|
Wichtige
Rubriken und Beiträge
+++Neu+++
Newsletter
bestellen
zur
Homepage
Der
Krieg der herrschenden Klasse gegen das Volk
Kampf
den ideologischen Diversanten
Für
den Aufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands
Gegen
den
imperialistischen Krieg
Black
Channel
Betrieb&Gewerkschaft
Bildung, Kultur & Wissen
Wider
den Block der
Rechten und Trotzkisten
zur
Geschichte
der internationalen kommunistischen und Arbeiterbewegung
Wissenschaftlicher
Sozialismus
Aus
den Ländern
Links
Impressum
Archiv
Intern
Proletarischer
Internationalismus
| |
zurück
|
Schlapphüte
vom Bundesnachrichtendienst
verlangen mehr Kriegsbereitschaft – nach außen und innen
Von
Günter Ackermann
Kommunisten-online
vom 19. Juni 2009 – Sie sorgen sich um die Vorherrschaft des
USA-Imperialismus und seiner Juniorpartner in Europa. Sie meinen, die
Weltwirtschaftskrise würde die wirtschaftlichen Schwerpunkte nach Asien
verlegen und den westlichen Imperialismen – also der westlichen
„Wertegemeinschaft“, Schaden zufügen.
Das
jedenfalls besagt eine geheime – nur bruchstückhaft bekann gewordene
– Studio des Spionagedienstes der BRD, des BND.
Die
Konsequenzen, die Spionagedienst der BRD, aus dieser für den
Imperialismus misslichen Lage, zieht, wurden nicht veröffentlicht. Aber
es gibt andere Quellen, die da eine klare Sprache sprechen. Da hing sich
voriges Jahr der Ex-Generalfeldmarschall der Bundeswehrmacht Naumann
weit zum Fenster heraus, und verlangte, den Atomschlag gegen aufmüpfige
Staaten der 3. Welt, die nicht einsehen wollen, dass allein den europäischen
und US-amerikanischen Imperialismen die Reichtümer der Welt zu gehören
haben
Oder
auch von Seiten der bürgerlichen Wissenschaft wurde verlangt man solle
das Völkerrecht so ändern, dass es erlaubt wäre, Staaten mit Krieg zu
überziehen, wenn sie nicht gehorsam sind und nicht auf die Herren des
Finanzkapitals in Europa und den USA hören.
So
erstellte 2004 die Konrad-Adenauer-Stiftung ein Arbeitspapier, das
schlicht und ergreifend Präventivkriege und Aufhebung der territorialen
Integrität anderer Staaten forderte.
Kommunisten-online berichtete darüber.
Dass
sich jetzt die Schlapphuttruppe des BND aus Pullach
bei München hochoffiziell
damit beschäftigt, zeigt doch, dass die Herrschenden keineswegs so
friedlich geworden sind, wie sie es gern erscheinen lassen.
Nicht
nur nach außen wächst die Aggressivität, auch nach innen wird sie gefährlicher.
Eine Kriegspolitik ist doch nur durchsetzbar, wenn jegliche Opposition
gegen die Kriegspolitik zum Schweigen gebracht wird.
War
noch 1914 – getragen von einer nationalistischen Welle – die SPD-Führung
mit vollen Fahnen zu den Kriegspolitikern übergelaufen, so mussten die
Nazis schon jegliche Opposition ausschalten.
Die
Herrschenden bereiten sich darauf vor, dass sich die Bevölkerung nicht
hinter die Kriegspolitik stellen wird und mit verschärfender Krise auch
die Klassenkämpfe sich verschärfen.
Der
Abbau demokratischer Rechte ist bereits im vollen Gang. Die Abhör- und
Bespitzelungspläne der Regierung
sind ein beredter Beweis dafür. Die bekannt gewordenen Bespitzelungen
bei der Bahn, Post und Telekom dürften Probeläufe gewesen sein.
Niemand kann mir weis machen, dass solche groß angelegten Aktionen der
drei Staatskonzerne, von ein paar
durchgeknallten Managern durchgezogen werden konnte und die Regierung
wusste nichts davon. Der Rauswurf von Bahnchef Mehdorn war da wohl nur
ein Bauernopfer. Der scheinbar tiefe Fall Mehdorns wurde dann ja mittels
Abfindung aufgefangen.
Auch
die Pläne des Einsatzes der Bundeswehr im Inneren zeigen, wo es lang
geht. Bereits bei der Fußball-Weltmeisterschaft wurde das geprobt.
Was
aber, frage ich mich, machen wir Kommunisten, die als Einzigste die
Massen zum Kampf gegen den Imperialistischen Krieg mobilisieren könnten?
Wir laufen sozialdemokratistischen Scheinlinken der Partei die Linke
nach, gründen eine zentristische „Kommunistische Initiative“, die
von kommunistischen klassenkämpferischen Aktivitäten weite weg ist,
davon ablenkt und stattdessen Scheindiskussionen führt. Andere laufen
der dubiosen halbtrotzkistischen MLPD nach und wieder andere sind in
mehr oder weniger rechts- oder linksopportunistischen Sekten
organisiert. Und eine große Anzahl gehört gar keiner Organisation an,
sind Einzelkämpfer. Es wird Zeit, dass wir uns besinnen!
G.A.
Siehe: Hoher deutscher
Ex-Lametta-Träger, Ex-Oberbefehlshaber der Bundes-Wehrmacht und
Atomkriegs-Lobbyist sichert seinen Job: Atomkrieg,
wenn die Bimbos nicht hungern wollen und nicht akzeptieren, dass
ihre Ressourcen uns gehören. Von
Günter Ackermann, Kommunisten-online vom 25. Februar 2008 mehr
Karl-Heinz Kamp, Vorbeugende
Militäreinsätze (Preemptive Strikes), Eine
neue sicherheitspolitische Realität? Sankt
Augustin, Januar 2004 mehr
Präventivkriege
Made in Germany, Konrad-Adenauer-Stiftung denkt laut über
weltweite deutsche Aggressionskriege nach, Von Günter Ackermann mehr
zurück
|
|
Metamorphosen
BERLIN
german-foreign-policy
vom 19.06.2009. - Der deutsche Auslandsgeheimdienst sagt massive
Verschiebungen im globalen Mächtegefüge voraus und verlangt „eine
geostrategische Debatte in Deutschland“. Der Zusammenbruch der
westlichen Volkswirtschaften, dessen Ende bislang nicht absehbar ist, könne
den Aufstieg Chinas sowie den Abstieg des langjährigen Hauptverbündeten
der Bundesrepublik, der Vereinigten Staaten, dramatisch beschleunigen,
heißt es in einer vertraulichen BND-Studie. Das Geheimdienstpapier wird
gegenwärtig in Berlin diskutiert und ist jetzt auszugsweise an die
Presse lanciert worden, um die Öffentlichkeit auf mögliche
weltpolitische Umwälzungen vorzubereiten. „Eine lang anhaltende
globale Krise“ könne derzeit nicht ausgeschlossen werden, urteilt der
BND, der „Massenarbeitslosigkeit und Wanderungsbewegungen in einem
bisher unbekannten Ausmaß“ sowie stark eskalierenden Nationalismus
und schwerste internationale Spannungen für diesen Fall einkalkuliert.
Eine maßgebliche Frage sei, ob es gelinge, Russland an den Westen zu
binden, oder ob Moskau zum chinesischen Gegner überlaufe, heißt es in
dem Papier über die künftigen globalen Konfliktkonstellationen.
Das
asiatische Jahrhundert
Die
als „vertraulich“ klassifizierte BND-Studie, die sich mit den
Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf das globale Mächtegefüge
befasst, wird seit dem Frühjahr in Berliner Regierungskreisen
diskutiert. Kernaussagen des Papiers werden nun in der Fachzeitschrift
„Internationale Politik“ referiert - wie es heißt, um „eine
geostrategische Debatte in Deutschland anzufachen“.[1] „Die
Weltwirtschaftskrise“, ist in der Vorbemerkung der Zeitschrift zu
lesen, „beschleunigt den Anbruch des viel zitierten 'asiatischen
Jahrhunderts'. Das globale Machtgleichgewicht verschiebt sich nach
Osten.“[2] Verschiedene Szenarien zu der Frage, wie diese Verschiebung
vonstatten gehen werde, hat der BND in seiner Studie entwickelt. „Wir
erleben möglicherweise eine Metamorphose der Geopolitik“ [3], resümiert
BND-Präsident Ernst Uhrlau die erwarteten folgenschweren Umbrüche im
internationalen Staatensystem - unter Rückgriff auf traditionsreiches
Vokabular: Erwägungen über „Geopolitik“ begleiteten im letzten
Jahrhundert die beiden deutschen Versuche, die Weltmacht zu erobern.
Nach dem Zweiten Weltkrieg jahrzehntelang außer Gebrauch, erleben sie
seit den 1990er Jahren eine Renaissance.
Nach
Osten verschoben
„Szenario
eins“ der BND-Studie geht „von einer Beruhigung der Lage an den Märkten
und einer Rückkehr des Vertrauens in die Weltwirtschaft“ aus.[4] Zwar
könnten die Vereinigten Staaten in diesem Falle wohl ihre
Vormachtstellung „noch eine Zeit“ halten; doch werde dies „am
steten Aufstieg Chinas“ laut BND „nichts ändern“. „Die Gewichte
zwischen den großen Blöcken USA, EU und China“ werden sich
unvermeidlich „langsam nach Osten“ verschieben, sagt der deutsche
Auslandsnachrichtendienst voraus. „Szenario eins“, mit dessen
Eintreten die Autoren selbst nicht rechnen, umfasst wegen des
Aufschwungs auch steigende Rohstoffpreise, die bedeutenden
Rohstoffexporteuren wie Russland, den arabischen Staaten, Iran und
Venezuela erweiterte politische Spielräume verschafften - „mit allen
Vor- und Nachteilen“, heißt es in dem Papier. Vor allem Venezuela und
Russland könnten dies nutzen, um „politisch selbstbewusster
aufzutreten“, warnt der BND.
Das
„China-Szenario“
„Szenario
zwei“ (das „China-Szenario“) gestaltet sich nach Auffassung des
BND „wesentlich unangenehmer“. Demnach könnten die beispiellosen
US-Billionenspritzen völlig verpuffen, es könnten, ausgelöst durch
die berüchtigte US-Kreditkarten-Überschuldung, neue „Finanzblasen“
platzen und die Wirtschaft noch weiter in den Abgrund reißen. Gelinge
es China, seine technologische Aufholjagd trotz der Zusammenbrüche im
Westen fortzusetzen, dann werde es „sehr schnell in Asien zur
dominierenden Macht aufsteigen“. Während die USA „ihren
Aktionsradius schon aus Kostengründen schneller als geplant einschränken“
müssten, könne Beijing auf Weltebene auftrumpfen. „Je stärker China
und je schwächer die USA erscheinen“, desto klarer dürften sich
viele Staaten „politisch nach Osten ausrichten“, fürchtet der BND.
Als entscheidend gilt in diesem Fall die Frage, wohin sich Russland
wenden wird. Der Auslandsnachrichtendienst hofft, Moskau werde sich nach
Westen halten, „um einer Rolle als Juniorpartner des aufsteigenden
China zu entgehen“. Es sei aber auch denkbar, dass sich Russland
„offensiv an Peking anlehne“.[5] Dieser Fall beschäftigt die „Strategic
Community“ in Berlin schon länger; im letzten Jahr spekulierte die
Bundesakademie für Sicherheitspolitik bereits offen über eine
„drohende bewaffnete Auseinandersetzung“ zwischen West (EU, USA) und
Ost (China, Russland) (german-foreign-policy.com berichtete [6]).
Weltkriegspotenzial
Während
die Geheimdienstler offiziell eine Entwicklung zwischen den Szenarien
eins und zwei erwarten, wollen sie auch Tendenzen erkannt haben, die auf
„Szenario drei“ deuten. Es sagt „eine lang anhaltende globale
Krise“ voraus, die zu einer weitreichenden Renationalisierung der
Weltwirtschaft führe. In der Tat sind die Ein- und Ausfuhren
Deutschlands, Chinas und Japans in den vergangenen Monaten dramatisch
eingebrochen. Dauere die Krise an, dann könne sich in den Rohstoffländern
wegen ausbleibender Exporte „politische Instabilität“ ausbreiten.
Auch China sei in diesem Fall von „Massenarbeitslosigkeit und
Wanderungsbewegungen in einem bisher unbekannten Ausmaß“ bedroht. Der
BND rechnet damit, dass China - wie überdies auch Russland - dazu übergehen
könne, „mit nationalistischen Tönen“ innere „Aggressionen nach
außen zu lenken“, eventuell sogar gegenüber dem Westen. „Es gehört
wenig Fantasie dazu, sich die daraus folgenden Konflikte etwa mit den
USA auszumalen“, heißt es über das Weltkriegspotenzial von
„Szenario drei“.[7]
Stichwortgeber
Die
drei BND-Szenarien verdeutlichen Grundlinien der Debatte, die in Berlin
über die weltpolitischen Entwicklungen der kommenden Jahre und
Jahrzehnte geführt wird. Die wenigen Elemente der Studie, die der Öffentlichkeit
mitgeteilt wurden, blenden Krisentendenzen innerhalb Deutschlands –
auch hier wächst der Nationalismus [8] – ebenso aus wie das außenpolitische
Aggressionspotenzial Berlins. Immerhin lässt der Initiator der Studie
einiges über hierzulande zu erwartende Entwicklungen erkennen. Nicht
einer von den etablierten Berliner Polit-Thinktanks oder eine der großen
Stiftungen privater Konzerne haben der Bundesregierung die Studie über
die zu erwartenden Verschiebungen im weltweiten Mächtegefüge
vorgelegt, sondern der Auslandsgeheimdienst, dessen Einfluss in den
letzten zehn Jahren ohnehin deutlich gewachsen ist (german-foreign-policy.com
berichtete [9]). Als zentrale Stichwortgeber erweisen sich damit einmal
mehr nicht das zivile Berliner Establishment, sondern Repressionsbehörden
und Spionageapparate.
[1]
Andreas Rinke: Metamorphose der Geopolitik; Internationale Politik, Juni
2009
[2] Die Neuvermessung der Welt; Internationale Politik, Juni 2009
[3] „Die Terrorgefahr steigt vor den Wahlen“; Handelsblatt
01.06.2009
[4], [5] Andreas Rinke: Metamorphose der Geopolitik; Internationale
Politik, Juni 2009
[6] s. dazu Bär
und Drache
[7] Andreas Rinke: Metamorphose der Geopolitik; Internationale Politik,
Juni 2009
[8] s. dazu Nationale
Antworten
[9] s. dazu Sicherheitspolitisch
verzahnt und Lauschtechnik |
zurück |