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USA
rüsten weiter militärisch auf in Lateinamerika
ZWEI
NEUE US-MILITÄRSTÜTZPUNKTE IN PANAMA
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Panama-Stadt,
3. Oktober 2009, Tribuna Popular TP / La Jornada.-
Die USA werden weitere Marinestützpunkte in Bahía Piña
(Provinz Darién, nahe der Grenze zu Kolumbien) und Punta Coca (im Süden
der Westprovinz Veraguas) an der Pazifikküste Panamas einrichten. Darüber
informierte der panamaische Justizminister José Raúl Mulino.
In
Erklärungen gegenüber der örtlichen Tageszeitung „La Prensa“ äußerte
Mulino, dass das entsprechende Abkommen über militärische
Zusammenarbeit zwischen den USA und Panama am 30. Oktober 2009
unterzeichnet werden wird. Mulino war Mitglied der Delegation des Präsidenten
der Republik Panama, Ricardo Martinelli, welche in den USA an der 64.
Vollversammlung der UNO teilnahm.
Der
amtlichen Verlautbarung ging eine Beratung zwischen US-Staatssekretär
Hilary Clinton und Martinelli voraus, in welcher das Thema der
gemeinsamen Zusammenarbeit erörtert worden war.
Laut
Mulino wird ein bilaterales Abkommen die Einrichtung von
„Marine-Stationen“ für die USA auf panamaischen Gebiet gestatten,
um den Drogenhandel zu bekämpfen und die Küstengebiete zu schützen.
Die
Torrijos-Carter-Verträge von 1977 gewährleisteten die allmähliche
Auflösung von ca. 14 US-Militärstützpunkten und militärischen
Standorten in Panama. Sie sicherten die Wiederherstellung der Souveränität
jenes Landes über die Panama-Kanal-Zone zum 1. Januar 2000.
Unter
der auf Wahrung der unabhängigen Interessen Panamas bedachten Regierung
des verschleppten Generals Omar Torrijos zwang Panama die USA zur Schließung
der „Schule der Amerikas“, einem Trainingszentrum in Folterpraktiken
und „schmutziger Kriegsführung“, in welchem die damaligen
Diktatoren Lateinamerikas ihre fachlichen Abschlüsse erhielten.
Die
Entscheidung der konservativen Martinelli-Regierung stellt einen Rückschritt
zur Stationierung von US-Militär auf dem Land- und Seegebiet Panamas
dar.
Unter
der Regierung des vorigen Präsidenten Ernesto Pérez Balladares
(1994-1999) wurde ein Vertragsentwurf zur Einrichtung eines von den USA
geleiteten mehrstaatlich getragenen Antidrogenzentrums abgelehnt.
Panama
bildet einen Teil des „Mérida-Plans“, welcher von Washington gegen
die Drogen- und Waffenschmugglerbanden vorangetrieben wurde und ein
politisches Bündnis mit Mexiko und Kolumbien zur Bekämpfung des
Terrorismus einschließt.
Kolumbien
kündigte im vergangenen Juli an, dass die USA sieben Militärstützpunkte
auf seinem Staatsgebiet nutzen können, was von den Ländern der Region
und insbesondere Venezuela als Nachbarstaat Kolumbiens entschieden
abgelehnt wurde.
Quelle:
http://www.jornada.unam.mx/
in:
http://www.pcv-venezuela.org/ |