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Meuchelmorde auf Befehl der US-Besatzer

von Anna Heinzberger/18. Mai 2007

Ein ehemaliger irakischer Verräter erzählt Einzelheiten über Bombenanschläge auf Zivilisten im Irak. Er wurde von US-Militär und Geheimdienst ausgebildet und war später an Terrorakten beteiligt. Die Befehle zu den Meuchelmorden erteilten die US-Besatzer. Sie wollen damit Streit und Krieg zwischen den Konfessionen im Irak schüren um das Land entlang ethnischer und konfessioneller Grenzen zu zerstückeln.

Der Bericht des Irakischen Widerstands[1] vom 9. Mai 2007 enthält eine Erklärung der Vereinigung islamischer Gelehrter (AMSI) zu der „Beichte“ eines reuigen Verräters, der anonym bleiben will.

Der Kollaborateur arbeitete ungefähr zweieinhalb Jahre für die Besatzer in einer Todesschwadron, bevor es ihm gelang in ein Gebiet außerhalb Bagdads zu fliehen. Er hofft, dass die Besatzer ihn dort nicht finden können. 

Im ersten US-Krieg gegen den Irak 1991 war er Soldat in der irakischen Armee. Während des Abzugs aus Kuwait beschloss er mit anderen Kameraden Asyl in Saudi-Arabien zu suchen. Hier wurde er ebenso wie andere Iraker von den US-Diensten angeworben und rekrutiert.

1992 wurde er auf eine Insel gebracht, die fast ausschließlich vom  Militär und den Geheimdiensten der USA genutzt wurde. Hier erhielt er mit anderen Irakern eine militärische Ausbildung und Sprachlehrgänge in Englisch. Vor allem aber bestand die Ausbildung darin den Söldnern alle Methoden des Meuchelmords beizubringen und sie im Bombenlegen zu spezialisieren.

2003 überfielen die US-Imperialisten erneut den Irak. Noch während der offiziellen Kampfhandlungen wurde er zusammen mit anderen Verrätern zurück transportiert. Sie wurden in irakischen Armeeuniformen über die saudische Grenze in den Irak eingeschleust. Hier hatten sie Aufträge durchzuführen, die ihnen von den US-Geheimdiensten und den Militärs zugewiesen wurden.

Zunächst bestand ihr Auftrag darin, Chaos in den Reihen der irakischen Armee zu erzeugen. Hauptsächlich streuten sie Gerüchte über die Einnahme von irakischen Städten durch die US-Aggressoren. Dies war Teil der US-Propaganda um die irakische Armee zu destabilisieren und trug mit bei zum raschen Zusammenbruch der irakischen Streitkräfte.

Danach war er mit seiner Einheit im Präsidentenpalast des al-A´zamiyah – Distrikts in Bagdad stationiert. Zunächst wurden sie als Wachleute eingesetzt.

Als sich die Situation im Irak für die Besatzer drastisch verschlechterte wurde er zu einer Gruppe kommandiert, die Meuchelmorde in den Straßen Bagdads durchzuführen hatte.

Die US-Besatzer versorgten die Todesschwadron mit Namen, Bildern sowie  den Daten über die täglichen Wege und Gewohnheiten der Mordopfer.

So mussten sie Schiiten, die in sunnitischen Wohngebieten (z.B. al-A´zamiyah) lebten und Sunniten, die in schiitischen Wohngegenden (z.B. Madinat as-Sadr)  lebten ermorden.

Jeder in der Einheit, der einen Fehler machte wurde getötet. So ermordeten die US-Besatzer drei Mitglieder seiner Einheit, weil sie es nicht schafften politisch aktive sunnitische Persönlichkeiten zu töten. Ein US-Kommando beseitigte sie.

Der ehemalige Verräter berichtete, dass die Amerikaner Einheiten für „schmutzige Arbeit“ unterhalten. In diesen sind Amerikaner, Iraker und sonstige Ausländer.

Diese Kommandos für „Spezial“aufgaben sind in Bagdad und anderen irakischen Städten stationiert. Sie führen nicht nur Meuchelmorde durch. Einige Einheiten sind spezialisiert auf die Platzierung von Bomben und Autobomben. Sie legen Bomben in Wohngebieten und belebten Märkten. Im Vorfeld von Terroranschlägen führen sie teilweise Verhaftungsaktionen gegen Personen aus, die das US-Militär nicht töten will. Sie werden sozusagen vorläufig „aus dem Verkehr gezogen“ bzw. aus der Gefahrenzone gebracht.

Der ehemalige Kollaborateur berichtete über verschiedene Methoden der Platzierung von Bomben auf Märkten.

Eine der meist verbreiteten und bekanntesten Methoden unter den US-Besatzern ist es, eine Bombe in Fahrzeugen zu platzieren während sie an Kontrollpunkten durchsucht werden.

Eine andere Methode besteht darin eine Bombe in einem Fahrzeug anzubringen, während der Besitzer in einer US-Basis verhört wird. Danach wird der Verhörte gebeten zu einer Polizeiwache zu fahren. Während der Fahrt geht die Bombe hoch und er wird mit seinem Fahrzeug zerfetzt.

Die Vereinigung islamischer Gelehrter stellte fest, dass die Zeugenaussage des ehemaligen Verräters zusammenhängend und ohne Widerspruch ist. Sie stimme mit westlichen Medienberichten überein, in denen die Verwicklung von US-Besatzern in Terroranschläge gegen die Zivilbevölkerung des Irak nachgewiesen wurde.

Der britische Reporter Robert Fisk berichtete kürzlich von einem Treffen mit Irakern in Syrien, das die Durchführung solcher verdeckten Operationen durch das US-Militär bestätigt.

Inhaltlich gleiche Angaben machte der ägyptische Schriftsteller Muhammad Hasanayn Haykal in einem Interview mit dem Satellitensender al-Jazeera.

Die Aussage bestätigt vollständig die seit Jahren abgegebenen Berichte des Irakischen Widerstands über die Gräueltaten der US-Besatzer. Ein Söldner der selbst in den US-Mordkommandos Dreckarbeit für die Besatzer erledigte packt aus und liefert Details über das Vorgehen der imperialistischen Militärmaschine.

Mitglieder der US-Mörderbanden finden auch in Deutschland Unterschlupf. Bestens betreut und beschützt bereiten sie sich hier auf ihre Menschenschlächtereien in aller Welt vor.

Lenin nennt den Imperialismus „monopolistisches Stadium des Kapitalismus“ und „parasitären oder in Fäulnis begriffenen Kapitalismus“.[2]

Die Richtigkeit seiner Theorie bestätigt sich täglich in der Wirklichkeit. Der US-Raubzug im Irak ist das herausragende ungeschminkte Beispiel in der Welt aber längst nicht das einzige. Der Kapitalismus zeigt sein wahres schmutzig-blutiges Gesicht.

Stalin äußerte sich geradezu prophetisch, als er fragte: Was wäre die Folge, wenn es dem Kapital gelänge, die Republik der Sowjets zu zerschlagen?

Eine Epoche der schwärzesten Reaktion würde über alle kapitalistischen und kolonialen Länder hereinbrechen, man würde die Arbeiterklasse und die unterdrückten Völker vollends knebeln, die Positionen des internationalen Kommunismus würden liquidiert.“[3]

Wir dürfen gerade miterleben, wie die Imperialisten diese schwärzeste Reaktion versuchen zu installieren. Der US-Raubzug im Irak und die Raubzüge anderer Imperialistengruppen auf dem Balkan, in Afghanistan, im Baltikum, in Osteuropa, der Kaukasusregion, Afrika, Lateinamerika usw. sind Beispiele dafür. Sie gehen einher mit der Knebelung der Arbeiterklasse in den imperialistischen Ländern selbst. 

Heute können wir uns nur verbeugen vor dem Mut der irakischen Kämpfer, die unter unsäglich großen Opfern für die Befreiung vom Joch der Besatzer kämpfen. 

Der Tag wird auch in Deutschland kommen, an dem die Mörderbanden, die hier seit über 60 Jahren Besatzer sind, mitsamt dem verbündeten korrupten Verbrecherregime verjagt werden.

Bereiten wir uns darauf vor, diese Pflicht  gut und gründlich zu erledigen – für uns, unsere Kinder und die Menschheit.

Anna Heinzberger


[1] siehe

 [2] Lenin, Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus siehe

 [3] Rede Stalins im erweiterten Plenum des EKKI (Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale) am 7.12.1926 über das Thema der sozialdemokratischen Abweichung in der KPdSU. Stalin Werke, Bd. 9 Seite 19 siehe

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