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Kassandra
zur psychologischen Führung des imperialistischen Libyenkriegs
DIE
ARROGANZ DER NATO-KOLONIALHERREN
von
Kassandra
Kommunisten-online
am 28. August 2011 - Das anmaßende
Auftreten und Vorgehen etlicher imperialistischer Mächte des
sogenannten „westlich-atlantischen“ Aggressionsblocks NATO überschreitet
gegenwärtig immer dramatischer die grundlegenden völkerrechtlichen
Grundsätze.
Im
UN-Sicherheitsrat diktieren 5 ständige Atommächte (USA, Großbritannien,
Frankreich, Russland und China) mit ihrem Veto-Recht, was für völkerrechtlich
verbindlich erklärt werden kann.
Daneben
gibt es als pseudo-demokratische Fassade noch jene 10 nichtständigen
UN-Sicherheitsratsmitglieder, die von der UN-Vollversammlung alle zwei
Jahre gewählt werden. Bei dieser bürgerlichen Kosmetik hat Afrika
Anspruch auf drei Sitze, Asien sowie Lateinamerika/Karibik sowie
Westeuropa jeweils 2 Sitze und Osteuropa 1 Sitz am Katzentisch dieses
Gremiums namens UN-Sicherheitsrat.
Diese
10 nichtständigen Mitglieder haben jedoch kein Vetorecht, so dass ihre
Erklärungen für die 5 ständigen Sicherheitsratsmitglieder nicht
sonderlich ernst zu nehmen sind. Sie bilden also nichts weiter als den
Katzentisch im UN-Sicherheitsrat.
WELT-DIKTATOR
US-IMPERIALISMUS HEMMUNGSLOS IN AKTION
Besonders
arrogant verhält sich seit vielen Jahrzehnten die imperialistische
Weltmacht USA. Der US-Imperialismus steht kraft seiner atomar hochgerüsteten
gigantischen Militärmaschinerie, seinen Spitzentechnologien und seiner
Leitwährung US-Dollar unangefochten an der Spitze des aggressiven
imperialistischen NATO-Pakts und solch mächtiger imperialistischer
Finanzinstrumente wie IWF und Weltbank.
Gibt
es irgendwo auf der Erde derzeit einen Krieg, in welchem die USA ihre Hände
nicht direkt oder indirekt im Spiel haben?
Diese
Frage ist noch viel zu harmlos in der heutigen Wirklichkeit formuliert,
denn mit seinen offenen und verdeckten Handlungen ist der
US-Imperialismus weltweit offensiv kriegführend. Der US-Imperialismus
hat der gesamten Menschheit mit seinem „weltweiten Krieg gegen den
Terror“ den Krieg erklärt, denn in jedem Menschen könnte ein
Antiimperialist und somit Terrorverdächtiger steckt.
Dieser
Krieg findet seit über 10 Jahren in immer mehr Ländern statt, wobei
alle Mitgliedsländer der NATO, der EU und sonstiger vom
US-Imperialismus beherrschten Bündnisse einfach nur noch untertänigst
kuschen. Diese Lakaien und Statthalter haben einen nicht zu unterschätzenden
Teil der Souveränität und der territorialen Unantastbarkeit der Länder
und Völker bereitwillig an den US-Imperialismus abgegeben.
WELTWEIT
PRIVILEGIERTE US-STREITKRÄFTE
Wie
wird dies deutlich für jedermann?
Ganz
einfach. Sämtliche in West- und mittlerweile auch in Osteuropa von den
US-Streitkräften aufgestellte Atomwaffen unterstehen ausschließlich
dem Kommando der US-Streitkräfte und werden ganz ausschließlich von
den US-Streitkräften unterhalten. Die Angehörigen der US-Streitkräfte
genießen in den Ländern der EU und NATO sowie in den meisten Ländern
der Erde uneingeschränkte Immunität. Dies bedeutet, dass sie im Fall
begangener Straftaten von der Justiz der Länder, in welchen sie
Straftaten begehen, nichts zu befürchten haben.
Vergewaltigt
ein Angehöriger der US-Streitkräfte irgendwo in Deutschland, Polen,
Griechenland, Marokko, Sudan, den Philippinen, Thailand, Kolumbien,
Mexiko, Brasilien usw. usf. eine Frau und wird von der dortigen Polizei
festgenommen und in eine Haftanstalt verbracht, ist er binnen Stunden an
die US-Botschaft überstellt und damit bestenfalls nach US-Recht
belangbar. Zumeist riskiert er also bestenfalls eine Strafversetzung und
eine Disziplinarstrafe, während das Opfer seines Verbrechens
bestenfalls durch finanzielle Entschädigung zum Schweigen gebracht
wird. Bestenfalls heißt hier, dass der gesamte „Übergriff“ überhaupt
nennenswert die Weltöffentlichkeit erreicht. Was in der Alltagspraxis
der US-Streitkräfte nur äußerst selten der Fall ist.
Für
welche Streitkräfte außer den US-Streitkräften gelten noch derartige
Besatzervorrechte in fremden Territorien?
Natürlich
gilt dieser Sonderstatus auch für die britischen Verbündeten des
US-Imperialismus im Irak oder in Afghanistan, oder auch für die
Bundeswehrangehörigen in Afghanistan.
Oberst
Klein konnte getrost etliche Dutzende afghanische Dorfbewohner aller
Altersklassen durch jenen US-Luftangriff umbringen und verstümmeln
lassen, ohne dass ihm dafür etwa ein ordentlicher Strafgerichtsprozess
vor einem afghanischen Gericht drohte. Nach jenem „Vorfall“ gab es
sicherlich „vertraulich“ Sicherheitsmaßnahmen seitens der
imperialistischen Besatzungsstreitkräfte in Afghanistan, damit keine
Vertreter der demokratischen Weltöffentlichkeit jene betroffene Dorfbevölkerung
in Afghanistan aufsuchen konnten, um etwa Zeugen für einen
strafrechtlichen Prozess gegen jenen Oberst Klein in der Bundesrepublik
Deutschland zu suchen und zu finden. Inwiefern die verkrüppelten Überlebenden
jenes Luftangriff-Kriegsverbrechens der imperialistischen
Afghanistanbesatzer behandelt wurden, war keinem bürgerlich-reaktionären
Auftragsjournalisten vor Ort in Afghanistan eine Recherche oder eine
Reportage wert. Diese schon nach goebbelschen Maßstäben uns belügende
Journaille füllt ihre Sende-Minuten dafür mit dem heuchlerischen Getue
um die Särge von Leichen oft bei Unfällen oder durch „friendly fire“
in Afghanistan umgekommener deutscher Söldner, wo so getan wird, als
habe einer jener Söldner irgendeine gute Tag für irgendeinen Afghanen
getan oder irgendetwas in seiner Heimat namens Kleinkleckersdorf in
Deutschland mit dem Einsatz seines Lebens geschützt.
Wie
verblödet und verblendet muß ein junger Mann aus Deutschland heute
sein, sich für derartige imperialistische Kriegsverbrechen herzugeben?
Ganz
klar ist Lohnarbeit für das Kapital immer noch erstrebenswerter als ein
Dasein auf der Lebensgrundlage von Hartz 4. Aber es besteht ein ganz
wesentlicher Unterschied zwischen dem für wenig Lohn hart malochenden
Tellerwäscher und jenem uniformierten bewaffneten Besoldeten des
Imperialismus, der da Teil von Besatzungsstreitkräften ist und als
Zielscheibe und Kanonenfutter sein Leben einsetzt sowie Leben
vernichtet.
Was
für Eltern haben solche Söldner des Imperialismus?
Wie
können Eltern ihre Kinder für imperialistische Kriegsverbrechen
hergeben? Diese Eltern sollten mal selbst nach Afghanistan reisen und
sich jenes Dorf anschauen, an dessen Tragödie jener Oberst Klein seinen
Anteil hat. Die Lebensversicherungsprämien und Abfindungen, die sie für
den Tod „des gefallenen deutschen Soldaten“ da in Empfang nehmen,
sollten sie mit den trauernden Opfern des Bundeswehreinsatzes in
Afghanistan anstandshalber teilen, so sie Anstand besitzen.
Stattdessen
schweigen sie sich aus, denn sie haben die Abfindungen als Schweigeprämien
kassiert. Was für einen Charakter haben diese Leute? Würden sie es
auch mitmachen, dass ihre Söhne auf das eigene Volk schießen, wenn es
sich eines Tages gegen die imperialistischen Ausbeuter und
Kriegsverbrecher erheben sollte?
Zu
Zeiten der Reichswehr war das ja nicht unüblich. Und die Schäubles
fordern den „Bundeswehreinsatz im Inneren“ unüberhörbar. Für
unsereins Kommunisten ist längst klar, dass „im E-Fall“ auch mit
dem Bundeswehreinsatz gegen eine antiimperialistisch-demokratische
Massenbewegung in Deutschland zu rechnen wäre. Kein imperialistischer
Politiker oder General hätte da irgendwelche Skrupel. Wir leben schließlich
nicht in der DDR, wo Kommunisten sich nennende Politiker wie Egon Krenz
die klägliche und erbärmliche Kapitulation als unblutigen Abtritt von
der Macht einem Kampfeinsatz der Streitkräfte mit auch möglichen
Opfern unter der Zivilbevölkerung vorzogen und dies
Verantwortungsbewusstsein bis heute nennen. Jener Egon Krenz kam wegen
nicht existierender Schießbefehle von ihm ins Gefängnis, während ein
Oberst Klein weiterhin Bundeswehreinheiten befiehlt.
Die
allgemeine Erklärung der Menschenrechte
durch
die Vereinten Nationen wird da ganz offen von den imperialistischen Mächten
mit Füßen getreten. Derweil plündern vor allem die US-Streitkräfte
die Boden- und Kulturschätze solcher Länder wie Irak oder Afghanistan,
natürlich im Namen der Freiheit und anderer hehrer bürgerlicher
Ideale.
Vor
Ort in den besetzten Ländern werden Kolonialtruppen für eine
Kolonialarmee und eine Kolonialpolizei aufgebaut. Dabei sorgen die
US-Instrukteure dafür, dass bis hin zu Folterpraktiken fundiertes
Fachwissen und Waffen sowie Ausrüstung made in usa an die Bluthunde des
US-Imperialismus vor Ort verabreicht werden.
Der
US-Imperialismus weiß um den Hass, welchen er in den unter seinen
Kriegsverbrechen leidenden Völkern zwangsläufig hervorrufen muß. Das
Leiden dieser Völker kümmert ihn aber nicht im Geringsten. Ihre
gewaltsame Niederhaltung in kolonialer Unterjochung hingegen nimmt der
US-Imperialismus mit allen seinen Kräften wahr. Und zu allen seinen Kräften
und Möglichkeiten zählt er auch den Rückgriff auf die Mittel und Möglichkeiten
seiner Verbündeten, nicht zuletzt so finanzstarkem Partner wie dem
imperialistischen Deutschland.
BRITISCHE
SPEZIALEINHEITEN ORGANISIERTEN EINNAHME VON TRIPOLIS
Wie
die russische Nachrichtenagentur Ria Novosti meldete, waren Angehörige
britischer Spezialeinheiten „wochenlang“ ganz vorn dabei, als die
„NATO-Rebellen“ auf Tripolis vorrückten. Diese britischen Militärangehörigen
trugen libysche Uniformen und koordinierten die Kampfhandlungen der
„NATO-Rebellen“.
Jene
„NATO-Rebellen“ agieren bekanntlich im Auftrag und im Sold der NATO.
Unter all den vielen „Exilregierungen“ in London gab es auch jenen
„Libyenrat“, dessen wahre Herkunft von den bürgerlich-reaktionären
Medien tunlichst verschwiegen wird, damit das ganze Ausmaß dieser Farce
eines „libyschen Volksaufstands gegen Ghaddafi“ nicht völlig
auffliegt. Und derzeit sind jene britischen Spezialkommandos am Boden,
also an der Spitze der „NATO-Rebellen“, schwerpunktmäßig mit dem
Aufspüren Ghaddafis beschäftigt, wie Ria Novosti weiter meldet. (1)
Die
NATO-Luftangriffe erreichten vor der Einnahme von Tripolis durch jene
„NATO-Rebellen“ eine vierstellige Zahl, wie NATO-Sprecher selbst
zugeben mussten. Mit „intensivierten Bomben- und Raketenschlägen“,
wie es im militärischen Jargon der NATO-Kriegsverbrecher heißt, wurden
„Angriffsziele aufgeweicht“.
WANN
WIRD EIN VÖLKERGERICHT DIE NATO ZU REPARATIONEN AN LIBYEN VERURTEILEN?
Im
Klartext: Auf dem Weg in die Innenstadt von Tripolis wurden etliche
Ortschaften und Stadtviertel ausgebombt und niedergebrannt, damit die
„NATO-Rebellen“ den Vormarsch schafften und jede Gegenwehr sich zurückziehen
musste.
Die
„flächendeckende Bombardierung kostete allein in dem Dorf Majer, nahe
der umkämpften Stadt Sliten über 80 Männern, Frauen und Kindern das
Leben. Beim Vorrücken in die Städte griffen dann Kampfhubschrauber mit
ihrer ungeheuren Feuerkraft direkt in die Bodenkämpfe ein.
Wahrscheinlich hatten größere Kontingente von Spezialeinheiten der
NATO-Mächte die führende Rolle bei den Vorstößen übernommen, die
ihr Vorrücken eng mit den beteiligten Luftwaffen koordiniert, so
vermutet auch der texanische Informationsdienst STRATFOR. Im Grunde
handelt es sich somit im Kern um eine Bodenoffensive der NATO, die
allein in Tripolis nach Regierungsangaben 1.300 Menschen tötete und
Tausende verwundete.“ Auch von „bewaffneten Schläferzellen“ in
Tripolis wissen informierte militärische Kreise der NATO. „Dies sind
zwei vorläufige Höhepunkte des fast fünfmonatigen Bombenkrieges, in
dem die Kriegsallianz bis dahin über 18.000 Einsätze flog, darunter
7.000 Bombenangriffe, fast 60 pro Tag. (2)
Das
stelle sich unsereiner mal bitte vor: fast 60 Bombenangriffe pro Tag auf
ein Land wie Libyen! Und die Bomben zahlen wir diesen
NATO-Kriegsverbrechern last not least auch noch mit unseren
Steuergeldern, denn an der teuren Wehr wird bekanntlich von niemandem in
irgendeinem Bundestag gespart!
DER
GRÜNE PLATZ IN TRIPOLIS WURDE IN KATAR NACHGEBAUT
„Verschieden
Quellen berichten, Katar hätte im NATO-Auftrag u. a. die Kulisse des
„Grünen Platzes“ von Tripolis aufgebaut.“ (3)
Eine
andere Quelle spricht gar von bei der BBC gezeigten Video-Aufnahmen, die
angeblich vom Grünen Platz in Tripolis stammen sollen, jedoch im
Hintergrund auch Palmen zeigen, die es auf dem gesamten Grünen Platz in
Tripolis nirgendwo zu sehen gibt.
Nun
ja, wer auf die bürgerlich-reaktionären Konzern- und Staatsmedien
reinfällt, ist selbst daran schuld. Es ist immer besser, seinen
gesunden Menschenverstand einzuschalten und kritisch zu hinterfragen,
wer da berichtet und vom er wohl bezahlt wird.
Einem
Volksaufstand entgeht kein Tyrann, selbst wenn er noch so blutig und
verbrecherisch gegen das Volk vorgeht. Aber weder ist Ghaddafi so ein
Tyrann, der sein Volk nennenswert gegen sich hätte. Noch ist das
libysche Volk in einem Volksaufstand oder vertritt eine NATO-Militärmaschinerie
irgendwo auf der Welt die Interessen irgendeines Volkes. Diese
Klarheiten sind doch ganz offenkundig.
DAS
VERLOGENE GELABER VON VOLKSAUFSTAND UND REBELLEN
Was
für eine hohlköpfige Berichterstattung „eingebetteter
Kriegsberichterstatter“ aus dem angeblichen Frontbereich vorrückender
gekaufter „NATO-Rebellen“! Sie wollen uns weismachen, dass ein paar
abenteuerliche Heldenkrieger mit ein paar Flinten und auf Autos
montierten Maschinengewehren die gesamten konventionellen Streitkräfte
Libyens besiegt hätten! Für welche Lügenmärchen lässt sich diese
Dreigroschenjungs-Journaille wohl noch von ihrem imperialistischen
Auftragsgebern schmieren?!
Die
reaktionären staatlichen und Konzernmedien wie die in Deutschland
ausgestrahlten Fernsehsender brachten dazu eine eindrucksvolle
Berichterstattung. Kaum gab es die Meldung, dass Tripolis eingenommen
worden sei, konnten die imperialistischen Auftragsjournalisten erste
Bilder aus Tripolis liefern.
Dort
sah unsereiner doch tatsächlich hier und da jeweils in Ladevolumen
eines Mannschafts-Lastwagens jubelnde libysche Männer, die ein paar
„Freudenschüsse“ ganz in Tradition der reaktionären muslimischen
Mudschaheddin-Banden abfeuerten, wie wir sie von den imperialistischen
Kriegsschauplätzen Berg-Karabach, Ex-Jugoslawien, Tschetschenien aus
der Zeit nach dem Ende der Sowjetunion und aus Afghanistan zu Zeiten des
dortigen imperialistischen Krieges gegen die mit der legitimen
afghanischen Regierung seinerzeit verbündeten sowjetischen Truppen
erlebten.
Wo
bei diesen Bildern gab es Zivilbevölkerung, die sich über eine Art
Befreiungsschlag oder auch nur das Ende von Kampfhandlungen vor Ort
freute? Wo gab es da Frauen oder Kinder zu sehen?
ENTLARVENDE
BILDER VOM SOHN GHADDAFIS
Entlarvende
Bilder gab es vom Sohn Ghaddafis, nachdem er bereits für gefangen durch
die „NATO-Rebellen“ erklärt worden war. Er trat völlig allein und
ohne jegliche bewaffnete Leibwächter als einstiger Geheimdienstchef der
libyschen Regierung vor die Journalisten aus aller Welt in jenem Hotel
im Zentrum von Tripolis, um lächelnd seine Verachtung für jene
„NATO-Rebellen“ zu bekunden. Damit brüskierte er auch die gesamte
Berichterstattung der Kriegspartei NATO auf eben seine Art, was durchaus
Respekt verdient.
Darüber
hinaus jedoch gab es dort vor den Kameras und Mikrophonen etliches Volk
zu sehen. Nicht etwa nur eine LKW-Ladung voller bestellter jubelnder bärtiger
Männer im theatralischen „NATO-Rebellen“-Aussehen, sondern der Sohn
von Ghaddafi wurde von Frauen und Männern aller Generationen bejubelt.
Was zweifelsfrei ein ehrlicher Jubel war und ein Schlaglicht auf die
Wirklichkeit im Tripolis dieser Tage wirft.
Für
uns war erstaunlich, dass diese Bilder überhaupt mal kurz in den bürgerlich-reaktionären
Nachrichtensendungen dargeboten wurden. Ansonsten ging die Kriegshetze
der „eingebetteten NATO-Frontberichterstatter“ munter weiter.
Angebliche Spuren von Massakern natürlich der Ghaddafi-Anhängerschaft
wurden unsereins aufgetischt. Dies stand jedoch wieder im schon krass zu
nennenden Gegensatz zu jenen Bildern von der Kriegsbeute der
„NATO-Rebellen“, die in ihrem ach so kühnen und ach so heldenhaften
Vordringen ganze Panzerdivisionen überrannt haben wollen, so dass
unsere „Frontberichterstatter“ uns auch jene Bilder von sauber
eingelagerten Panzern in großen Hallen militärischer Standorte präsentierten.
Dazu
meint unsereiner als Hinschauer, dass diese Panzer unmöglich gerade aus
einer Abwehrschlacht um Tripolis oder sonstigen Kampfhandlungen wie dem
systematischen Beschuss von Ortschaften oder feindlichen Stellungen herrühren
können. Diese Bilder belegen also bestenfalls, dass die libyschen
Regierungstruppen demobilisiert wurden und ihre Standorte fast schon
planmäßig sauber räumten.
Wer
sich an Schlachten wie jene des 2. Weltkriegs erinnert, wird sich auch
daran erinnern, dass die faschistische Wehrmacht bei ihrem Rückzug
alles in ihren Kräften Stehende unternahm, um dem verhaften Gegner in
Gestalt der vorrückenden Streitkräfte der Anti-Hitler-Koalition
„verbrannte Erde“ zu hinterlassen. Alle Brücken sollten gesprengt
sein, alle Depots geräumt oder vernichtet sein, nichts „dem Feind“
in die Hände fallen!
Offenbar
nicht so in Libyen, wo den „NATO-Rebellen“ flächendeckend die
wenige noch intakte Infrastruktur wie Kasernen und Regierungsbunker und
öffentliche Gebäude überlassen wurde. Daraus leitet sich folgende
Wahrheit für diese imperialistischen Kriegsverbrechen in Libyen ab:
DIE
NATO HAT DIE KRIEGSZERSTÖRUNGEN IN LIBYEN GANZ ALLEIN ZU VERANTWORTEN
Und
darum soll sie dafür auch eines Tages Reparationsleistungen erbringen müssen.
Nichts wird jemals vergessen werden!
Joachim
Guilliard formuliert ganz richtig: „Bereits Ende April hatte die
NATO-Führung offen angekündigt, nun auch verstärkt Regierungsgebäude,
„Kommunikationseinrichtungen und andere wichtige Institutionen, die
der libyschen Regierung nützen“, zu bombardieren. Diese
„Verlagerung der Ziele“ geschehe in der „Absicht, die Macht von
Oberst Muammar al-Gaddafi zu schwächen und seine Streitkräfte zu
frustrieren“. Bombardiert wurden jedoch auch Nahrungsmitteldepots,
Raffinerien, Kraftwerke, Trinkwasseranlagen und andere Einrichtungen,
die der Versorgung der Bevölkerung dienen. Wie beim elfwöchigen
Bombenkrieg gegen Jugoslawien sollen die massiven Zerstörungen der
Infrastruktur und der Medien auch der übrigen Bevölkerung die
Aussichtslosigkeit des Widerstandes demonstrieren und sie dadurch, wie
die NATO-Führer andeuten, dazu bewegen, sich gegen ihre Regierung zu
stellen. (4) Die Bombardierungen ziviler Ziele, mit dem Ziel, die
Betroffenen politisch zu erpressen, sind eindeutige Kriegsverbrechen,
ein klarer Akt von Staatsterror gegen eine weitgehend wehrlose Bevölkerung.“
(2)
Es
ist schon erstaunlich, dass trotz derart massiven Kriegsverbrechen wie täglich
ca. 60 Bombenangriffen die Hassfigur des verbündet vorgehenden
Imperialismus namens Ghaddafi immer noch am Leben ist und sich irgendwo
vor Ort versteckt aufhalten kann. Selbst eine millionenschwere
Dollarsumme bewirkte bisher keinen Mord an Ghaddafi. Es kam zu keiner
„Palastrevolte“ gegen ihn, lediglich zum Abfallen einiger korrupter
Verrätergestalten aus der einstigen Regierung wie jenem einstigen
Justizminister, welcher sich dann ganz besonders bei den
imperialistischen Hintermännern der „NATO-Rebellen“ anbiederte und
ihnen derzeit gar so geeignet für einen Statthalterposten in Libyen
scheint. Offenbar trauen sie jenem „Libyenrat“ nicht zu, den
verschiedenen Stämmen Libyens und ihren Anführern gegenüber die nötige
Autorität zu besitzen, um da eine tragfähige pro-imperialistische
Vasallenregierung aufzubauen.
Sehr
offenbar auch ist die Furcht vor Ghaddafi bei den NATO-Generälen immer
noch sehr groß. Denn hinter Ghaddafi steht die Mehrheit des libyschen
Volkes, schon weil es den Libyern seit Ghaddafis Regierungsübernahme
vom Lebensstandard her bestens ging. Libyen stand vom Lebensniveau
seiner Bevölkerung her an der Spitze der Länder des afrikanischen
Kontinents! Dies nach Jahrhunderte langem Kampf der libyschen Stämme für
die nationale Befreiung Libyens von ausländischen Okkupanten. Erst
gegen die Osmanen, dann gegen die Italiener und den „westlichen
Imperialismus“, gegen welchen sich dieses stolze Volk nun erneut
erwehren muß.
SIND
DIE VÖLKER MILITÄRISCH BESIEGBAR?
Das
Beispiel auch des imperialistischen Libyenkriegs der NATO zeigt
anschaulich, dass zwar die konventionelle Armee eines Landes militärisch
besiegbar ist, aber ein ganzes Volk auf Dauer nicht mit allein militärischen
Mitteln in Fremdherrschaft gezwungen werden kann. Die NATO-Luftwaffe
konnte mit den Raketen von US-amerikanischen Kriegsschiffen den
„NATO-Rebellen“ zwar den Weg bis in die Mitte von Tripolis freischießen
und schlimmste Verwüstungen anrichten. Der Widerstandswille des
libyschen Volkes jedoch gegen die Verwandlung Libyens in ein Protektorat
des Imperialismus wurde dadurch nicht mal ansatzweise gebrochen. Und
dies wissen die NATO-Strategen in Washington, Brüssel, Paris, Neapel
und Berlin sehr genau.
Derzeit
durchkämmen jene britischen Spezialtruppen in libyschen Uniformen mit
anderen „NATO-Rebellen“ (die längst nicht alle aus Libyen sein
werden!) jeden Quadratmeter in etlichen Wohn- und Gewerbegebäuden in
Tripolis, um Waffen zu finden und mögliche Widerständler äh
„Terroristen“ festzunehmen, zu foltern, zu inhaftieren und zu
ermorden. Ziel dieser Nacht- und Nebelaktionen des Eintretens der Türen
mit Söldnerstiefeln oder Einschlagens der Eingänge mit dem
Gewehrkolben ist die Entwaffnung des libyschen Volkes, die Brechung
seines Widerstandswillens. All das Geheuchel eines angeblich humanen
Umgangs der Versöhnung mit „einstigen Ghaddafi-Anhängern“ bemäntelt
die vielen grausamen Massaker derzeit an den Wohnstätten der Familien
in Tripolis, welche sich weigern, den „NATO-Rebellen“ untertänigst
zuzujubeln und diese Verbrecherbande ehemaliger Gefängnisinsassen,
welche die libysche Regierung als „politische Gefangene“ vor 2-3
Jahren freiließ, und welche dann von vor allem dem britischen
Geheimdienst „willkommen geheißen“ und in Orten unweit der ägyptischen
Grenze zielgerichtet angesiedelt wurden, als Befreier anzusehen.
Dies
zeigt das hohe Bewusstsein und den Stolz des libyschen Volkes, welches
keine reaktionäre islamitisch verbrämte Regierung anstelle der
einstigen souveränen Regierung dieses Landes Libyen will. Das libysche
Volk kennt seine Gegner in den USA und in der EU sehr genau. Und das
libysche Volk muß froh und glücklich darüber sein, dass ein
erheblicher Teil der Erlöse aus dem Erdölgeschäft in sein
Gesundheitswesen und sein Bildungswesen investiert worden waren, was
jetzt schlagartig aufhört.
Fazit:
Ghaddafi ist längst nicht tot! Selbst wenn ihn die imperialistischen Söldner
töten, wird er den Kampf von Generationen des libyschen Volkes für
nationale Befreiung und gegen das Diktat des US- und EU-Imperialismus
beflügeln. Der Freiheitswille des libyschen Volkes und sein Kampf für
nationalen Befreiung ist mit Söldnern nicht zu besiegen, so modern und
verheerend und „intelligent“ auch die Waffen der NATO-Killer sind,
die diesen „NATO-Rebellen“ jeden Weg freischießen können. Den Weg
in die Herzen und Hirne der Libyer kann den imperialistischen
Handlangern niemand freischießen. Die Völker sind es, die die
Geschichte der Menschheit schreiben. Nicht die Brutalität und das
Morden der Ausbeuter und Unterdrücker bestimmen den Lauf der
Geschichte. Die Geschichte ist und bleibt eine Geschichte von Klassenkämpfen,
wie uns Karl Marx schon im „Manifest der Kommunistischen Partei“
lehrte.
Quellen:
(1)
http://de.rian.ru/security_and_military/20110825/260274683.html
(2)
http://www.hintergrund.de/201108241695/politik/welt/krieg-gegen-libyen.html
(3)
http://hinter-der-fichte.blogspot.com/2011/08/libyen-potemkinsches-dorf-tripolis-in.htm
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