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Erfanden
die rassistischen Zionisten in
Israel den „Raketenabwehrschild“?
In
Israel wurde der Raketenabwehrschild der NATO geschmiedet und der Krieg
gegen den Iran geprobt
Der
US-Publizist Rick Rozoff untersucht die wahren Gründe für das groß
angelegte Raketenabwehr-Manöver in Israel.
Von
Rick Rozoff
Stopp
NATO, 05.11.09 siehe
„Das
ist das perfekteste Abwehrsystem gegen anfliegende Raketen, das wir
jemals irgendwo auf der Welt installiert haben.“
Die
Entfernung zwischen Tel Aviv und Teheran beträgt 993 Meilen [1.598 km];
die Reichweite des US-Radars zur Raketenabwehr (das in Israel
positioniert wurde) übertrifft diese Distanz um fast 2.000 Meilen
(3.218 km). Das reicht aus, um das ganze östliche und den größten
Teil des südlichen Russlands abzudecken, wo ein Großteil der
strategischen Raketen dieses Landes aufgestellt ist.
Die
Vereinigten Staaten und Israel haben gerade die größte gemeinsame Übung
zum Abfangen von Raketen beendet, die jemals von den beiden Staaten
durchgeführt wurde; sie war, was den Umfang und die Raffinesse angeht,
vielleicht das umfassendste Manöver, das mehrere Staaten gemeinsam
veranstaltet haben, und schloss sogar das Abfeuern von Raketen ein, die
zum Abfangen ballistischer Raketen geeignet sind.
Die
Operation Juniper-Cobra 10 begann am 21. Oktober und endete am 3.
November (2009). Während der beiden Wochen nahmen mehr als 1.000
Soldaten der Vereinigten Staaten und eine gleiche Anzahl israelischer
Soldaten an einer Reihe integrierter Übungen mit Raketen teil, deren
Hauptziel es war, „fünf verschiedene Raketenabwehrsysteme zu testen
... und die Infrastruktur zu schaffen, die notwendig ist, falls sich die
Obama-Administration dazu entschließt, im Falle eines Konflikts
US-Systeme hierher zu entsenden“. [1]
Die
fünf in den Übungen verwendeten Raketenabwehrsysteme waren:
•
das taktische Raketenabwehrsystem Arrow 2 gegen in großer Höhe
anfliegende ballistische Raketen, das von den Vereinigten Staaten und
Israel gemeinsam entwickelt wurde – und zwar von den Firmen Isreal
Aerospace Industries und Boeing unter Aufsicht des israelischen
Verteidigungsministeriums und der Missile Defense Agency (der
Raketenabwehr-Agentur) des Pentagons (siehe).
• das System Terminal High Altitude Area Defense / THAAD, das von der
Firma Lockheed Martin Space Systems entwickelt wurde und ballistische
Kurz- und Mittelstreckenraketen kurz vor dem Einschlag zerstören soll (siehe)
•
die Patriot Advanced Capability 3 / PAC-3, eine ferngesteuerte
Abwehrrakete, mit der siebenfachen Reichweite früherer Patriot-Modelle (siehe),
•
das auf Schiffen installierte Aegis Ballistic Missile Defense System,
ausgestattet mit der Standardrakete 3 / SM-3 und dem AN/SPY-1 Radar mit
einem Wirkungsbereich von 360 Grad
(siehe).
•
Die SM-3, mit der im Februar 2008 ein US-Satellit aus dem Orbit
abgeschossen wurde, um ihre Reichweite zu testen, soll für das neue
bodengestützte Raketenabwehrsystem modifiziert werden, das der US-Präsident
Barack Obama und Verteidigungsminister Robert Gates am 17. September
angekündigt haben
(siehe) .
Das
vierzehntägige Juniper-Cobra-Manöver dieses Jahres war „die größte
gemeinsame Übung, die beide Länder bisher durchgeführt haben“; [2]
auch siebzehn US-Kriegsschiffe waren beteiligt, und „erstmals wurden
alle genannten Systeme zusammen in Israel eingesetzt“. [3]
Ein
an der Operation teilnehmender Colonel (Oberst) der US-Army stellte
fest, es sei „das erste Großmanöver gewesen, bei dem das
THAAD-System, Patriot-Boden-Luft-Raketen und das seegestützte
Aegis-System integriert waren“, und fügte hinzu: „Das ist das
perfekteste Abwehrsystem gegen anfliegende Raketen, das wir jemals
irgendwo auf der Welt installiert haben.“ [4]
Eine
andere israelische Quelle schrieb: „Eine beispiellose Anzahl
amerikanischer Generäle und 1.400 Soldaten der US-Army nehmen zusammen
mit führenden Offizieren der Israel Defense Forces / IDF an der
hochrangigen Militärübung Juniper-Cobra teil, die nach Aussage eines
Commanders (eines Korvettenkapitäns) der US-Navy auf „spezifische
Bedrohungen“ vorbereiten soll.“ [5] (Weitere Infos dazu siehe)
Das Manöver wurde am letzten Tag auch von Premierminister Benjamin
Netanjahu, Verteidigungsminister Ehud Barak, IDF-Generalstabschef Gabi
Ashkenazi, James Cunningham, dem US-Botschafter in Israel, und James
Stavridis, einem weiteren führenden USAmerikaner, besucht.
Die
Übung fand in der Weltpresse wenig Beachtung, und über die Tatsache,
dass Admiral Stavridis, der Chef des U.S. European Command (EUCOM in
Stuttgart) und Supreme Allied Commander Europe / SACEUR (militärischer
Oberkommandierender der NATO) ist, im November in Israel eintraf, um an
den Endstadien teilzunehmen, wurde nur in der israelischen Presse
berichtet.
Während
seines Besuchs traf sich Stavridis „mit Generalleutnant Gabi Ashkenazi,
dem Chef des (israelischen) Generalstabs, Major General Benjamin Gantz,
dem stellvertretenden Generalstabschef, und mehreren anderen
Kommandeuren. Der Admiral wurde von weiteren EUCOM-Befehlshabern
begleitet.“ [6]
Die
BBC zitierte am 2. November unter der Überschrift „Der Schatten
hinter den Kriegsspielen der USA und Israels“ einen Commodore
(Korvettenkapitän) der USNavy, der zum Hauptziel des Manövers
Juniper-Cobra gesagt hatte: „Wir sind aus einigen sehr spezifischen Gründen
hier, wegen spezifischer Bedrohungen, die gegen die Israelis gerichtet
sind, und die uns auch interessieren. Mehr möchte ich dazu nicht
sagen.“ (siehe).
Im
gleichen Bericht wird ein Szenario erwähnt, über das die von der BBC
interviewten US-Militärs nicht reden wollten.
„Israel
bombardiert iranische Atomanlagen – und der Iran schlägt zurück.
In
diesem Fall bräuchte Israel ganz bestimmt einen Raketenabwehrschild –
bestehend aus einem hoch empfindlichen Radarsystem großer Reichweite
und Antiraketen-Raketen des Typs Patriot – und genau der wurde in den
Kriegsspielen dieser Woche getestet.
An
der Operation Juniper-Cobra sind etwa 2.000 amerikanische und
israelische Soldaten beteiligt. Sie findet regelmäßig alle zwei Jahre
statt, aber in diesem Jahr wird heftiger als sonst spekuliert, dass sich
Israel darauf vorbereitet, den Iran zu bombardieren, um dessen
vermutetes Atomwaffenprogramm zu stoppen.“ [7]
Kurz
vorher und während des Manövers – das eigentlich am 12. Oktober
beginnen sollte, aber ohne Erklärung einen Tag vorher verschoben wurde,
obwohl im Hafen der Stadt Haifa schon US-Kriegsschiffe lagen – tauchte
auch in mehreren anderen Berichten der oben geäußerte Verdacht auf.
Ende
Oktober wurde bekannt gegeben, dass die israelische Firma Rafael
Advanced Defense Systems Ltd. mit der (US-Firma) Raytheon Missile
Systems „zwei Verträge im Gesamtwert von über 100 Millionen
Dollar“ über den Entwurf und die Entwicklung des David's Sling Weapon
Systems / DSWS (des Waffensystem David-Schleuder) abgeschlossen hat. (siehe)
„Das
DSWS ist ein gemeinsames Programm der Missile Defense Agency (der USA)
und der Israel Missile Defense Organization. Das System soll
ballistische Kurzstreckenraketen, großkalibrige Raketen und Marschflugkörper
in der Endphase des Anflugs zerstören.
„Der
erste Vertrag sieht die gemeinsame Entwicklung der Stunner Interceptor
(des Tollen Fängers), der Raketen-Komponente des DSWS vor. Stunner soll
eine hochentwickelte Abfangrakete werden, die sowohl in das DSWS als
auch in Raketenabwehrsysteme der Alliierten integriert werden kann.“
[8]
Fünf
Wochen vorher hat Deutschland vorzeitig zwei U-212 Unterseeboote der
Dolphin- Klasse an Israel geliefert, von denen „Marschflugkörper mit
Atomsprengköpfen“ starten können. Sie sollten ursprünglich erst im
Jahr 2010 ankommen.
„Mit
den beiden neuen U-Booten verfügt Israel jetzt über insgesamt fünf
deutsche Unterseeboote; es sind die teuersten Waffensysteme in Israels
Arsenal.
Israelische
Medien haben berichtet, den Dolphin-Unterseebooten fiele bei einem
Angriff auf die umstrittenen Atomanlagen des Irans eine Schlüsselrolle
zu.“ [9]
Am
15. Oktober hat die JERUSALEM POST einen Bericht veröffentlicht, der
die folgende beunruhigende Information enthielt:
„In
einem französischen Magazin war zu lesen, Israel plane, nach dem
Dezember (2009) militärische Angriffe auf den Iran durchzuführen.
ISRAEL RADIO zitierte einen Bericht aus LE CANARD ENCHAINÉ, in dem es
hieß, Jerusalem habe bei einem französischen Nahrungsmittelhersteller
bereits Kampfrationen hoher Qualität für Soldaten von Eliteeinheiten
bestellt und Reservisten dieser Einheiten, die sich im Ausland
aufhalten, aufgefordert, nach Israel zurückzukehren.“
Die
französische Zeitschrift wird auch mit der Behauptung zitiert, „Gabi
Ashkenazi, der Generalstabschef der Israel Defense Forces / IDF, habe
bei seinem jüngsten Besuch in Frankreich dem französischen
Generalstabschef Jean-Louis Georgelin mitgeteilt, Israel plane nicht,
den Iran zu bombardieren; man werde aber vielleicht Elitetruppen
entsenden, um Aktivitäten am Boden zu entfalten. Denkbar seien
Sabotageakte gegen Atomanlagen und die Ermordung führender iranischer
Atomwissenschaftler.“ [10]
Am
2. November wurde auf arabischsprachigen Websites berichtet: „Das
US-Militär hat die Errichtung eines hoch entwickelten Radarsystems im
Irak abgeschlossen und kann damit jetzt die Grenzen zum Iran, zu Syrien
und zur Türkei überwachen.“ [11]
Der
Iran und seine Nachbarn sind nicht die einzigen Nationen, die in
Reichweite des Raketenkillersystems liegen, das in den letzten beiden
Wochen in Israel Premiere hatte.
Zusätzlich
zu den „spezifischen Bedrohungen“ die in den Berichten über
Juniper-Cobra immer wieder auftauchten, wurde auch ein anderes Thema
wiederholt hervorgehoben: Das Manöver war gleichzeitig ein Probelauf für
einen NATO-Raketenabwehrschild, der den ganzen europäischen Kontinent
abschirmen soll.
In
der amerikanischen und israelischen Presse wurde dieser Plan immer
wieder erwähnt. So hieß es zum Beispiel:
„Das
ist eine sehr schnelle und umfangreiche Demonstration der
Raketenabwehr-Pläne der neuen (US-)Regierung.“ [12] (Der zitierte
Artikel ist aufzurufen unter (siehe)
„Die
große Luftverteidigungsübung, die in dieser Woche zusammen mit Israel
gestartet wurde, wird den Vereinigten Staaten helfen, ihren
Raketenabwehrschild für Europa durchzusetzen,' äußerte ein
US-Kommandeur. ... In dem dreiwöchigen Manöver wird auch Aegis, ein
Raketenabwehrsystem der US-Navy, erprobt, das als erste Komponente eines
Raketenabwehrschildes für Europa auch im östlichen Mittelmeer
eingesetzt werden soll, wie die Regierung des Präsidenten Barack Obama
letzten Monat ankündigte.“ [13]
„Ein
US-Offizier sagte am Dienstag, die große Raketenabwehrübung der
amerikanischen und israelischen Streitkräfte werde bei der Entwicklung
des geplanten NATO-Raketenabwehrschildes für Europa sehr hilfreich
sein.
Der
Offizier ist Toni English, ein Colonel (Oberst) der US-Army; er stellte
ausdrücklich fest: 'Wir werden viele Lehren aus dieser Übung ziehen,
die uns für das geplante System sehr nützlich sein werden.“ [14]
„Was
die Amerikaner aus diesen komplizierten Übungen lernen, wird ihnen
perspektivisch helfen, den NATO-Raketenabwehrschild für Europa zu
gestalten.“ [15]
„Die
Erkenntnisse, die den israelischen und amerikanischen Streitkräften aus
der Raketenabwehrübung Juniper-Cobra erwachsen, werden dem
US-Verteidigungsministerium helfen, einen neuen NATO-Raketenabwehrschild
für Europa zu installieren,' äußerten führende
Verteidigungsfachleute. Die Übung ist auch deshalb für eine
potenzielle europäische Raketenabwehr wichtig, weil die Amerikaner ihre
Systeme unter verschiedenen Wetterbedingungen testen müssen.
Der
neue Plan, der gerade erwogen wird, sieht die Entsendung von
US-Kriegsschiffen vor, die mit dem Aegis-Raketenabwehrsystem
ausgestattet sind; sie könnten im Mittelmeer zusammen mit wenigen
landgestützten Systemen einen (schwimmenden) Schutzwall für Europa
bilden.
Die
Amerikaner überlegen zur Zeit, welches landgestützte System sie einführen
sollen. Die NATO-Partner möchten sich für die SM-3, die Rakete des
seegestützten Aegis-Systems entscheiden, aber das US-Militär wird
wahrscheinlich auch andere Systeme prüfen, auch die israelischen
Raketen Arrow (Pfeil) und die Arrow 3, die gerade entwickelt und von der
(US-)Regierung finanziert wird.“ [16]
Gegen
Ende August, wenige Wochen bevor Washington ankündigte, die Pläne zur
Stationierung stationärer Abwehrraketen in Polen und einer
X-Band-Radaranlage in der Tschechischen Republik aufgeben zu wollen,
berichtete die polnische Zeitung GAZETA WYBORCZA: „Washington sucht
jetzt nach alternativen Positionen – auch auf dem Balkan, in Israel
und in der Türkei.“ [17]
In
einem meiner früheren Artikel in dieser Reihe habe ich die Entwicklung
vor der Ankündigung am 17. September untersucht. [18]
Mitte
Oktober hatte der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak Polen
besucht, das damals nach den Plänen der USA und der NATO noch eine
zentrale Position im Raketenabwehrsystem erhalten sollte – mit
landgestützten Patriots und SM-3-Raketen auf Schiffen in der Ostsee. In
Warschau begrüßte Barak die „US-Entscheidung, einen seegestützten
Raketenabwehrschild zu errichten“, und stellte dazu fest:
„Die
neuen Überlegungen erlauben wirklich mehr Flexibilität und schaffen in
einer relativ kurzen Zeit eine viel wirksamere und wirtschaftlichere Möglichkeit,
effektiv auf die Bedrohung durch iranische Raketen zu reagieren.“ [19]
Der
polnische Rundfunk berichtete: „Nach einer Erklärung des israelischen
Verteidigungsministeriums wird Barak in Polen und in derTschechischen
Republik Gespräche über eine gemeinsame Reaktion auf die atomaren
Ambitionen des Irans führen und Möglichkeiten zur Entwicklung von
Kontakten zwischen Rüstungsfirmen erkunden.“ [20]
Zur
gleichen Zeit bestätigten israelische Quellen, dass sich die
israelische Marine an der NATO-Operation Active Endeavour beteiligen
wird. Dieses seit acht Jahren durchgeführte Marineunternehmen ist ein
Überwachungs- und Kontrollprogramm, das sich auf die in Artikel 5 des
NATO-Vertrags festgeschriebene Verpflichtung zu gegenseitigem Beistand
beruft. Es ermöglicht eine Abriegelung des gesamten Mittelmeers und
seiner Zugänge – der Meerenge von Gibraltar, des Suezkanals und der
Dardanellen.
(siehe
dazu)
In
westlichen Führungskreisen wird bereits darüber diskutiert, ob der
Geltungsbereich des Artikels 5 nicht ausgeweitet werden soll. Darin heißt
es jetzt noch: „Die Parteien vereinbaren, dass ein bewaffneter Angriff
gegen eine oder mehrere von ihnen in Europa oder Nordamerika als ein
Angriff gegen sie alle angesehen werden wird; ... „ (zitiert nach (siehe
)
Neben den NATO-Partnern sollen auch weitere Länder einbezogen werden,
bis zu einer Gesamtzahl von 60 Staaten. (Der NATO gehören zur Zeit 28
Staaten an, (siehe).
Israel
gehört zu den möglichen Kandidaten. Auch die Nachbarn des Irans am
Persischen Golf.
Anders
Fogh Rasmussen, der Generalsekretär der NATO, hat vom 29. - 30. Oktober
an einer internationalen Konferenz in den Vereinigten Arabischen
Emiraten / UAE teilgenommen; sie beschäftigte sich mit dem Thema „Die
Beziehungen der NATO zu den UAE und die weitere Entwicklung der Istanbul
Cooperation Initiative“; zu den Teilnehmern gehörten „die ständigen
NATO-Vertreter im Nordatlantikrat, der Stellvertretende Generalsekretär
der NATO, der Vorsitzende des NATO-Militärausschusses, andere
hochrangige NATO-Offizielle und Regierungsvertreter, Meinungsführer,
Akademiker und wichtige Wissenschaftler aus Ländern der Golfregion“.
[21]
Die
Istanbul Cooperation Initiative wurde 2004 auf dem NATO-Gipfel in
der türkischen Stadt Istanbul 2004 gegründet, um die Dialog-Partner
der NATO am Mittelmeer – Algerien, Ägypten, Israel, Jordanien,
Mauretanien, Marokko und Tunesien – auf ein Niveau anzuheben, das
vergleichbar mit der Partnerschaft für den Frieden ist, die im letzten
Jahrzehnt dazu diente, zehn neue Nationen als Vollmitglieder (in die
NATO) aufzunehmen und ein Militärbündnis mit den sechs Mitgliedern des
Gulf Cooperation Council / GCC) zu schmieden – mit Bahrain, wo die 5.
US-Flotte ihr Hauptquartier hat, mit Kuwait, Oman, Qatar, Saudi-Arabien
und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
In
einem Artikel einer Zeitung aus den Emiraten wird unter dem Titel
„Rasmussen sagt, die NATO werde die UAE bei einem Angriff
verteidigen“ der NATO-Generalsekretär mit folgender Äußerung zu
einer Vereinbarung zwischen der NATO den UAE zitiert: „Die
Vereinbarung wurde geschlossen, um die Zusammenarbeit in
Sicherheitsangelegenheiten zu vertiefen. ... Es gibt noch einen anderen
Anlass. ... Wir stimmen mit den GCCStaaten in Fragen des Schutzes, der
gemeinsamen Sicherheit und einer gedeihlichen Zusammenarbeit überein.
Falls etwas geschehen sollte, werden wir sie gemeinsam verteidigen.“
[22]
Während
seines Aufenthalts in den UAE sagte Rasmussen unter Berufung auf die
Bindungen zu diesem Staat auch: „Wir haben das gemeinsame Interesse, Ländern
wie Afghanistan und dem Irak zu helfen, damit sie wieder auf eigenen Füßen
stehen können und der Mittlere Osten insgesamt stabiler wird; wir
wollen auch verhindern, dass Länder wie Somalia und der Sudan noch
tiefer ins Chaos stürzen. ... Wir alle sind sehr besorgt über die
atomaren Ambitionen des Irans.“ [23]
Zusammen
mit weiteren Truppenverstärkungen in Afghanistan, im östlichen
Nachbarland des Irans, ist die Ausweitung der NATO auf den Persischen
Golf ein integaler Bestandteil der Einkreisung des Irans – zur
Vorbereitung eines künftigen Angriffs auf diesen Staat.
Eine
weitere Initiative in dieser Kampagne, mit der versucht wird, militärische
Fähigkeiten des Irans zu neutralisieren, um Vergeltungsschläge im
Falle eines Überraschungs-Angriffs zu verhindern, wurde im September
2008 gestartet – ein Jahr bevor die Änderungen in den Plänen der USA
für die europäische Flanke ihres globalen Raketenabwehrschildes
bekannt gegeben wurden.
Der
US-Senat bewilligte 89 Millionen Dollar für die Aufstellung eines
transportablen X-Band-Radarsystems in Israel; es trägt jetzt die
Bezeichnung Army Navy/Transportable Radar Surveillance (AN/TPY-2). Eine
US-Militärzeitung schrieb damals: „Das Radar kann ein Objekt von der
Größe eines Baseballs schon in einer Entfernung von 2.900 Meilen
(4.666 km) erkennen ... „ [24]
(Der übersetzte Artikel ist nachzulesen unter (siehe)
Die Entfernung zwischen Tel Aviv und Teheran beträgt 993 Meilen [1.598
km]; die Reichweite des US-Radars zur Raketenabwehr (das in Israel
positioniert wurde) übertrifft diese Distanz um fast 2.000 Meilen
(3.218 km). Das reicht aus, um das ganze östliche und den größten
Teil des südlichen Russlands abzudecken, wo ein Großteil der
strategischen Raketen dieses Landes aufgestellt ist. Moskau ist 2.641
Kilometer von Tel Aviv entfernt. Eine israelische Zeitung schätzte die
Reichweite dieses Radars auf 4.800 Kilometer, das wären noch 134 Meilen
mehr. (Die überprüften Zahlen weichen vom denen im Originaltext ab.)
Das
U.S. European Command (EUCOM), das für das Projekt verantwortlich ist,
und dessen Chef Admiral James Stavridis auch Supreme Allied Commander
Europe / SACEUR, also NATO-Oberbefehlshaber ist, hat gegen Ende
September 2008 die USEinheiten genannt, die damit beauftragt wurden, das
Radar aufzustellen und zu betreiben. Sie kamen aus folgenden Bereichen
und Kommandos:
•
357th Air Missile Defense Detachment, U.S. Army (stationiert in
Kaiserslautern),
• 21st Theater Sustainment Command, U.S. Army (stationiert in
Kaiserslautern),
• Fleet Antiterrorism Security Team, U.S. Marine Corps (wahrscheinlich
aus
Neapel),
• 86th Contingency Response Group, U.S. Air Force (von der Air Base
Ramstein),
• 31st Logistics Readiness Squadron, U.S. Air Force (stationiert in
Aviano, Italien),
• 5th Signal Command, U.S. Army (noch in Mannheim stationiert) und von
der
• Missile Defense Agency (im Pentagon)
Weitere
Informationen über das Radar und die genannten Einheiten sind
nachzulesen unter (siehe)
Insgesamt
waren 120 Personen von der US-Army, der Air Force und der
Marineinfanterie beteiligt. Ein EUCOM-Sprecher erklärte damals: „Das
Radar wird auf Wunsch der israelischen Regierung bereitgestellt und soll
deren Verteidigungsmöglichkeiten verbessern,“ [26]
Es
war die erste längere Stationierung von US-Soldaten oder Soldaten einer
anderen Nation in Israel in der 61-jährigen Geschichte dieses Landes.
Obwohl keine formelle Vereinbarung über eine dauerhafte Stationierung
getroffen wurde, gibt es keinen Grund für die Annahme, das Radarsystem
werde jemals wieder zurückgezogen. Es wurde auf der Nevatim Air Base in
der Wüste Negev installiert, wo auch die israelischen Atomwaffen
gelagert sein sollen.
Die
Radarstation war im Dezember letzten Jahres voll betriebsbereit, und im
April 2009 nahmen US-Truppen an der Erprobung das Systems teil.
„Israel führte einen Test mit einer verbesserten Arrow-Abwehrrakete
durch, bei dem eine anfliegende Rakete abgeschossen wurde. Es war der
erste israelische Test, in den auch das US-Radar einbezogen war.“ [27]
Das
2.900 - 3.000 Meilen weit reichende Radarsystem wurde in den letzten
beiden Wochen im Rahmen des Manövers Juniper-Cobra viel intensiver
genutzt; es wurde nicht nur in das Pilotprojekt zur Erprobung einer
mehrstufigen land- und seegestützten Raketenabwehr integriert, es wurde
auch als Prototyp für den neuen Raketenabwehrschild der USA und der
NATO getestet, der – wie Barack Obama am 17. September (2009) sagte
– noch „stärker, intelligenter und schneller“ reagieren und nicht
nur den ganzen europäischen Kontinent, sondern auch das Schwarze Meer,
den Kaukasus, das Östliche Mittelmeer und den Persischen Golf abdecken
soll. Seine weitere Ausdehnung nach Süden und Osten zeichnet sich
bereits ab.
Der
Raketenabwehrschild ist ein System, das potenzielle Opfer eines militärischen
Erstschlags unfähig zur Vergeltung machen soll, mit dem man die Fähigkeit
zur Abschreckung und zu einer wirksamen Reaktion zerstören will.
Anmerkungen
1)
Jerusalem Post, 31. Oktober 2009
2) ebd.
3) United Press International, 30. Oktober 2009
4) The Associated Press, 27. Oktober 2009
5) Arutz Sheva, 3. November 2009
6) Israeli Defense Forces, 3. November 2009
7) BBC News, 2. November 2009
8) Raytheon Company, 27. Oktober 2009
9) Agence France-Presse, 29. September 2009
10) Jerusalem Post, am 15. Oktober 2009
11) Press TV, 2. November 2009
12) Stars and Stripes, am 23. Oktober 2009
13) Reuters, 22. Oktober 2009
14) Associated Press, 27. Oktober 2009
15) United Press International, 30. Oktober 2009
16) Jerusalem Post, 31. Oktober 2009
17) United Press International, 27. August 2009
18) (siehe)
19) Agence France-Presse, 14. Oktober 2009
20) Polish Radio,13. Oktober 2009
21) NATO, 28. Oktober 2009
22) Khaleej Times, 30. Oktober 2009
23) Emirates News Agency, 29. Oktober 2009
24) Stars and Stripes, 30. September 2008
25) Jerusalem Post, 23. November 2008
26) Stars and Stripes, 30. September 2008
27) Stars and Stripes, 13. April 2009
Quelle
und Übersetzung:
Friedenspolitische
Mitteilungen, luftpost-kl.de
Eingestellt
von Mowitz um
11:39
Labels: Israel,
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Osten, NATO,
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