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Die
Schelte des grasfressenden Papierlöwen oder
Ein
Attac-Mann1 mit Friedenspalme hängt sich selbstgefällig die Richterrobe
um
Der Fall
Felix O
von
Günter Ackermann
Vorweg:
Ich zitiere unten Felix Oekentorp. Der war mal Sprecher der DFG-VK und ist nun hauptamtlicher Gruppenbetreuer bei
Attac (siehe Ergänzung), seine Aufgabe ist
es also, Attac-Gruppen auf Vordermann zu bringen.
Einer
seiner Vorgesetzten bei Attac, Sven Griegold, drohte vor knapp einem
Jahr der Friedensbewegung, Attac wolle die Koordination des
Ostermarsches übernehmen, damit dieser effektiver werde. (siehe)
Diese Anmaßung wurde damals zurück gewiesen.
Aber
offensichtlich ist Oekentorp der Mann für die „Attac-Gruppe“
Friedensbewegung, die es auf Vordermann zu bringen gelte. Oekentorp
- gemeinsam mit dem Sprecher der DFG-VK Jürgen
Grässlin, an dessen Pamphlet Oekentorp wohl mitgewirkt hat
(siehe)
- spielt sich als
der auf, der entscheidet, wer in der Friedensbewegung ein Verbrecher
ist.
Ich
habe Oekentorps Text auf das Wesentliche zusammen gekürzt. Das, was
davor steht, ist nur Gesabber und/oder unleserlich, soll wohl nur dazu
dienen, die wahren Hämmer seines Textes zu vernebeln. Wer sich den
Originaltext trotzdem antun will, der kann ihn hier lesen (siehe).
Wir haben dem Text die Verkleidung runter gerissen, nun steht das da,
worauf es ankommt:
„Widerstand
Ja - Aber ausschließlich Gewaltfrei
(...)
Die derzeit (Mitte Dezember 2003) von einzelnen
sich friedensbewegt nennenden Menschen propagierte Sammlung zu Gunsten
des bewaffneten Widerstands gegen die US-Besatzung ist ebenfalls
verbrecherisch. Weder ist die hinter diesen Anschlägen stehende
Motivation unterstützenswert (fundamentalistisch geprägte Islamisten
sind weder demokratisch noch emanzipatorisch), noch sind feige Anschläge
wie gegen das Rote Kreuz etwas anderes als Mord. Ein Unrecht
rechtfertigt niemals das andere.
Salonrevolutionäre, die im Wohlstandswesten Zeit ihres
Lebens kein einziges Kriegsopfer noch Opfer von Selbstmordattentaten mit
eigenen Augen gesehen haben, und die in scheinbar romantischer
Verklärung ihren Antiamerikanismus mit der Sammlung von Geld für
Waffen ausleben, sind bedauernswert. Friedensfreunde
sind diese Leute nicht.
Bochum,
15. Dezember 2003 Felix Oekentorp“ (Schreibweise aus dem Original)
Da
haben wir es wieder, was der DFG-VK-Sprecher Grässlin schon schrieb:
Wer für nationale Befreiungskämpfe eintritt, gehört nicht in die
Friedensbewegung. Oekentorp, der bekanntlich auch am Grässlin-Text
mitgeschrieben hat, geht weiter:
„Die
derzeit (Mitte Dezember 2003) von einzelnen sich friedensbewegt
nennenden Menschen propagierte Sammlung zu Gunsten des bewaffneten
Widerstands gegen die US-Besatzung ist
ebenfalls verbrecherisch.“
Unser
Friedenfreund Felix meint offensichtlich: Wer
sich für die Unterstützung von Befreiungskämpfern einsetzt, ist ein
Verbrecher.
Grässlin
war da vorsichtiger, er hatte sie nur – unter Übertretung seiner
Kompetenzen – aus der Friedensbewegung ausgeschlossen - Oekentorp fällt
ein Urteil: Verbrecher sind sie!
Denken
wir mal weiter: Der gegenwärtig wichtigste Befreiungskampf weltweit
findet in Palästina statt. Dort gibt es auch die Selbstmordaktionen.
Ich billige diese nicht, aber der Kampf der Palästinenser, auch der
bewaffnete, ist ein gerechter Kampf. Unterstützen wir – und die
Friedensfreunde, die für die palästinensischen Rechte eintreten –
Terroristen? Sind wir – oder auch die, die auf Seiten des Volkes von
Palästina stehen – jetzt auch Verbrecher? Laut Oekentorp sind wir
Verbrecher. Verbrecher aber müssen von der Polizei verfolgt werden.
Fordert das Oekentorp?
Noch
was ist verräterisch am Oekentorp-Text: „Salonrevolutionäre, die
im Wohlstandswesten Zeit ihres Lebens kein einziges Kriegsopfer noch
Opfer von Selbstmordattentaten mit eigenen Augen gesehen haben, und die
in scheinbar romantischer Verklärung ihren Antiamerikanismus mit der
Sammlung von Geld für Waffen ausleben...“ schreibt unser
Friedenfreund mit Gehaltszahlung von Attac (siehe
Ergänzung) .
Ich
entgegne: Der Salonfriedensfreund und Sammler von Stadionprogrammen
von Fußballstadien (siehe)
hat in einer maßlosen Überschätzung seiner Bedeutung von etwas geschrieben, wovon
er keine Ahnung hat –
oder weil er böswillig ist.
Da
fallen die Mörderbanden im Dienste der US-Ölkonzerne in US-Uniformen
in den Irak ein, zerstören das Land und seine Infrastruktur, töten
irakische Soldaten und Zivilisten, führen sich dort auf wie die
Herrenmenschen, provozieren und fördern den Raub von Kunstschätzen,
die dem irakischen Volk und der gesamten Menschheit gehören, rauben die
Reichtümer des Landes, die Erdölquellen, aus, entmündigen die Iraker,
setzen international gesuchte Kriminelle, ihre Kollaborateure, als
Scheinregierung ein und nun soll, wenn sich die Iraker dagegen zur Wehr
setzen, das ein Verbrechen sein? Soll die Unterstützung dieses Volkes
verbrecherisch sein?
Du
spinnst doch, Felix Oekentorp! Nein,
du spinnst nicht, du meinst es so.
In
maßloser Überschätzung deiner Bedeutung spielst du dich als Richter
über die Menschen auf, die aus Notwehr und Verzweiflung handeln. Man
mag mit den einzelnen Aktionen nicht einverstanden sein, man mag manche
politischen Strömungen aus dieser Bewegung nicht mögen, was aber bleibt, ist die Tatsache,
dass sie gegen Verbrecher, gegen den Mord, gegen Raub kämpfen.
Du
redest in deinem Geschreibsel, dass die „Salonrevolutionäre“, also
die Antiimperialisten, aus „Antiamerikanismus“ handeln.
Das
weckt in mir Assoziationen: Mit genau diesem Argument gehen die
„Antideutschen“ vor. Alle, die sich gegen die US-Politik wenden,
sind antiamerikanisch und/oder antisemitisch.
Weht
aus der Ecke der Wind? Ivo Bozic ist einer der Autoren der Panorama-Sendung und
Ivo Bozic ist Redakteur und Mitherausgeber der Jungle World, einer
Zeitung, die eindeutig antideutsche Positionen vertritt.
Wer
sich die Sendung angesehen hat und/oder den Text im Internet gelesen, der muss den
manipulativen Charakter erkannt haben. V.a. auch, wenn er über das
Geschehen gut informiert ist - Oekentorp und Grässlin sind gut
informiert – und wenn er Insiderwissen über die Friedensbewegung hat.
– auch das haben beide.
Panorama
kritisch zu sehen, wäre das Mindeste gewesen. Aber Oekentorp/Grässlin
übernehmen die Lügen der Sendung und tun so, als wären es
Tatsachen.
Sind
die beiden so naiv und blauäugig und: wie kommt Oekentorp mit der
Behauptung, das Motiv sei Antiameriakanismus der Antiimperialisten?
Beweise legt er nicht vor.
Für
mich schließt sich hier der Kreis: Unter dem Vorwand hier würden
verbrecherische Kräfte unter dem Dach der Friedensbewegung Waffenkauf
finanzieren, werden Linke denunziert. Es wird eine manipulative und lügenhafte
Fernsehsendung, an der antideutsche Knallköppe maßgebend mitgewirkt
haben, also solche, die bekanntlich in Wirklichkeit die ganzen
Schweinereien der USA und Israels für richtig halten, einschließlich
deren Kriege in Palästina, Afghanistan und anderswo, kritiklos übernommen
und Oekentorp/Grässlin maßen sich ein Urteil an, dessen „Beweise“
die Lügen von Panorama sind.
Ihr
Urteil ist folgerichtig: Das sind keine Friedenfreunde, es sind
Verbrecher.
Man
braucht übrigens nicht viel Grips zu haben, wenn man annimmt,
das Geld sei nicht für Waffenkauf bestimmt. Denn nach dem Irak Waffen zu
liefern, hieße Eulen nach Athen tragen. Waffen haben die Iraker genug,
sie brauchen Geld für Kindernahrung, Medikamente, Krankenhausausrüstung
usw. Liegt hier das verbrecherische des Tuns der Spendensammler?
Es kann jedoch nicht Aufgabe sein, vorzuschreiben, was
mit dem gespendeten Geld geschieht. Wir sind nicht die Lehrmeister der Völker
der Welt – auch der eitle Attac-Angestellte Oekentorp (siehe
Ergänzung) nicht.
Aber
offenbar meinen die Friedensengel Oekentorp/Grässlin genau das.
Noch
was zum Schluss: Mir ist
nicht bekannt, dass der Attac-Aktivist und Attac-Instrukteur Oekentorp (siehe
Ergänzung) bisher auch nur einen Satz darüber vergeudet hat, gegen eine seiner Vorfrauen, Simone George
(Vizepräsidentin Attac-France und weltweit Vorfrau von Attac).
Sie hatte George Bush für den Afghanistan-Krieg gedankt.
Sie
sagte nämlich damals: „"Ich habe
mich geirrt, als ich das amerikanische Bombardement Afghanistans
kritisierte. (...) Es lohnte sich zu tun, um die Taliban loszuwerden.
... Ich möchte George Bush danken. Er hat gezeigt, dass es möglich
war, die Terroristen und ihre Basen zu erreichen."
("Svenska Dagbladet", Stockholm, zitiert nach "Courrier
international" Nr. 585 (17.-23. Januar 2002).
Klar,
Frau George ist keine Verbrecherin, die amerikanischen Bomben sind auch
kein Verbrechen und Oekentorp hat sich auch nie distanziert.
Ergänzung:
Nach eigenen Angaben ist Felix Oekentorp seit Juli micht
mehr bei Attac beschäftigt.
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