|

Felipe
Calderon - Präsident von Mexiko |
Historischer
Moment für Völker Lateinamerikas
GEMEINSCHAFT
DER LATEINAMERIKANISCHEN UND KARIBISCHEN STAATEN WIRD GESCHAFFEN
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
|
Cancún,
23. Februar 2010, Tribuna Popular.-
Die 32 auf dem „Gipfel der Einheit Lateinamerikas und der
Karibik“ in Cancún versammelten Länder beschlossen die Bildung der
Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten für alle
Länder des amerikanischen Kontinents. Sie begründeten diesen Schritt
mit der Bedeutung, mit nur einer Stimme bei internationalen Foren
aufzutreten und auf diese Weise zu verhindern, dass die USA eine
Vorherrschaft ausüben. Der neue Staatenbund wird parallel zur
Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) arbeiten.
Der
Einheitsgipfel endete am vergangenen Dienstag nach der 2. Plenartagung
in Cancún (Mexiko). Dort wurde der genannte neue Staatenbund
beschlossen, dem weder die USA noch Kanada angehören sollen. Es geht
auch um neue Pläne zur Unterstützung des Wiederaufbaus in Haiti und
die Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen den lateinamerikanischen und
karibischen Staaten zur Stärkung der Sicherheit in der Region.
Die
Abschlusserklärung umfasst 87 Punkte. Darunter Themen wie die
Weltfinanzkrise, Handel, Energiewesen, physische Integration auf den
Gebieten von Infrastruktur, Wissenschaft und Technik, gesellschaftliche
Entwicklung, Migration, nachhaltige Entwicklung, Naturkatastrophen,
Menschenrechte, Sicherheitsbelange und die Süd-Süd-Entwicklung. Es
wird eingeschätzt, dass dieser neu beschlossene Staatenbund seine
Arbeit auf der nächsten Gipfelkonferenz der Rio-Gruppe aufnehmen wird.
Diese nächste Gipfelkonferenz wird in Caracas (Venezuela) im Jahr 2011
stattfinden, sobald die erforderlichen Statuten und Regelwerke
erarbeitet sein werden.
„Wir
haben beschlossen, als erstes Anliegen, die Gemeinschaft der
Lateinamerikanischen und Karibischen Länder als eigene
Regionalplattform zu gründen, die alle Staaten vereint“, sagte der
mexikanische Präsident Felipe Calderón in seiner Abschlussrede. Er
bestätigte, dass im Falle „eines Misserfolges beim Prozess der
Bildung der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen
Staaten“ die Rio-Gruppe und der Gipfel Lateinamerikas und der Karibik
(CALC) als vereinheitlichte Form mit ihren Methoden der Arbeit,
Praktiken und Verfahrensweisen bis zur Sicherstellung der Erfüllung
ihrer Aufgaben beibehalten werden würden. Das neue Bündnis wird die
Rio-Gruppe und die Gemeinschaft der Karibik (CARICOM) zusammenbringen
und parallel zur Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) tätig
sein. Die OAS wird dabei unter kritischen Gesichtspunkten gesehen
werden, was ihre Rolle bei der Bewahrung der Demokratie auf dem
Kontinent betrifft. Dies infolge ihrer fruchtlosen Bemühungen beim Zurückdrängen
des Staatsstreiches in Honduras.
Der
Gipfel der Einheit fand am Montag und Dienstag dieser Woche statt, damit
die Staatschefs aus 32 lateinamerikanischen Ländern mit dem Ziel der Stärkung
der Einheit in der Region und der Lösung für die drängendsten Fragen
in der Region ihre Standpunkte austauschen konnten. Auf der ersten
Plenartagung zwischen Mexiko und der CARICOM (Gemeinschaft der Karibik)
wurde die Teilnahme des Präsidenten von Haiti, René Preval,
hervorgehoben, der um ein großes internationales Bündnis nachsuchte,
welches den Millionen Menschen helfen soll, die vom gewaltigen Erdbeben
betroffen worden sind, das Haiti am 12. Februar 2010 verwüstete.
Andererseits erhielt die argentinische Präsidentin Cristina Fernández
die Unterstützung der lateinamerikanischen Staatschefs für die
Position ihres Landes im historischen Disput mit Großbritannien um die
Souveränität des Archipels. Die argentinische Regierung reagierte in
den letzten Wochen angesichts Kenntnis von Absichten des Konzerns Desire
Petroleum, mit Bohrungen nach Erdöl auf den Malwinen zu beginnen. Auf
dem Gipfel wurde eine Gemeinsame Erklärung unterzeichnet, die die Erdölaktivitäten
Großbritanniens auf den Malwinen zurückweist.
Minuten
vor Bekanntgabe der Abschlusserklärung machte der venezolanische Präsident
Hugo Chávez auf einer Pressekonferenz deutlich, dass die Schaffung der
Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten auf dem
23. Gipfeltreffen der Gruppe von Río einen Höhepunkt bei der
Verwirklichung des libertären und integrationistischen Gedankens von
Simón Bolívar darstellt: „Jetzt hier in Mexiko ein Dokument, eine
Verpflichtung, die Schaffung eines Gremiums aus Lateinamerika und der
Karibik, ohne USA, ohne Kanada (…) Jetzt, jawohl, können wir sagen,
von lateinamerikanischem Land aus, von Mexiko aus (…) ist der Traum
und der Gedanke von Bolívar wieder geboren worden“, so Chávez auf
besagter Pressekonferenz.
Chávez
bezog sich auf die vom lateinamerikanischen Forum gestellte Aufgabe an
Venezuela, die nächste Gipfelkonferenz der Rio-Gruppe im Jahr 2011 in
Caracas zu organisieren. Er dankte für diese Ehre und versicherte, dass
seine Regierung schon mit der Arbeit begonnen hat: „Für uns ist dies
eine große Verpflichtung und eine große Ehre, dass dieser Gipfel
beschlossen hat, Venezuela die große Aufgabe zuteilwerden zu lassen,
das Gipfeltreffen im Juli 2011 zu organisieren, wenn wir in Venezuela
den 200. Jahrestag der Erklärung der Unabhängigkeit feiern werden.“
In diesem Sinne erklärte sich Chávez kampfentschlossen, damit dieser
Gipfel in Caracas erfolgreich werden würde, auf dem dann die
Grundsatzdokumente für die zu bildende regionale Organisation
angenommen werden sollen..
„Von
heute an erklären wir uns kampfentschlossen zu sein, damit diese
Gipfelkonferenz ein Erfolg wie die jetzige wird (…) In Caracas wird
das Grundsatzdokument der Organisation, der Einheit, angenommen werden können“,
so Chávez gegenüber der internationalen Presse. Er hob hervor, dass
mit der neuen Organisation „es losgeht damit, dass auf dem Kontinent
und in der Welt dieses Jahrhundert nicht vom US-Imperium beherrscht
werden wird.“
Über
die Forderung Argentiniens an Großbritannien nach Souveränität der
Malwinen-Inseln sagte Chávez, dass für jetzt kein unmittelbares
Handeln vorgesehen ist. Er aber dennoch seinen Wunsch äußert, dass
London nachdenken möge und Bereitschaft zeigen sollte, mit der
Regierung in Buenos Aires zu verhandeln: „Wir erwarten, dass Großbritannien
nachdenkt (…) und sich bereit zeigt, mit der argentinischen Regierung
zu verhandeln (…) und zwar über die Rückgabe der Malwinen-Inseln an
die Republik Argentinien.“
Befragt
nach der Diskussion mit dem kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe
beim Mittagessen der Staatschefs äußerte Chávez sein Bedauern darüber,
aber es sei wichtig gewesen: „Wir sind diejenigen, die am meisten den
Zwischenfall bedauern, welcher in einer Runde vorgefallen ist, wo
etliche Stunden lang (…) Brüderlichkeit herrschte. Denn das
Mittagessen, zu dem wir im privaten Rahmen eingeladen waren, war für
das Thema Haiti vorgesehen“, ging Chávez ins Detail. Obwohl er den
Vorfall als sehr bedauerlich bezeichnete, meinte er auch, dass dies
nicht die Ergebnisse des Gipfels schmälern muss.
Dem
Journalisten, der die Frage stellte, erklärte Chávez, dass schon vor
dem Aufkommen jener Diskussion einige anwesende Staatschefs ihn darauf
aufmerksam gemacht hatten, dass Uribe ein Ausholen wegen der
handelspolitischen Spannungen zwischen den beiden Ländern vorbereitet hätte.
Insbesondere nannte Chávez da seinen Amtskollegen aus der
Dominikanischen Republik, Leonel Fernández, der ihn vor den Absichten
des kolumbianischen Regierungschefs warnte und ihn um Erlaubnis bat, mit
Uribe sprechen zu dürfen, um zu erreichen, dass er seinen Redebeitrag
zurückzieht: „Leonel (Fernández) kam zu meinem Platz und sagte mir:
‚Erlaubst Du mir, dass ich mit ihm (Uribe) rede, damit er das Recht
der Wortergreifung zurücknimmt?‘„ Chávez führte aus, dass sein
dominikanischer Amtskollege darauf bestand und erklärte „Ich bitte
Uribe auf der Grundlage dessen, was Präsident Chávez gesagt hat, sein
Recht auf das Wort zurückzuziehen, weil Präsident Chávez gesprächsbereit
ist.“
Aber
„der Präsident von Kolumbien hörte sich die Bitte gar nicht an”,
schon am Ende jenes Mittagessens. Der venezolanische Präsident
erinnerte, dass Kolumbien um das Recht auf Wortergreifung gebeten hat
„auf eine sehr befremdliche Weise, außerhalb der Geschäftsordnung
und des Ortes“, denn als zentrales Diskussionsthema war Haiti
vereinbart worden. Der kolumbianische Regierungschef begann seine Rede
„in Ruhe, niemand unterbrach ihn“. Er richtete seine Fingerzeige
gegen Venezuela mit wenig Überzeugungskraft, so Chávez. Und „es war
nicht das erste Mal“, dass dies passierte. Denn auf dem Gipfel in
Uruguay sagte der Vizepräsident Francisco Santos, dass „Venezuela uns
blockiert hat“. „Uribe kommt daher, um uns der Blockade zu
bezichtigen“, so Chávez. Chávez bestätigte, dass Uribe die
handelspolitischen Maßnahmen von Caracas gegen einige kolumbianische
Unternehmen mit der Blockade der USA gegen Kuba verglichen hat.
Chávez
hob hervor, dass er sich gezwungen sah, mit Argumenten zu antworten:
„Wie schade, dass dies nicht übertragen wurde (…) das war eine
bedauerliche Tatsache”, aber „es schmälert nicht den Sieg dieses
Gipfels und die Vereinbarung für Caracas im Jahr 2011 (…) Ich
entgegnete ihm mit Argumenten und erinnerte ihn an seinen Vergleich,
denn die Blockade der USA gegenüber Kuba ist nicht gleichzusetzen mit
der Blockade Venezuelas gegen Kolumbien. Kein Kind kann so etwas glauben
(…) Wir sind die Angegriffenen durch die Regierung Kolumbiens seit
einiger Zeit“, so unterstrich Chávez. Chávez witzelte über den
Vergleich zwischen den beiden Situationen und nannte ihn Abwegigkeiten.
Als
Beweis für die ständigen Angriffe seitens Bogotás erinnerte Chávez
daran, dass am Ende des Mittagessens der kolumbianische
Verteidigungsminister Gabriel Silva erklärte, dass die Bauernmilizen in
Venezuela „Prätorianergarden von Chávez“ seien. Die Angriffe gegen
Caracas haben nicht „einen einzigen Beweis“. Und deshalb und
angesichts der Beschuldigung von Caracas aus den Erklärungen von Santos
heraus „akzeptierte (Uribe) und entzog seinem Minister die Genehmigung
(…) Einer meiner Minister macht so etwas, und ich entlasse ihn“, so
Chávez.
Ebenso
versicherte Chávez, Vertrauen und Sicherheit zu haben, dass niemand
verhindern kann, dass Lateinamerika auf dem Weg der wirklichen Freiheit
weiter voranschreitet, denn dies „ist ein Erfordernis für alle“. Er
sagte: „Wir haben genug von so viel Kolonialjoch und davon, dass sie
uns so viele Dinge aufzwingen.“
Nachdrücklich
wies er darauf hin, dass es für eine gute Beziehung zwischen den Ländern
„ eine völlige Wiederherstellung des Vertrauens geben muss (…) aber
da fehlt die Regierung von Kolumbien, um dies zu respektieren. (…) Wir
schlagen eine neue Seite auf in Richtung Einheit (…) Wie wir auch
bereit sind, eine neue Seite mit Kolumbien aufzuschlagen“, so Chávez.
Er wies darauf hin: „Nur um Eines bitten wir: Respekt, Respekt. Damit
sie dich respektieren.“
In
seinem letzten Bezug zu dem Thema bestätigte Präsident Chávez: „Wir
sagten, was wir sagen mussten.“ Anschließend bildete sich der
Freundeskreis aus den Präsidenten der Dominkanischen Republik (Leonel
Fernández), Mexikos (Felipe Calderón), Brasiliens (Luis Inácio Lula
da Silva) und Panamas (Roberto Martinelli). Chávez hob hervor, dass er
in sein Land zurückkehren werde: „Zufrieden, nach Mexiko gekommen zu
sein. Glücklich über diesen Gipfel.“ Und er wies darauf hin, dass
„dieser Wortwechsel als Willkommen an den Präsidenten Uribe
diente“.
Quelle:
Telesur in http://www.pcv-venezuela.org/
zurück |
|
Cubadebate
zur „neuen OAS ohne USA“, dem „Gipfel der Einheit“ in Mexiko
CHAVEZ
SCHLÄGT LULA ALS GENERALSEKRETÄR VOR
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Cubadebate,
22. Februar 2010. – Der
venezolanische Präsident Hugo Chávez schlug heute vor, daß der Präsident
Brasiliens, Luis Ignacio Lula da Silva, an der Spitze des künftigen
regionalen Blocks der Länder Lateinamerikas und der Karibik ab 1.
Januar 2011 steht: „Ich schlage vor, daß Lula Sekretär werden soll.
Ich weiß nicht, wer aus diesem sich formierenden Gremium Kandidat dafür
werden wird. Da möge bitte jemand einen besseren Kandidaten als Lula
benennen.“, so Chávez auf dem „Gipfel der Einheit“, welcher heute
in der mexikanischen Maya-Riviera eröffnet worden ist.
Das
neue noch namenlose Gremium soll auf dem Folge-Gipfel in Venezuela am 5.
Juli 2011 vollendet werden. Vor 25 teilnehmenden Staats- und
Regierungschefs würdigte Chávez das Engagement von Lula als Präsident
Brasiliens: „Lula übernahm Brasilien fast ohne Reserven und übergibt
Brasilien derzeit als eines der reichsten Länder der Welt. Ich weiß
nicht, warum Lula abtritt. Gut, er wird Brasilien an Dilma (Rousseff) übergeben,
auf jeden Fall“, so Chávez.
Rousseff,
Kabinettschefin von Lula, wurde als Kandidatin von der Arbeiterpartei (Partido
dos Trabalhadores) für die Wahlen im Oktober aufgestellt. Über das
Treffen an der Maya-Riviera äußerte Chávez, daß dieser Gipfel
„gegen niemanden einberufen wurde“. Zugleich erneuerte er seine
Kritik an der „Organisation der Amerikanischen Staaten“ (OAS),
welche durch alle Länder Amerikas einschließlich der USA und Kanadas
mit Ausnahme des ausgeschlossenen Kubas gebildet wird: „Ich weiß nur,
daß die OAS für nichts von Nutzen ist. Da ist der Fall von Honduras
(Staatsstreich)“, so Chávez. Aber er meinte zugleich, daß der neue
Block „nichts hat, um was er wetteifern müsse“ mit der OAS. (1)
In
einem Klima der Zuversicht treffen sich die 25 lateinamerikanischen
Staatschefs auf dem „Gipfel der Einheit“. Auch Kubas Präsident Raúl
Castro nimmt teil. Die Abschlußerklärung wird auch eine Absage an die
Wirtschafts- und Handelsblockade der USA gegenüber Kuba enthalten.
Ebenso wird es um eine Resolution zur politischen Lage in Honduras
gehen, dessen Putschregime von zahlreichen Ländern Lateinamerikas und
der Karibik nicht anerkannt wird.
Genosse
Raúl kam kurz vor 9 Uhr morgens in Cancún / Mexiko an. Er fuhr dann
weiter nach Playa del Carmen, einem touristischen Ort in den Außenbezirken
jener Stadt Cancún, wo der Gipfel abgehalten wird.
Nach
der Begrüßungsrede des mexikanischen Präsidenten Felipe Calderón an
die anwesenden Regierungsdelegationen im Hotel Grand Velas eröffnete
der mexikanische Regierungschef das Gipfeltreffen mit einem Aufruf, daß
die lateinamerikanischen Länder ihre Anstrengungen auf die wirkliche
Schaffung eines neuen Integrationsorgans richten sollen, welches der
Region zu mehr Gewicht und politischer Stimme verhilft und die sozialökonomischen
Entwicklungsmöglichkeiten in der Region Lateinamerikas und der Karibik
verbessert: „Gemeinsam haben wir es geschafft, uns nach vorn zu
entwickeln. Aber wenn wir in unseren häufigen Auseinandersetzungen
verbleiben, dann werden wir alle nur verlieren (...) Die Integration
erfordert Einheit in den Absichten und Einheit im Handeln“, so Calderón.
Er hob desweiteren hervor, daß heute mehr denn je das Ideal des
Befreiers Simón Bolívar Gültigkeit hat, wonach ein vereintes
Lateinamerika erreicht werden muß.
„Der
beste Tribut, den wir unseren Befreiern zollen können, ist der Aufbau
einer neuen Körperschaft, die uns als Region stärkt. (...) Wir können
nicht weiterhin uneins fortfahren. Wir können nicht zur Zukunft
voranschreiten mit Erfolg auf der Grundlage unserer Differenzen“, so
Calderón.
Der
mexikanische Staatschef äußerte, daß die Einheit das stärkste Mittel
ist, um Entwicklung zu erreichen, das Wirtschaftswachstum zu erreichen
und Probleme wie die Armut und die Ungleichheit zu bekämpfen: „Wir müssen
die Demokratie, die Freiheit und die Solidarität als ein gleiches Volk
leben“, so Calderón. Er verwies darauf, daß die vollständige
Integration Lateinamerikas möglich ist in einem Rahmen der
gegenseitigen Achtung der Unterschiedlichkeit und auf der Grundlage
breiter Übereinstimmungen und Ähnlichkeiten der Völker der Region.
Am
Ende der Rede des Präsidenten Calderón und nach Eröffnung des Gipfels
versammelten sich die Staatschefs in einer ersten Plenartagung bis 14
Uhr Ortszeit. Anschließend eilten sie zum Mittagessen und widmeten sich
bis 17 Uhr einer erneuten Beratung. Der Gipfel wird bis Dienstag verlängert
werden. Vorgesehen ist die Unterzeichnung einer Erklärung mit Beschlüssen
aller Präsidenten nicht nur zur Bildung des neuen Gremiums der
regionalen Integration, sondern auch zu Themen voller diplomatischer
Spannungen wie jener zwischen Argentinien und Großbritannien wegen des
möglichen Beginns von Erdölförderungen auf den Malvinen-Inseln, was
Streitpunkt beider Seiten ist. (2)
(1)
http://www.cubadebate.cu/
(2)
http://www.cubadebate.cu/
|