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Lateinamerika/Venezuela

Die falschen Umarmungen von Uribe:

NUR DAS BREITE ANTIIMPERIALISTISCHE BÜNDNIS RETTET LATEINAMERIKA

von Rechtsanwalt Jesús Silva R. (Venezuela)

Quelle: tribuna-popular vom 15.03.2008

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Nie waren die Worte von Bush gegen den Führer der bolivarischen Revolution verleumderischer als in seiner letzten Rede vom vergangenen 12. März vor der Hispanischen Handelskammer der USA. Dort sagte Bush:

„Es steht viel auf dem Spiel in Südamerika“

„Wie die jüngste Andenkrise zeigt, sieht sich die Region vor folgende Entscheidung gestellt: entweder schweigend der Vision der Terroristen und Demagogen zuzustimmen, oder aktiv Führer wie den Präsidenten Uribe zu unterstützen. Ich habe meine Entscheidung schon getroffen. Ich stehe an der Seite der mutigen Führer, die an die Freiheit und an den Frieden glauben.“

Somit war eine  neuerliche Aggression des Imperiums zu erwarten. Uribe hat sich dafür noch auf dem Rio-Gipfel bedankt nach seinen falschen Umarmungen, die die optimistischsten Beobachter von der Wiederaussöhnung und dem vollen Frieden in unserer Region tönen ließen. Dennoch bringt uns all dies zu einer Überlegung: Anstelle des Verzeihens gegenüber Uribe wegen des Bombardierens von Ecuador wäre es richtiger gewesen, zu einer völkerrechtlichen Verurteilung der kolumbianischen Regierung zu kommen, um die territoriale Unantastbarkeit Lateinamerikas zu schützen.

Angesichts solcher Tatsachen müssen unsere Völker zu wissen bekommen, dass die blinde Unterordnung der kolumbianischen Regierung unter die politische Linie der USA kein Zufallsereignis ist, sondern auf großen Wirtschaftsvereinbarungen beider Regierungen gegründet ist. Festzuhalten ist, dass die USA über den sog. „Plan Colombia“ Kolumbien als Instrument zur Bedrohung unserer regionalen Souveränität benutzen. Daher finanziert die US-Regierung eine Hochrüstung, um aus unserem Nachbarland eine seine Umgebung stark belästigende Kriegsmacht werden zu lassen und den USA als militärische Aufmarschbasis bei einer möglichen Invasion zu dienen, die dann politisch gerechtfertigt würde durch irgendeinen der weltweit bekannten imperialistischen Bluffs: „Kampf gegen den Terrorismus“, oder „Kampf gegen den Drogenhandel“ oder „Rettung der Demokratie in einem vom Kommunismus tyrannisierten Lande“.

Infolgedessen übersteigt der Plan Colombia die 4 Milliarden US-Dollar an Investitionen aus den USA bei der Hochrüstung mit speziellen Kriegsschiffen und Geräten sowie der Finanzierung von Spezialisten in Militärangelegenheiten, Sicherheits- und Geheimdienstoperationen sowie Berufsmilitärs. All dies in Unterstützung der 240.000 Mann Truppenstärke, die die kolumbianischen Streitkräfte derzeit aufzuweisen haben. Schauen wir uns mal an, dass laut Angaben selbst des Verteidigungsministeriums der angenommene Verteidigungshaushalt für 2007-2010 bei Anwendung des Konzepts der „Demokratischen Sicherheit“ an die Zahl von 57,9 Milliarden US-Dollar heranreicht. Ganz gewiss verschaffen diese Daten uns einen Einblick in die Natur der bis jetzt unauflöslichen Verbindung zwischen den Regierungen Kolumbiens und der USA. Sie weisen uns darauf hin, dass der US-Imperialismus sich in der Amazonasregion gut positioniert hat und seine Interessen in einem so enormen Territorium mit der weltweit höchsten Artenvielfalt auf den Staatsgebieten von Brasilien, Bolivien, Kolumbien und Venezuela nicht aufgeben wird. Amazonien umfasst die größten Reserven an Wasser, Erdöl und Gas des Planeten. In diesem Szenarium ist die venezolanische Außenpolitik richtig, denn nur durch Stärken eines internationalen breiten antiimperialistischen Bündnisses werden wir Lateinamerika vor der imperialistischen Bedrohung retten.

Quelle: http://www.tribuna-popular.org

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