
„der heute virulente Einfluss der Großfamilien“ – der
kosovarischen Clans und ihres „auf den Grundprinzipien patriarchaler
Altersautorität fußenden Herrschaftssystems“. Zu diesen Clans, von
denen die gewalttätigeren unter der Bezeichnung UCK die Sezession von
Serbien betrieben, nahm in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre die
deutsche Auslandsspionage Kontakte auf – ein Bündnis, das nur wenig
später in den gemeinsamen Krieg gegen Belgrad mündete. Das Clansystem
erfuhr mit dem Krieg „einen exponentiellen Machtzuwachs“ und
avancierte dann „nach dem Zusammenbruch der jugoslawischen Ordnung zur
alleinigen gesellschaftlichen Autorität“, die mit UNMIK und KFOR zu
einem modus vivendi fand. Die Clans bilden dabei – dies bestätigt die
Studie – „in der Mehrzahl Keimzellen des Organisierten
Verbrechens“.
Blutrache
Dabei
ist der Anstieg des kosovarischen Menschenhandels nicht nur vor Ort,
sondern auch in Deutschland erkennbar. Wie Mitarbeiterinnen von
Frauenberatungsstellen berichten, ist die Zahl nach Hilfe suchender
Kosovarinnen, die von Frauenhandel und Zwangsprostitution betroffen
sind, seit Jahren unverändert hoch. Dies gilt, sagt die Gründerin der
Beratungsstelle SOLWODI, Schwester Dr. Lea Ackermann, im Gespräch mit
dieser Redaktion, auch für die Zahl der Kosovarinnen, die von
Zwangsverheiratung betroffen sind.[6] Ursache ist auch hier die
Renaissance archaischer Traditionen, gestützt durch das Clansystem, das
seine Macht im Kampf gegen Belgrad konsolidieren konnte — mit Berliner
Hilfe. Das tradierte Gewohnheitsrecht der Clans ist der sogenannte „Kanun“.
Er schreibt „nicht nur die Vorherrschaft des Mannes fest, sondern baut
darüber hinaus auf einem gewaltlegitimierenden Ehrkonzept auf, welches
die Begriffe Besa (Ehre) und Gjakmaria (Blutrache) in den Mittelpunkt
eines pseudojuristischen Ordnungssystems stellt“, schreiben die
Autoren der Berliner Studie.[7] „Vor allem im ländlichen Raum“ des
Kosovo werden demnach „die Regeln des Kanun als maßgebliche
gesellschaftliche Handlungsgrundlage aufgefasst“.
Kriminell
Dass
die Clans tatsächlich die Führungspositionen im Kosovo okkupiert haben
— unter westlicher Aufsicht, das belegen Analysen verschiedener
Geheimdienste über die Organisierte Kriminalität. Sie offenbaren den
sozialen Charakter der herrschenden Cliquen in Pristina, die mit
deutscher Unterstützung im Krieg gegen Belgrad an die Macht gelangten,
ihre Stellung unter der Herrschaft der UNMIK-Chefs (sämtlich aus
EU-Staaten, zwei aus Deutschland) festigen konnten und sich heute
staatliche Hoheitsrechte anmaßen — wieder mit maßgeblicher Unterstützung
aus Berlin. Über Lageanalysen deutscher und anderer Geheimdienste,
denen zufolge der aktuelle „Staatspräsident“ Hashim Thaci und der
ehemalige „Ministerpräsident“ Ramush Haradinaj in schwerwiegende
kriminelle Machenschaften verwickelt waren oder sogar noch sind,
berichtete german-foreign-policy.com bereits.[8]
Kooperationspartner
Ausführliche
Hinweise, die trotz der achtjährigen westlichen Oberaufsicht über das
Kosovo immer noch keinerlei gerichtlicher Prüfung unterzogen wurden,
liegen auch über einen gewissen Xhavit Haliti vor. Haliti, der lange
Zeit in der Schweiz lebte, soll laut einem Dossier der KFOR Spenden und
Waffen für die UCK organisiert und sich nach dem Krieg „in großem
Stil der organisierten Kriminalität“ zugewandt haben. Ebenfalls laut
KFOR sei er eine „bekannte kriminelle Figur, involviert in den Waffen-
und Drogenhandel“. Der Bundesnachrichtendienst (BND) bringt ihn nicht
nur mit dem Schmuggel dinglicher Waren in Verbindung, sondern auch mit
einem Bereich, den Menschenrechtsorganisationen zum morgigen
Internationalen Frauentag besonders anprangern: mit „Frauenhandel und
dem Prostitutionsgeschäft“.[9] Haliti gehört der Partei des
kosovarischen „Staatspräsidenten“ Thaci an. Er ist Präsidiumsmitglied
des kosovarischen Parlaments. Als stellvertretender Vorsitzender des
Auswärtigen Parlamentsausschusses ist der vom BND unwidersprochen
schwer Beschuldigte mit den internationalen Aktivitäten der vom Westen
zum „Staat“ erklärten Provinz befasst und ein potenzieller
Kooperationspartner auch deutscher Politiker und Verwaltungsbeamter.
Bitte
lesen Sie auch unser Interview
mit Schwester Dr. Lea Ackermann sowie weitere Texte zum
Verhältnis von Frauenhandel, Zwangsprostitution und Außenpolitik: Soldatenleben,
Profiteure
und Paten, Kein
Bedarf, Frauenhandel
in Sachsen und Wirtschaftssystem.
[1]
Kosovo. Frauenhandel und Zwangsprostitution; amnesty international 2004
[2] Kosovo (
Serbia
and
Montenegro
): „So does it mean that we have the rights?“ Protecting the human
rights of women and girls trafficked for forced prostitution in Kosovo;
amnesty international 2004
[3] ARD-Weltspiegel 17.12.2000. S. auch Soldatenleben
[4] s. dazu Wirtschaftssystem
[5] Operationalisierung von Security Sector Reform (SSR) auf dem
Westlichen Balkan; Institut für Europäische Politik 09.01.2007
[6] s. dazu Enorme
Gewalt
[7] Operationalisierung von Security Sector Reform (SSR) auf dem
Westlichen Balkan; Institut für Europäische Politik 09.01.2007
[8] s. dazu Politische
Freundschaften, Heldenfigur
und „Danke,
Deutschland!“
[9] Jürgen Roth: Rechtsstaat? Lieber nicht!; Weltwoche 43/2005 |