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Wichtige Rubriken und Beiträge Der Krieg der herrschenden Klasse gegen das Volk Kampf den ideologischen Diversanten Für den Aufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands Gegen den imperialistischen Krieg Wider
den Block der zur
Geschichte |
Zwei Stunden lang hörte ich über das Telefon dem Lärm von Rufen und Schießen und Canaan zu, der mir berichtet, was vor sich geht. Er spricht, ich schreibe. Von Rutie Atzmon "Es
gibt zur Zeit keine Ausgangssperre in Nablus. Aber es gibt Jeeps und Panzer im
Zentrum der Stadt und sie schießen. Über das Telefon kann ich das Schießen hören.
Canaan schaut aus dem Fenster seines Büros im dritten Stock, etwa 200 Meter von
der Casba entfernt, und er erzählt mir, was er sieht. Soldaten überall,
Panzer, Jeeps, Krankenwagen. Es begann vor einer Stunde gegen 10:00 Uhr. Jetzt
stoppen die Soldaten einen der Krankenwagen und holen einen der Verletzten
heraus. Canaan sieht eine weitere verletzte Person, die in den Eingang seines Bürogebäudes
gelangen möchte. Wird es möglich sein, ihn zu retten ohne ebenfalls beschossen
zu werden? Zwei Leute von der Straße halten ihn, blutend. Sie laufen mit ihm in
Richtung Krankenhaus. Ich höre viel Rufen. Die Soldaten nehmen die
Ausweispapiere der Mannschaft des Krankenwagen, den sie gestoppt haben, und dann
lassen sie sie weiterfahren. Schulkinder werfen Steine auf die Soldaten und die
Soldaten schießen auf sie von ihren Jeeps mit ihren Gewehren. Nun beschießt
ein Panzer ein Haus mit Granaten. Canaan kann von seinem Fenster aus etwa 30
Erwachsens und etwa 40 Kinder und Teenager sehen. Früher am Morgen, als die
Soldaten begannen aus ihren Jeeps und Panzern herumzuschießen, trafen einige
der Kugeln eine Schule. Es gibt keine Schutzräume in der Schule. Es ist
schwierig, die Kids daran zu hindern, Steine aus den Schulgeländen zu werfen,
wenn überall Schießereien sind und es ein großes Chaos. Wenn die Kinder
Steine aus dem Schulgelände werfen, dann beschießen die Panzer die Schule. Um
der Situation aus dem Wege zu gehen, werden die Kinder nach Hause geschickt. Es
gibt keine Hintertür zu der Schule, und um nach Hause zu gelangen müssen die
Grundschüler durch die Straße laufen mit der Schießerein drum herum oder
drinnen auf das Ungewisse warten. Die Jeeps und Panzer sind überall, so müssen
die Kinder ganz dicht an ihnen vorbei um aus dem Kampfgebiet zu gelangen. Solche
Ereignisse geschehen ab und zu wenn die Armee sich ihren Weg bahnt in die City
unterwegs auf der Suche nach gesuchten Personen oder etwas ähnlichem. In
solchen Fällen werden die Kinder aus der Schule fortgeschickt. Einige bleiben
wartend um anzuhalten und Steine zu werfen.
Canaan
sagt, dass es keine Schießerei von der palästinensischen Seite gibt. Nur
Steine und leere Flaschen. Einige der Kids sind auf den Dächern, andere auf den
Straßen. Es gibt Steine von überall. Die Kids lauern auf die Jeeps aus dem
Hinterhalt. Sie versuchen sich zu verstecken, und wenn die Jeeps nahe genug sind
werfen sie die Steine. Die Soldaten sind in den Jeeps und Panzern, so können
sie nicht von den Steinen getroffen werden. Einige der Kids klettern jetzt auf
die Panzer. Einer von ihnen, etwa 12 Jahre alt, bricht eine Antenne ab. Die
Jeeps und Panzer fahren wieder auf und ab, von der einen Seite der Straße zur
anderen. Keiner weiß warum. Einige der Soldaten benutzen ein Megaphon und rufen
in Arabisch "wenn du ein Mann bist, dann komm näher". Ich kann eine
Bombe hören. Unter dem Fenster sind jetzt 10 Jeeps und ein Panzer. Die Gewehre
kommen aus den Fenstern der Jeeps heraus. Die Leute auf den Straßen werfen
weiter Steine. Einige rufen Allau akbar. TV Leute erscheinen jetzt auf der Szene
mit Helmen und gelben und orange farbigen Westen. Unter dem Fenster ist ein
Kind, etwa 8 Jahre alt. Eine Frau mit 2 kleinen Kindern überquert die Straße.
Sie versucht die Kinder von hier weg zu bringen. Die Jeeps versammeln sich am
Ende der Straße, so wie sie es seit eineinhalb Stunden bereits getan haben,
bevor sie wieder losfahren und die Straße entlang schießen. Der Junge, der die
Antenne abgebrochen hat, läuft nun auf der Straße herum, stolz die Antenne
schwingend.
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UN Jeeps erscheinen. Die UN Leute sitzen in ihren Jeeps und schauen sich die
Szene von weitem an. Eine Gruppe der Kids geht zu den UN Jeeps. Sie rufen den UN
zu indem sie bitten, den Soldaten zu sagen, dass sie zurückgehen sollen. Die UN
Soldaten schließen die Fenster der Jeeps. Ein Kind wirft einen Stein gegen ein
geschlossenes Fenster. Es gibt nun mehr Jugendliche auf der Straße. Die Kids
verstecken sich hinter Autos, Bäumen, auf Dächern. Sie teilen sich gegenseitig
durch Rufen warnend mit, wo die Jeeps sind. Die Panzer fahren weiterhin die
selbe Straßen hin und her. Ich frage Canaan, was er denkt, dass die Soldaten zu
erreichen beabsichtigen indem sie dort sind. Er weiß es nicht. Später werd ich
versuchen herauszufinden, ob es einen Grund gibt, der irgend einen Sinn macht.
Ich kann hören, wie die Steine die Jeeps treffen. Ich frage mich, ob ich einige der Kids kenne. Ich frage mich, ob ich einige der Soldaten kenne. Jetzt kommen mehr Jeeps herangefahren. Sie haben die Abzeichen von Mishmar Hagvul (der Grenzpatrouille). Ich höre eine große Explosion. Es scheint, als ob einer der Soldaten etwas wirft. Ein Stein zerbrach das Fenster einer der Jeeps. Ich kann die Leute hören, wie sie sich Warnungen und strategische Ratschläge zurufen (wie z.B. wo die Jeeps sind und wie man ihnen aus dem Weg gehen kann, oder wann es ein guter Zeitpunkt ist, Steine zu werfen). Etwa zehn Kids sind auf den Dächern der Läden. Diese Gebäude sind nur ein Stockwerk hoch. Diese Kids können jetzt jede Minute getötet werden. Ich frage Canaan, wo die Eltern diese Kids, die in jeder Minute getötet werden können, sind. Einige Eltern versuchen ihre Kinder wegzubekommen. Einige Eltern sind nicht da und wissen vielleicht noch nicht einmal, dass ihre Kinder hier sind. Eine Frau versucht ihren Sohn wegzuziehen. Er versucht zu entkommen. Sie fängt ihn ein und sie laufen zusammen zwischen den Kugeln weg. Ein Kind von etwa 6 Jahren schließt sich der Schlacht von einem der Dächer an, indem es Steine wirft. Nach einiger Zeit kommt eine Erwachsener aus dem Nichts und nimmt ihn und bringt ihn weg. Jemand ruft Canaan von weitem zu, dass er am Fenster gesehen werden kann und er sich fortbewegen solle. Es
ist bereits 12:00 Uhr. Weitere Menschen sind jetzt in den Straßen. Weitere
Jeeps. Weitere Krankenwagen. Die UN sind abgezogen. Die Jeeps sammeln sich
wieder. Größere Jeeps kommen. Weitere Kids kommen. Die Soldaten stoppen einen
Krankenwagen und durchsuchen ihn. Nur der Fahrer ist dort. Er wird durchsucht.
Seine Ausweispapiere werden genommen. Er hebt seine Hände hoch. Die Schießereien
haben zugenommen und mit mehr Menschen herum ist es gefährlicher. Mehr Menschen
werden verletzt. Das Ritual wiederholt sich wieder. Jeeps fahren die Straße
entlang, die Leute werfen Steine, die Soldaten schießen, die Krankenwagen
kommen und sammeln die verletzten Menschen ein. Ein Erwachsener geht zum
Schulgebäude. Er kommt zurück mit 3 Mädchen in seinen Armen, 6-7 Jahre alt.
Er geht vorbei. Sie wurden nicht verletzt. Die Leute reichen sich gegenseitig
Wasserflaschen. Nun bringen die Leute Autoreifen und setzen sie in Brand. Die
Luft ist mit Rauch gefüllt. Es gibt eine weitere Schule auf der Straße, mit
einem Kindergarten nebenan. Die Kids aus diesen Gebäuden wurden bis jetzt
drinnen gehalten. Die Jeeps standen an den Eingängen, so konnten weder die Kids
herausgehen noch die Eltern hineingelangen. In
dem Moment, wo die Jeeps sich zu einer anderen Straßenecke begeben, gehen die
Eltern, die bislang sich irgendwo versteckt haben, los um ihre Kinder von dem
Schlachtfeld fortzubringen. Vielleicht ist dies der Grund, warum das Feuer
eingestellt wird. Um den Eltern zu helfen, ihre Kinder sicher wegzubringen. Wenn
es den Rauch gibt, kommen die Jeeps nicht näher. Die Luft ist jetzt schwarz mit
Rauch. Ein Mann läuft durch den Rauch mit einem Kind auf dem Rücken und
jeweils ein Kind an jeder Hand. Ich kann die Leute rufen hören. Sie versuchen
die Soldaten zu foppen, indem sie den Klang einer Sirene imitieren. Wo die
Krankenwagen wegen der Jeeps oder der brennenden Reifen nicht hinkommen können
gehen die Ärzte und Schwestern zu den verletzten Menschen um sie zu den
Krankenwagen zu tragen. Ich
höre eine andere Bombe. Ein Junge wurde verletzt. Seine Beine sind
abgeschnitten. Schulmädchen, die versuchten aus der Schule herauszukommen,
wurden ebenfalls verletzt.. Ärzte überqueren die Straße mit erhobenen Händen.
Über ihren Köpfen wird geschossen. Einer der Soldaten ruft den Ärzten auf
Arabisch zu, dass sie fortgehen sollen. Die Ärzte weigern sich wegzugehen. Sie
stehen vor den Jeeps. Sie öffnen ihre Taschen und zeigen ihre Ausweispapiere.
Sie weigern sich, sich zu bewegen. Inzwischen
hat das Steinewerfen aufgehört, was den Ärzten eine Chance gibt, ihre Arbeit
zu machen. Der Jeep fuhr zurück zum Anfang der Straße. Die Ärzte gehen zu den
verletzten Menschen. Ein Krankenwagen kommt auch dazu. Das Medizinerteam bringt
die verletzten Kinder in den Krankenwagen. Die Straße ist für eine kurze
Minute ruhig. Dann
höre ich weiteres Schießen. Drei Menschen werden verletzt. Einer ist ein alter
Mann. Die anderen sind ebenfalls nicht jung. Sie haben keine Steine geworfen.
Offensichtlich versuchten sie den Augenblick der Ruhe, um die Straße zu überqueren
um nach Hause zu gelangen. Die Ärzte erheben ihre Hände. Die
Soldaten kämpfen mit einem Kameramann und versuchen, eine große TV Kamera von
ihm zu bekommen. Sie nahmen die Kamera. Der Kameramann hebt sein Hemd hoch. Er
steht vor dem Jeep und wechselt laute Rufe mit den Soldaten. Eine Frau mit 2
Kindern läuft über die Straße. Die Soldaten fordern den Kameramann auf zurückzukommen.
Sie geben ihm die Kamera zurück. Er tut eine neue Kassette hinein und er filmt
wieder. Ich
höre den Muezzin wie er die Muslims zum Gebet einlädt. Die Jeeps sind jetzt
weit weg. Und die Straße ist für ein paar Minuten ruhig. Jetzt steht ein Jeep
vor der Moschee. Es
gibt kein Steinewerfen. Die Soldaten im Jeep an der Moschee fangen an zu schießen.
Ärzte laufen. Krankenwagen kommt. Zehn Panzer kommen jetzt, und die Leute
beginnen Steine auf sie zu werfen. Die Panzer schießen um sich. Sie stoppten
auf dem Platz der Moschee und schießen unentwegt. Keiner in der Moschee. Die
Panzer fahren über Autos, zermalmen sie. Viele Jeeps. 10 Autos sind völlig
zerschmettert. Ärzte kommen ebenfalls. Jeeps jagen sie, schießen auf die Ärzte.
Keiner der Leute auf der Straße hat eine Waffe in seinen Händen. Nur Steine.
Dennoch wird auf sie geschossen. Die Ärzte laufen weg. Verstecken sich hinter
Autos. Weitere Schwestern kommen und verstecken sich. Viele verletzte Menschen.
Auf die sich versteckenden Ärzte wird jetzt geschossen. Eine der Schwestern
schreit. Die
Soldaten sagen ihnen wegzugehen. 9 Ärzte und Schwestern kommen aus ihrem
Versteck hervor und sie überqueren die Straßen mit über den Kopf erhobenen Händen,
gehen auf die Panzer bei der Moschee zu. Vor Ort sind mindestens 6 TV Kameras,
die filmen. Jeeps von den Medien sind ebenfalls da. Es ist jetzt ruhig. Keine
Steine. Kein Schießen. Die Soldaten durchsuchen die Ärzte und Schwestern. Drei
Panzer bildeten einen Kreis um sie herum. Das Medizinerteam steht in der Mitte.
Die Soldaten nehmen ihre Personalien auf und lassen sie frei. Es ist ruhig. Die
Kids verstecken sich vor den Panzern unter Autos, hinter Bäumen, auf dem
nahegelegenen Friedhof. Sie halten Steine in ihren Händen und sie warten. Canaan
hört, dass 13 verletzte Menschen in den Krankenhäusern ankamen. 3 von ihnen in
kritischem Zustand. Canaan und seine Kollegen, etwa 15 Leute, beschließen die
Gelegenheit von ein paar ruhigen Minuten zu nutzen um zu versuchen nach Hause zu
gelangen. Jetzt ist keiner auf der Straße, so dass falls sie durch die Türe
herausgehen würden sie vielleicht erschossen würden. Sie versuchen, aus einem
Fenster im ersten Stock, das zum Hinterhof führt, zu steigen. Sie springen aus
dem Fenster und eilen davon. Nachdem sie fortgegangen waren ging die Schlacht
weiter. Ich rief den Sprecher der israelischen Armee an: "Armeestreitkräfte
drangen heute im Rahmen einer eingeleiteten Militäraktion in das Zentrum von
Nablus ein". |
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