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Generaldelegation
Palästinas - News -
Mittwoch,
24. September 2003
15-
jähriger im Gazastreifen erschossen
In
der vergangenen Nacht drang die israelische Armee mit 20 Panzern und
Planierraupen nach Rafah im südlichen Gazastreifen ein. Angeblich um
,,nach Waffen zu suchen''. Ein 15 Jahre alter Palästinenser kam ums
Leben, mindestens 14 weitere Menschen wurden verletzt, fünf von ihnen
schwer. Der 15jährige war durch ein Panzergeschoss verwundet worden und
im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen. Augenzeugen
berichteten der israelischen Zeitung ,,Haaretz'', dass er keinerlei
Waffen bei sich getragen habe.
Ebenfalls im Flüchtlingslager Rafah eröffneten israelische Soldaten
von einem Wachturm aus das Feuer auf eine Schule. Dabei wurde ein 13jähriger
Schüler und ein Lehrer verletzt.
Häuser
zerstört
In
der vergangenen Nacht umstellten israelische Soldaten das Haus eines
angeblichen Mitglieds des bewaffneten Flügels der Fatah und eröffneten
das Feuer auf das Haus. Die Soldaten drohten mit der Zerstörung des
Hauses, bis der Mann sich ergab.
Trotz
Roadmap: Zahl der Siedler und Ausgaben für den Siedlungsbau steigen
Die
Zahl der Siedler, die in den israelisch besetzten Gebieten leben, ist
nach Angaben des israelischen Amtes für Statistik im vergangenen Jahr
um 11.900 auf 220.100 angestiegen. Obwohl die Roadmap ein Einfrieren des
Siedlungsbaus verlangt, werden Siedlungen weiter ausgebaut bzw. neue
errichtet.
Für Zündstoff in der israelischen Siedlerbewegung sorgte die Ankündigung
einer Studie, die am Wochenende von der israelischen Zeitung ,,Haaretz''
veröffentlicht werden soll. In dieser Studie, sind die Ergebnisse der
Recherche von 15 Journalisten über die zivilen Kosten der Siedlungstätigkeiten
nieder gelegt. Die jährlichen Kosten, allein im zivilen Sektor, so
haben die Journalisten in mühevoller Kleinarbeit herausgefunden,
belaufen sich auf umgerechnet 0,5 Milliarden €.
Verhaftungen
In
der vergangenen Nacht verhaftete die israelische Armee im Westjordanland
nach eigenen Angaben acht Palästinenser, davon vier in Jenin, das nun
bereits seit anderthalb Wochen unter Ausgangssperre steht.
Zu Verhaftungen kam es auch in Hebron und Ramallah. Bei den Verhafteten
handelte es sich nach Angaben israelischer Militärs um Hamas-Aktivisten
und um ein Fatah-Mitglied. |