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Leid
der Palästinenser
Von
P. H.
Leserzuschrift
vom 23. April 2009 – Hier eine Stellungnahme zum Leid und Kampf
des palästinensischen Volkes, mit der Bitte um Veröffentlichung:
Für
wahr, dieser Daniel ist recht tief gesunken, dieser Meister der Intrige,
Stänkerei, Niedertracht sowie Verunglimpfung, einfach eine bloße
Drecksschleuder, dazu recht matt im Geiste. einige wenige Mentoren
helfen ihn jedoch dann und ewann über die Klippen.
Ich
nenne ihn ganz einfach „der Pillendreher“, der seine Kotkugeln durch
die Gegend rollt, allerdings mit wenig Esprit und Erfolg.
Doch
nun zu den Leiden und Kampf des palästinensischen Volkes selbst.
Bekanntlich gab es knapp 2000 Jahre keinen jüdischen Staat, ohne dass
dies die Menschheit verschmerzt hätte. Erst ein Herzl und die von ihm
aufgebaute Bewegung ließ bei einigen jüdischen Zeitgenossen den
Gedanken einer Gründung eines Staates Israel aufkeimen.
Die
zahlenmäßig kleine jüdische Gemeinde in Palästina griff diesen
Gedanken auf und forderte im Weltkrieg II einen selbständigen jüdischen
Staat.
Flankierende
Hilfe kam auch von Großbritannien. Es hatte sich nämlich bereits 1917
in der Belfour Deklaration für die Errichtung einer jüdisch-nationalen
Heimstätte ausgesprochen. Seit 1920/23 besaß GB ein Völkerbundmandat
über Palästina, nahm aber zunächst eine eher abwehrende Haltung gegenüber
einer zionistischen Staatsgründung ein. Die jüdischen
Widerstandsorganisationen Hagana und Leumi betrieben jedoch eine
illegale Einwanderung und trieben so die Gründung des Staates Israel
voran. der anschließende Teilungsplan 1947 wurde von der Jewish Agency
angenommen, jedoch von den Arabern abgelehnt. Das Mandat der Briten war
noch nicht abgelaufen, als auch schon der Staat Israel ausgerufen wurde.
Sehr bald kam es dann zur Vertreibung und Flucht von immerhin 852000
Arabern. Jüdische Menschen waren noch in der Minderheit (ca 600000),
doch das sollte sich bald ändern. Zusehens kamen nun große
Einwanderungswellen, so dass die verbliebenen Araber nun zu einer
Minderheit in ihrem Land hinabsanken. Mit der Ausbreitung der
Einwanderer folgte rasch die Landnahme der Araber sowie deren
Vertreibung, als auch Verelendung. Allenthalben wurden sie auf
unfruchtbare Gebiete abgedrängt, im Gazastreifen praktisch wie Tiere in
Käfigen eingepfercht bzw. eingesperrt. Nicht selten wurden und
werden sie vom israelischen Staat verfolgt und körperlich mißhandelt,
so sie denn Widerstand leisten. All das schafft verständlicherweise
unermeßliches Leid. Hinzu kommt noch das häufige Kappen von Strom, Gas
und Wasser, sowie die Einschränkung und Sperren von Lebensmittel und
sonstigen Gütern.
Wen
wundert es da eigentlich, dass sich bei den Palästinensern Verzweiflung
und Haß breitmacht. Jegliche Verhandlungen mit dem Staat Israel
verliefen seit Jahrzehnten und verlaufen seit Jahrzehnten stets und
immerzu fruchtlos.
Da
dies so war und ist, wächst verständlicherweise der Widerstand, der
nicht immer pflegeleicht verläuft. Einer direkten militärischen
Konfrontation ist indes das palästinensische Volk nicht gewachsen, dazu
ist die israelische Armee, hochmodern und hochgerüstet, gar zu mächtig.
Folglich
kam und kommt es zu Vertzweiflungstaten, wie immer die auch ausfallen.
Wer das nun nicht erkennt, der ist ein bloßer Heuchler, so wie dieser
gewisse Daniel.
Man
muß schließlich wissen, dass der Staat Israel eine rassistische
Staatsführung hat, zudem eine Polizeistation insbesondere der USA ist.
Ich
darf abschließend noch erwähnen, dass ich sowohl in Palästina, als
auch in Israel war, daher mir das Leid der Palästinenser nicht fremd
ist.
P.
H.
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Antwort
Roter Webmaster
Zionismus
ist Rassismus und Terrorismus in einem
von
Günter Ackermann
Kommunisten-online
vom 24. April 2009
Lieber P. H,
an deine Zuschrift ist einiges sachlich falsch. so schreibst du:
„Die zahlenmäßig kleine jüdische Gemeinde in Palästina griff
diesen Gedanken auf und forderte im Weltkrieg II einen selbständigen jüdischen
Staat.“
Nein, das tat sie nicht. Die palästinensischen Juden verstanden
sich gut mit ihren moslemischen und christlichen Nachbarn und waren auch
gegen die Staatsgründung Israels. Das sind sie noch heute,
Aber es gab seit Herzl eine verstärkte Einwanderung von Judem vor allem
aus Osteuropa. Ich erinnere an Namem wie Begin, Ben Gurion, Golda Mair
usw. Osteuropäische Juden warn eher empfänglich für den Zionismus.
Weder palästinensische, noch westeuropäische Juden waren für
den prozionistisch.
Vor dem 1. Weltkrieg gab es im Nahen Osten nur eine schwache
Staatsmacht, das osmanische Reich zerbröselte. Die Einwanderung von
Juden nach Palästina hielt sich aber in engen Grenzen. Aber in Russland
herrsche ein starker Antisemitismus in bestimmten Kreisen und des kam zu
wiederholten Progromen - z.B. der Kosaken - gegen Juden. Das alles wurde
vom zaristischen Regime gedeckt. Also stieg der Auswanderungsdruck.
Die meisten, die von dort auswanderten, wandten sich nach Westen, nach
Deutschland und vor allem die USA, weniger nach Palästina. In Berlin
entstand um den Alexanderplatz ein richtiges osteuropäisch-jüdischen
Stadtviertel.
Da nach dem 1. Weltkrieg anstelle der osmanischen Fremdherrschaft die
der Briten getreten war, änderte sich auch die
Einwanderungspolitik der Kolonialmacht. Je nach der politischen Lage förderte
oder behinderte man die Einwanderung von Juden. Man ging nach der Devise
vor: Divide et impera: Juden gegen Araber - Araber gegen Juden und der
lachendes Dritte ist die Kolonialmacht.
Aber noch immer wanderten nur wenige Juden ein. Das änderte sich ab
1933. Viele westeuropäische Juden, oder Menschen jüdischer Herkunft,
gingen nach Palästina ins Exil. So z.B. der Schriftssteller Arnold
Zweig. Der kehrte 1948 nach Deutschland zurück und ließ sich in der
DDR nieder. Dort war er u.a. Präsident und Ehrenpräsident der
Deutschen Akademie der Künste.
Die Idee des zionistischen Staates wurde von den Einwanderern aus
Europa, vor allem Osteuropa, nach Palästina getragen. Die
alteingessenen palästinensischen Juden waren da eher skeptisch bis
ablehnend gesonnen. Sie waren viele Jahrhunderte mit ihren nichtjüdischen
Nachbarn gut ausgekommen und sahen keinen Grund, das aufs Spiel zu
setzen.
Erst nach dem 2. Weltkrieg wanderten massenhaft Juden nach Israel ein -
immer noch vor allem osteuropäische.
In Westeuropa hatte der Zionismus sehr wenig Anhänger. Sie waren
mehrheitlich assimiliert, sie waren Franzosen, Deutsche, Niederländer,
Briten usw. Allerdings stiegen die Zahlen der Befürworter des Zionismus
nach den Verbrechen der Nazis an den Juden.
Du schätzt es also falsch ein, wenn du meinst, es seien palästinensische
Juden gewesen, die die Idee von Herzl aufgegriffen hätten. Dazu hatten
die keinen Grund. Noch heute lehnen die meisten von ihnen dessen Ideen
ab und bezeichnen es als Häresie, denn den Staat Israel wird Gott
errichten, indem er den Messias schickt. Und das sei ja wohl nicht der
Fall. Das ist ihre Ansicht.
Als im April 1948 zionistische Terroristen der Haganah den Massenmord an
den Bewohnern des arabischen Dorfes Dir Yassin verübten, kamen den Palästinensrn
mit Knüppel bewaffnete Juden aus einem palästinensisch-jüdischen
Nachbardorf zu Hilfe, griffen ddie zionistischen Mörder an und
verhinderten, dass auch die letzten Bewohner des Dofes umgebracht
wurden.
http://www.kommunisten-online.de/diryassin.htm
Man
sieht, Juden sind nicht gleich Zionisten, denn
Zionismus
ist Rassismus und Terrorismus in einem. So, wie vor 1945, nicht alle
Deutschen Nazis und Naziverbrecher waren, sind auch nicht alle Juden
Rassisten und Terroristen.
Rotfront
Der Rote Webmaster
G.A,
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Nachtrag
P.H.:
Günter,
ich danke dir für deine interessanten und vor allem lehrreichen Ausführungen!
Ich muß gestehen, dass ich z.T. nicht richtig informiert bin, anders
ich das annahm. Auch
Meyers Lexikon hat übrigens mit dazu beigetragen, dass ich einigen Irrtümern
aufsaß. (kommunistische Bücher über Nah-Ost besitze ich - noch nicht.
Offen gesagt, ich hab mich mit der Geschichte Palästinas nicht übermäßig
beschäftigt, da hab ich noch Nachholbedarf, ich werd da aber noch
dsbzgl. mein Wissen vertiefen.
Dein Beitrag schließt schon mal eine Wissenslücke.
Wenn ich es so im Nachhinein betrachte, dann finde ich deine Ausführungen
auch dadurch bestätigt, als dass ja die orthodoxen, also religiösen
Juden, gar keinen israelischen Staat wollen und sicherlich dann früher
ihn auch nicht anstrebten.
beste Grüße
P. |
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