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Kurze
Vorbemerkung Roter Webmaster:
Kommunisten-online
vom 17. Juli 2011 - ch habe mich etwas im Internet umgesehen über
James Petras und das gefunden, was ich zu finden gewiss war:
Die
Zionistischen Rassisten und Kriegsverbrecher bezeichnen ihn als
Antisemiten und Relativier der Naziverbrechen in Auschwitz. Und das,
weil Petras die Machenschaften zionistischer Kreise in den USA aufdeckte
und geißelte.
Denen
fällt wirklich nichts Neues ein: Jede qualifizierte Kritik am Zionismus
ist antisemitisch. Dabei interpretieren sie Antisemitismus auch noch
falsch. Denn die Semiten sind Völker einer Sprachgruppe im mittleren
Osten – der semitischen Sprachen.
Dazu gehören die Araber und die Juden und die aramäisch sprechenden Völker.
Antisemitismus wäre also mehr, als Antijüdisch, aber die Zionisten
setzen es gleich.
Weiterhin:
Die Zionisten behaupten, sie seien die legitimen Sprecher aller Juden.
Wenn nur Juden Semiten sind, die Zionisten aber gleich die Juden in
allen Ländern, dann ist jede Kritik an der Zionisten angeblich
antisemitisch. Sie machen es sich sehr einfach.
Richtig
ist aaber: Zwar sind alle Zionisten Juden , aber nur eine Minderheit der
Juden weltweit sind Zionisten. Ja, die entschiedensten Kritiker des
Zionismus sind Juden. Ich erinnere nur an den greisen Uri Avneri und den
weltbekannten Wissenschaftler Niam Chomsky, den deutschen
Wissenschaftler Prof. Rolf Verleger und viele andere.
Die
zionistischen Kriegsverbrecher und Rassosten beschmutzen mit ihrem
Anspruch, sie allein seien die legitimen Sprecher aller Juden, das
Ansehen der Juden in allen Ländern
und fördern somit sogar Judenfeindlichkeit.
Man
muss das Kind beim Namen nennen und Verbrecher Verbrecher, Mörder
Mörder und Rassisten Rassisten nennen. All das sind die Zionisten, das
ist keine Relativierung der Verbrechen von Auschwitz, sondern wirkliche
Solidarität mit den Opfern dieser Verbrechen. Die Zionisten
missbrauchen die Opfer der Shoa für ihre Verbrechen und ziehen damit
deren Andenken in den Schmutz.
Und
noch etwas: Mir sagte – ich war damaals sehr junger FDJ-Funktionär in
der DDDR – ein alter Kommunist, der im Zuchthaus unter den Nazis saß
und in Spanien für die Republik gekämpft hatte:
„Es
gibt kein e Rassengrenzen für uns Kommunisten – nur
Klassengrenzen!“
Gleich,
wer die Konzerne führt, gleich, wer die Banken kommandiert, ob Christ,
Jude, Buddhist, Moslem, Glaubensloser oder sonst wer: Sie gehören zur
Bourgeoisie und sind unsere Feinde.
G.A.
Kommunisten-Online
veröffentlicht die Übersetzung der Zusammenfassung eines Buchs von
James Petras, welches den Titel „Die Macht Israels und den USA“ hat
und umfassend bestens recherchierte Fakten und Hintergründe zu diesem
Thema liefert, die weitgehend von niemandem wahrgenommen werden. Wir veröffentlichen
eingangs die Rezension der Einleitung zu diesem Buch, dann seinen
„Teil 1 - Die zionistische Macht in den USA“ mit auch erhellenden
Fakten zur Vergewaltigung des Libanons durch Israel, dann seinen „Teil
2 - Israel und der Krieg im Mittleren Osten“, dann „Teil 3 -
Experten für Terror oder terroristische Experten“, dann „Teil 4 -
Noam Chomsky und die pro-israelische Lobby“.
Wir
beginnen hier mit der Einleitung zu diesem Buch.
Buch
von James Petras in einer Rezension vom 26.10.2006
„DIE
MACHT ISRAELS UND DER USA“
von
Stephen Lendman
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke
Auf
Kommunisten-online am 17. Juli 2011 In
„Information Clearing House“ vom 26.10.2006 heißt es: James Petras
ist Prof. em. für Soziologie an der Binghamton Universität von New
York. Er ist ein bekannter Akademiker der Linken in den USA und ein
angesehener Fachmann für Lateinamerika sowie langjähriger Chronist der
Kämpfe der Völker auf dem amerikanischen Kontinent.
James
Petras berät die Organisation landloser Bauern in Brasilien und die
Arbeitslosenbewegung in Argentinien. Er schaffte es, hunderte Artikel zu
verfassen. 62 Bücher von ihm wurden in 29 Sprachen veröffentlicht.
Darunter sein letztes Buch, in welchem es um den Mittleren Osten geht.
Auch diese bewegte Region kennt er bestens. Er widmet sich dabei
besonders dem Staat Israel und seinen Beziehungen mit den
Nachbarstaaten, vor allem den Palästinensern, aber auch, und das ist an
seinem Buch hervorzuheben, den Beziehungen zwischen Israel und den USA.
Petras'
großartiges Buch erschien unter dem Titel „Die Macht Israels in den
USA“. Es ist ein Werk der Epik, eine Pflichtlektüre für
Interessierte an dieser Thematik. In seinem Buch dokumentiert er den
gewaltigen Einfluß der jüdischen Lobby auf die US-Politik im Mittleren
Osten. Wie ein Laser konzentriert er sich auf die Bestätigung, daß die
US-amerikanische Politik mit Israels langfristigem Ziel der Erringung
der Vorherrschaft in der Region des Nahen und Mittleren Ostens völlig
konform geht. Der Einfluß der jüdischen Lobby ist breit und tief
genug, um US-Regierungsbeamte der höchsten Ebenen, die Geschäftskreise,
die Akademie, den Klerus in den USA (und dabei vor allem die dominanten
christlichen Fundamentalisten bzw. christlich-zionistischen Kreise)
sowie die Massenmedien zu umfassen. Petras zeigt auf, wie sie alle
zusammen die vollständige und bedingungslose Unterstützung der USA für
alle Elemente der Tagesordnung des zionistischen Staates Israel bereits
seit Jahrzehnten selbst dann gewährleisten konnten und können, wenn
jene Tagesordnung des zionistischen Staates Israel die US-Interessen
beeinträchte, wie es der Fall beim nicht gewinnbaren Krieg im Irak
gewesen ist, oder wie es der Fall bei einem künftigen Kriegsabenteuer
der USA gegen Iran sein würde, oder auch bei der erschreckend brutalen
Unterdrückung und Kolonialisierung des palästinensischen Volkes, was
den US-Interessen nirgendwo dient. Darüber hinaus kann diese jüdische
Lobby die USA so weit steuern, daß die USA bedingungslos mit Israel
zusammengehen und dabei keinerlei ernsthafte Opposition dulden.
Das
Buch gliedert sich in vier Teile. Die Zusammenfassung wird jeden einzeln
behandeln. Und was da angesprochen wird, überrascht wohl jeden mit den
sorgfältig aufgeführten Dokumenten nicht vertrauten Leser. Petras legt
in seiner Einleitung auf den Tisch, was in den späteren Artikeln kommen
wird. Er stellt fest, was der Autor JJ. Goldberg in seinem Buch „Jüdische
Macht innerhalb des jüdischen Establishments“ berichtete.
Goldberg
schrieb in den 1990er Jahren, daß 45% der Wahlkampfspenden für die
Demokratische Partei und 25% der Wahlkampfspenden für die
Republikanische Partei in den USA von den jüdisch finanzierten
Politischen Aktionskomitees (PACS) kamen. Petras aktualisierte diese
Zahlen und stützte sich dabei auf die von Richard Cohen in der
Washington Post veröffentlichten Angaben, wo sie mit 60% zugunsten der
Demokraten und 35% zugunsten der Republikaner angegeben werden. Dort
wird auch aufgezeigt, daß diese Spenden nur einer einzigen Sache im
Kern dienen: der bedingungslosen Unterstützung der USA für Israels
Tageesordnung. Dies einschlielich jener Teile der Tagesordnung Israels,
wo es um die Menschenrechtsaktivisten und -beobachter geht, welche vorsätzlich
als rechtswidrig und krass abgestempelt werden. Petras hebt hervor, daß
keine andere Lobby in den USA einschließlich der der großen
Pharmakonzerne, des großen Ölkonzerne, der großen Agrargeschäftskreise
oder sonstige diese Art vorherrschenden Einfluß auf die politischen
Prozesse in den USA ausübt. Er verweist auf die
zionistisch-konservativen Ideologen und Politikmacher, deren Hauptziel
darin besteht, den Mittleren Osten zur „US-Israelischen Geschäftsspäre“
mit dem Täuschungsetikett des Förderns der Demokratie in der Region zu
machen, und zwar mit vorgehaltenem Revolver!
Petras
erklärt die Wurzel der Lobby-Macht. Sie liegt im hohen Anteil jüdischer
Clans in den an Vermögen und Einfluß reichsten Kreise in den USA. Er
zitiert da das Forbes-Magazin, welches berichtet, daß 25-30% der
reichsten Familien in den USA jüdisch sind. Dies trotz der geringen
Prozentzahl von Juden an der Gesamtbevölkerung der USA. Darunter sind
Milliardäre mit gewaltigem Einfluß, die zusammen mit allen anderen
Angehörigen der jüdischen Lobby eine „Tyrannei Israels über die
USA“ begründet haben, aus welcher sich Folgewirkungen ergeben, die
schwerwiegend genug sind, den Frieden und die Stabilität der Welt, die
Weltwirtschaft und die sehr nahe Zukunft der Demokratie in den USA zu
bedrohen.
Die
Demokratie in den USA mit ihren verfassungsmäßig geschützten Bürgerrechten
hängt derzeit nach Absegnen des Military Commissions Act, bekannt als
Gesetz zur Genehmigung von Folter oder noch konkreter als „US-Gesetz
der Außerkraftsetzung der Verfassung“ am seidenen Faden und macht
jederman überall zum „feindlichen Kämpfer“, zur Zielperson für
Festnahme und Inhaftierung außerhalb des Blickwinkels irgendwo in der
Welt ohne Gewährung all der nicht länger garantierten Bürgerrechte
der USA. Das neue Gesetz wird auch auf US-Bürger angewendet, wie der
Fall von Jose Padilla zeigte. Die USA haben damit den Rechtsgrundsatz
Habeas und ihre Gerichtsbarkeit eingebüßt, auch wenn all dies
technisch noch da ist,
Durch
die Macht der jüdischen Lobby haben laut Petras' Bericht die USA
bedingungslos Israels aggressive Kriege seit 1967 unterstützt. Der
Einfluß der jüdischen Lobby führte auch zum Golfkrieg 1991 und zum
zweiten Irak-Krieg 2003, der jetzt für die USA außer Kontrolle geraten
ist und von etlichen US-Beobachtern für nicht gewinnbar gehalten wird,
so daß seine Fortsetzung nur möglicherweise nicht wiedergutzumachende
Schäden für die USA und politische Probleme mit sich bringen würde.
Dennoch geht er immer noch weiter und gibt es keinen Plan, ihn zu
beenden. Die jüdische Lobby gewährleistet auch die bedingungslose
Unterstützung der USA für Israels rechtswidrige aggressive Kriege
voller Verwüstungen gegen den Libanon und gegen die Palästinenser,
deren schreckliche Folgen ungelöst zurückbleiben. Der Palästina-Konflikt
wütet immer noch unter dem Radar. Und der Status des Libanon hängt am
seidenen Faden mit der jederzeit gegebenen Entscheidung Israels zu einer
Wiederaufnahme der Feindseligkeiten. Aber die Zündung des Pulverfasses
Mittlerer Osten wird auf ihrem Höhepunkt den USA und / oder Israel die
Möglichkeit geben, den Iran anzugreifen, nur weil Israel dies will und
die jüdische Lobby in den USA ihre mächtige Unterstützung dafür
einsetzt. Mehr zu diesem Thema sowie Libanon und Palästina weiter
unten.
Heute
ist die Lage im Mittleren Osten so schlimm, daß laut Petras' Auffassung
die große Mehrheit der Europäer und eine wachsende Zahl der
US-Amerikaner glauben, daß Israel die größte Bedrohung für den
Weltfrieden und die Stabilität ist. Dessen ungeachtet hat die
Bush-Regierung mit Unterstützung durch die jüdische Lobby ihre europäischen
Partner dazu getrieben, ihre kompromißlose Unterstützung für den
Staat Israel trotz aller offenkundig von ihm ausgehenden Gefahren
fortzusetzen. In den USA wird jede öffentliche Debatte dazu abgewürgt,
sofern sich Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens oder Akademiker
überhaupt an dieses Thema herantrauen. Wer da Wahrheiten äußert, wird
an den Pranger gestellt, der Lächerlichkeit preisgegeben, als
antisemitisch verschrien und auch bedroht. Keine ernsthafte Abweichung
wird in den Medienkonzernen oder ihren Radiostationen geduldet.
In
diesem Zusammenhang ist keine Publikation noch zweckdienlicher, ein noch
größeres und einflußreich unterstützendes Sprachrohr als die New
York Times. Das hat Bedeutung, denn ihre Geschichten verursachen
Resonanz überall in den USA und weit in die Welt hinaus. Diese
dominierende Zeitung verspricht bedingungslose Unterstützung und Treue
zum Staat Israel, ganz gleich was Israel gerade tut. Die übrigen großen
Massenmedien setzen ohne jedes Nachfragen regelmäßig einseitige
pro-israelische „Israel-über-alles-in-der-Welt“-Propaganda in das
öffentliche Blickfeld und lassen dabei keinerlei Äußern
oppositioneller Standpunkte zu. Dies nennt sich in den USA dann freie
Presse, welche eigentlich nur frei für jene ist, die diese Pressemedien
besitzen. Der Zustand dieser von Konzernen besessenen Medien in den USA
ist nun mehr so erbärmlich, daß Reporter ohne Grenzen (eine für die
Pressefreiheit sich einsetzende Nichtregierungsorganisation) die USA auf
Platz 53 in Sachen Pressefreiheit einstufte, d.h. noch hinter Ländern
wie Benin, Namibia, Jamaika, Frankreich und Bolivien.
James
Petras ist eine mutige unabhängige Stimme des anderen Amerikas. Er
setzt sich mit dieser beunruhigenden Entwicklung auseinander und
widersetzt sich ihr. Er stellt dies in seinem sorgfältig recherchierten
Buch eindrucksvoll unter Beweis. Dort gibt es kein Pardon bei der Bekämpfung
der Verlogenheit, des Betrugs und der Gefahr, die von der jüdischen
Lobby, ihrer Anhängerschaft und ihren willigen Mitläufern sowie den
korrupten großen Medien in den USA ausgehen. In seiner Einleitung ruft
James Petras zu einer „Bewegung gegen die Hegemonie“ auf, um die USA
von den zerstörerischen „israelischen Verwicklungen“ freizumachen.
Es ist erforderlich zu beginnen, die Demokratie und die bürgerlichen
Freiheiten in den USA wieder aufzubauen, die irgendwo zwischen
Lebenshilfe und Krematorium steckengeblieben sind. James Petras selbst
sagt dazu, daß sein Buch die bescheidenste Anstrengung ist, um dieses
Ziel zu erreichen. Wegen der wichtigen Informationen in diesem Buch ist
es jedoch weitaus mehr als dies. Es braucht eine breite Veröffentlichung,
damit das Volk davon Kenntnis erhält. Hoffentlich hilft diese
Zusammenfassung, einige Menschen aufzuwecken und sie Näheres
herausfinden zu lassen.
Es
folgt:
Teil
1 - Die zionistische Macht in den USA
Quelle:
http://www.wake-up-america.net/T
|
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Kommunisten-Online
veröffentlicht die Übersetzung der Zusammenfassung eines Buchs von
James Petras, welches den Titel „Die Macht Israels und der USA“ hat
und umfassend bestens recherchierte Fakten und Hintergründe zu diesem
Thema liefert, die weitgehend von niemandem wahrgenommen werden. Wir veröffentlichen
eingangs die Rezension der Einleitung zu diesem Buch, dann seinen
„Teil 1: Die zionistische
Macht in den USA“ mit auch erhellenden Fakten zur Vergewaltigung des
Libanons durch Israel, dann seinen „Teil 2 - Israel und der Krieg im
Mittleren Osten“, dann „Teil 3 - Experten für Terror oder
terroristische Experten“, dann „Teil 4 - Noam Chomsky und die
pro-israelische Lobby“.
Fortsetzung:
Teil
1:
Die
zionistische Macht in den USA
verfaßt
von Stephen Lendman
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke
auf
Kommunisten-online am 20. Juli 2011 – James Petras beginnt mit
einer Diskussion darüber, wer die Lüge zusammenbastelte, daß Irak die
nationale Sicherheit der USA bedroht, und warum diese Lüge erfunden und
in die Welt gesetzt worden ist. Er erwähnt in diesem Zusammenhang zwei
miteinander konkurrierende Kanäle von Politikmachern und Beratern, die
seit langer Zeit traditionell vorhandene formale Karrierestruktur im
militärischen und zivilen Fachkräftebereich bei Pentagon und Außenministerium
auf der einen Seite und auf der anderen Seite einen parallel
verlaufenden Weg der Neo-Konservativen von der Bush-Regierung für nur
einen einzigen Zweck im Pentagon, wo politische Beamte über das
„Sonderplanungsbüro“ (Office for Special Plans - OSP) eingesetzt
sind und eingesetzt werden. Es war der Job des OSP, die Bücher
auszukochen, mit der Idee der Massenvernichtungswaffen aufzuwarten und
zugleich die klare Beweislage zugunsten des Gegenteils zu ignorieren und
eine betrügerische Anklage für den Krieg gegen Irak zu ersinnen. Die
Beamten dafür stammen aus den Mitarbeiter- und Kommandostäben von
Donald Rumsfeld und Paul Wolfowitz. Sie standen in enger Verbindung mit
einer Anzahl einflußreicher neo-konservativer und pro-israelischer
Organisationen. Sie planten den auf Lügen gegründeten Kriegsablauf,
weil Israel diesen Krieg für seine Sicherheit und seine Vorherrschaft
in der Region haben wollte, und zwar beginnend mit dem Sturz von Saddam
Hussein und anschließend Regimewechseln in Syrien, Libanon, Iran und
auch Saudi-Arabien.
James
Petras weist darauf hin, daß sich dieser Krieg im wesentlichen entgegen
der verbreiteten Meinung ereignete und auf die Bemühungen der jüdisch-zionistischen
Lobby, welche die Interessen Israels vertritt, zurückzuführen ist. Die
großen Ölbosse widersetzten sich der Idee, weil sie fürchteten, daß
das Angreifen Iraks ihre Geschäftsperspektiven mit den anderen ölproduzierenden
Staaten in der Region gefährden könnte. Aber dennoch bekamen Israel
und die jüdisch-zionistische Lobby ihren Krieg, ganz abgesehen vom
Erzielen hoher Einnahmen aus den hohen Ölpreisen. Die großen Ölbosse
können langfristig als Verlierer dabei abschneiden. Die Ölinteressen
der USA bevorzugen Stabilität und normale Beziehungen mit Ländern, in
denen sie Geschäfte machen oder dies vorhaben zu tun. Sie fühlten sich
sehr wohl im Geschäft mit Saddam Hussein und wollten da keinen Krieg
riskieren, welcher ihre Profite irgendwie stören könnte. Ihre Befürchtungen
erwiesen sich als gerechtfertigt, denn der von ihnen befürchtete Krieg
brachte dermaßen ungelöste innere Turbulenzen in Irak mit sich, daß
es zu gefährlich und zu unprofitabel wurde, dort neue Geschäftsfelder
zu erschließen, - mit vielleicht der Ausnahme des kurdisch beherrschten
Nordens des Iraks. Die großen Ölbosse rieben sich auch daran, daß
ihnen derzeit nicht gestattet ist, mit den Iranern Verträge
auszuhandeln, sondern dies den Europäern und anderen Konkurrenten überlassen
worden ist, nachdem die US-Sanktionen sie daran hindern, im Iran geschäftstätig
zu sein. Es ist schon schwer sich vorzustellen, daß die Interessen der
Ölbosse mit der Kriegstreiberei der USA und Israels im Mittleren Osten
übereinstimmen. Aber die Ölbosse wagen nicht, öffentlich dagegen
aufzumucken.
James
Petras vermerkt, daß es da niemals eine zugelassene öffentliche
Diskussion über jenes Beziehungsgeflecht gibt noch jemals geben wird.
Vor allem wird jeder Hinweis auf die Tatsache, daß die USA den Irak im
Dienst Israels angriff, nicht zugelassen. Es würde eine ungeheure Menge
dieser Hinweise geben, schon weil die Kriege im Irak und in Afghanistan
Hundertmillionen Muslime und alle Menschen mit etwas Sachkenntnis
weltweit empört haben. Sie haben mit sich gebracht, daß die USA als
Paria-Staat angesehen werden, daß George Bush als gefährlicher und
moralisch verdorbener Präsident einer gescheiterten Regierung
betrachtet wird. Er und seine engsten Mitstreiter wie Richard Cheney und
Donald Rumsfeld stoßen in der ganzen Welt auf Ablehnung, dies zunehmend
auch im eigenen Land, wie sich mit den vielen tausenden Menschen zeigte,
die am 5. Oktober in über 200 US-Städten auf dem „Die-Welt-kann-nicht-warten-Tag
/ Verjagt das Bush-Regime“ auf den Straßen standen. Die Kosten der
Bush-Kriege überstiegen jede möglichen Erlöse aus diesen Kriegen, die
US-Sicherheit ist dabei aufs Spiel gesetzt worden, der Zustand der USA
wurde beeinträchtigt, und einige Analysten schätzen die Kosten des
abenteuerlichen Irak-Kriegs für die USA auf 2 Billionen Dollar. Diese
Summe ist äußerst schädlich für die US-Wirtschaft und besorgt
derzeit die wichtigsten Unternehmer und die zuständigen
Regierungsbeamten in höchstem Maße.
Der
einzige klare Nutznießer der Bush-Kriege ist Israel. Israel schaltete
seinen Hauptgegner in der Region und dessen politische und
wirtschaftliche Unterstützung für die Palästinenser aus. James Petras
weist darauf hin, daß der Irak zusammen mit Iran und Syrien den
Hauptwiderstand gegen Israels expansionistische Pläne zur Vernichtung
der Palästinenser ausmachte. (Einer ist schon erledigt, zwei weitere müssen
noch erledigt werden!) Es geht um ethnisches Säubern der angestammten
Gebiete der Palästinenser, um die Aneigung ihres Landes als Teil der
langfristigen Zielstellung für ein größeres Israel mit seiner
unanfechtbaren Vormachtstellung in der Region. Israel ist das einzige
Land in der Welt mit nicht festgelegten Grenzen. Und dieser Zustand wird
für Israel so aufrechterhalten, um Israel maximalen Spielraum zu geben,
sich alles Territorium anzueignen, zu dem es imstande ist, und das Ziel
eines größeren „Staates Israel“ zu erreichen. Die Zionisten wünschen,
daß dies die einstigen Ländereien von „Judäa“ und „Samaria“,
die biblischen Teile der Westbank einschließt, welche von den Palästinensern
als ihr angestammtes Land beansprucht wird.
Mit
Hilfe der USA hat Israel eine Bedrohung für seine Pläne einer
Beherrschung der Region ausgeschaltet. Aber Israel sieht sich noch des
Widerstands der Palästinenser ausgesetzt, auch wenn es deren
demokratisch gewählte Hamas-Regierung zerschlagen hat. Israel sieht
sich auch der flexiblen Hisbollah im Libanon ausgesetzt, die die
israelischen Grenzsicherungskräfte im Sommerkrieg gedemütigt hat.
Israel sieht sich noch immer der Gegnerschaft Syriens und des Irans
ausgesetzt. Hinzu kommt noch die innere Opposition innerhalb Israels
gegen seinen Krieg und seine Siedlungsmaßnahmen wegen deren enormen
Kosten und dazu der Unsicherheit, die dies für Israel verursacht. Im
Ergebnis ist die Abwanderung aus Israel jetzt höher als die Zuwanderung
nach Israel, werden die Sozialprogramme Israels aufgerieben. Dies alles
nur, weil der Staat Israel die Haushaltsmittel für seine Aggressions-
und Annexionsvorhaben aufbraucht. Das läuft in Israel genauso wie unter
der Bush-Regierung in den USA, wo das Volk den Preis für imperiale
Kriege im Ausland und den moralischen Verfall und Autoritarismus im
Inland zahlt.
Von
einigen Hindernissen und Rückschlägen abgesehen, hat Israel sein als
„Demokratisierung“ der Region verbrämtes Ziel verfolgt, durch seine
Kriegspolitik seine Gegner gewaltsam zu neutralisieren. Der Plan, den
die Zionisten dabei ausarbeiteten, umfaßte ganze Serien von Kriegen mit
ihrem US-Verbündeten für die Erreichung der Zielstellung, die gesamte
Region unter die Kontrolle der USA und Israels zu bringen und dort eine
Führungsrolle auszuüben. Um dies zu erreichen, leistete Israel und die
jüdisch-zionistische Lobby viel Arbeit, damit die US-Regierung
mitmacht, was weitgehendst gar kein Problem war und nie leichter
geworden war als mit der Bush-Regierung an der Macht in den USA und den
hochrangigen zionistischen Regierungsbeamten in Washington mit ihren
langjährigen engen Verbindungen nach Israel. Diese hohen zionistischen
Regierungsbeamten in Washington haben die wichtigsten Schlüsselpositionen
im US-Regierungsapparat entweder selbst inne oder stehen da im engsten
Kontakt mit den zuständigen Personen. Diese US-Beamten haben eine langjährige
treue Beziehung zu Israels zionistischen Interessen. Sie vertreten
Israels zionistische Interessen auch dann, wenn dies mit der
Interessenlage wichtiger Kreise in den USA kollidiert. Sie sitzen im
Regierungsapparat, im Kongreß, in den einflußreichsten jüdisch-zionistischen
Organisationen und den jüdisch-zionistischen Lobbygruppen wie der
Konferenz der Vorsitzenden der Großen Jüdischen Organisationen, der
Anti-Defamation League und der laut Beobachtern mächtigsten einzelnen
Lobbygruppe in Washington, der AIPAC.
Engagierte
Unterstützung für das zionistische Israel kommt auch aus der „jüdischen
Diaspora“, von außerhalb Israels. Diese Unterstützung leisten
Tausende von aktiven Fachleuten wie Ärzte, Zahnärzte, Schlüsselfiguren
der Wallstreet und der Finanzmärkte sowie an Schaltstellen in den größten
Banken wie der US-Bundesbank und anderen Geschäftszentren, leitende
Beschäftigte in den größten Medien, unter den Geistlichen und in den
Akademien, freiberuflich tätige Journalisten. Sie alle sind von
besonderer Bedeutung wegen ihrer Bereitschaft, ihre Lauterkeit und
Redlichkeit in ihrer beruflichen Stellung gegen einträgliche
Vorteilsnahmen in korrupter Art zu veräußern. Sie alle werden belohnt
für ihre bedingungslose öffentliche Unterstützung und die von ihnen
fabrizierten Vorwände zugunsten der gemeinsamen Kriegstreiberei der USA
und Israels. Die Art des Einflusses und der Unterstützung hat Israel
zum weltweit größten Empfängerland von finanzieller Hilfe aus den USA
gemacht. Die Finanzhilfe der USA für Israel beläuft sich auf rund 3
Milliarden Dollar pro Jahr. Dies bei ständigen Fortzahlungen und ständig
neuen Bewilligungen auf Anfrage, gekoppelt mit Waffengeschäften und
sehr niedrigen bis gar keinen Zinsen. Es geht da um große Kredite, die
möglicherweise nie zurückgezahlt werden müsssen.
Israel
bekommt auch den unerhörten Vorteil eingeräumt, die aktuellste und
modernste US-Rüstungstechnologie sowie
unbegrenzten Zugang für seine Produkte und Dienstleistungen auf dem
US-Markt zu erhalten. Zuwanderer aus Israel haben freien Zugang in die
USA. Die USA unterstützen bedingungslos die aggressiven Kriege und die
Kolonialisierung der Palästinensergebiete und Süd-Libanons. Die USA
garantieren ihr Veto im UN-Sicherheitsrat gegen alle eingebrachten
Beschlußvorlagen, die nicht im Interesse Israels sind. Israel ist auch
fähig, prominente Washingtoner Regierungsbeamte und die herrschenden
Medienkonzerne dazu zu bringen, jegliche Kritken an Israel als
Antisemitismus zu brandmarken und diese Keule immer dann zu schwingen,
wenn dies Israels Zielen paßt. Israel wird erlaubt, unbehelligt mit
seinen geheimdienstlichen Umtrieben davonzukommen. Dazu gehört das
verdeckte Eindringen in Militärstützpunkte, in das FBI, IRS, INS, EPA
und viele andere Regierungsstellen der USA. Darüber hinaus wird
angenommen, daß Israels Agenten vorab über den Angriff vom 9/11
informiert waren, aber die Informationen zurückhielten, wohlwissend daß
dieses Geschehen den Interessen der israelischen Zionisten nutzen würde.
Auch gibt es eine ansehnliche Beweislast, wonach hochrangige
US-Regierungsbeamte entweder selbst davon wußten oder sogar Komplizen
bei der Ausführung waren, weil sie wußten, daß dieses Ereignis ihnen
den rücksichtslosen freien Lauf der Dinge im In- und Ausland erlauben würde,
wie sie es auf andere Art und Weise nie hinbekommen hätten. Das ist
eine Geschichte, die nicht wegzubekommen ist und auch gar nicht
wegzubekommen sein soll. Und eines Tages werden wir schließlich alle
Teile dieser Geschichte lernen, über die wir derzeit nur spekulieren können.
Wegen
der beispiellosen Beziehungen Israels zu den Zentren der Macht und den
herrschenden Medien, vermerkt James Petras, daß Israel für jeden
ausgegebenen Dollar 50 Dollar zurückbekommen kann. Auf diese Weise ist
Israel imstande, seine militärischen und kolonialen Siedlungen in den
besetzten palästinensischen Gebieten auf annektiertem Land zu
finanzieren. Die jüdisch-zionistischen Netzwerke unterstützen diese
Praktiken als gerechtfertigten Ausgleich für die Opfer des
„Holocaust“, welche der bekannte Autor John Pilger „wertvolle
Opfer“ nennt, und diese Ideologie in den Medienkonzernen kreisen zu
lassen. Diese Medienkonzerne verstärken auch ständig die Hysterie
gegen Muslime, stempeln alle Araber als nicht vertrauenswürdige
radikale islamische Fundamentalisten oder gar islamische Faschisten ab,
„wertlose“ Opfer für John Pilger, beanspruchen das Recht auf
Festnahme, Folter und die Unterwerfung von ihnen unter die militärische
Gerichtsbarkeit bis hin zum Standrecht oder einfach nur den Angriff auf
sie und die Tötung in imperialen „Befreiungskriegen“.
Das
Ergebnis für Israel und sein Volk ist katastrophal, weil die Palästinenser
sich seit fast sechs Jahrzehnten diesem Mißbrauch entgegenstellen und
zwei Intifadas für dessen Beendigung führten. Mit wenig mehr als einer
grimmigen Entschlossenheit, ihren bloßen Körpern und einfachen Waffen
haben sie durch Selbstmordbomben und Angriffe auf öffentliche
Einrichtungen in Israel zurückgeschlagen und dabei stets gewußt, daß
sie anschließend mit sehr harter Vergeltung zu rechnen haben. Das Volk
in den USA hat auch einen hohen Preis mit dem Aushöhlen der Demokratie
und der Freiheiten gezahlt. Dies ist durch die harte Gesetzgebung unter
der Bush-Regierung nachgewiesen und begann mit dem berüchtigten USA
Patriot Act unmittelbar nach dem Angriff vom 9/11, gefolgt von weiteren
Unterdrückungsgesetzen und -Praktiken wie der rechtswidrigen Überwachung
und geheimen Inhaftierung beliebiger Zielpersonen in Foltergefängnissen
mit gerichtlicher Duldung oder Schweigen in den meisten Fällen.
James
Petras weist darauf hin, daß nichts davon die mächtigen Unterstützer
des zionistischen Israels abschreckt, welche Milliardenbeträge an
Dollars aufbringen, um Israels Kriegsmaschinerie und seine Besiedlung
annektierten palästinensischen Landes sowie der im Krieg von 1967
besetzten und Syrien nie zurückgegebenen Golan-Höhen mit ihren
wertvollen Wasserreserven zu finanzieren. Israels Wirtschaft ist nicht
selbsttragend. Ohne die Hilfe von außen müßte Israel unzumutbare Kürzungen
im Sozialbereich vornehmen, seinen Militärhaushalt kürzen und seine
Expansionspläne einschränken. Mit diesen privaten Spendenmitteln von
außen, plus den 3 Milliarden Dollar jährlich an direkter Finanzhilfe
aus dem US-Haushalt und einer Menge vielfältiger weiterer Unterstützung
tragen die Steuerzahler in den USA, ob sie es wollen oder nicht, die
Last der Finanzausstattung für Israels Kriegspolitik und Kolonisation.
James
Petras schlüsselt all diese Kosten wie folgt auf:
-
3 Milliarden Dollar jährliche direkte Finanzhilfe;
-
Einige Milliarden Dollar mehr in Form von Darlehen bei Bedarf;
-
Einige Millionen Dollar als Hilfe für die Ansiedlung russischer und äthiopischer
Einwanderer;
-
ein 10-Milliarden-Dollar-Darlehen 1990;
-
ein weiteres 9-Milliarden-Dollar-Darlehen 2004;
-
plus Milliarden Dollar mehr bei Bedarf und zur fortgesetzten Zahlung der
Kosten der Kriege von 2006 gegen Libanon und der Kriege gegen die Palästinenser;
-
seit 1981 Wirtschaftshilfe durch Geldtransfers;
-
seit 1985 Militärhilfe durch Geldtransfers;
-
45 Milliarden Dollar aus Rückzahlungen für die Darlehen seit 1974 und
Milliarden mehr auf Anfrage - alles kostenloses Geld zu Lasten der
Steuerzahler in den USA.
-
Seit 1982 erfolgen die Geldtransfers der US-Regierungsbehörde ESF in
einer Summe zu Beginn des Steuerjahres pauschal und ohne Bedingungen im
Fall Israels, während andere Länder US-Hilfen derselben Behörde
vierteljährlich mit überwachten Bedingungen gewährt bekommen. Israel
steckt das Geld in US-Staatsanleihen, was die Steuerzahler in den USA
alljährlich viele weitere Millionen an Zinsgeldern kostet. Israel
bekommt auch besondere FMS-Finanzierungsregelungen, was die Steuerzahler
in den USA über eine Milliarde Dollar seit 1991 kostete.
-
Andere Vorzugsleistungen an Israel umfassen die Finanzhilfe zur
Entwicklung von Israels Verteidigungsindustrie, den Transfer von
Spitzentechnologien für den Start der Produktion eines neuen Waffentyps
und die Lieferung der modernsten US-Waffen, - ferner eine Garantie der
USA für Israels Zugang zu Erdöl und die noch zu erwartenden üppigen
Hilfsgelder für „Sonderkosten“ Israels aus seinem
„Gaza-Zerschlagungsplan“ mit expansivem Siedlungsbau, wo Israel dies
gerade wünscht, mit weiteren Zahlungen durch die Steuerzahler in den
USA.
-
Dazu kommen 22 Milliarden Dollar, die Israel über die letzten 50 Jahre
durch den Verkauf seiner unter Marktzins bezahlten Anleihen bekommt.
Jenen Anleihen, mit denen Israel die Hälfte seiner Entwicklung
finanziert. Konkret ist dies die Besiedlung des annektierten Landes der
Palästinenser und die Kosten für Militärisches für seine imperialen
Raubkriege.
James
Petras erklärt, daß der zionistische Machapparat in den USA dies alles
möglich macht. Aber seine Reichweite geht noch viel weiter durch die
sogenannte „jüdische Lobby“, die jüdisch-zionistische Lobby in den
USA. Er arbeitet ein „zionistische Machtzentrum“ heraus, welches
„die AIPAC als Teil eines komplexen Netzwerks miteinander in
Verbindung stehender formeller und informeller Gruppen umfaßt, die auf
internationaler, landesweiter, regionaler und örtlicher Ebene“
agieren sowie bedingungslos den zionistischen Staat Israel in all seiner
Politik einschließlich der Kriege, den Siedlungen und der Unterdrückung
unterstützen. Seine Macht ist wie eine Krebsgeschwür, das die höchsten
Ebenen der Regierung der USA und alle anderen Zentren von Macht und
Einfluß infiziert, wie bereits dargestellt. Dieses Krebsgeschwür
beherrscht die Auswahl von politischen Kandidaten und kann Bewerber um
Mandate und Ämter zu Fall bringen, die es wagen, Israel zu kritisieren.
Dieses Krebsgeschwür prägt auch die Berichterstattung über Israel in
den Massenmedien und schaltet jegliche Reportagen aus, die Israel nicht
unterstützen oder kritisch gegenüber Israel sind. Und es ist mächtig
genug, „unkooperative“ Journalisten und sogar etliche Akademiker
feuern zu lassen, sie aus der Meinungsbildung der Öffentlichkeit zu
verbannen, weil sie sich wagten, von der Linie abzuweichen.
James
Petras berichtet, daß die Macht dieses zionistischen Machtkerns im
Vorfeld des Irak-Krieges und dem zuvor 1991 erfolgten Golfkrieg
offenkundig war. Gehen wir mal zur US-Regierung von George H. W. Bush
zurück, so wollten damals die USA einen Regimewechsel in Irak, aber
diese Entscheidung wurde schwerwiegend vom zionistischen Machtkern
beeinflußt, welcher Saddam Hussein als Todfeind Israels betrachtete,
welcher entfernt werden mußte. Saddam Hussein schaffte es, in den
1990er Jahren zu überleben. Dies trotz der Bestrebungen der USA, den
Irak zu destabilisieren und in die Knie zu zwingen. Aber als dann die
Neo-Konservativen der Regierungsmannschaft von George W. Bush 2001 die
Macht übernahmen, wurde das häßliche Geschäft der Kriegsplanung und
der Besetzung des Iraks besorgt, um zu vollenden, was der Golfkrieg
unvollendet hinterlassen hatte. Und mächtige Zionisten wie Paul
Wolfowitz und Joe Lieberman als Senator von Connecticut und zugleich
Senator vom AIPAC in maßgeblichen politischen Schlüsselpositionen
erfanden die Bedrohung und rückten damit im März 2003 heraus - alles
gegründet auf Lügen, Betrug und Unterwürfigkeit gegenüber den
imperialen Interessen Israels.
Am
Ende entfernte das US-Militär Saddam Hussein und führte einen Feldzug
der verbrannten Erde zur Zerstörung der irakischen Gesellschaft, der
dortigen Infrastruktur und der historischen Schätze des Landes durch,
um „den weltlichen Staat zu demontieren und das Land in ein Wüstenkönigreich
zu verwandeln, d.h. eine verlorene Ansammlung von mindestens drei auf
Stammesgemeinschaften ethnisch-religiös beruhenden Kleinstaaten, unfähig
zur Bedrohung Israels und der israelischen Expansion, die vor allem im
Nord-Irak stattfindet.“ Das Bestreben, dies durchzusetzen, erfolgt
gerade, nachdem das irakische Vasallen-Parlament das Föderalismusgesetz
in Kraft setzte, um binnen 18 Monaten voll rechtswirksam zu werden und
somit das Land in drei von den USA so befohlene, entworfene und
angeblich leichter zu regierende Teile nach US-Wünschen zu
aufzuspalten.
Es
ist unwahrscheinlich, daß dies funktionieren kann. Aber es ist klarer
denn je, wie hoch die menschlichen Kosten des Krieges für die Iraker
gewesen sind. Der Krieg verursachte den gewaltsamen Tod von rund 655.000
Irakern, wie eine schockierende neue Studie der renommierten britischen
Medizinerzeitschrift Lancet bei der Aktualisierung ihrer beiden früheren
Studien aus der Zeit nach März 2003 belegt. Die Studie verwendet die
statistisch zuverlässige Technik der repräsentativen Umfrage in den
Haushalten durch Interviews von Menschen im ganzen Land, unter
Zuhilfenahme von amtlichen Totenscheinen zur Überprüfung der einzelnen
Aussagen in der Mehrheit der Fälle, um dann auf das Gesamtergebnis zu
kommen. Wahrscheinlich ist die tatsächliche Zahl der Todesfälle sogar
noch höher als diese erschreckende Zahl, weil die Interviewer nicht die
gefährlichsten Landesteile wie Falludschah, Ramadi und die anderen
Gebiete der Provinz Anbar einbeziehen konnten, wo der Massenmord täglich
weitergeht und immer mehr ganze Familien mit einer in die Tausende
gehenden Zahl vollständig umgebracht werden.
Diese
für den Zeitraum ab März 2003 völlig neuen Informationen gleichen der
Schätzung von Human Rights Watch, wonach 250.000 bis 290.000 Menschen
durch Saddam Husseins Regime der Baath-Partei in dessen Existenz von über
20 Jahren getötet wurden. Diese neuen Informationen machen das Ausmaß
des empörenden Verbrechens dieses abscheulichen Kriegsabenteuers zum
Erreichen einer „Größeren Einflußspäre Mittlerer Osten für die
USA und Israel“ und Israels Zugang zu ihm fehlenden zusätzlichem Süßwasser,
Erdöl, Kapital und Märkten deutlich. Das war auch Teil von Israels
erweiterter Tagesordnung unter den Regierungen von Scharon Likud und
jetzt Olmert Kadima, um freie Fahrt für seine erklärte Politik der
„Annexion und Separation“ in den besetzten palästinensischen
Gebieten zu haben. Der zionistische Einfluß in der Bush-Administration
ist dermaßen stark verankert, daß es damals oder heute keinerlei
Widerstand dagegen gibt.
Alles
ging trotz massiven antiimperialistischen Widerstands weiter, was als
arrogante Mißachtung der Standards und Normen internationalen
Verhaltens und der internationalen Gesetze bei der Verfolgung
expansionistischer Pläne bewertet wird. Israel und die USA verletzen
heute vorsätzlich die UN-Charta, die Haager Landkriegsordnung und die
Genfer Konventionen bei der Kriegsführung und bei der Behandlung von
Gefangenen, der Anwendung der Folter, der Zerstörung von Infrastruktur
und historischen Stätten, dem Ausplündern von Bodenschätzen. Dies
alles zur Errichtung von unterwürfigen Vasallenregimes, die ihr Volk im
Dienst des herrschenden Kapitals und der politischen Interessen ihrer
imperialen Eroberer ausbeuten.
Um
anschließend den Widerstand niederzuschlagen und die Sicherheit zu
festigen, greifen die USA und Israel zu den äußersten Mitteln
einschließlich Massenfestnahmen und -inhaftierungen und beliebiger
Anwendung der Folter und gezielten Tötungen als staatliche Politik.
Amnesty International berichtet, daß die USA und Israel seit der
Annahme des Military Commissions Act von 2006 als US-Gesetz weltweit die
einzigen beiden Länder sind, die den Gebrauch von Folter legalisiert
haben. James Petras und andere Publizisten berichten, daß die Spitzenkräfte
im Pentagon bis hinauf zu Donald Rumsfeld ausdrücklich die Anwendung
der Folter befahlen, „während das Justiz- und das
Verteidigungsministerium darauf bestanden, daß der Präsident sich über
nationale und internationale Gesetzen und die Verfassung der USA
hinwegsetzen könnte, wenn es um die Verteidigung des Imperiums geht.“
Diese höchsten Beamten in Schlüsselbereichen der Regierung haben dem
Präsidenten ganz forsch „faktisch und juristisch diktatorische
Vollmachten“ gegeben, damit er tun kann, was er zu tun sich auswählt,
um die „Imperiale Sicherheit“ zu errichten. Das macht die US-Bürger
zuhause nicht sicherer als die Opfer der imperialen Aggression der USA
und Israels in Irak, Libanon, Palästina oder irgendwo sonst auf der
Welt.
Aber
James Petras berichtet, daß es noch weitaus schlimmer aussieht, weil
die an die Öffentlichkeit gelangte Folter in Irak ein hochgradig
durchorganisiertes Netzwerk von US-amerikanischen und israelischen Mördern
weltweit offenlegt. Sie betätigen sich als international agierende
Todesschwadronen und sind damit beschäftigt, „'Verdächtige' und
Sympathisanten von Widerstandsbewegungen zu töten, gewaltsam zu
verschleppen und zu foltern.“ James Petras bezeichnet dies als von den
USA gesponserte „Mord AG“, welche von den Sondereinsatzkräften der
Armee, den „Navy Seals“ und der DELTA-Einsatzgruppe aus dem Programm
der Regierungsbehörde für Sondereinsätze (SAP) zusammengesetzt ist.
Diese „Mord AG“ wendet die seit langem in Israels Geheimdienst- und
Sondereinsatzeinrichtung bekannt als Mossad verwendeten Praktiken an.
Und ihr Ziel besteht darin, alle Widerstände durch außerhalb jeden
Rechts von den Ausführenden beliebig gewählte Methoden zu vernichten.
Wobei internationales Recht völlig ignoriert wird. Anschließend wird
dieses Vorgehen der „Mord AG“ auf den höchsten Führungsebenen der
Regierung als Sache der Politik gerechtfertigt.
James
Petras verweist dann auf den Internationalen Führungsbericht der UNO über
die Zerstörung der zivilen und militärischen Infrastruktur in Irak
hin, welcher sehr ähnlich dem ist, was Israel in den besetzten palästinensischen
Gebieten angerichtet hat, siehe noch nachstehend. Dieser UNO-Bericht
zeigte auf: „84% der höheren Bildungsinstitute sind niedergebrannt,
ausgeplündert oder zerstört worden.“ Archäologische Museen und
historische Stätten, Bibliotheken und Archive sind ebenfalls geplündert
worden. Gezielte Ermordungen sind gegen Akademiker, andere Lehrkräfte,
hochrangige Militärs, Journalisten und andere Fachkräfte darunter Ärzte
ausgeführt worden. Hinzu kommen zufällige oder gezielte tägliche
Morde durch die von der „Option Salvador“ der USA geleiteten
Todesschwadronen sowie Tausende gewaltsame Verschleppungen und andere
systematische Greueltaten, was das Leben des Volkes außerhalb der vier
Quadratkilometer großen festungsähnlichen Grünen Zone, des
Hauptquartiers mitten in Bagdad für die Beamten und Vasallen der
„irakischen Übergangsregierung, unerträglich macht.
Das
alles ist Teil von Washingtons Vorhaben zur Zerstörung der kulturellen
Identität des Iraks als arabischer Staat, zur Abtrennung seiner Erdölvorkommen
von jeglicher stark besiedelten Bevölkerungsbasis, zur Aufspaltung der
irakischen Nation in mehrere leicht regierbare Teile. Und zwar genau so,
wie es beim Aufbrechen Jugoslawiens in den 1990er Jahren erfolgte. Es
ist jetzt berichtet worden, daß der langjährige Berater des Bush-Clans
namens James Baker, welcher mit an der Spitze einer Irak-Studiengruppe
steht, einst die Art Plan vorschlug, daß wenn das irakische
Vasallenregime vorbei ist, ein quasi offizielles US-Protektorat dem Irak
auferlegt werden wird, dies als Teil der Teile-und-Herrsche-Strategie
der USA und Israels, welches dann nicht so leicht zu bewerkstelligen
sein mag wie jene im früheren Jugoslawien oder in den einfachen Nord-Süd-Teilungen
Koreas und Vietnams nach dem 2. Weltkrieg.
Was
sich heute in Irak und in Palästina ereignet, ist dermaßen
ungeheuerlich und chaotisch, und James Petras setzt es in Beziehung zu
einem „Haus des Horrors“ in beiden Ländern mit den zionistischen
Militaristen beim Pentagon und ihren israelischen Kollegen in der
Verantwortung für deren jeweilige „Horror-Shows ... unter dem großen
Zeltdach einer 'Reform-Initiative Mittlerer Osten'„. Dies ist die
Arbeitsweise für den Aufbau des Imperiums und die Kolonialisierung, das
Zerfetzen eines Volkes in Stücke, so daß es niemals wieder so
existieren kann wie zuvor. Um dann die Menschen durch Terror in die
Unterwerfung zu zwingen und alle umzubringen, die sich widersetzen. Das
ist ein grausamer Dolchstoß in das Auge für die Menschlichkeit, - aber
so ist die Art und Weise, in der Schurken-Imperien Dinge tun, wenn sie
zu mächtig sind, um herausgefordert zu werden.
Die
von den USA geführte Tötungsmaschinerie ist in Irak in vollem Gang,
genau wie die israelische Tötungsmaschinerie in den besetzten palästinensischen
Gebieten. James Petras spricht unumwunden von der „israelischen Endlösung“
oder dem „palästinensischen Holocaust“. Und der Schwerpunkt all
dessen liegt in Gaza, welches selbst noch nicht unter Besatzungsregime
stehend das größte Freiluftgefängnis der Welt für seine 1,45
Millionen Menschen im weltweit dichtestbevölkerten Gebiet eines solchen
Ausmaßes ist. Heute sind der Gaza-Streifen und die Westbank von Israel
geleitete Todesstreifen, voll von gezieltem Mord an palästinensischen
Zivilpersonen, die diesem Geschehen hilflos ausgesetzt sind, mit ihren
mutigen Verzweiflungstaten, mit Einsatz einfacher Waffen und ihrer Körper
gegen Panzer, F-16, Kampfhubschrauber und rechtswidrigen und
unmoralischen Terrorwaffen wie weißen Phosphorbomben und -Granaten,
Splitterbomben, also Waffen, die nie aufhören zu töten und zu verstümmeln,
sowie experimentellen neuen Waffen, die öffentlich bisher noch nicht
bekannt geworden sind.
Israels
Krieg gegen Palästina geht schon seit nahezu sechs Jahrzehnten. Und der
28. September war der 6. Jahrestag der Intifada der al-Aqsa-Moschee als
Widerstand gegen diesen Krieg. Diese Intifada begann mit Ariel Sharons
provokatorischem Besuch der Heiligen Stätte im Jahr 2000. Israel verstärkte
die Auseinandersetzung dramatisch nach dem kleineren Zwischenfall vom
25. Juni 2006 an einem israelischen militärischen Kontrollposten nahe
der Kreuzung von Kerem Shalom, bei welchem zwei IDF-Soldaten getötet
wurden, weitere verletzt wurden und ein dritter entführt wurde, immer
noch in Gefangenschaft gehalten wird, dessen Name die Konzernmedien
jederman bekannt machten, während dieselben Konzernmedien niemals einen
der über 10.000 Namen von gefangenen Palästinensern bekannt machten, -
eben das Schicksal der „wertlosen Opfer“. Das Juni-Massaker folgte
einer Reihe blutiger Massaker etwas früher in jenem Monat, als die
Israelis Angriffe gegen Gaza richteten, darunter auch den detailliert
geschilderten Beschuß der Bucht von Gaza, welcher acht Palästinenser tötete
und 32 weitere verletzte, darunter 13 Kinder. So wie im Libanon (siehe
nachstehend) war Israels Reaktion schnell, tödlich, unverhältnismäßig
gemessen am Geschehen und Monate zuvor geplant gewesen. Wie von General
Yoav Galant enthüllt wurde, welcher für das Gaza-Massaker
verantwortlich ist, und dies in einem offenen Interview in der
israelischen Zeitung Maariv zugab.
Das
palästinensische Zentrum für Menschenrechte (PCHR) dokumentierte dies
alles einschließlich der Zerstörungen in den vergangenen sechs Jahren.
Insgesamt wurde ein Zustand der Massenverelendung für das palästinensische
Volk im Gaza-Streifen und auf der Westbank erzeugt.
-
die Infrastruktur für Strom, sauberes Trinkwasser und Sanitäres vom
Wesen her zerstört;
-
Mobilität eingeschränkt oder verweigert;
-
Verhängung eines Embargos, wodurch der Zusammenbruch der ohnehin
schwachen Wirtschaft droht, und eine Massenarbeitslosigkeit von bis zu
80% der Bevölkerung erzeugt wird;
-
feindliche Überfälle auf die besetzten palästinensischen Gebiete, tägliche
Morde und häufige außergerichtliche Tötungen;
-
Zerstörungen von Häusern und Grundstücken;
-
willkürliche Massenverhaftungen, amtliches Inhaftieren von tausenden
Palästinensern ohne Anklage, systematischer Gebrauch von Folter an
Gefangenen einschl. Frauen und Kindern;
-
die Zerstörung der lebensfähigen von der Hamas geführten Palästina-Behörde
(PA) durch Einkerkern ihrer demokratisch gewählten Mitglieder ohne
Anklage oder mit vorgeschobenen Anklagen gegen sie sowie die Zerstörung
ihrer zivilen und Sicherheitseinrichtungen;
All
dies und vieles mehr ist angerichtet worden (genau wie in Irak), um die
kulturelle Identität und die Existenz des palästinensischen Volkes zu
zerstören, - es daran zu hindern, einen lebensfähigen unabhängigen
Staat für sich selbst zu haben, sowie einen palästinensischen
Massen-Exodus in andere arabischen Staaten zu erzwingen, wo man bereit
ist, den palästinensischen Flüchtlingen aus ihrer unerträglichen Lage
in den besetzten palästinensischen Gebieten heraus zu helfen.
Der
Plan, dieses wehrlose Volk der Palästinenser zu zermalmen, beinhaltet
jetzt auch glaubhafte Beweisstücke, daß die Regierungen von Bush und
Olmert die Fatah-Anhänger des palästinensischen Präsidenten Mahmoud
Abbas bewaffnet, trainiert und in das Komplott getrieben haben, um einen
zivilen Aufstand gegen die von der Hamas geführte Palästina-Behörde
(PA) durchzuführen und sie gewaltsam zu zerschlagen. Dieser Plan
verfolgt die gescheiterten Bemühungen der Palästinenser, eine palästinensische
Einheitsregierung zu bilden, weil die Hamas die Forderung der Fatah
ablehnte, als Vollstrecker des Willens Israels zu regieren, ihre
Wahlversprechen zu verraten, welche darin bestanden, dem Wohl des palästinensischen
Volkes zu dienen. In einem Interview vom 8. Oktober in der Londoner
Sunday Times heizte Tawfiq Tirawi, der Anführer der Fatah-Milizen, die
Situation mit dem Vorwurf an, die Hamas „häuft derzeit Waffen an“
und „ein groß angelegter Bürgerkrieg kann jeden Moment
ausbrechen.“ Früher sagte er: „Der Bürgerkrieg ist
unvermeidlich.“ Die Zeitung berichtet auch, daß Präsident Abbas die
USA, Jordanien und Ägypten benachrichtigte, daß er dabei ist, Aktionen
gegen die Hamas vorzubereiten.“ Diese Aussagen trotzen dem
Premierminister Ismail Haniyeh von der Hamas, der nachdrücklich äußerte,
daß er niemals einen Bürgerkrieg gestatten würde und es unvorstellbar
ist, daß das palästinensische Volk einen Bürgerkrieg haben wolle.
Aber Haniyeh und seine Leute haben möglicherweise keine Wahl, weil dies
die derzeitige gemeinsame Strategie der USA und Israels zu sein scheint,
um den palästinensische Widerstand zu zerschlagen, und dies mit Hilfe
des der Fatah angehörenden Präsidenten Abbas zu tun. Dieser Abbas ist
derselbe Mann, welcher seine Treue zu Israel bekannte, als er Teilnehmer
beim Austüfteln der Osloer Vereinbarungen über den Ausverkauf seines
Volkes war, und er ein Gewährsmann in der korrupten und schlecht
verwalteten Palästina-Behörde war, bis die Hamas eine Mehrheit der
Sitze im Januar 2006 bei den Wahlen zum Palästinensischen
Gesetzgeberischen Rat (PLC) erreichte. Aber die Regierungen von Bush und
Olmert sollten diesen Wahlausgang nicht dulden. Und die New York Times
berichtete gleich nach der Wahl, daß sich die Regierungsbeamten der USA
und Israels auf „höchster Ebene“ getroffen hatten, um die
Zerschlagung der Hamas durch das „Sterben“ der Palästina-Behörde
zu planen und dabei das Volk in den besetzten palästinensischen
Gebieten den gößten Preis zahlen zu lassen.
Für
Israel ist dies Teil seiner staatlichen Politik der ethnischen Säuberung
durch langsamen Völkermord und Vertreibung. Dies alles führt derzeit
zur Zerstörung der palästinensischen Identität. Israel will eine
korrupte Führung seiner Wahl in der Palästina-Behörde einsetzen, die
dann als Israels Vollstrecker und Partner bei der Zerstörung ihres
eigenen Volkes fungiert. Dies ist dann die Erfüllung der Bestrebungen
der einstigen israelischen Premierministerin Golda Meir, welche in ihrer
rassistischen Bemerkung meinte: „Es gibt keine Palästinenser.“ Und
was Premierminister David Ben Gurion früher sagte, nachdem Israel die
Palästinenser brutal aus ihren Häusern und Ländereien im Krieg von
1948 zur Errichtung des Staates Israel vertrieben hatte: „Wir sind
gekommen. Und wir haben ihr Land gestohlen ... Wir müssen alles tun um
sicherzustellen, daß sie, die Palästinenser, niemals zurückkehren
...“. Und zehn Jahre zuvor hatte sein Sohn geschrieben: „Wir werden
die Araber vertreiben und ihre Plätze einnehmen ... mit aller uns zur
Verfügung stehenden Macht.“ Er und seine Nachfolger planten, alles
Land des biblischen Eretz Israel (Landes Israel) in die endgültig
festzulegenden Grenzen eines größeren israelischen Staates, sollten
sie jemals deklariert werden, einzuschließen. Die USA unterstützen
Israels Plan, dies zu tun, bedingungslos. Ebenso unterstützen sie
bedingungslos Israels Politik der Ausplünderung und der Ausbeutung.
Dies aber, wie James Petras erklärt: „Niemand mit klarem Verstand
kann behaupten, daß der israelische Angriff auf Gaza die Politik der
USA, die Interessen der USA oder die imperiale Macht der USA fördert.“
Das spielt keine Rolle, weil die Macht der jüdisch-zionistischen Lobby
für sich auf jeden Fall die volle Unterstützung der Bush-Regierung
erhielt, genauso wie sie nahezu Einstimmigkeit im Kongreß für sich
erhielt.
Es
folgt:
Teil
2 - Die Vergewaltigung des Libanon
Quelle:
http://www.wake-up-america.net/
zurück
|
|
Fortsetzung:
Teil
2
Die
Vergewaltigung des Libanon
von
Stephen Lendman
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke
Auf
Kommunisten-online am 2. August 2011 – Was Israel den Palästinensern
in den besetzten palästinensischen Gebieten jahrzehntelang angetan hat,
dies tat es Libanon 1978, 1982 und in einem fünf Wochen langen
„Blitzkrieg“ vom 12. Juli bis zum brüchigen formellen Ende mit von
der UNO vermitteltem Waffenstillstand am 14. August an. James Petras
vergleicht dies mit den Aggressionen der deutschen Hitlerfaschisten am
9. und 10. November 1938 beim berüchtigten „Kristallnacht“-Progrom
im Deutschen Reich gegen die Juden, wobei James Petras dieses Ereignis
eine „Gartenparty“ nennt, wenn er es der Vergewaltigung des Libanon
und seiner umfassenden Verwüstung gegenüberstellt.
Diese
Vergewaltigung des Libanon durch Israel begann mit einem grenzüberschreitenden
Überfall der Hisbollah am 12. Juli, bei welchem 8 israelische Soldaten
der Grenzsicherungstruppen (IDF) getötet und zwei weitere israelische
Soldaten gefangengenommen wurden. Es gibt immer noch den Streit darüber,
auf welcher Seite der libanesischen Grenze jener Zwischenfall stattfand,
weil Israel routinemäßig seit Jahren feindliche Einfälle in Libanon
vom Boden und von der Luft aus vornimmt und immer noch rechtswidrig
einen 25 Quadratkilometer großen Streifen des Shebaa-Ackerlandes Süd-Libanons
besetzt hält, welche es seit der Eroberung im Krieg von 1967 nie zurückgegeben
hat.
Wie
gegen den Gaza-Streifen so reagierte Israel auch im Fall des Libanon
schnell und unverhältnismäßig hart mit schrecklichem Terror gegen das
libanesische Volk vom Land aus, von der Luft aus und von der See aus.
Israel tötete und verletzte Tausende Menschen in Libanon. Eine Million
Libanesen oder möglicherweise noch mehr wurden vertrieben. Israel zerstörte
die lebenswichtige Infrastruktur des Libanon und richtete eine Unmenge
an physischer Verwüstung an. Es würde eine Generation dauern, diese
Schäden zu beseitigen, sofern Israel dies überhaupt zulassen würde.
Zum Teil geschah all dies, um die Hisbollah als politische Größe und
wirksame Widerstandskraft gegen Israels imperiales Herrschaftsmodell für
dieses Nachbarland zu zerstören. Aber insgesamt sind Israels Pläne
viel weitreichender, wie noch erklärt werden wird.
James
Petras berichtet, dass der Nahost-Experte Juan Cole behauptet, dass
Israel jenen Krieg wollte und ihn ein Jahr lang geplant hatte. Mathew
Kallman vom Dienst für Zeitgeschehen im Ausland (Chronicle Foreign
Service) in San Francisco fand gleichfalls Nachweise dafür, dass die
Vorbereitungen für diesen Krieg im Mai 2000 begannen, und zwar
unmittelbar nach der Beendigung der Besetzung des Libanons durch Israel,
welche mit seinem brutalen Überfall und der Invasion 1982 begonnen
hatte und zum Tod von 18.000 Libanesen geführt hatte. Kallman
berichtete auch, dass ein Jahr vor Ausbruch des Konflikts ein
hochrangiger Offizier der israelischen Grenzsicherungstruppen (IDF)
„Power Point - Vorträge“ über die umfassende Planung vor US- und
anderen Beamten sowie nichtgenannten Journalisten und Vertretern von
Beraterstäben („think tanks“) gehalten hatte, in welchen er „in
aufschlußreichen Einzelheiten“ darlegte, wie der israelische Angriff
sich entfalten würde.
Wieder
bekam Israel die volle Unterstützung, Finanzierung und Bewaffnung nach
Bedarf von der Bush-Regierung, um den Angriff durchzuführen, was dieses
grausame Abenteuer zu einer gemeinsamen Handlung der USA und Israels
werden ließ. Außer dem Bestreben, den Widerstand der Hisbollah zu
neutralisieren, bestand das Ziel eindeutig darin, Libanon als
funktionierendes Land zu zerstören und ethnisch den südlichen Teil
Libanons bis zum Litani-Fluß zu säubern, weil Israel diesen südlichen
Teil unter seine Kontrolle bringen will, möglicherweise annektieren
will und ebenso besetzt halten will wie die Golan-Höhen seit dem Krieg
von 1967. Israel behauptet, dass dieses Gebiet (genau wie der Golan) aus
Sicherheitsgründen von Bedeutung ist. Aber der größte Wert dieses
Gebiets (wie auch beim Golan) liegt in seinen Vorkommen an Süßwasser
aus dem Litani-Fluß und dem Wazzani-Quellgebiet, welches den
Hasbani-Fluß vorsorgt, der ein Nebenfluß des Jordans ist. Der Hisbani
fließt zwei Meilen stromabwärts vom Wazzani nach Israel hinein und mündet
in den See Genezareth, welcher Israels größtes Süßwasser-Reservoir
ist.
Israel
hat seine Modelle zur Beherrschung Libanons seit 40 Jahren oder länger
entwickelt und hält seitdem das Nachbarland in einem Zustand der
Instabilität, der teilweisen Besetzung und eines Konflikts über die
meiste Zeit dieses Zeitraums. Der jetzige Zustand Libanons ist von Verwüstung
geprägt, dort herrscht nahezu nur noch verwüstetes Ödland unter der
Aufsicht von sogenannten (von Israel genehmigten und mit Israel
befreundeten) UN-Blauhelmen und Einheiten der libanesischen Armee,
welche die israelischen Grenzsicherungstruppen an der Landgrenze unter
einer von der UNO vermittelten brüchtigen Waffenstillstandsanordnung
ablösten.
Dieser
Waffenstillstand kann jederzeit enden, wenn Israel erneut seine
Kriegsmaschinerie unter einem beliebigen Vorwand in Gang zu setzen wünscht.
Nichts kann Israel davon abhalten, weil Israel die bedingungslose
Unterstützung der jüdisch-zionistischen Lobby und jeglicher
US-Regierungsstellen hat. Solange sich dies nicht ändert, kann das Volk
Libanons wie auch die Völker in Irak und Palästina lediglich vor
weiteren Konflikten und dem schmerzlichen Leiden durch sie stehen.
Das
ist so, weil das Geschäft dort für beide Imperien noch nicht beendet
ist. Und daher ist es nicht wahrscheinlich, dass einer von ihnen rasch
aufgeben wird, wo sie doch fest entschlossen sind, ihre Ziele zu
erreichen. Selbst wenn Irak ein hoffnungsloser Sumpf ist, spricht die
Bush-Regierung von „Kurs beibehalten“. Und solange Israel die volle
Unterstützung der USA hat, wird es weiter seine imperialen Bestrebungen
durchsetzen, auch wenn die Hisbollah Israels Grenzsicherungstruppen in
Libanon gedemütigt hat und die Palästinenser keine Anzeichen für eine
Beendigung ihres entschlossenen Widerstands angesichts von
Massenvernichtung und gewaltsamer Vertreibung zeigen.
Aber
das ist kein ruhiges Fahrwasser beim Segeln der unheiligen Allianz aus
USA und Israel, denn dieses Bündnis sieht sich einer Bedrohung gegenüber,
die es nicht ignorieren kann, weil sie entgleisen könnte. Dies ist die
wachsende weltweite antiimperialistische Bewegung gegen diese beiden
partnerschaftlich verbündeten Paria-Staaten. Es bleibt abzuwarten, wie
weit sich diese weltweite Bewegung entwickeln wird. Ob sie in den USA
und in Israel eine kritische Masse erreichen kann, und ob sie eine
Richtungsänderung bei diesen beiden Kriegsparteien bewirkt, welche
bisher nicht zu stoppen waren und entschlossen sind, sich nicht
kontrollieren zu lassen bei dem, was sie weiter betreiben, und was die
westliche Welt durchgehen läßt.
Teil
2 des Buches - Israel und die Kriegsführung im Nahen und Mittleren
Osten
Es
sieht nun so aus, dass die einzige Lektion, die die USA und Israel aus
vergangenem Scheitern gelernt haben, im Durchdrücken eines neuen
Abenteuers besteht. Es scheint so, dass das wahrscheinliche Ziel die
Islamische Republik Iran ist. So schlecht beraten man auch sein wird,
Iran anzugreifen. James Petras erklärt, dass „Israels politische und
militärische Führung wiederholt öffentlich ihr Bestreben erklärt
hat, Iran in unmittelbarer Zukunft anzugreifen.“ Und wieder einmal
sieht es nach der Macht der jüdisch-zionistischen Lobby in den USA aus,
wodurch die Bush-Regierung dieselben Gedanken hat, um ihrem israelischen
Partner dabei zu helfen, sich von einem weiteren „sie reizenden
Land“ freizumachen, welches in der Region den imperialen Zielen der
beiden Länder im Weg steht. James Petras bezeichnet Israels gegen Iran
gerichtete Kriegsvorbereitungen als „die größte unmittelbare
Bedrohung des Weltfriedens und der politischen Stabilität (heute).“
Es fällt schwer zu widersprechen.
Jene
Bedrohung wurde noch verstärkt durch Nordkoreas Atomtest, welcher für
Israels Regierungsbeamte rasch darauf hindeutete, dass Iran daraus
Nutzen ziehen wird. Dies ist der Inhalt einer hetzerischen Erklärung
von Miri Eisin, dem Sprecher von Israels Premierminister Olmert, welcher
AP sagte: „ Wir sollten uns daran erinnern, dass die Nordkoreaner
bereits Lieferanten von Abschußrampen für Raketen geworden sind, die
Europa und sicherlich auch Israel erreichen könnten. Insoweit haben sie
schon ihre Bereitschaft gezeigt, Lieferanten für Iran zu sein.“ Dann
ging Israels UNO-Botschafter Dan Gillerman auf Israels Fernsehkanal 2
noch weiter bezüglich Nordkoreas atomarer Aktivitäten: „Was Iran
vorhat, könnte viel schlimmer, viel schrecklicher und viel gefährlicher
sein.“ Diese Sprache verlangt geradezu einen Angriff auf Iran, um
dessen mutmaßliche „atomare Bedrohung“ zu zerschlagen, selbst wenn
Iran kein Land bedroht und die tatsächliche Bedrohung eine wachsende
Wahrscheinlichkeit eines israelischen und/oder Angriffs von Israel und
den USA gegen Iran oder irgendein anderes Land in der Region ist,
welches als Angriffziel ausgewählt worden ist.
Den
USA und Israel wird gestattet, mit dieser Art unverschämt
auftrumpfender und provokatorischer Erklärungen davonzukommen, selbst
wenn mit lediglich dem Vorwand, dass irgendein Land etwas fabriziert,
und dies dann die grundlose Behauptung ist, dass Irans legitimes Recht
auf Urananreicherung für kommerzielle Zwecke bedeutet, dass das Land
ein Atomwaffenprogramm begonnen hat, welches Israel bedrohen wird. Von
den Tatsachen her ist Iran Unterzeichner des Vertrags über die
Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen. Und nach allen Beweisen
jahrelanger Überwachung durch die Internationale Atomenergie-Behörde
(IAEA) der UNO steht Iran in voller Übereinstimmung mit diesem Vertrag.
Iran
hat das Recht, sein kommerzielles Atomprogramm sowie die atomare
Anreicherung dafür durchzuführen. Auf der anderen Seite hat Israel nie
jenen Vertrag unterzeichnet. Es ist bekannt, dass Israel 200-300 oder
mehr hochmoderne Atomwaffen und Trägersysteme für sie besitzt. Israel
hat seine Absicht bekundet, diese Waffen einzusetzen, wenn es dies
entscheidet. Israel bewegt sich atomar außerhalb des geltenden Rechts,
ist aber eben jemand mit einem bedeutenden Verbündeten, welcher den
Iranern fehlt.
Heute
läuft die Debatte in Israel nur über die Methode und den Zeitpunkt des
Angriffs auf Iran. James Petras erklärt, dass die Israelis seit über
einem Jahrzehnt mit der Macht der jüdisch-zionistischen Lobby die USA
gedrängt haben, so einen Angriff vorzunehmen, wobei sie behaupten, dass
Iran Israels Sicherheit und seine Vorherrschaft in der Region bedroht.
Es spielt dabei überhaupt keine Rolle, dass Iran niemals seine Nachbarn
angegriffen hat und keinerlei Wahrscheinlichkeit besteht, dass Iran eine
militärische Aktion unternimmt, abgesehen von Selbstverteidigung wie
gegen Irak in den 1980er Jahren. Desweiteren ist es eine israelische und
made-in-usa „Agitprop-Fabrikation“, dass Irans Präsident
Ahmadschinedschad gedroht haben soll „Israel von der Landkarte zu löschen“.
Der Präsident sagte einige Dinge, darunter ... „dieses Regime,
welches Jerusalem derzeit besetzt hält, muß mit der Zeit
verschwinden“, wobei er sich auf ein rechtswidriges rassistisches und
Kolonialregime bezieht. Aber er sagte weder noch meinte er jemals, dass
es gewaltsam entfernt werden sollte oder die Juden aus Israel vertrieben
werden sollten.
Ein
weiterer Beweis für Irans Absichten stammt aus dem öffentlichen
Versprechen des Großen Ayatollah Khamenei, niemals ein anderes Land
anzugreifen. Er verurteilte auch die Entwicklung und den Einsatz von
Atomwaffen, weil dies gegen den Islam wäre. Die westlichen Medien waren
sehr darauf bedacht, Khameneis Versprechen zu verschweigen. Sie veröffentlichten
statt dessen falsche Berichte, dass er die USA bedroht hätte, um die
Spannungen zwischen beiden Länder anzuheizen. Dies alles ist Teil der
Planung, die volle Unterstützung der USA für die von Israel
beabsichtigten Kriegspläne und den von beiden Seiten lange gehegten
Wunsch nach einem Regimewechsel in Iran zu bekommen.
James
Petras malt ein düsteres Szenario für den Fall, dass ein US-,
israelischer oder von beiden Staaten gemeinsam getragener Angriff
gestartet wird. Das würde besonders schlimm sein, wenn die USA diesen
Angriff ausführt und dabei die sogenannten „mini-atomaren
bunkerbrechenden“ Waffen einsetzt, deren Einsatz je nach gewünschter
Stärke erfolgen kann, und die wahrscheinlich 1/3 bis 2/3 der Stärke
der Hiroshima-Bombe haben.
Im
Klartext: Da ist nichts „Mini“ an ihnen! Neben den katastrophalen
Ausmaßen von sofortigen und langfristigen Todesopfern durch nukleare
Vernichtung und Verstrahlung in Iran und darüber hinaus ergänzt James
Petras, dass so ein Angriff nur einen „Pyrrhussieg“ bringt. Wenn
Israel ihn allein macht, kann dies eine Kettenreaktion „eines
politischen Flächenbrandes mit Absetzen der Herrscher von Jordanien, Ägypten,
Syrien und Saudi-Arabien geben“. Wenn die USA angreifen, „wäre es
noch schlimmer. Riesige Ölquellen würden niederbrennen, die US-Truppen
in Irak wären eingeschlossen (mit den katastrophalen Folgen größerer
Verluste an Menschenleben auf beiden Seiten), die langfristigen
Beziehungen mit den arabischen Regimes wären untergraben, und die Erdölpreise
würden hochgehen (möglicherweise dann hoch genug, um eine
weltwirtschaftliche Katastrophe auszulösen), und Erdöllieferungen wären
unterbrochen. „Es ist fast sicher, dass dies die öffentliche Meinung
in den USA und in Israel entflammen und in Wut bringen würde, was zum
Absturz für die herrschenden Parteien in den beiden Ländern führen könnte.“
Das
würde auch die vorhandenen und angestrebten großen Erdölerschließungsvorhaben
der großen Ölkonzerne untergraben und bei den Israelis dazu führen,
die Palästinenser noch härter zu schlagen, noch brutaler eine
massenhafte ethnische Säuberung durch Vertreibung der Palästinenser
aus ihrer Heimat durchzuführen. Desweiteren würde beinahe sicher eine
Reaktion von der Hisbollah oder anderen Widerstandsorganisationen im Süd-Libanon
kommen, den Konflikt dort wieder anheizen, die israelische Tötungsmaschinerie
nach allen Seiten wieder in Gang setzen und neue massenhafte
Vertreibungen und Besetzungen durch Israels Grenzsicherungskräfte nach
sich ziehen, weil die UNO-Blauhelme und die libanesische Armee die Bevölkerung
aus dem Kriegsgebiet evakuieren würden. Und dies würde eine wachsende
Bedrohung in Form von terroristischen Vergeltungsschlägen in den USA,
in den anderen westlichen Ländern und in Israel zur Folge haben und
wahrscheinlich die Entschlossenheit anderer Länder stärken, sich
potenziell von der feindseligen USA, Israel und dem Westen bedroht zu
sehen und daher bestrebt zu sein, defensive wirtschaftliche und militärische
Bündnisse in einer Struktur wie der Shanghaier Organisation für
Zusammenarbeit (SCO) einzugehen, welche 2001 aus politischen,
diplomatischen, wirtschaftlichen und Sicherheitgründen gebildet wurde,
um als Gegengewicht zur NATO zu handeln, welche von den USA beherrscht
wird.
Doch
mit all den Gefahren bei einem Angriff auf Iran deutlich in den Köpfen
der US-amerikanischen Politikmacher steht es so, dass die Hemmschwelle für
einen solchen Angriff ständig weiter sinkt. Dies geschieht derzeit
trotz ernsthafter Auseinandersetzungen auf hoher Ebene in Washington über
die Frage, ob und wie so ein Angriff zu führen ist. Das Pentagon hat
Kriegspläne dafür, um die NATO, Israel und Kanada dabei mit
einzuschließen. Und das Pentagon hat gegenwärtig eine große
US-Kriegseinsatzflotte im Persischen Golf und im Östlichen Mittelmeer
stationiert. Ein Teil dieser Seestreitkräfte wird ständig in der
Region stationiert, und Anfang Oktober erhielt die starke Eisenhower
Flugzeugträger-Einsatzgruppe den Befehl, sich für die Entsendung
vorzubereiten. Sie zog dann am 3. Oktober dorthin los und steht jetzt
vor Ort, bereit zur Ausführung jeder beabsichtigten Handlung. Sie schloß
sich dort den Enterprise und Iwo Jima Interventionseinsatzgruppen an.
Insgesamt sind 3 große US-Kriegsflotten gegen Iran in Stellung gebracht
worden, die für jede Befehlsausführung unmittelbar bereitstehen. In Kürze
stößt noch eine vierte US-Kriegsflotte hinzu, die
Boxer-Interventionsgruppe, die Singapur am 16. Oktober Richtung
Persischer Golf verlassen hat. Die US-Seestreitkräfte sind dort vor Ort
bereits in das verwickelt worden, was das iranische Außenministerium
„gefährliche und verdächtige“ Manöver am Golf nennt. Praktiziert
wird das Aufbringen und Durchsuchen von Schiffen nach möglichen
Massenvernichtungswaffen und Raketen.
Dies
alles mag nur ein Säbelrasseln und ein Bluff sein. Aber ist es mehr als
das, dann könnte es zu einer „Überraschung“ im späten Oktober
oder frühen November vor den US-Kongreßwahlen am 7. November werden,
die dann nur wenige Tage entfernt liegen würden und eine Reaktion auf
einen fabrizierten Zwischenfall wie im August 1964 im Golf von Tongking
oder der Explosion der USS Maine im Februar 1898 im Hafen von Havanna
einleiten würden. Es ist nie schwer für einen Aggressor, Kriegsgründe
zu finden, wenn der Aggressor einen Krieg wünscht und lediglich einen
passenden Vorwand braucht, um ihn zu starten.
Die
Bush-Administration und die Israelis können sich ihren Wunsch erfüllen,
wenn ihre Seestreitkräfte ihre vermeldeten Pläne der Blockade der
iranischen Ölhäfen umsetzen. Dieses Vorgehen wird eine Kriegshandlung
sein, wenn es denn gemacht wird.
Iran
wird dann das legitime Recht haben, in Selbstverteidigung lt. Artikel 51
der UN-Charta zu reagieren. Aber Iran wird dann sicherlich auf den
handstreichartigen Gegenangriff auf ca. 400 iranische Zielorte treffen,
die schon dafür vorgesehen sind, beim Ausbruch des feindseligen
Konfliktes zerstört zu werden. Nichts davon garantiert, dass ein
Angriff sein muß. Aber die tatsächliche Möglichkeit dafür ist stets
gegeben. Dies zeigt auch die Macht der jüdisch-zionistischen Lobby in
den USA, die Israels langfristiges Ziel unterstützt, Iran anzugreifen,
und zwar ungeachtet, wie düster die Folgen wären.
Es
gibt so viel offene Spekulation darüber. Es ist vernünftiger, militärischen,
politischen und wirtschaftlichen Beobachtern zu glauben, dass dies ein
Wahnsinnsakt mit möglicherweise katastrophalen Folgen wäre, wie James
Petras nachstehend ausführt. Wird sich das ereignen? Wir können nur
unseren Atem anhalten, um das herauszufinden. Aber es kann nicht lange
dauern, bis wir es herausgefunden haben werden.
wird
fortgesetzt mit:
Teil
3 des Buches - Experten für Terror oder terroristische Experten
Quelle:
http://www.wake-up-america.net/
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Teil
3 des Buches:
Experten
für Terror oder terroristische Experten“
von
Stephen Lendman
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke“
auf
Kommunisten-online am 4. August 2011 – In diesem Teil
seines Buches geht James Petras ganz konkret an die selbsternannten
„Terrorismusexperten“. Er arbeitet mit seiner scharfsinnigen
Zergliederung dieser Personengruppe deutlich die Erklärung heraus,
warum sie so prominent in den großen Medien vorgestellt werden. Er
nennt sie „Auftragsleute“. Sie sind da, um eine Rolle zu spielen und
„die kolonialen und imperialen Eroberer mit Motiven auszustatten und
ihre Vorstellungen stärker in das öffentliche Bewusstsein zu pflanzen,
dass die Terroristen nicht wert sind zu herrschen oder beherrscht zu
werden“, so dass wir sie los werden müssen. „
Es
macht nichts, dass der sogenannte „Krieg gegen den Terrorismus“ eine
unverschämt überstrapazierte, aber sehr wirksame listige Taktik zur
Panikmache ist. Der „Krieg gegen den Terrorismus“ wird immer
benutzt, weil das Publikum nie begreift, dass es gar keine Rolle spielt,
wie oft zuvor die angeblichen Bedrohungen sich als ein weiterer Betrug
herausgestellt hatten, um dieses Publikum mit allen nur möglichen
Bestrebungen zusammengehen zu lassen, welche die US-Regierung gerade im
Sinn hat. Es erstaunt immer wieder, wie kurz die Aufmerksamkeitsspanne
der Öffentlichkeit ist. Dabei ist klar, dass die Macht der
Konzernmedien eine Menge damit zu tun hat. Dies brachte den Autor Studs
Terkel dazu, von einer die ganze US-Nation erfassenden
Alzheimer-Krankheit zu sprechen. Und es führte beim Autor und
politischen Kritiker Gore Vidal dazu, sein 2004 erschienenes Buch
folgendermaßen zu betiteln: Das Imperiale Amerika - Gedanken über die
Vereinigten Staaten von Amnesia.“
Der
„Krieg gegen den Terrorismus“ gibt dem gesamten Propaganda-Apparat
und den terroristischen Experten ein offenes Feld, um die öffentliche
Meinung zu manipulieren und dazu zu bringen, fast alles zu glauben.
James Petras nennt diese terroristischen Experten „verbale Mörder“,
die nicht verstehen können oder verstehen werden, dass mit Angriffen
voller Schrecken und Abscheulichkeiten niedergeschlagene Völker, deren
Länder im Namen der „Befreiung“ ausgeplündert worden sind, deren
Angehörige massenhaft ermordet, vergewaltigt, festgenommen und
gefoltert worden sind, - dass solche Menschen verzweifelt und genug
motiviert sein können, um zur Selbstverteidigung und Vergeltung zurückzuschlagen.
„
Dies
folgt logisch aus dem Gesetz von Newton, wonach es für jede Aktion die
entsprechende Reaktion gibt. 1954 verstand die CIA dies und erfand einen
Begriff dafür (was keinen sich selbst respektierenden terroristischen
Experten berührt). Die CIA nannte es „Gegenwind“ und bezog sich
damals auf die unbeabsichtigten Folge feindseliger Handlungen der USA im
Ausland wie dem Sturz rechtmäßiger oder anders beschaffener
Regierungen wie im Fall von Mohammed Mossadegh in Iran 1953, dessen
Sturz die dortige Entwicklung von 25 Jahren Terrorherrschaft des Schahs
eröffnete. Dies führte schließlich zum „Gegenwind“ der Revolution
von 1979. Und es verursacht andere Fälle von Vergeltung, wie sie jetzt
in Irak und Afghanistan und seit nahezu 60 Jahren in Palästina
ablaufen. „
Aber
die prominenten terroristischen Experten in den großen Konzernmedien
haben eine ganz andere Diagnose bei den Widerstandskämpfern. Sie nennen
sie „unheilbare Psychopathen, welche äußerst gefährlich sind, wenn
sie zahlreich werden, so dass wir sie hinwegfegen müssen, indem wir sie
fangen, einkerkern, foltern oder töten.“ Eine praktische
Arbeitsteilung wird dann organisiert, um dies zu tun. Und die
terroristischen Experten spielen die ihnen zugewiesene Rolle zusammen
mit Militärs, angeheuerten Sicherheitsbeamten, Gefängnisleitern, Verhörspezialisten,
Leibwächtern und anderen Beamten. Sie alle sind Mitglied im Team der
teuflischen Jünger der Mächtigen. Sie alle machen „die Opfer zu
Henkern und die Henker zu Opfern“. Sie tun dies, indem sie den rechtmäßigen
Widerstand mit dem Etikett „islamisch-faschistisch“,
„islamisch-fundamentalistisch“, „terroristisch“ oder sonstigen
frei erfundenen Bezeichnungen für Unterlegenheit oder hinein
interpretierte Bedrohung belegen, so dass dieser rechtmäßige
Widerstand zerschlagen werden muß.“
Es
ist unverständlich für die terroristischen Experten, dass beinahe jede
Vergeltungs- und Selbstverteidigungstat in Notwehr gerechter Widerstand
sein kann, wenn man das staatlich geleitete Ausmaß der Gewalt zugrunde
legt, welche gnadenlos gegen die Menschen eingesetzt wird. In Israel und
jetzt in Irak und Afghanistan führte dies zum Phänomen der
Selbstmordbomben. James Petras nennt es „eine Form der individuellen
Selbstaufopferung, des individuellen Widerstand im Namen des kollektiven
Widerstands.“ Er erklärt weiter, dass im Westen die individuelle
Selbstaufopferung mit Medaillen belohnt wird, aber im Nahen und
Mittleren Osten und vor allem im Fall der Selbstmordbomben der Preis das
Märtyrertum ist, dass diese Widerstandskämpfer ihr Leben für die
Sache der nationalen Befreiung gegen eine überlegene feindliche Macht
gegeben haben. Das ist eine im Laufe der Geschichte ganz gewöhnliche
Erscheinung, wenn sich ein Volk einem übermächtigen Eroberer und
Besetzer gegenübersieht. James Petras erklärt dazu: „Es hat immer
und es wird immer sich selbst aufopfernde Einzelpersonen oder (ganze Bevölkerungen)
geben ... bereit zur Verteidigung des Volkes und der Heimat ... und die
ihren Körper als Rakete oder als Waffe einsetzen, eben genau dies
tun.“„
James
Petras erklärt auch, dass es verschiedene Formen imperialer Eroberung
und Unterdrückung gibt. Und diejenige, welche die USA in Irak und
Afghanistan anwenden, welche Israel gegen die Palästinenser anwendet,
ist ein grausamer und unmenschlicher „Prozess der Zerstörung,
Erniedrigung und Ausbeutung, gefolgt von Bestrebungen, ein koloniales
Militär, Polizei und politische Struktur 'wiederaufzubauen', welche
bereit und fähig sind, antikolonialen Widerstand zu unterdrücken und
einzudämmen.“ Das ist eine Doktrin des „totalen Krieges“ gegen
Ziel-Völker, die zu schwach sind, sich zu wehren, abgesehen von
asymmetrischer Guerrilla-Kriegsführung mit Mitteln, die Taktiken wie
Auto- und Selbstmordbomben einschließen. James Petras nennt diese
Praxis „eine der ultimativen Formen der Ablehnung von Tyrannei“, die
erst dann enden wird, wenn der „totale Krieg“ endet. Und dies wird
nur geschehen, wenn die „Stränge der kolonialen
Wiederbelebungsbewegung des Imperialismus in ... seinen US-, europäischen
und israelischen Varianten zerschlagen sind ... Frieden und Versöhnung
ist nur möglich, wenn die Architekten und Ausführenden des totalen
Krieges und der menschlichen Erniedrigung vor Gericht verurteilt
werden.“ Ein langer und schmerzlicher Kampf für Befreiung mag vor uns
liegen, bevor dieses Ziel jemals erreicht werden wird.“
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Teil
4 des Buches:
Noam
Chomsky und die pro-israelische Lobby“
auf
Kommunisten-online am 4. August 2011 – Im letzten Teil
seines Buches fordert James Petras einen Mann heraus, der am besten als
eine Ikonenfigur der Linken, als ein Antikriegsaktivist und vieles mehr
beschrieben werden könnte. Welcher aber niemand ist, dem es ungewohnt wäre,
herausgefordert und zuweilen sehr hart herausgefordert zu werden. „
James
Petras führt aus, dass Noam Chomsky jahrelang ein scharfer Kritiker der
israelischen Politik gewesen ist und von pro-israelischen Organisationen
und den großen Konzernmedien für seine Ansichten hart angegriffen
worden ist, wobei sein Name nur selten mal in jenen Medien zugelassen
wird. Dennoch verteidigt Noam Chomsky die Existenz des zionistischen
Staates und hat eine andere Auffassung als James Petras zur Macht und
zum Einfluss der jüdisch-zionistischen Lobby auf die Politik der USA
gegenüber Israel. James Petras listet auf, was er die 15 falschen
Thesen von Noam Chomsky nennt, welche dessen lange gehegte Überzeugung
widerspiegeln, dass die jüdisch-zionistische Lobby nicht so mächtig
ist, wie es James Petras in seinem Buch nachweist. Ich will nicht Partei
ergreifen für einen der beiden herausragenden Menschen. Der Autor James
Petras listed die strittigen Punkte zwischen ihnen auf, damit der Leser
entscheiden kann, wer da die bessere Auffassung vertritt.“
James
Petras beginnt die Auflistung mit den von ihm Chomskys 8 „zweifelhafte
Positionen“ genannten Punkten:“
1.
Die pro-israelische Lobby ist wie jede andere Lobby.“
2.
Die Unterstützer der pro-israelischen Lobby haben nicht mehr Macht als
andere Lobby-Gruppen.“
3.
Die pro-israelische Lobby arbeitet erfolgreich, aber ihre Interessen
decken sich mit denen der USA.“
4.
Israel ist ein Werkzeug des US-Imperiums und wird nach Bedarf
benutzt.“
5.
Die großen Ölkonzerne und der „militärisch-industrielle Komplex“
sind die Hauptkräfte bei der Prägung der Nahostpolitik.“
6.
Die Interessen der USA und der Israelis decken sich gewöhnlich.“
7.
Der Irak-Krieg und die Bedrohungen gegen Iran und Syrien stammen von den
„Ölinteressen“ und dem „militärisch-industriellen Komplex“.“
8.
Das Verhalten der USA im Nahen und Mittleren Osten ist dasselbe wie ihr
Verhalten weltweit.“
James
Petras verwendet dann die obige Liste, um zu diskutieren, was er Noam
Chomskys 15 falsche Thesen nennt. Dabei verwendet er die überzeugende
Beweislage aus seinem Buch, um sich im Einzelnen mit Chomskys Thesen
nacheinander auseinanderzusetzen. Er fasst dann den gesamten Sachverhalt
zusammen und vermerkt, dass er dies getan hat, weil Chomskys enorme
Statur dessen Auffassungen prominent machen, ganz gleich welche
Auffassungen Chomsky da im einzelnen auch immer vertritt. Es ist eine
Sache der Konsequenz, wenn ein Mann wie Noam Chomsky glaubt, dass die jüdisch-zionistische
Lobby wie alle anderen Lobbies wäre, was nach der Ansicht von James
Petras „den Haupturhebern, Architekten und Lobbyisten für den
Irak-Krieg einen Freibrief gibt und ein Hindernis bildet, Klarheit darüber
zu schaffen, gegen wen da wofür von den USA gekämpft wird. Die
pro-israelische Lobby zu ignorieren heißt auch, ihre freie Hand
zuzugestehen, um die Invasion gegen Iran und Syrien und jedes andere
Regime in der Region, welches Israel zu entfernen wünscht,
durchzusetzen.“ James Petras fasst zusammen: „Die Friedens- und
Gerechtigkeitsbewegungen in den USA und im Ausland sind größer als
eine einzelne oder eine Geistesströmung, und zwar ungeachtet ihrer Bezüge
aus der Vergangenheit.“ In diesem Kampf beachtlicher Titanen der
Linken liegt es am Leser zu entscheiden, wer von ihnen da richtig
liegt.“
Ein
Plädoyer: Dem Zionismus entgegentreten und eine US-amerikanische Nah-
und Mittelostpolitik einfordern“
James
Petras hat ein mächtiges und bedeutendes neues Buch geschrieben,
welches ein breites Engagement und eine große Resonanz braucht. Aber er
wird niemals den Inhalt seines Buches hinter die Torwarte der Konzerne
bekommen, die die Konzernmedien beherrschen, schon weil er den Mut
aufbringt zu enthüllen, was andere sich fürchten würden zu tun: dem
Zionismus entgegenzutreten. Seiner Tagesordnung der aggressiven Kriege
und der Kolonisation entgegenzutreten. Die Macht der jüdisch-zionistischen
Lobby zu benennen, welche für Israel die volle und bedingungslose
Unterstützung jeder US-Regierung sichert, ganz gleich ob dies den
Interessen der USA dienlich ist oder nicht. Die Macht der jüdisch-zionistischen
Lobby erreichte ihren Höhepunkt und kam voll zum Tragen mit dem
Aufkommen der Neo-Konservativen der Bush-Regierung, welche wirkungsvoll
ihre Treue zu den Beherrschern des israelischen Staates üben und
beweisen, so dass Ariel Sharon recht haben kann, wenn er einst arrogant
über seine Beziehung zu George Bush prahlte: „Wir haben die USA unter
Kontrolle.“„
Das
Ergebnis ist für die USA und die geheiligten Grundsätze ihrer Gründung
katastrophal gewesen. In der Partnerschaft mit Israel begannen die USA
mit dem Auseinanderfetzen des Nahen und Mittleren Ostens und
Mittelasiens durch das Angreifen und Besetzen von Irak und Afghanistan.
Die USA drohen in dieser Partnerschaft mit Israel jetzt, die ganze
Region in Brand zu setzen, so stark dass sie explodiert, wenn die USA
mit den Plänen für den Angriff Irans weitermachen, diesen Angriff mit
Kernwaffen durchführen, und dann gegen Syrien und auch Saudi-Arabien
weitermachen, während damit fortgefahren wird, Libanon in Geiselhaft zu
halten, Libanon zu belagern und zeitweilig regierungsunfähig instabil
zu halten, in Erwartung des nächsten unvermeidlichen Auslösers zur
Entzündung des ganzen schmutzigen Geschäfts dort, immer wieder und
umfassend. Die Bush-Regierung brachte mit ihrem „langen Krieg“ gegen
den Islam 1,8 Milliarden Muslime weltweit in Wut und zu einer
zunehmenden Einheit gegen die USA. Sie zerstört derzeit auch die
Freiheit und die Demokratie in den USA mit dem Prozess, jedermann mit
der aufstrebenden Macht eines Polizeistaates der nationalen Sicherheit
zu bedrohen, welcher mit einem außer Kontrolle stehenden Präsidenten
zur Tyrannei wird, denn dieser Präsident reißt diktatorisch alle
Vollmachten einer „Einheitsregierung“ an sich und beansprucht dabei
das Umgehen des Rechts der USA und ihrer internationalen
Verpflichtungen, um zu regieren, wie es ihm beliebt.“
James
Petras läutet den Alarm und fragt, wie die US-Amerikaner in dieses
Debakel geraten sind, wer dafür verantwortlich zu machen ist. Er
unterstreicht die Notwendigkeit einer großangelegten Untersuchung im
US-Kongress, um dies herauszufinden. Zugleich beklagt er, dass dies
wahrscheinlich nicht geschehen wird, solange die Neo-Konservativen von
Bush ihren Willen bekommen. „
Die
zentrale These seines Buches besteht darin, dass die jüdisch-zionistische
Lobby den Interessen des Zionismus dient und als Agent für den Staat
Israel agiert. Sie setzte die Bush-Regierung ein, wie schon die
Regierungen vor der Bush-Regierung von ihr eingesetzt wurden. Sie
besetzt mit ihren Gewährsleuten auch die Schlüsselzentren der Macht
und des Einflusses in den USA und führt die US-Amerikaner in die
Katastrophe, welcher sie nun gegenüberstehen, wegen ihres
fehlgeleiteten Nah- und Mittelost-Abenteurertums. „
James
Petras setzt die Handlungen der USA im Bündnis mit Israel den
faschistischen Kriegsverbrechen der Nazis im 2. Weltkrieg gleich:
„Dies sind die schlimmsten Verbrechen an der Menschheit.“ Bezüglich
des Verbrechens der Aggression hieß es seitens des Nürnberger
Tribunals, dass dies das „schwerste internationale Verbrechen“ ist.
Und jene Nazis, die schuldig befunden wurden, wurden gehangen. „
James
Petras erklärt: „Die schlimmsten Verbrechen werden von denjenigen
begangen, die für sich beanspruchen, ein von Gott auserwähltes Volk zu
sein, ein Volk mit 'selbstgerechten' Einforderungen der höchsten
Opferrolle für sich.“ Er geht weiter und sagt: „Selbstgerechte
Opferideologie in Verbindung mit ethnisch-religiösen Loyalitäten unter
Führung von fanatischen zivilen Militaristen mit hochentwickelter
Bewaffnung ist die größte Bedrohung für den Weltfrieden und die
Menschheit.“„
James
Petras richtet einen leidenschaftlichen Appell an alle fortschrittlichen
Menschen (und in Wirklichkeit an alle Menschen mit einem Gewissen), die
imperiale Tagesordnung für alle Länder abzulehnen und im Fall Israels
entschlossen dagegen einzutreten, als antisemitisch abgestempelt zu
werden. Die skurrile Verwendung solchen Namens ist eine weitere Zuflucht
von Schurken, denen nicht erlaubt oder geduldet werden darf, unser aller
Angriff gegen die Kräfte der Finsternis, die uns zerstören werden,
sofern wir nicht entschlossen gegen sie Position beziehen, zu stoppen.
James Petras sagt uns, dass dies nicht leicht werden wird. Und dass wir
starke ideologische Angriffe gegen uns erwarten können, welche auf dem
Grundsatz basieren, dass Israel die Verkörperung von „Demokratie,
Freiheit und Gerechtigkeit“ ist. Und all jene, die sich derzeit wagen,
den jüdisch-zionistischen Staat zu kritisieren, werden als Unterstützer
von „arabischen Diktaturen, Unterdrückung, Ungerechtigkeit und
Terrorismus“ bezeichnet werden.“
Die
Einsätze sind viel zu hoch, um sie einfach so wegkommen zu lassen, wenn
sie skurrile Namen zur Verteidigung verwenden. In Worten von James
Petras: „Israel und sein Übersee-Netzwerk in den USA ... bedrohen
nicht nur die unterdrückten Völker von Palästina (und Irak, Iran,
Libanon, Syrien und jedem anderen Staat im Zielvisier Israels), sondern
sie bedrohen die Rechte der Weltbevölkerung.“ Er betont, dass wir
massenhaft die Öffentlichkeit auf unserer Seite haben, und zwar fast überall
außerhalb der USA, und auch in den USA gewinnen wir Resonanz. Diese Öffentlichkeit
sieht Israel und die Handlungen der USA
zur Unterstützung des jüdisch-zionistischen Staates als die größte
aller Bedrohungen für den Weltfrieden und die Stabilität an.“
James
Petras beendet sein Buch mit einem letzten leidenschaftlichen Ruf zu den
Waffen: „Lasst uns nach vorn schreiten und unsere USA, unsere Gedanken
und unsere Politik entkolonialisieren. Dies als ersten Schritt zur
Wiederherstellung einer demokratischen Republik, frei von miteinander
verflochtenen kolonialen und neo-imperialen Bündnissen.“„
Kluge
Gedankengänge von einem klugen und mutigen Menschen. Wir können sie
nicht ignorieren, damit wir nicht den höchsten Preis, den Verlust
unserer Freiheit als US-Amerikaner (und möglicherweise mit unserem
Leben) zahlen. Nur weil wir nicht wussten, dass uns die Freiheit
genommen worden ist, bis es dann zu spät wurde, um zu handeln und sie
zu retten.“
Quelle:“
http://www.wake-up-america.net/
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