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10 Jahre 9/11

Der US-Imperialismus ist ein Papiertiger

von Tolja Tokarev

Quelle:  Kommunistische Initiative Österreichs 11.09.2011
auf Kommunisten-online am 13. September 2011 –3000 Menschen starben, als am 11. September 2001 zwei entführte Passagiermaschinen in die Zwillingstürme des Word Trade Center in New York krachten. Die Entführer stammten mehrheitlich aus Saudi-Arabien, viele von ihnen waren im Bosnienkrieg als Freiwillige aktiv an Massakern an der serbischen Bevölkerung beteiligt. Bis heute stellt sich die Frage wie dieser Anschlag möglich war. Von einer stillen Duldung durch bestimmende Teile der US-Elite muss ausgegangen werden.
Ein durch Wahlbetrug an die Macht gekommener Präsident wurde nach den Anschlägen zum Verteidiger der Nation und verfügte nunmehr über den besten Vorwand für mehrere Kriege. Afghanistan, das Rückzugsgebiet der Al-Kaida, beherrscht von den Taliban, war binnen kurzen erobert und besetzt. Der nächste – längst geplante – Schlag folgte gegen den Irak.

Die Bilanz: Hundertausende getöte Iraker, 40.000 Tote in Afghanistan, 600.000 heimgekehrte US-Soldaten in medizinischer Betreuung, 18 Selbstmorde von Veteranen pro Tag, Aufhebung der Bürgerrechte am Parlament vorbei, Folterlager für „Verdächtige“ in Guantanamo, eine total geschwächte US-Ökonomie und ein astronomisches Budgetdefizit. Die Militärausgaben der USA für die Kriege im Irak und Afghanistan beliefen sich von 2002 bis 2009 auf 1469 Milliarden Dollar. Sämtliche Kriegskosten wurden auf Kredit finanziert.

Wie einst das Imperium Romanum – das auf der Basis von Krieg und der Ausbeutung und Vernichtung ganzer Völker die über Jahrhunderte herrschende Macht der Spätantike war, um am Ende doch ökonomisch, politisch und militärisch zu kollabieren – hat der US-Imperialismus seinen Zenit überschritten. Er ist ein Papiertiger:
Ebenso wie es nichts auf der Welt gibt, das nicht eine Doppelnatur hätte (das ist eben das Gesetz der Einheit der Gegensätze), so haben auch der Imperialismus und alle Reaktionäre eine Doppelnatur: sie sind wirkliche Tiger und zugleich Papiertiger. (...) Einerseits sind sie echte Tiger, die Menschen fressen, Millionen und aber Millionen Menschenleben vernichten. (…) Letzten Endes aber haben Sie sich in Papiertiger, in tote Tiger, in butterweiche Tiger verwandelt. Das sind historische Tatsachen. (…) Somit muß man von ihrem Wesen her, aus einer langen Perspektive, in strategischer Hinsicht den Imperialismus und alle Reaktionäre als das betrachten, was sie in Wirklichkeit sind – als Papiertiger. Darauf müssen wir unser strategisches Denken gründen. Anderseits sind sie aber wiederum lebendige, eisenharte, wirkliche Tiger, die Menschen fressen können. Darauf müssen wir unser taktisches Denken gründen.
Mao Tse Tung (Rede auf der Tagung des Politbüros des ZK der KP Chinas in Wutschang, 1. Dezember 1958)

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