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Chefpropagandist
des deutschen Kriegsministers leitet deutsche EU-Proganada –
Privatbank mit Naziverstrickung bezahlt
alles
Von
Gerd Höhne/23. November 2006
„Alfred von Oppenheim-Zentrum für Europäische Zukunftsfragen“
wolle die gesamte journalistische und wissenschaftliche
„Verwertungskette“ mit Informationen und Stellungnahmen bedienen, erklärt
der Leiter der kürzlich eröffneten Einrichtung, Jan Techau,
gegenüber german-foreign-policy.com. (siehe)
Herr
Techau „bildet“ Journalisten im Auftrag des Berliner Kriegsministers
aus, die uns dann in den Medien klar machen, wie richtig die
Kriegsbeteiligung Deutschlands ist und welche guten Taten unsere Jungs
(jetzt auch Mädchen) überall in der Welt vollbringen.
Das
ganze wird bezahlt von der „Alfred Freiherr von Oppenheim-Stiftung“,
die das alles natürlich vollkommen aus christlicher Nächstenliebe
bezahlt. Diese Stiftung ist nach dem 2005 verstorbenen Kölner
Privatbankier Alfred Freiherr von Oppenheim benannt.
In
einem Nachruf schreibt die Welt
am Sonntag (wams):
„1934 in Köln geboren, gehört Alfred von Oppenheim durch Geburt der
deutschen Hochfinanz an. Als Sproß einer einst jüdischen Familie, die im
19. Jahrhundert zum Christentum konvertierte, wurde er zugleich in ein
Land geboren, das er eigentlich nicht hätte lieben dürfen: vom braunen
Mob regiert, antisemitisch, unzivilisiert und bösartig. Trotz der Demütigungen
der Familie und deren Verfolgung im Dritten Reich war und wurde Alfred von
Oppenheim Patriot.“
Das
ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Es stimmt, Oppenheims Vorfahren
waren Juden. Sein Urahn war sogar Vetter des Jud Süß Oppenheim, der
durch den Roman von Lion Feuchtwanger „Jud Süß“ berühmt wurde.
Veith Harlan nutzte dann die Romanvorlage des aktiven Antifaschisten und
Sohn eines jüdischen Vater, fälschte wesendliche Teile und macht daraus
den antisemitischen Hetzfilm „Jud Süß“.
Die
Familie des Bankiers wurde in der Nazizeit nicht verfolgt. Sie lebten
weiter in ihrer Villa in Köln-Marienburg. In der offiziellen
Firmengeschichte werden sie als Nazigegner dargestellt. So soll die Gattin
des Bankiers beim Besuch von New York es schön gefunden haben, dass nicht
überall Nazi-Propaganda entgegen schallte. Auch trafen sie auf auf dem
Schiff die ehemaligen jüdischen, jetzt enteigneten, Teilhaber am
Bankhaus. Aber beide, der Bankier und seine Ehefrau, kehrten nach
Deutschland nach Kriegsausbruch zurück.
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Persilschein
des Nazi-Gauleiters für die Oppenheims |

Scheck
der Bank "Pferdmenges & Co" von 1938 |
Ich
glaube es gern, dass die Oppenheims keine aktiven Nazis waren. Ihnen und
auch den anderen Spitzen der deutschen Wirtschaft, sollte man nicht
unbedingt als Gesinnungstäter hinstellen. Die nazis waren ihnen zu
primitiv. Der einzige Uberzeugungs-Nazi aus den Reihen der Hochfinanz war
Fritz Thyssen und der verkrachte sich mit Hitler 1939, als der nicht
zuerst gegen die UdSSR losschlug.
Die
meisten machten das Beste aus der Situation: Riesenprofite an den
Arisierungen, der Hochrüstung, am Krieg und den geraubten Rohstoffen. Die
Industrie verdiente dann noch mal zusätzlich an den Sklavenarbeitern.
Allerdings
war der Name der Bank „Salomon Oppenheim jr. & Cie“ den Nazis zu jüdisch.
Im Mai 1938 ändert die Bank deshalb den Namen in „Pferdmenges &
Co“ (siehe). Robert Pferdmenges war
Teilhaber der Bank. Nach dem Krieg wurde er dann als Adenauer-Intimus und
als graue Eminenz dessen Politik bekannt.
Aber
schon unter dem „jüdischen“ Namen bereichte sich die Bank an
Arisierungen. In der Firmengeschichte heißt es labidar:
„Das Bankhaus Levy geht mit allen
Aktiva und Passiva auf Oppenheim über.“
Das setzte sich auch im Laufe des Krieges fort. (siehe unten)
Die
Oppenheims galten offensichtlich unter den Nazis als sog. Arier, so ein
Schreiben des Nazi-Gauleiters (siehe).
Sogar Adolf Hitler lässt von seinem Amtschef Lammers im November 1942 den
Oppenheims schreiben:
„Der Führer (hat) angeordnet, dass Ihnen
und Ihren Angehörigen aus Ihrer nicht rein arischen Herkunft keine
Nachteile erwachsen sollen…“
Ist
doch ganz interessant für eine Familie, die nach dem Krieg wieder ihre jüdischen
Wurzeln entdeckte und auf Nazigegner machte.
Diese
Bank also finanziert – aus reiner Nächstenliebe –
„Kompetenzzentrum“ für die deutsche EU-Präsidentschaft. Oder was
steckt dahinter?
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