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Die
einzige Sprache, die der Zionismus kennt, ist
die Sprache des Krieges, des Terrors, des Todes und der ethnischen Säuberungen,
welche den Staat Israel in den 60 Jahren seiner Existenz immer begleitet
haben.
Mauern
und Genozide
Von
Jorge Cadima
Original:
Jornal
«Avante!» 31.01.2008 (Zentralorgan der Kommunistischen
Partei Portugals)
Übersetzung.:
lih
Die
Zerstörung der Mauer an der Grenze zwischen Gaza und Ägypten diente
verschiedenen nützlichen Zwecken. Erstens bezweckte sie eine vorübergehende
Linderung des Leidens der anderthalb Millionen palästinensischen Opfer
der israelischen Kollektivbestrafung. Zweitens sollte sie auch eine
Bresche in die Mauer des komplizenhaften Stillschweigens der
selbsternannten „freien Welt“ schlagen, welche Israel ermutigt,
fortgesetzt Tag für Tag zu morden, sei es durch Luftbombardierungen,
durch militärisches Eindringen, durch die Verweigerung des Rechts auf
medizinische Versorgung, durch Abschneiden der Energiezufuhr, durch
Entzug und Abschnürung auf allen Lebensgebieten. Die Bilder von 700'000
Palästinensern, welche wie in einer Lawine des Kampfs ums Überleben
die Grenze durchbrachen, haben der ganzen Welt gezeigt, dass es nicht
allein die Apartheid-Mauer in Cisjordanien ist, welche das palästinensische
Volk gefangen hält. Wenigstens für einen Moment durchlöchert wurde
somit auch die schändliche Deckung der Metzelei, welche den langsamen
Genozid am Volk Palästinas jeden Tag ein Stück weiter konkretisiert.
Mag sein, dass jemand findet, es sei übertrieben, von Genozid zu
sprechen. Allerdings haben die Herren der „westlichen“ Massenmedien
diesen Begriff gebraucht, um im Kosovo etwas zu bezeichnen, was auch
nicht entfernt mit dem verglichen werden kann, was das palästinensische
seit Jahrzehnten durchmacht. Dort erklärten sie, dass ein Grund zum
Krieg vorliege.
Der
Chef des israelischen Geheimdienstes gab bekannt, dass die israelischen
Kräfte in den Jahren 2006/7 810 Palästinenser getötet haben wollen (Haaretz,
14.1.08). Das palästinensische Zentrum für Menschenrechte (www.pchrgaza.org)
beziffert die Zahl der Todesopfer der israelischen Aggression mit 4'462
(3'534 Zivilisten) in der Zeit von September 2000 bis November 2007.
Seither töteten die Israeli weitere 157 Palästinenser. Es heißt, die
Hamas sei ein Hindernis für den Frieden. Ebenso wie es früher von der
PLO und Yassir Arafat gesagt wurde. Es war der heutige israelische
Regierungschef, welcher seinerzeit Arafat mit Ermordung drohte, „um
dieses Hindernis für den Frieden zu beseitigen“ (The Guardian
15.9.03). Mehrere israelische Minister bedrohten kürzlich Hassan
Nasrallah, den Führer der Hizbollah (Haaretz, 20.1.08). Die
einzige Sprache, die der Zionismus kennt, ist die Sprache des Krieges,
des Terrors, des Todes und der ethnischen Säuberungen, welche den Staat
Israel in den 60 Jahren seiner Existenz immer begleitet haben.
Zur
ständigen Komplizenschaft der USA kommt nun auch eine enthusiastische
Unterstützung durch die EU. Während Israel eine totale Blockade gegen
Gaza verfügte, begab sich der Vize-Präsident der Europäischen
Kommission Franco Frattini (Ex-Mitglied der italiensischen SP und nun
Berlusconi-Anhänger und Mitglied der „Forza Italia“) nach Israel,
um ein gemeinsames Seminar EU/Israel über den „Kampf gegen den
Terrorismus“ zu organisieren. Israel ist bereits Mitglied des European
Security Research and Innovation Forum (ESRIF), einer Institution,
welche für die Periode von 2007-13 mit einem Budget von 1,4 Milliarden
Euros dotiert wurde. Als Teilnehmer der jährlichen Konferenz von
Herzliya, wo die Führer des zionistischen Staats mit ihren Freunden aus
dem Ausland zusammenkommen, um Strategien und Interventionen miteinander
zu abzustimmen, fand sich Frattini (Rede auf der offiziellen Seite der
EU zugänglich) mit seinen israelischen Freunden auf einer Linie,
was die Hauptfronten betrifft: Palästina, Iran, Syrien, Libanon. Er
bekräftigte, dass „Israel lebt und existiert im Gleichklang mit den
Traditionen und Werten der europäischen Bürger“. Nach seinen Worten
ist „Europa heute weit besser darauf vorbereitet, den realen Risiken
aus eigener Kraft zu begegnen, sein politisches Kapital einzusetzen und
die Sorgen und Interessen Israels in einer Weise einzubeziehen, die in
den ersten Jahren der Intifada undenkbar war.“ Einige Leute wollen,
dass sich die EU am nächsten Krieg bzw. der nächsten ethnischen Säuberung
aktiv und direkt beteiligt. Auch aus diesem Grund wurde der neue
EU-Vertrag abgeschlossen.
Original:
Jornal
«Avante!» 31.01.2008
Übersetzung.:
lih |