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Kurze Vorbemerkung Roter Webmaster:

Kommunisten-online vom  17. Juli 2011 - ch habe mich etwas im Internet umgesehen über  James Petras und das gefunden, was ich zu finden gewiss war:

Die Zionistischen Rassisten und Kriegsverbrecher bezeichnen ihn als Antisemiten und Relativier der Naziverbrechen in Auschwitz. Und das, weil Petras die Machenschaften zionistischer Kreise in den USA aufdeckte und geißelte.

Denen fällt wirklich nichts Neues ein: Jede qualifizierte Kritik am Zionismus ist antisemitisch. Dabei interpretieren sie Antisemitismus auch noch falsch. Denn die Semiten sind Völker einer Sprachgruppe im mittleren Osten – der semitischen Sprachen[1]. Dazu gehören die Araber und die Juden und die aramäisch sprechenden Völker. Antisemitismus wäre also mehr, als Antijüdisch, aber die Zionisten setzen es gleich.

Weiterhin: Die Zionisten behaupten, sie seien die legitimen Sprecher aller Juden. Wenn nur Juden Semiten sind, die Zionisten aber gleich die Juden in allen Ländern, dann ist jede Kritik an der Zionisten angeblich antisemitisch. Sie machen es sich sehr einfach.

Richtig ist aaber: Zwar sind alle Zionisten Juden , aber nur eine Minderheit der Juden weltweit sind Zionisten. Ja, die entschiedensten Kritiker des Zionismus sind Juden. Ich erinnere nur an den greisen Uri Avneri und den weltbekannten Wissenschaftler Niam Chomsky, den deutschen Wissenschaftler Prof. Rolf Verleger und viele andere.

Die zionistischen Kriegsverbrecher und Rassosten beschmutzen mit ihrem Anspruch, sie allein seien die legitimen Sprecher aller Juden, das Ansehen der  Juden in allen Ländern und fördern somit sogar Judenfeindlichkeit.

Man  muss das Kind beim Namen nennen und Verbrecher Verbrecher, Mörder Mörder und Rassisten Rassisten nennen. All das sind die Zionisten, das ist keine Relativierung der Verbrechen von Auschwitz, sondern wirkliche Solidarität mit den Opfern dieser Verbrechen. Die Zionisten missbrauchen die Opfer der Shoa für ihre Verbrechen und ziehen damit deren Andenken in den Schmutz.

Und noch etwas: Mir sagte – ich war damaals sehr junger FDJ-Funktionär in der DDDR – ein alter Kommunist, der im Zuchthaus unter den Nazis saß und in Spanien für die Republik gekämpft hatte:

„Es gibt kein e Rassengrenzen für uns Kommunisten – nur Klassengrenzen!“

Gleich, wer die Konzerne führt, gleich, wer die Banken kommandiert, ob Christ, Jude, Buddhist, Moslem, Glaubensloser oder sonst wer: Sie gehören zur Bourgeoisie und sind unsere Feinde.

G.A.

Kommunisten-Online veröffentlicht die Übersetzung der Zusammenfassung eines Buchs von James Petras, welches den Titel „Die Macht Israels und den USA“ hat und umfassend bestens recherchierte Fakten und Hintergründe zu diesem Thema liefert, die weitgehend von niemandem wahrgenommen werden. Wir veröffentlichen eingangs die Rezension der Einleitung zu diesem Buch, dann seinen „Teil 1 - Die zionistische Macht in den USA“ mit auch erhellenden Fakten zur Vergewaltigung des Libanons durch Israel, dann seinen „Teil 2 - Israel und der Krieg im Mittleren Osten“, dann „Teil 3 - Experten für Terror oder terroristische Experten“, dann „Teil 4 - Noam Chomsky und die pro-israelische Lobby“.

Wir beginnen hier mit der Einleitung zu diesem Buch.

Buch von James Petras in einer Rezension vom 26.10.2006

„DIE MACHT ISRAELS UND DER USA“

von Stephen Lendman

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke

Auf Kommunisten-online am  17. Juli 2011 In „Information Clearing House“ vom 26.10.2006 heißt es: James Petras ist Prof. em. für Soziologie an der Binghamton Universität von New York. Er ist ein bekannter Akademiker der Linken in den USA und ein angesehener Fachmann für Lateinamerika sowie langjähriger Chronist der Kämpfe der Völker auf dem amerikanischen Kontinent.

James Petras berät die Organisation landloser Bauern in Brasilien und die Arbeitslosenbewegung in Argentinien. Er schaffte es, hunderte Artikel zu verfassen. 62 Bücher von ihm wurden in 29 Sprachen veröffentlicht. Darunter sein letztes Buch, in welchem es um den Mittleren Osten geht. Auch diese bewegte Region kennt er bestens. Er widmet sich dabei besonders dem Staat Israel und seinen Beziehungen mit den Nachbarstaaten, vor allem den Palästinensern, aber auch, und das ist an seinem Buch hervorzuheben, den Beziehungen zwischen Israel und den USA.

Petras' großartiges Buch erschien unter dem Titel „Die Macht Israels in den USA“. Es ist ein Werk der Epik, eine Pflichtlektüre für Interessierte an dieser Thematik. In seinem Buch dokumentiert er den gewaltigen Einfluß der jüdischen Lobby auf die US-Politik im Mittleren Osten. Wie ein Laser konzentriert er sich auf die Bestätigung, daß die US-amerikanische Politik mit Israels langfristigem Ziel der Erringung der Vorherrschaft in der Region des Nahen und Mittleren Ostens völlig konform geht. Der Einfluß der jüdischen Lobby ist breit und tief genug, um US-Regierungsbeamte der höchsten Ebenen, die Geschäftskreise, die Akademie, den Klerus in den USA (und dabei vor allem die dominanten christlichen Fundamentalisten bzw. christlich-zionistischen Kreise) sowie die Massenmedien zu umfassen. Petras zeigt auf, wie sie alle zusammen die vollständige und bedingungslose Unterstützung der USA für alle Elemente der Tagesordnung des zionistischen Staates Israel bereits seit Jahrzehnten selbst dann gewährleisten konnten und können, wenn jene Tagesordnung des zionistischen Staates Israel die US-Interessen beeinträchte, wie es der Fall beim nicht gewinnbaren Krieg im Irak gewesen ist, oder wie es der Fall bei einem künftigen Kriegsabenteuer der USA gegen Iran sein würde, oder auch bei der erschreckend brutalen Unterdrückung und Kolonialisierung des palästinensischen Volkes, was den US-Interessen nirgendwo dient. Darüber hinaus kann diese jüdische Lobby die USA so weit steuern, daß die USA bedingungslos mit Israel zusammengehen und dabei keinerlei ernsthafte Opposition dulden.

Das Buch gliedert sich in vier Teile. Die Zusammenfassung wird jeden einzeln behandeln. Und was da angesprochen wird, überrascht wohl jeden mit den sorgfältig aufgeführten Dokumenten nicht vertrauten Leser. Petras legt in seiner Einleitung auf den Tisch, was in den späteren Artikeln kommen wird. Er stellt fest, was der Autor JJ. Goldberg in seinem Buch „Jüdische Macht innerhalb des jüdischen Establishments“ berichtete.

Goldberg schrieb in den 1990er Jahren, daß 45% der Wahlkampfspenden für die Demokratische Partei und 25% der Wahlkampfspenden für die Republikanische Partei in den USA von den jüdisch finanzierten Politischen Aktionskomitees (PACS) kamen. Petras aktualisierte diese Zahlen und stützte sich dabei auf die von Richard Cohen in der Washington Post veröffentlichten Angaben, wo sie mit 60% zugunsten der Demokraten und 35% zugunsten der Republikaner angegeben werden. Dort wird auch aufgezeigt, daß diese Spenden nur einer einzigen Sache im Kern dienen: der bedingungslosen Unterstützung der USA für Israels Tageesordnung. Dies einschlielich jener Teile der Tagesordnung Israels, wo es um die Menschenrechtsaktivisten und -beobachter geht, welche vorsätzlich als rechtswidrig und krass abgestempelt werden. Petras hebt hervor, daß keine andere Lobby in den USA einschließlich der der großen Pharmakonzerne, des großen Ölkonzerne, der großen Agrargeschäftskreise oder sonstige diese Art vorherrschenden Einfluß auf die politischen Prozesse in den USA ausübt. Er verweist auf die zionistisch-konservativen Ideologen und Politikmacher, deren Hauptziel darin besteht, den Mittleren Osten zur „US-Israelischen Geschäftsspäre“ mit dem Täuschungsetikett des Förderns der Demokratie in der Region zu machen, und zwar mit vorgehaltenem Revolver!

Petras erklärt die Wurzel der Lobby-Macht. Sie liegt im hohen Anteil jüdischer Clans in den an Vermögen und Einfluß reichsten Kreise in den USA. Er zitiert da das Forbes-Magazin, welches berichtet, daß 25-30% der reichsten Familien in den USA jüdisch sind. Dies trotz der geringen Prozentzahl von Juden an der Gesamtbevölkerung der USA. Darunter sind Milliardäre mit gewaltigem Einfluß, die zusammen mit allen anderen Angehörigen der jüdischen Lobby eine „Tyrannei Israels über die USA“ begründet haben, aus welcher sich Folgewirkungen ergeben, die schwerwiegend genug sind, den Frieden und die Stabilität der Welt, die Weltwirtschaft und die sehr nahe Zukunft der Demokratie in den USA zu bedrohen.

Die Demokratie in den USA mit ihren verfassungsmäßig geschützten Bürgerrechten hängt derzeit nach Absegnen des Military Commissions Act, bekannt als Gesetz zur Genehmigung von Folter oder noch konkreter als „US-Gesetz der Außerkraftsetzung der Verfassung“ am seidenen Faden und macht jederman überall zum „feindlichen Kämpfer“, zur Zielperson für Festnahme und Inhaftierung außerhalb des Blickwinkels irgendwo in der Welt ohne Gewährung all der nicht länger garantierten Bürgerrechte der USA. Das neue Gesetz wird auch auf US-Bürger angewendet, wie der Fall von Jose Padilla zeigte. Die USA haben damit den Rechtsgrundsatz Habeas und ihre Gerichtsbarkeit eingebüßt, auch wenn all dies technisch noch da ist,

Durch die Macht der jüdischen Lobby haben laut Petras' Bericht die USA bedingungslos Israels aggressive Kriege seit 1967 unterstützt. Der Einfluß der jüdischen Lobby führte auch zum Golfkrieg 1991 und zum zweiten Irak-Krieg 2003, der jetzt für die USA außer Kontrolle geraten ist und von etlichen US-Beobachtern für nicht gewinnbar gehalten wird, so daß seine Fortsetzung nur möglicherweise nicht wiedergutzumachende Schäden für die USA und politische Probleme mit sich bringen würde. Dennoch geht er immer noch weiter und gibt es keinen Plan, ihn zu beenden. Die jüdische Lobby gewährleistet auch die bedingungslose Unterstützung der USA für Israels rechtswidrige aggressive Kriege voller Verwüstungen gegen den Libanon und gegen die Palästinenser, deren schreckliche Folgen ungelöst zurückbleiben. Der Palästina-Konflikt wütet immer noch unter dem Radar. Und der Status des Libanon hängt am seidenen Faden mit der jederzeit gegebenen Entscheidung Israels zu einer Wiederaufnahme der Feindseligkeiten. Aber die Zündung des Pulverfasses Mittlerer Osten wird auf ihrem Höhepunkt den USA und / oder Israel die Möglichkeit geben, den Iran anzugreifen, nur weil Israel dies will und die jüdische Lobby in den USA ihre mächtige Unterstützung dafür einsetzt. Mehr zu diesem Thema sowie Libanon und Palästina weiter unten.

Heute ist die Lage im Mittleren Osten so schlimm, daß laut Petras' Auffassung die große Mehrheit der Europäer und eine wachsende Zahl der US-Amerikaner glauben, daß Israel die größte Bedrohung für den Weltfrieden und die Stabilität ist. Dessen ungeachtet hat die Bush-Regierung mit Unterstützung durch die jüdische Lobby ihre europäischen Partner dazu getrieben, ihre kompromißlose Unterstützung für den Staat Israel trotz aller offenkundig von ihm ausgehenden Gefahren fortzusetzen. In den USA wird jede öffentliche Debatte dazu abgewürgt, sofern sich Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens oder Akademiker überhaupt an dieses Thema herantrauen. Wer da Wahrheiten äußert, wird an den Pranger gestellt, der Lächerlichkeit preisgegeben, als antisemitisch verschrien und auch bedroht. Keine ernsthafte Abweichung wird in den Medienkonzernen oder ihren Radiostationen geduldet.

In diesem Zusammenhang ist keine Publikation noch zweckdienlicher, ein noch größeres und einflußreich unterstützendes Sprachrohr als die New York Times. Das hat Bedeutung, denn ihre Geschichten verursachen Resonanz überall in den USA und weit in die Welt hinaus. Diese dominierende Zeitung verspricht bedingungslose Unterstützung und Treue zum Staat Israel, ganz gleich was Israel gerade tut. Die übrigen großen Massenmedien setzen ohne jedes Nachfragen regelmäßig einseitige pro-israelische „Israel-über-alles-in-der-Welt“-Propaganda in das öffentliche Blickfeld und lassen dabei keinerlei Äußern oppositioneller Standpunkte zu. Dies nennt sich in den USA dann freie Presse, welche eigentlich nur frei für jene ist, die diese Pressemedien besitzen. Der Zustand dieser von Konzernen besessenen Medien in den USA ist nun mehr so erbärmlich, daß Reporter ohne Grenzen (eine für die Pressefreiheit sich einsetzende Nichtregierungsorganisation) die USA auf Platz 53 in Sachen Pressefreiheit einstufte, d.h. noch hinter Ländern wie Benin, Namibia, Jamaika, Frankreich und Bolivien.

James Petras ist eine mutige unabhängige Stimme des anderen Amerikas. Er setzt sich mit dieser beunruhigenden Entwicklung auseinander und widersetzt sich ihr. Er stellt dies in seinem sorgfältig recherchierten Buch eindrucksvoll unter Beweis. Dort gibt es kein Pardon bei der Bekämpfung der Verlogenheit, des Betrugs und der Gefahr, die von der jüdischen Lobby, ihrer Anhängerschaft und ihren willigen Mitläufern sowie den korrupten großen Medien in den USA ausgehen. In seiner Einleitung ruft James Petras zu einer „Bewegung gegen die Hegemonie“ auf, um die USA von den zerstörerischen „israelischen Verwicklungen“ freizumachen. Es ist erforderlich zu beginnen, die Demokratie und die bürgerlichen Freiheiten in den USA wieder aufzubauen, die irgendwo zwischen Lebenshilfe und Krematorium steckengeblieben sind. James Petras selbst sagt dazu, daß sein Buch die bescheidenste Anstrengung ist, um dieses Ziel zu erreichen. Wegen der wichtigen Informationen in diesem Buch ist es jedoch weitaus mehr als dies. Es braucht eine breite Veröffentlichung, damit das Volk davon Kenntnis erhält. Hoffentlich hilft diese Zusammenfassung, einige Menschen aufzuwecken und sie Näheres herausfinden zu lassen.

Es folgt:

Teil 1 - Die zionistische Macht in den USA

Quelle:

http://www.wake-up-america.net/T

Kommunisten-Online veröffentlicht die Übersetzung der Zusammenfassung eines Buchs von James Petras, welches den Titel „Die Macht Israels und der USA“ hat und umfassend bestens recherchierte Fakten und Hintergründe zu diesem Thema liefert, die weitgehend von niemandem wahrgenommen werden. Wir veröffentlichen eingangs die Rezension der Einleitung zu diesem Buch, dann seinen „Teil 1:  Die zionistische Macht in den USA“ mit auch erhellenden Fakten zur Vergewaltigung des Libanons durch Israel, dann seinen „Teil 2 - Israel und der Krieg im Mittleren Osten“, dann „Teil 3 - Experten für Terror oder terroristische Experten“, dann „Teil 4 - Noam Chomsky und die pro-israelische Lobby“.

Fortsetzung:

Teil 1:

Die zionistische Macht in den USA

verfaßt von Stephen Lendman

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke

auf Kommunisten-online am 20. Juli 2011 – James Petras beginnt mit einer Diskussion darüber, wer die Lüge zusammenbastelte, daß Irak die nationale Sicherheit der USA bedroht, und warum diese Lüge erfunden und in die Welt gesetzt worden ist. Er erwähnt in diesem Zusammenhang zwei miteinander konkurrierende Kanäle von Politikmachern und Beratern, die seit langer Zeit traditionell vorhandene formale Karrierestruktur im militärischen und zivilen Fachkräftebereich bei Pentagon und Außenministerium auf der einen Seite und auf der anderen Seite einen parallel verlaufenden Weg der Neo-Konservativen von der Bush-Regierung für nur einen einzigen Zweck im Pentagon, wo politische Beamte über das „Sonderplanungsbüro“ (Office for Special Plans - OSP) eingesetzt sind und eingesetzt werden. Es war der Job des OSP, die Bücher auszukochen, mit der Idee der Massenvernichtungswaffen aufzuwarten und zugleich die klare Beweislage zugunsten des Gegenteils zu ignorieren und eine betrügerische Anklage für den Krieg gegen Irak zu ersinnen. Die Beamten dafür stammen aus den Mitarbeiter- und Kommandostäben von Donald Rumsfeld und Paul Wolfowitz. Sie standen in enger Verbindung mit einer Anzahl einflußreicher neo-konservativer und pro-israelischer Organisationen. Sie planten den auf Lügen gegründeten Kriegsablauf, weil Israel diesen Krieg für seine Sicherheit und seine Vorherrschaft in der Region haben wollte, und zwar beginnend mit dem Sturz von Saddam Hussein und anschließend Regimewechseln in Syrien, Libanon, Iran und auch Saudi-Arabien.

James Petras weist darauf hin, daß sich dieser Krieg im wesentlichen entgegen der verbreiteten Meinung ereignete und auf die Bemühungen der jüdisch-zionistischen Lobby, welche die Interessen Israels vertritt, zurückzuführen ist. Die großen Ölbosse widersetzten sich der Idee, weil sie fürchteten, daß das Angreifen Iraks ihre Geschäftsperspektiven mit den anderen ölproduzierenden Staaten in der Region gefährden könnte. Aber dennoch bekamen Israel und die jüdisch-zionistische Lobby ihren Krieg, ganz abgesehen vom Erzielen hoher Einnahmen aus den hohen Ölpreisen. Die großen Ölbosse können langfristig als Verlierer dabei abschneiden. Die Ölinteressen der USA bevorzugen Stabilität und normale Beziehungen mit Ländern, in denen sie Geschäfte machen oder dies vorhaben zu tun. Sie fühlten sich sehr wohl im Geschäft mit Saddam Hussein und wollten da keinen Krieg riskieren, welcher ihre Profite irgendwie stören könnte. Ihre Befürchtungen erwiesen sich als gerechtfertigt, denn der von ihnen befürchtete Krieg brachte dermaßen ungelöste innere Turbulenzen in Irak mit sich, daß es zu gefährlich und zu unprofitabel wurde, dort neue Geschäftsfelder zu erschließen, - mit vielleicht der Ausnahme des kurdisch beherrschten Nordens des Iraks. Die großen Ölbosse rieben sich auch daran, daß ihnen derzeit nicht gestattet ist, mit den Iranern Verträge auszuhandeln, sondern dies den Europäern und anderen Konkurrenten überlassen worden ist, nachdem die US-Sanktionen sie daran hindern, im Iran geschäftstätig zu sein. Es ist schon schwer sich vorzustellen, daß die Interessen der Ölbosse mit der Kriegstreiberei der USA und Israels im Mittleren Osten übereinstimmen. Aber die Ölbosse wagen nicht, öffentlich dagegen aufzumucken.

James Petras vermerkt, daß es da niemals eine zugelassene öffentliche Diskussion über jenes Beziehungsgeflecht gibt noch jemals geben wird. Vor allem wird jeder Hinweis auf die Tatsache, daß die USA den Irak im Dienst Israels angriff, nicht zugelassen. Es würde eine ungeheure Menge dieser Hinweise geben, schon weil die Kriege im Irak und in Afghanistan Hundertmillionen Muslime und alle Menschen mit etwas Sachkenntnis weltweit empört haben. Sie haben mit sich gebracht, daß die USA als Paria-Staat angesehen werden, daß George Bush als gefährlicher und moralisch verdorbener Präsident einer gescheiterten Regierung betrachtet wird. Er und seine engsten Mitstreiter wie Richard Cheney und Donald Rumsfeld stoßen in der ganzen Welt auf Ablehnung, dies zunehmend auch im eigenen Land, wie sich mit den vielen tausenden Menschen zeigte, die am 5. Oktober in über 200 US-Städten auf dem „Die-Welt-kann-nicht-warten-Tag / Verjagt das Bush-Regime“ auf den Straßen standen. Die Kosten der Bush-Kriege überstiegen jede möglichen Erlöse aus diesen Kriegen, die US-Sicherheit ist dabei aufs Spiel gesetzt worden, der Zustand der USA wurde beeinträchtigt, und einige Analysten schätzen die Kosten des abenteuerlichen Irak-Kriegs für die USA auf 2 Billionen Dollar. Diese Summe ist äußerst schädlich für die US-Wirtschaft und besorgt derzeit die wichtigsten Unternehmer und die zuständigen Regierungsbeamten in höchstem Maße.

Der einzige klare Nutznießer der Bush-Kriege ist Israel. Israel schaltete seinen Hauptgegner in der Region und dessen politische und wirtschaftliche Unterstützung für die Palästinenser aus. James Petras weist darauf hin, daß der Irak zusammen mit Iran und Syrien den Hauptwiderstand gegen Israels expansionistische Pläne zur Vernichtung der Palästinenser ausmachte. (Einer ist schon erledigt, zwei weitere müssen noch erledigt werden!) Es geht um ethnisches Säubern der angestammten Gebiete der Palästinenser, um die Aneigung ihres Landes als Teil der langfristigen Zielstellung für ein größeres Israel mit seiner unanfechtbaren Vormachtstellung in der Region. Israel ist das einzige Land in der Welt mit nicht festgelegten Grenzen. Und dieser Zustand wird für Israel so aufrechterhalten, um Israel maximalen Spielraum zu geben, sich alles Territorium anzueignen, zu dem es imstande ist, und das Ziel eines größeren „Staates Israel“ zu erreichen. Die Zionisten wünschen, daß dies die einstigen Ländereien von „Judäa“ und „Samaria“, die biblischen Teile der Westbank einschließt, welche von den Palästinensern als ihr angestammtes Land beansprucht wird.

Mit Hilfe der USA hat Israel eine Bedrohung für seine Pläne einer Beherrschung der Region ausgeschaltet. Aber Israel sieht sich noch des Widerstands der Palästinenser ausgesetzt, auch wenn es deren demokratisch gewählte Hamas-Regierung zerschlagen hat. Israel sieht sich auch der flexiblen Hisbollah im Libanon ausgesetzt, die die israelischen Grenzsicherungskräfte im Sommerkrieg gedemütigt hat. Israel sieht sich noch immer der Gegnerschaft Syriens und des Irans ausgesetzt. Hinzu kommt noch die innere Opposition innerhalb Israels gegen seinen Krieg und seine Siedlungsmaßnahmen wegen deren enormen Kosten und dazu der Unsicherheit, die dies für Israel verursacht. Im Ergebnis ist die Abwanderung aus Israel jetzt höher als die Zuwanderung nach Israel, werden die Sozialprogramme Israels aufgerieben. Dies alles nur, weil der Staat Israel die Haushaltsmittel für seine Aggressions- und Annexionsvorhaben aufbraucht. Das läuft in Israel genauso wie unter der Bush-Regierung in den USA, wo das Volk den Preis für imperiale Kriege im Ausland und den moralischen Verfall und Autoritarismus im Inland zahlt.

Von einigen Hindernissen und Rückschlägen abgesehen, hat Israel sein als „Demokratisierung“ der Region verbrämtes Ziel verfolgt, durch seine Kriegspolitik seine Gegner gewaltsam zu neutralisieren. Der Plan, den die Zionisten dabei ausarbeiteten, umfaßte ganze Serien von Kriegen mit ihrem US-Verbündeten für die Erreichung der Zielstellung, die gesamte Region unter die Kontrolle der USA und Israels zu bringen und dort eine Führungsrolle auszuüben. Um dies zu erreichen, leistete Israel und die jüdisch-zionistische Lobby viel Arbeit, damit die US-Regierung mitmacht, was weitgehendst gar kein Problem war und nie leichter geworden war als mit der Bush-Regierung an der Macht in den USA und den hochrangigen zionistischen Regierungsbeamten in Washington mit ihren langjährigen engen Verbindungen nach Israel. Diese hohen zionistischen Regierungsbeamten in Washington haben die wichtigsten Schlüsselpositionen im US-Regierungsapparat entweder selbst inne oder stehen da im engsten Kontakt mit den zuständigen Personen. Diese US-Beamten haben eine langjährige treue Beziehung zu Israels zionistischen Interessen. Sie vertreten Israels zionistische Interessen auch dann, wenn dies mit der Interessenlage wichtiger Kreise in den USA kollidiert. Sie sitzen im Regierungsapparat, im Kongreß, in den einflußreichsten jüdisch-zionistischen Organisationen und den jüdisch-zionistischen Lobbygruppen wie der Konferenz der Vorsitzenden der Großen Jüdischen Organisationen, der Anti-Defamation League und der laut Beobachtern mächtigsten einzelnen Lobbygruppe in Washington, der AIPAC.

Engagierte Unterstützung für das zionistische Israel kommt auch aus der „jüdischen Diaspora“, von außerhalb Israels. Diese Unterstützung leisten Tausende von aktiven Fachleuten wie Ärzte, Zahnärzte, Schlüsselfiguren der Wallstreet und der Finanzmärkte sowie an Schaltstellen in den größten Banken wie der US-Bundesbank und anderen Geschäftszentren, leitende Beschäftigte in den größten Medien, unter den Geistlichen und in den Akademien, freiberuflich tätige Journalisten. Sie alle sind von besonderer Bedeutung wegen ihrer Bereitschaft, ihre Lauterkeit und Redlichkeit in ihrer beruflichen Stellung gegen einträgliche Vorteilsnahmen in korrupter Art zu veräußern. Sie alle werden belohnt für ihre bedingungslose öffentliche Unterstützung und die von ihnen fabrizierten Vorwände zugunsten der gemeinsamen Kriegstreiberei der USA und Israels. Die Art des Einflusses und der Unterstützung hat Israel zum weltweit größten Empfängerland von finanzieller Hilfe aus den USA gemacht. Die Finanzhilfe der USA für Israel beläuft sich auf rund 3 Milliarden Dollar pro Jahr. Dies bei ständigen Fortzahlungen und ständig neuen Bewilligungen auf Anfrage, gekoppelt mit Waffengeschäften und sehr niedrigen bis gar keinen Zinsen. Es geht da um große Kredite, die möglicherweise nie zurückgezahlt werden müsssen.

Israel bekommt auch den unerhörten Vorteil eingeräumt, die aktuellste und modernste US-Rüstungstechnologie  sowie unbegrenzten Zugang für seine Produkte und Dienstleistungen auf dem US-Markt zu erhalten. Zuwanderer aus Israel haben freien Zugang in die USA. Die USA unterstützen bedingungslos die aggressiven Kriege und die Kolonialisierung der Palästinensergebiete und Süd-Libanons. Die USA garantieren ihr Veto im UN-Sicherheitsrat gegen alle eingebrachten Beschlußvorlagen, die nicht im Interesse Israels sind. Israel ist auch fähig, prominente Washingtoner Regierungsbeamte und die herrschenden Medienkonzerne dazu zu bringen, jegliche Kritken an Israel als Antisemitismus zu brandmarken und diese Keule immer dann zu schwingen, wenn dies Israels Zielen paßt. Israel wird erlaubt, unbehelligt mit seinen geheimdienstlichen Umtrieben davonzukommen. Dazu gehört das verdeckte Eindringen in Militärstützpunkte, in das FBI, IRS, INS, EPA und viele andere Regierungsstellen der USA. Darüber hinaus wird angenommen, daß Israels Agenten vorab über den Angriff vom 9/11 informiert waren, aber die Informationen zurückhielten, wohlwissend daß dieses Geschehen den Interessen der israelischen Zionisten nutzen würde. Auch gibt es eine ansehnliche Beweislast, wonach hochrangige US-Regierungsbeamte entweder selbst davon wußten oder sogar Komplizen bei der Ausführung waren, weil sie wußten, daß dieses Ereignis ihnen den rücksichtslosen freien Lauf der Dinge im In- und Ausland erlauben würde, wie sie es auf andere Art und Weise nie hinbekommen hätten. Das ist eine Geschichte, die nicht wegzubekommen ist und auch gar nicht wegzubekommen sein soll. Und eines Tages werden wir schließlich alle Teile dieser Geschichte lernen, über die wir derzeit nur spekulieren können.

Wegen der beispiellosen Beziehungen Israels zu den Zentren der Macht und den herrschenden Medien, vermerkt James Petras, daß Israel für jeden ausgegebenen Dollar 50 Dollar zurückbekommen kann. Auf diese Weise ist Israel imstande, seine militärischen und kolonialen Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten auf annektiertem Land zu finanzieren. Die jüdisch-zionistischen Netzwerke unterstützen diese Praktiken als gerechtfertigten Ausgleich für die Opfer des „Holocaust“, welche der bekannte Autor John Pilger „wertvolle Opfer“ nennt, und diese Ideologie in den Medienkonzernen kreisen zu lassen. Diese Medienkonzerne verstärken auch ständig die Hysterie gegen Muslime, stempeln alle Araber als nicht vertrauenswürdige radikale islamische Fundamentalisten oder gar islamische Faschisten ab, „wertlose“ Opfer für John Pilger, beanspruchen das Recht auf Festnahme, Folter und die Unterwerfung von ihnen unter die militärische Gerichtsbarkeit bis hin zum Standrecht oder einfach nur den Angriff auf sie und die Tötung in imperialen „Befreiungskriegen“.

Das Ergebnis für Israel und sein Volk ist katastrophal, weil die Palästinenser sich seit fast sechs Jahrzehnten diesem Mißbrauch entgegenstellen und zwei Intifadas für dessen Beendigung führten. Mit wenig mehr als einer grimmigen Entschlossenheit, ihren bloßen Körpern und einfachen Waffen haben sie durch Selbstmordbomben und Angriffe auf öffentliche Einrichtungen in Israel zurückgeschlagen und dabei stets gewußt, daß sie anschließend mit sehr harter Vergeltung zu rechnen haben. Das Volk in den USA hat auch einen hohen Preis mit dem Aushöhlen der Demokratie und der Freiheiten gezahlt. Dies ist durch die harte Gesetzgebung unter der Bush-Regierung nachgewiesen und begann mit dem berüchtigten USA Patriot Act unmittelbar nach dem Angriff vom 9/11, gefolgt von weiteren Unterdrückungsgesetzen und -Praktiken wie der rechtswidrigen Überwachung und geheimen Inhaftierung beliebiger Zielpersonen in Foltergefängnissen mit gerichtlicher Duldung oder Schweigen in den meisten Fällen.

James Petras weist darauf hin, daß nichts davon die mächtigen Unterstützer des zionistischen Israels abschreckt, welche Milliardenbeträge an Dollars aufbringen, um Israels Kriegsmaschinerie und seine Besiedlung annektierten palästinensischen Landes sowie der im Krieg von 1967 besetzten und Syrien nie zurückgegebenen Golan-Höhen mit ihren wertvollen Wasserreserven zu finanzieren. Israels Wirtschaft ist nicht selbsttragend. Ohne die Hilfe von außen müßte Israel unzumutbare Kürzungen im Sozialbereich vornehmen, seinen Militärhaushalt kürzen und seine Expansionspläne einschränken. Mit diesen privaten Spendenmitteln von außen, plus den 3 Milliarden Dollar jährlich an direkter Finanzhilfe aus dem US-Haushalt und einer Menge vielfältiger weiterer Unterstützung tragen die Steuerzahler in den USA, ob sie es wollen oder nicht, die Last der Finanzausstattung für Israels Kriegspolitik und Kolonisation.

James Petras schlüsselt all diese Kosten wie folgt auf:

- 3 Milliarden Dollar jährliche direkte Finanzhilfe;

- Einige Milliarden Dollar mehr in Form von Darlehen bei Bedarf;

- Einige Millionen Dollar als Hilfe für die Ansiedlung russischer und äthiopischer Einwanderer;

- ein 10-Milliarden-Dollar-Darlehen 1990;

- ein weiteres 9-Milliarden-Dollar-Darlehen 2004;

- plus Milliarden Dollar mehr bei Bedarf und zur fortgesetzten Zahlung der Kosten der Kriege von 2006 gegen Libanon und der Kriege gegen die Palästinenser;

- seit 1981 Wirtschaftshilfe durch Geldtransfers;

- seit 1985 Militärhilfe durch Geldtransfers;

- 45 Milliarden Dollar aus Rückzahlungen für die Darlehen seit 1974 und Milliarden mehr auf Anfrage - alles kostenloses Geld zu Lasten der Steuerzahler in den USA.

- Seit 1982 erfolgen die Geldtransfers der US-Regierungsbehörde ESF in einer Summe zu Beginn des Steuerjahres pauschal und ohne Bedingungen im Fall Israels, während andere Länder US-Hilfen derselben Behörde vierteljährlich mit überwachten Bedingungen gewährt bekommen. Israel steckt das Geld in US-Staatsanleihen, was die Steuerzahler in den USA alljährlich viele weitere Millionen an Zinsgeldern kostet. Israel bekommt auch besondere FMS-Finanzierungsregelungen, was die Steuerzahler in den USA über eine Milliarde Dollar seit 1991 kostete.

- Andere Vorzugsleistungen an Israel umfassen die Finanzhilfe zur Entwicklung von Israels Verteidigungsindustrie, den Transfer von Spitzentechnologien für den Start der Produktion eines neuen Waffentyps und die Lieferung der modernsten US-Waffen, - ferner eine Garantie der USA für Israels Zugang zu Erdöl und die noch zu erwartenden üppigen Hilfsgelder für „Sonderkosten“ Israels aus seinem „Gaza-Zerschlagungsplan“ mit expansivem Siedlungsbau, wo Israel dies gerade wünscht, mit weiteren Zahlungen durch die Steuerzahler in den USA.

- Dazu kommen 22 Milliarden Dollar, die Israel über die letzten 50 Jahre durch den Verkauf seiner unter Marktzins bezahlten Anleihen bekommt. Jenen Anleihen, mit denen Israel die Hälfte seiner Entwicklung finanziert. Konkret ist dies die Besiedlung des annektierten Landes der Palästinenser und die Kosten für Militärisches für seine imperialen Raubkriege.

James Petras erklärt, daß der zionistische Machapparat in den USA dies alles möglich macht. Aber seine Reichweite geht noch viel weiter durch die sogenannte „jüdische Lobby“, die jüdisch-zionistische Lobby in den USA. Er arbeitet ein „zionistische Machtzentrum“ heraus, welches „die AIPAC als Teil eines komplexen Netzwerks miteinander in Verbindung stehender formeller und informeller Gruppen umfaßt, die auf internationaler, landesweiter, regionaler und örtlicher Ebene“ agieren sowie bedingungslos den zionistischen Staat Israel in all seiner Politik einschließlich der Kriege, den Siedlungen und der Unterdrückung unterstützen. Seine Macht ist wie eine Krebsgeschwür, das die höchsten Ebenen der Regierung der USA und alle anderen Zentren von Macht und Einfluß infiziert, wie bereits dargestellt. Dieses Krebsgeschwür beherrscht die Auswahl von politischen Kandidaten und kann Bewerber um Mandate und Ämter zu Fall bringen, die es wagen, Israel zu kritisieren. Dieses Krebsgeschwür prägt auch die Berichterstattung über Israel in den Massenmedien und schaltet jegliche Reportagen aus, die Israel nicht unterstützen oder kritisch gegenüber Israel sind. Und es ist mächtig genug, „unkooperative“ Journalisten und sogar etliche Akademiker feuern zu lassen, sie aus der Meinungsbildung der Öffentlichkeit zu verbannen, weil sie sich wagten, von der Linie abzuweichen.

James Petras berichtet, daß die Macht dieses zionistischen Machtkerns im Vorfeld des Irak-Krieges und dem zuvor 1991 erfolgten Golfkrieg offenkundig war. Gehen wir mal zur US-Regierung von George H. W. Bush zurück, so wollten damals die USA einen Regimewechsel in Irak, aber diese Entscheidung wurde schwerwiegend vom zionistischen Machtkern beeinflußt, welcher Saddam Hussein als Todfeind Israels betrachtete, welcher entfernt werden mußte. Saddam Hussein schaffte es, in den 1990er Jahren zu überleben. Dies trotz der Bestrebungen der USA, den Irak zu destabilisieren und in die Knie zu zwingen. Aber als dann die Neo-Konservativen der Regierungsmannschaft von George W. Bush 2001 die Macht übernahmen, wurde das häßliche Geschäft der Kriegsplanung und der Besetzung des Iraks besorgt, um zu vollenden, was der Golfkrieg unvollendet hinterlassen hatte. Und mächtige Zionisten wie Paul Wolfowitz und Joe Lieberman als Senator von Connecticut und zugleich Senator vom AIPAC in maßgeblichen politischen Schlüsselpositionen erfanden die Bedrohung und rückten damit im März 2003 heraus - alles gegründet auf Lügen, Betrug und Unterwürfigkeit gegenüber den imperialen Interessen Israels.

Am Ende entfernte das US-Militär Saddam Hussein und führte einen Feldzug der verbrannten Erde zur Zerstörung der irakischen Gesellschaft, der dortigen Infrastruktur und der historischen Schätze des Landes durch, um „den weltlichen Staat zu demontieren und das Land in ein Wüstenkönigreich zu verwandeln, d.h. eine verlorene Ansammlung von mindestens drei auf Stammesgemeinschaften ethnisch-religiös beruhenden Kleinstaaten, unfähig zur Bedrohung Israels und der israelischen Expansion, die vor allem im Nord-Irak stattfindet.“ Das Bestreben, dies durchzusetzen, erfolgt gerade, nachdem das irakische Vasallen-Parlament das Föderalismusgesetz in Kraft setzte, um binnen 18 Monaten voll rechtswirksam zu werden und somit das Land in drei von den USA so befohlene, entworfene und angeblich leichter zu regierende Teile nach US-Wünschen zu aufzuspalten.

Es ist unwahrscheinlich, daß dies funktionieren kann. Aber es ist klarer denn je, wie hoch die menschlichen Kosten des Krieges für die Iraker gewesen sind. Der Krieg verursachte den gewaltsamen Tod von rund 655.000 Irakern, wie eine schockierende neue Studie der renommierten britischen Medizinerzeitschrift Lancet bei der Aktualisierung ihrer beiden früheren Studien aus der Zeit nach März 2003 belegt. Die Studie verwendet die statistisch zuverlässige Technik der repräsentativen Umfrage in den Haushalten durch Interviews von Menschen im ganzen Land, unter Zuhilfenahme von amtlichen Totenscheinen zur Überprüfung der einzelnen Aussagen in der Mehrheit der Fälle, um dann auf das Gesamtergebnis zu kommen. Wahrscheinlich ist die tatsächliche Zahl der Todesfälle sogar noch höher als diese erschreckende Zahl, weil die Interviewer nicht die gefährlichsten Landesteile wie Falludschah, Ramadi und die anderen Gebiete der Provinz Anbar einbeziehen konnten, wo der Massenmord täglich weitergeht und immer mehr ganze Familien mit einer in die Tausende gehenden Zahl vollständig umgebracht werden.

Diese für den Zeitraum ab März 2003 völlig neuen Informationen gleichen der Schätzung von Human Rights Watch, wonach 250.000 bis 290.000 Menschen durch Saddam Husseins Regime der Baath-Partei in dessen Existenz von über 20 Jahren getötet wurden. Diese neuen Informationen machen das Ausmaß des empörenden Verbrechens dieses abscheulichen Kriegsabenteuers zum Erreichen einer „Größeren Einflußspäre Mittlerer Osten für die USA und Israel“ und Israels Zugang zu ihm fehlenden zusätzlichem Süßwasser, Erdöl, Kapital und Märkten deutlich. Das war auch Teil von Israels erweiterter Tagesordnung unter den Regierungen von Scharon Likud und jetzt Olmert Kadima, um freie Fahrt für seine erklärte Politik der „Annexion und Separation“ in den besetzten palästinensischen Gebieten zu haben. Der zionistische Einfluß in der Bush-Administration ist dermaßen stark verankert, daß es damals oder heute keinerlei Widerstand dagegen gibt.

Alles ging trotz massiven antiimperialistischen Widerstands weiter, was als arrogante Mißachtung der Standards und Normen internationalen Verhaltens und der internationalen Gesetze bei der Verfolgung expansionistischer Pläne bewertet wird. Israel und die USA verletzen heute vorsätzlich die UN-Charta, die Haager Landkriegsordnung und die Genfer Konventionen bei der Kriegsführung und bei der Behandlung von Gefangenen, der Anwendung der Folter, der Zerstörung von Infrastruktur und historischen Stätten, dem Ausplündern von Bodenschätzen. Dies alles zur Errichtung von unterwürfigen Vasallenregimes, die ihr Volk im Dienst des herrschenden Kapitals und der politischen Interessen ihrer imperialen Eroberer ausbeuten.

Um anschließend den Widerstand niederzuschlagen und die Sicherheit zu festigen, greifen die USA und Israel zu den äußersten Mitteln einschließlich Massenfestnahmen und -inhaftierungen und beliebiger Anwendung der Folter und gezielten Tötungen als staatliche Politik. Amnesty International berichtet, daß die USA und Israel seit der Annahme des Military Commissions Act von 2006 als US-Gesetz weltweit die einzigen beiden Länder sind, die den Gebrauch von Folter legalisiert haben. James Petras und andere Publizisten berichten, daß die Spitzenkräfte im Pentagon bis hinauf zu Donald Rumsfeld ausdrücklich die Anwendung der Folter befahlen, „während das Justiz- und das Verteidigungsministerium darauf bestanden, daß der Präsident sich über nationale und internationale Gesetzen und die Verfassung der USA hinwegsetzen könnte, wenn es um die Verteidigung des Imperiums geht.“ Diese höchsten Beamten in Schlüsselbereichen der Regierung haben dem Präsidenten ganz forsch „faktisch und juristisch diktatorische Vollmachten“ gegeben, damit er tun kann, was er zu tun sich auswählt, um die „Imperiale Sicherheit“ zu errichten. Das macht die US-Bürger zuhause nicht sicherer als die Opfer der imperialen Aggression der USA und Israels in Irak, Libanon, Palästina oder irgendwo sonst auf der Welt.

Aber James Petras berichtet, daß es noch weitaus schlimmer aussieht, weil die an die Öffentlichkeit gelangte Folter in Irak ein hochgradig durchorganisiertes Netzwerk von US-amerikanischen und israelischen Mördern weltweit offenlegt. Sie betätigen sich als international agierende Todesschwadronen und sind damit beschäftigt, „'Verdächtige' und Sympathisanten von Widerstandsbewegungen zu töten, gewaltsam zu verschleppen und zu foltern.“ James Petras bezeichnet dies als von den USA gesponserte „Mord AG“, welche von den Sondereinsatzkräften der Armee, den „Navy Seals“ und der DELTA-Einsatzgruppe aus dem Programm der Regierungsbehörde für Sondereinsätze (SAP) zusammengesetzt ist. Diese „Mord AG“ wendet die seit langem in Israels Geheimdienst- und Sondereinsatzeinrichtung bekannt als Mossad verwendeten Praktiken an. Und ihr Ziel besteht darin, alle Widerstände durch außerhalb jeden Rechts von den Ausführenden beliebig gewählte Methoden zu vernichten. Wobei internationales Recht völlig ignoriert wird. Anschließend wird dieses Vorgehen der „Mord AG“ auf den höchsten Führungsebenen der Regierung als Sache der Politik gerechtfertigt.

James Petras verweist dann auf den Internationalen Führungsbericht der UNO über die Zerstörung der zivilen und militärischen Infrastruktur in Irak hin, welcher sehr ähnlich dem ist, was Israel in den besetzten palästinensischen Gebieten angerichtet hat, siehe noch nachstehend. Dieser UNO-Bericht zeigte auf: „84% der höheren Bildungsinstitute sind niedergebrannt, ausgeplündert oder zerstört worden.“ Archäologische Museen und historische Stätten, Bibliotheken und Archive sind ebenfalls geplündert worden. Gezielte Ermordungen sind gegen Akademiker, andere Lehrkräfte, hochrangige Militärs, Journalisten und andere Fachkräfte darunter Ärzte ausgeführt worden. Hinzu kommen zufällige oder gezielte tägliche Morde durch die von der „Option Salvador“ der USA geleiteten Todesschwadronen sowie Tausende gewaltsame Verschleppungen und andere systematische Greueltaten, was das Leben des Volkes außerhalb der vier Quadratkilometer großen festungsähnlichen Grünen Zone, des Hauptquartiers mitten in Bagdad für die Beamten und Vasallen der „irakischen Übergangsregierung, unerträglich macht.

Das alles ist Teil von Washingtons Vorhaben zur Zerstörung der kulturellen Identität des Iraks als arabischer Staat, zur Abtrennung seiner Erdölvorkommen von jeglicher stark besiedelten Bevölkerungsbasis, zur Aufspaltung der irakischen Nation in mehrere leicht regierbare Teile. Und zwar genau so, wie es beim Aufbrechen Jugoslawiens in den 1990er Jahren erfolgte. Es ist jetzt berichtet worden, daß der langjährige Berater des Bush-Clans namens James Baker, welcher mit an der Spitze einer Irak-Studiengruppe steht, einst die Art Plan vorschlug, daß wenn das irakische Vasallenregime vorbei ist, ein quasi offizielles US-Protektorat dem Irak auferlegt werden wird, dies als Teil der Teile-und-Herrsche-Strategie der USA und Israels, welches dann nicht so leicht zu bewerkstelligen sein mag wie jene im früheren Jugoslawien oder in den einfachen Nord-Süd-Teilungen Koreas und Vietnams nach dem 2. Weltkrieg.

Was sich heute in Irak und in Palästina ereignet, ist dermaßen ungeheuerlich und chaotisch, und James Petras setzt es in Beziehung zu einem „Haus des Horrors“ in beiden Ländern mit den zionistischen Militaristen beim Pentagon und ihren israelischen Kollegen in der Verantwortung für deren jeweilige „Horror-Shows ... unter dem großen Zeltdach einer 'Reform-Initiative Mittlerer Osten'„. Dies ist die Arbeitsweise für den Aufbau des Imperiums und die Kolonialisierung, das Zerfetzen eines Volkes in Stücke, so daß es niemals wieder so existieren kann wie zuvor. Um dann die Menschen durch Terror in die Unterwerfung zu zwingen und alle umzubringen, die sich widersetzen. Das ist ein grausamer Dolchstoß in das Auge für die Menschlichkeit, - aber so ist die Art und Weise, in der Schurken-Imperien Dinge tun, wenn sie zu mächtig sind, um herausgefordert zu werden.

Die von den USA geführte Tötungsmaschinerie ist in Irak in vollem Gang, genau wie die israelische Tötungsmaschinerie in den besetzten palästinensischen Gebieten. James Petras spricht unumwunden von der „israelischen Endlösung“ oder dem „palästinensischen Holocaust“. Und der Schwerpunkt all dessen liegt in Gaza, welches selbst noch nicht unter Besatzungsregime stehend das größte Freiluftgefängnis der Welt für seine 1,45 Millionen Menschen im weltweit dichtestbevölkerten Gebiet eines solchen Ausmaßes ist. Heute sind der Gaza-Streifen und die Westbank von Israel geleitete Todesstreifen, voll von gezieltem Mord an palästinensischen Zivilpersonen, die diesem Geschehen hilflos ausgesetzt sind, mit ihren mutigen Verzweiflungstaten, mit Einsatz einfacher Waffen und ihrer Körper gegen Panzer, F-16, Kampfhubschrauber und rechtswidrigen und unmoralischen Terrorwaffen wie weißen Phosphorbomben und -Granaten, Splitterbomben, also Waffen, die nie aufhören zu töten und zu verstümmeln, sowie experimentellen neuen Waffen, die öffentlich bisher noch nicht bekannt geworden sind.

Israels Krieg gegen Palästina geht schon seit nahezu sechs Jahrzehnten. Und der 28. September war der 6. Jahrestag der Intifada der al-Aqsa-Moschee als Widerstand gegen diesen Krieg. Diese Intifada begann mit Ariel Sharons provokatorischem Besuch der Heiligen Stätte im Jahr 2000. Israel verstärkte die Auseinandersetzung dramatisch nach dem kleineren Zwischenfall vom 25. Juni 2006 an einem israelischen militärischen Kontrollposten nahe der Kreuzung von Kerem Shalom, bei welchem zwei IDF-Soldaten getötet wurden, weitere verletzt wurden und ein dritter entführt wurde, immer noch in Gefangenschaft gehalten wird, dessen Name die Konzernmedien jederman bekannt machten, während dieselben Konzernmedien niemals einen der über 10.000 Namen von gefangenen Palästinensern bekannt machten, - eben das Schicksal der „wertlosen Opfer“. Das Juni-Massaker folgte einer Reihe blutiger Massaker etwas früher in jenem Monat, als die Israelis Angriffe gegen Gaza richteten, darunter auch den detailliert geschilderten Beschuß der Bucht von Gaza, welcher acht Palästinenser tötete und 32 weitere verletzte, darunter 13 Kinder. So wie im Libanon (siehe nachstehend) war Israels Reaktion schnell, tödlich, unverhältnismäßig gemessen am Geschehen und Monate zuvor geplant gewesen. Wie von General Yoav Galant enthüllt wurde, welcher für das Gaza-Massaker verantwortlich ist, und dies in einem offenen Interview in der israelischen Zeitung Maariv zugab.

Das palästinensische Zentrum für Menschenrechte (PCHR) dokumentierte dies alles einschließlich der Zerstörungen in den vergangenen sechs Jahren. Insgesamt wurde ein Zustand der Massenverelendung für das palästinensische Volk im Gaza-Streifen und auf der Westbank erzeugt.

- die Infrastruktur für Strom, sauberes Trinkwasser und Sanitäres vom Wesen her zerstört;

- Mobilität eingeschränkt oder verweigert;

- Verhängung eines Embargos, wodurch der Zusammenbruch der ohnehin schwachen Wirtschaft droht, und eine Massenarbeitslosigkeit von bis zu 80% der Bevölkerung erzeugt wird;

- feindliche Überfälle auf die besetzten palästinensischen Gebiete, tägliche Morde und häufige außergerichtliche Tötungen;

- Zerstörungen von Häusern und Grundstücken;

- willkürliche Massenverhaftungen, amtliches Inhaftieren von tausenden Palästinensern ohne Anklage, systematischer Gebrauch von Folter an Gefangenen einschl. Frauen und Kindern;

- die Zerstörung der lebensfähigen von der Hamas geführten Palästina-Behörde (PA) durch Einkerkern ihrer demokratisch gewählten Mitglieder ohne Anklage oder mit vorgeschobenen Anklagen gegen sie sowie die Zerstörung ihrer zivilen und Sicherheitseinrichtungen;

All dies und vieles mehr ist angerichtet worden (genau wie in Irak), um die kulturelle Identität und die Existenz des palästinensischen Volkes zu zerstören, - es daran zu hindern, einen lebensfähigen unabhängigen Staat für sich selbst zu haben, sowie einen palästinensischen Massen-Exodus in andere arabischen Staaten zu erzwingen, wo man bereit ist, den palästinensischen Flüchtlingen aus ihrer unerträglichen Lage in den besetzten palästinensischen Gebieten heraus zu helfen.

Der Plan, dieses wehrlose Volk der Palästinenser zu zermalmen, beinhaltet jetzt auch glaubhafte Beweisstücke, daß die Regierungen von Bush und Olmert die Fatah-Anhänger des palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas bewaffnet, trainiert und in das Komplott getrieben haben, um einen zivilen Aufstand gegen die von der Hamas geführte Palästina-Behörde (PA) durchzuführen und sie gewaltsam zu zerschlagen. Dieser Plan verfolgt die gescheiterten Bemühungen der Palästinenser, eine palästinensische Einheitsregierung zu bilden, weil die Hamas die Forderung der Fatah ablehnte, als Vollstrecker des Willens Israels zu regieren, ihre Wahlversprechen zu verraten, welche darin bestanden, dem Wohl des palästinensischen Volkes zu dienen. In einem Interview vom 8. Oktober in der Londoner Sunday Times heizte Tawfiq Tirawi, der Anführer der Fatah-Milizen, die Situation mit dem Vorwurf an, die Hamas „häuft derzeit Waffen an“ und „ein groß angelegter Bürgerkrieg kann jeden Moment ausbrechen.“ Früher sagte er: „Der Bürgerkrieg ist unvermeidlich.“ Die Zeitung berichtet auch, daß Präsident Abbas die USA, Jordanien und Ägypten benachrichtigte, daß er dabei ist, Aktionen gegen die Hamas vorzubereiten.“ Diese Aussagen trotzen dem Premierminister Ismail Haniyeh von der Hamas, der nachdrücklich äußerte, daß er niemals einen Bürgerkrieg gestatten würde und es unvorstellbar ist, daß das palästinensische Volk einen Bürgerkrieg haben wolle. Aber Haniyeh und seine Leute haben möglicherweise keine Wahl, weil dies die derzeitige gemeinsame Strategie der USA und Israels zu sein scheint, um den palästinensische Widerstand zu zerschlagen, und dies mit Hilfe des der Fatah angehörenden Präsidenten Abbas zu tun. Dieser Abbas ist derselbe Mann, welcher seine Treue zu Israel bekannte, als er Teilnehmer beim Austüfteln der Osloer Vereinbarungen über den Ausverkauf seines Volkes war, und er ein Gewährsmann in der korrupten und schlecht verwalteten Palästina-Behörde war, bis die Hamas eine Mehrheit der Sitze im Januar 2006 bei den Wahlen zum Palästinensischen Gesetzgeberischen Rat (PLC) erreichte. Aber die Regierungen von Bush und Olmert sollten diesen Wahlausgang nicht dulden. Und die New York Times berichtete gleich nach der Wahl, daß sich die Regierungsbeamten der USA und Israels auf „höchster Ebene“ getroffen hatten, um die Zerschlagung der Hamas durch das „Sterben“ der Palästina-Behörde zu planen und dabei das Volk in den besetzten palästinensischen Gebieten den gößten Preis zahlen zu lassen.

Für Israel ist dies Teil seiner staatlichen Politik der ethnischen Säuberung durch langsamen Völkermord und Vertreibung. Dies alles führt derzeit zur Zerstörung der palästinensischen Identität. Israel will eine korrupte Führung seiner Wahl in der Palästina-Behörde einsetzen, die dann als Israels Vollstrecker und Partner bei der Zerstörung ihres eigenen Volkes fungiert. Dies ist dann die Erfüllung der Bestrebungen der einstigen israelischen Premierministerin Golda Meir, welche in ihrer rassistischen Bemerkung meinte: „Es gibt keine Palästinenser.“ Und was Premierminister David Ben Gurion früher sagte, nachdem Israel die Palästinenser brutal aus ihren Häusern und Ländereien im Krieg von 1948 zur Errichtung des Staates Israel vertrieben hatte: „Wir sind gekommen. Und wir haben ihr Land gestohlen ... Wir müssen alles tun um sicherzustellen, daß sie, die Palästinenser, niemals zurückkehren ...“. Und zehn Jahre zuvor hatte sein Sohn geschrieben: „Wir werden die Araber vertreiben und ihre Plätze einnehmen ... mit aller uns zur Verfügung stehenden Macht.“ Er und seine Nachfolger planten, alles Land des biblischen Eretz Israel (Landes Israel) in die endgültig festzulegenden Grenzen eines größeren israelischen Staates, sollten sie jemals deklariert werden, einzuschließen. Die USA unterstützen Israels Plan, dies zu tun, bedingungslos. Ebenso unterstützen sie bedingungslos Israels Politik der Ausplünderung und der Ausbeutung. Dies aber, wie James Petras erklärt: „Niemand mit klarem Verstand kann behaupten, daß der israelische Angriff auf Gaza die Politik der USA, die Interessen der USA oder die imperiale Macht der USA fördert.“ Das spielt keine Rolle, weil die Macht der jüdisch-zionistischen Lobby für sich auf jeden Fall die volle Unterstützung der Bush-Regierung erhielt, genauso wie sie nahezu Einstimmigkeit im Kongreß für sich erhielt.

Es folgt:

Teil 2 - Die Vergewaltigung des Libanon

Quelle:

http://www.wake-up-america.net/  

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Fortsetzung: 

Teil 2

Die Vergewaltigung des Libanon

von Stephen Lendman

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke

Auf Kommunisten-online am 2. August 2011 – Was Israel den Palästinensern in den besetzten palästinensischen Gebieten jahrzehntelang angetan hat, dies tat es Libanon 1978, 1982 und in einem fünf Wochen langen „Blitzkrieg“ vom 12. Juli bis zum brüchigen formellen Ende mit von der UNO vermitteltem Waffenstillstand am 14. August an. James Petras vergleicht dies mit den Aggressionen der deutschen Hitlerfaschisten am 9. und 10. November 1938 beim berüchtigten „Kristallnacht“-Progrom im Deutschen Reich gegen die Juden, wobei James Petras dieses Ereignis eine „Gartenparty“ nennt, wenn er es der Vergewaltigung des Libanon und seiner umfassenden Verwüstung gegenüberstellt.

Diese Vergewaltigung des Libanon durch Israel begann mit einem grenzüberschreitenden Überfall der Hisbollah am 12. Juli, bei welchem 8 israelische Soldaten der Grenzsicherungstruppen (IDF) getötet und zwei weitere israelische Soldaten gefangengenommen wurden. Es gibt immer noch den Streit darüber, auf welcher Seite der libanesischen Grenze jener Zwischenfall stattfand, weil Israel routinemäßig seit Jahren feindliche Einfälle in Libanon vom Boden und von der Luft aus vornimmt und immer noch rechtswidrig einen 25 Quadratkilometer großen Streifen des Shebaa-Ackerlandes Süd-Libanons besetzt hält, welche es seit der Eroberung im Krieg von 1967 nie zurückgegeben hat.

Wie gegen den Gaza-Streifen so reagierte Israel auch im Fall des Libanon schnell und unverhältnismäßig hart mit schrecklichem Terror gegen das libanesische Volk vom Land aus, von der Luft aus und von der See aus. Israel tötete und verletzte Tausende Menschen in Libanon. Eine Million Libanesen oder möglicherweise noch mehr wurden vertrieben. Israel zerstörte die lebenswichtige Infrastruktur des Libanon und richtete eine Unmenge an physischer Verwüstung an. Es würde eine Generation dauern, diese Schäden zu beseitigen, sofern Israel dies überhaupt zulassen würde. Zum Teil geschah all dies, um die Hisbollah als politische Größe und wirksame Widerstandskraft gegen Israels imperiales Herrschaftsmodell für dieses Nachbarland zu zerstören. Aber insgesamt sind Israels Pläne viel weitreichender, wie noch erklärt werden wird.

James Petras berichtet, dass der Nahost-Experte Juan Cole behauptet, dass Israel jenen Krieg wollte und ihn ein Jahr lang geplant hatte. Mathew Kallman vom Dienst für Zeitgeschehen im Ausland (Chronicle Foreign Service) in San Francisco fand gleichfalls Nachweise dafür, dass die Vorbereitungen für diesen Krieg im Mai 2000 begannen, und zwar unmittelbar nach der Beendigung der Besetzung des Libanons durch Israel, welche mit seinem brutalen Überfall und der Invasion 1982 begonnen hatte und zum Tod von 18.000 Libanesen geführt hatte. Kallman berichtete auch, dass ein Jahr vor Ausbruch des Konflikts ein hochrangiger Offizier der israelischen Grenzsicherungstruppen (IDF) „Power Point - Vorträge“ über die umfassende Planung vor US- und anderen Beamten sowie nichtgenannten Journalisten und Vertretern von Beraterstäben („think tanks“) gehalten hatte, in welchen er „in aufschlußreichen Einzelheiten“ darlegte, wie der israelische Angriff sich entfalten würde.

Wieder bekam Israel die volle Unterstützung, Finanzierung und Bewaffnung nach Bedarf von der Bush-Regierung, um den Angriff durchzuführen, was dieses grausame Abenteuer zu einer gemeinsamen Handlung der USA und Israels werden ließ. Außer dem Bestreben, den Widerstand der Hisbollah zu neutralisieren, bestand das Ziel eindeutig darin, Libanon als funktionierendes Land zu zerstören und ethnisch den südlichen Teil Libanons bis zum Litani-Fluß zu säubern, weil Israel diesen südlichen Teil unter seine Kontrolle bringen will, möglicherweise annektieren will und ebenso besetzt halten will wie die Golan-Höhen seit dem Krieg von 1967. Israel behauptet, dass dieses Gebiet (genau wie der Golan) aus Sicherheitsgründen von Bedeutung ist. Aber der größte Wert dieses Gebiets (wie auch beim Golan) liegt in seinen Vorkommen an Süßwasser aus dem Litani-Fluß und dem Wazzani-Quellgebiet, welches den Hasbani-Fluß vorsorgt, der ein Nebenfluß des Jordans ist. Der Hisbani fließt zwei Meilen stromabwärts vom Wazzani nach Israel hinein und mündet in den See Genezareth, welcher Israels größtes Süßwasser-Reservoir ist.

Israel hat seine Modelle zur Beherrschung Libanons seit 40 Jahren oder länger entwickelt und hält seitdem das Nachbarland in einem Zustand der Instabilität, der teilweisen Besetzung und eines Konflikts über die meiste Zeit dieses Zeitraums. Der jetzige Zustand Libanons ist von Verwüstung geprägt, dort herrscht nahezu nur noch verwüstetes Ödland unter der Aufsicht von sogenannten (von Israel genehmigten und mit Israel befreundeten) UN-Blauhelmen und Einheiten der libanesischen Armee, welche die israelischen Grenzsicherungstruppen an der Landgrenze unter einer von der UNO vermittelten brüchtigen Waffenstillstandsanordnung ablösten.

Dieser Waffenstillstand kann jederzeit enden, wenn Israel erneut seine Kriegsmaschinerie unter einem beliebigen Vorwand in Gang zu setzen wünscht. Nichts kann Israel davon abhalten, weil Israel die bedingungslose Unterstützung der jüdisch-zionistischen Lobby und jeglicher US-Regierungsstellen hat. Solange sich dies nicht ändert, kann das Volk Libanons wie auch die Völker in Irak und Palästina lediglich vor weiteren Konflikten und dem schmerzlichen Leiden durch sie stehen.

Das ist so, weil das Geschäft dort für beide Imperien noch nicht beendet ist. Und daher ist es nicht wahrscheinlich, dass einer von ihnen rasch aufgeben wird, wo sie doch fest entschlossen sind, ihre Ziele zu erreichen. Selbst wenn Irak ein hoffnungsloser Sumpf ist, spricht die Bush-Regierung von „Kurs beibehalten“. Und solange Israel die volle Unterstützung der USA hat, wird es weiter seine imperialen Bestrebungen durchsetzen, auch wenn die Hisbollah Israels Grenzsicherungstruppen in Libanon gedemütigt hat und die Palästinenser keine Anzeichen für eine Beendigung ihres entschlossenen Widerstands angesichts von Massenvernichtung und gewaltsamer Vertreibung zeigen.

Aber das ist kein ruhiges Fahrwasser beim Segeln der unheiligen Allianz aus USA und Israel, denn dieses Bündnis sieht sich einer Bedrohung gegenüber, die es nicht ignorieren kann, weil sie entgleisen könnte. Dies ist die wachsende weltweite antiimperialistische Bewegung gegen diese beiden partnerschaftlich verbündeten Paria-Staaten. Es bleibt abzuwarten, wie weit sich diese weltweite Bewegung entwickeln wird. Ob sie in den USA und in Israel eine kritische Masse erreichen kann, und ob sie eine Richtungsänderung bei diesen beiden Kriegsparteien bewirkt, welche bisher nicht zu stoppen waren und entschlossen sind, sich nicht kontrollieren zu lassen bei dem, was sie weiter betreiben, und was die westliche Welt durchgehen läßt.

Teil 2 des Buches - Israel und die Kriegsführung im Nahen und Mittleren Osten

Es sieht nun so aus, dass die einzige Lektion, die die USA und Israel aus vergangenem Scheitern gelernt haben, im Durchdrücken eines neuen Abenteuers besteht. Es scheint so, dass das wahrscheinliche Ziel die Islamische Republik Iran ist. So schlecht beraten man auch sein wird, Iran anzugreifen. James Petras erklärt, dass „Israels politische und militärische Führung wiederholt öffentlich ihr Bestreben erklärt hat, Iran in unmittelbarer Zukunft anzugreifen.“ Und wieder einmal sieht es nach der Macht der jüdisch-zionistischen Lobby in den USA aus, wodurch die Bush-Regierung dieselben Gedanken hat, um ihrem israelischen Partner dabei zu helfen, sich von einem weiteren „sie reizenden Land“ freizumachen, welches in der Region den imperialen Zielen der beiden Länder im Weg steht. James Petras bezeichnet Israels gegen Iran gerichtete Kriegsvorbereitungen als „die größte unmittelbare Bedrohung des Weltfriedens und der politischen Stabilität (heute).“ Es fällt schwer zu widersprechen.

Jene Bedrohung wurde noch verstärkt durch Nordkoreas Atomtest, welcher für Israels Regierungsbeamte rasch darauf hindeutete, dass Iran daraus Nutzen ziehen wird. Dies ist der Inhalt einer hetzerischen Erklärung von Miri Eisin, dem Sprecher von Israels Premierminister Olmert, welcher AP sagte: „ Wir sollten uns daran erinnern, dass die Nordkoreaner bereits Lieferanten von Abschußrampen für Raketen geworden sind, die Europa und sicherlich auch Israel erreichen könnten. Insoweit haben sie schon ihre Bereitschaft gezeigt, Lieferanten für Iran zu sein.“ Dann ging Israels UNO-Botschafter Dan Gillerman auf Israels Fernsehkanal 2 noch weiter bezüglich Nordkoreas atomarer Aktivitäten: „Was Iran vorhat, könnte viel schlimmer, viel schrecklicher und viel gefährlicher sein.“ Diese Sprache verlangt geradezu einen Angriff auf Iran, um dessen mutmaßliche „atomare Bedrohung“ zu zerschlagen, selbst wenn Iran kein Land bedroht und die tatsächliche Bedrohung eine wachsende Wahrscheinlichkeit eines israelischen und/oder Angriffs von Israel und den USA gegen Iran oder irgendein anderes Land in der Region ist, welches als Angriffziel ausgewählt worden ist.

Den USA und Israel wird gestattet, mit dieser Art unverschämt auftrumpfender und provokatorischer Erklärungen davonzukommen, selbst wenn mit lediglich dem Vorwand, dass irgendein Land etwas fabriziert, und dies dann die grundlose Behauptung ist, dass Irans legitimes Recht auf Urananreicherung für kommerzielle Zwecke bedeutet, dass das Land ein Atomwaffenprogramm begonnen hat, welches Israel bedrohen wird. Von den Tatsachen her ist Iran Unterzeichner des Vertrags über die Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen. Und nach allen Beweisen jahrelanger Überwachung durch die Internationale Atomenergie-Behörde (IAEA) der UNO steht Iran in voller Übereinstimmung mit diesem Vertrag.

Iran hat das Recht, sein kommerzielles Atomprogramm sowie die atomare Anreicherung dafür durchzuführen. Auf der anderen Seite hat Israel nie jenen Vertrag unterzeichnet. Es ist bekannt, dass Israel 200-300 oder mehr hochmoderne Atomwaffen und Trägersysteme für sie besitzt. Israel hat seine Absicht bekundet, diese Waffen einzusetzen, wenn es dies entscheidet. Israel bewegt sich atomar außerhalb des geltenden Rechts, ist aber eben jemand mit einem bedeutenden Verbündeten, welcher den Iranern fehlt.

Heute läuft die Debatte in Israel nur über die Methode und den Zeitpunkt des Angriffs auf Iran. James Petras erklärt, dass die Israelis seit über einem Jahrzehnt mit der Macht der jüdisch-zionistischen Lobby die USA gedrängt haben, so einen Angriff vorzunehmen, wobei sie behaupten, dass Iran Israels Sicherheit und seine Vorherrschaft in der Region bedroht. Es spielt dabei überhaupt keine Rolle, dass Iran niemals seine Nachbarn angegriffen hat und keinerlei Wahrscheinlichkeit besteht, dass Iran eine militärische Aktion unternimmt, abgesehen von Selbstverteidigung wie gegen Irak in den 1980er Jahren. Desweiteren ist es eine israelische und made-in-usa „Agitprop-Fabrikation“, dass Irans Präsident Ahmadschinedschad gedroht haben soll „Israel von der Landkarte zu löschen“. Der Präsident sagte einige Dinge, darunter ... „dieses Regime, welches Jerusalem derzeit besetzt hält, muß mit der Zeit verschwinden“, wobei er sich auf ein rechtswidriges rassistisches und Kolonialregime bezieht. Aber er sagte weder noch meinte er jemals, dass es gewaltsam entfernt werden sollte oder die Juden aus Israel vertrieben werden sollten.

Ein weiterer Beweis für Irans Absichten stammt aus dem öffentlichen Versprechen des Großen Ayatollah Khamenei, niemals ein anderes Land anzugreifen. Er verurteilte auch die Entwicklung und den Einsatz von Atomwaffen, weil dies gegen den Islam wäre. Die westlichen Medien waren sehr darauf bedacht, Khameneis Versprechen zu verschweigen. Sie veröffentlichten statt dessen falsche Berichte, dass er die USA bedroht hätte, um die Spannungen zwischen beiden Länder anzuheizen. Dies alles ist Teil der Planung, die volle Unterstützung der USA für die von Israel beabsichtigten Kriegspläne und den von beiden Seiten lange gehegten Wunsch nach einem Regimewechsel in Iran zu bekommen.

James Petras malt ein düsteres Szenario für den Fall, dass ein US-, israelischer oder von beiden Staaten gemeinsam getragener Angriff gestartet wird. Das würde besonders schlimm sein, wenn die USA diesen Angriff ausführt und dabei die sogenannten „mini-atomaren bunkerbrechenden“ Waffen einsetzt, deren Einsatz je nach gewünschter Stärke erfolgen kann, und die wahrscheinlich 1/3 bis 2/3 der Stärke der Hiroshima-Bombe haben.

Im Klartext: Da ist nichts „Mini“ an ihnen! Neben den katastrophalen Ausmaßen von sofortigen und langfristigen Todesopfern durch nukleare Vernichtung und Verstrahlung in Iran und darüber hinaus ergänzt James Petras, dass so ein Angriff nur einen „Pyrrhussieg“ bringt. Wenn Israel ihn allein macht, kann dies eine Kettenreaktion „eines politischen Flächenbrandes mit Absetzen der Herrscher von Jordanien, Ägypten, Syrien und Saudi-Arabien geben“. Wenn die USA angreifen, „wäre es noch schlimmer. Riesige Ölquellen würden niederbrennen, die US-Truppen in Irak wären eingeschlossen (mit den katastrophalen Folgen größerer Verluste an Menschenleben auf beiden Seiten), die langfristigen Beziehungen mit den arabischen Regimes wären untergraben, und die Erdölpreise würden hochgehen (möglicherweise dann hoch genug, um eine weltwirtschaftliche Katastrophe auszulösen), und Erdöllieferungen wären unterbrochen. „Es ist fast sicher, dass dies die öffentliche Meinung in den USA und in Israel entflammen und in Wut bringen würde, was zum Absturz für die herrschenden Parteien in den beiden Ländern führen könnte.“

Das würde auch die vorhandenen und angestrebten großen Erdölerschließungsvorhaben der großen Ölkonzerne untergraben und bei den Israelis dazu führen, die Palästinenser noch härter zu schlagen, noch brutaler eine massenhafte ethnische Säuberung durch Vertreibung der Palästinenser aus ihrer Heimat durchzuführen. Desweiteren würde beinahe sicher eine Reaktion von der Hisbollah oder anderen Widerstandsorganisationen im Süd-Libanon kommen, den Konflikt dort wieder anheizen, die israelische Tötungsmaschinerie nach allen Seiten wieder in Gang setzen und neue massenhafte Vertreibungen und Besetzungen durch Israels Grenzsicherungskräfte nach sich ziehen, weil die UNO-Blauhelme und die libanesische Armee die Bevölkerung aus dem Kriegsgebiet evakuieren würden. Und dies würde eine wachsende Bedrohung in Form von terroristischen Vergeltungsschlägen in den USA, in den anderen westlichen Ländern und in Israel zur Folge haben und wahrscheinlich die Entschlossenheit anderer Länder stärken, sich potenziell von der feindseligen USA, Israel und dem Westen bedroht zu sehen und daher bestrebt zu sein, defensive wirtschaftliche und militärische Bündnisse in einer Struktur wie der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) einzugehen, welche 2001 aus politischen, diplomatischen, wirtschaftlichen und Sicherheitgründen gebildet wurde, um als Gegengewicht zur NATO zu handeln, welche von den USA beherrscht wird.

Doch mit all den Gefahren bei einem Angriff auf Iran deutlich in den Köpfen der US-amerikanischen Politikmacher steht es so, dass die Hemmschwelle für einen solchen Angriff ständig weiter sinkt. Dies geschieht derzeit trotz ernsthafter Auseinandersetzungen auf hoher Ebene in Washington über die Frage, ob und wie so ein Angriff zu führen ist. Das Pentagon hat Kriegspläne dafür, um die NATO, Israel und Kanada dabei mit einzuschließen. Und das Pentagon hat gegenwärtig eine große US-Kriegseinsatzflotte im Persischen Golf und im Östlichen Mittelmeer stationiert. Ein Teil dieser Seestreitkräfte wird ständig in der Region stationiert, und Anfang Oktober erhielt die starke Eisenhower Flugzeugträger-Einsatzgruppe den Befehl, sich für die Entsendung vorzubereiten. Sie zog dann am 3. Oktober dorthin los und steht jetzt vor Ort, bereit zur Ausführung jeder beabsichtigten Handlung. Sie schloß sich dort den Enterprise und Iwo Jima Interventionseinsatzgruppen an. Insgesamt sind 3 große US-Kriegsflotten gegen Iran in Stellung gebracht worden, die für jede Befehlsausführung unmittelbar bereitstehen. In Kürze stößt noch eine vierte US-Kriegsflotte hinzu, die Boxer-Interventionsgruppe, die Singapur am 16. Oktober Richtung Persischer Golf verlassen hat. Die US-Seestreitkräfte sind dort vor Ort bereits in das verwickelt worden, was das iranische Außenministerium „gefährliche und verdächtige“ Manöver am Golf nennt. Praktiziert wird das Aufbringen und Durchsuchen von Schiffen nach möglichen Massenvernichtungswaffen und Raketen.

Dies alles mag nur ein Säbelrasseln und ein Bluff sein. Aber ist es mehr als das, dann könnte es zu einer „Überraschung“ im späten Oktober oder frühen November vor den US-Kongreßwahlen am 7. November werden, die dann nur wenige Tage entfernt liegen würden und eine Reaktion auf einen fabrizierten Zwischenfall wie im August 1964 im Golf von Tongking oder der Explosion der USS Maine im Februar 1898 im Hafen von Havanna einleiten würden. Es ist nie schwer für einen Aggressor, Kriegsgründe zu finden, wenn der Aggressor einen Krieg wünscht und lediglich einen passenden Vorwand braucht, um ihn zu starten.

Die Bush-Administration und die Israelis können sich ihren Wunsch erfüllen, wenn ihre Seestreitkräfte ihre vermeldeten Pläne der Blockade der iranischen Ölhäfen umsetzen. Dieses Vorgehen wird eine Kriegshandlung sein, wenn es denn gemacht wird.

Iran wird dann das legitime Recht haben, in Selbstverteidigung lt. Artikel 51 der UN-Charta zu reagieren. Aber Iran wird dann sicherlich auf den handstreichartigen Gegenangriff auf ca. 400 iranische Zielorte treffen, die schon dafür vorgesehen sind, beim Ausbruch des feindseligen Konfliktes zerstört zu werden. Nichts davon garantiert, dass ein Angriff sein muß. Aber die tatsächliche Möglichkeit dafür ist stets gegeben. Dies zeigt auch die Macht der jüdisch-zionistischen Lobby in den USA, die Israels langfristiges Ziel unterstützt, Iran anzugreifen, und zwar ungeachtet, wie düster die Folgen wären.

Es gibt so viel offene Spekulation darüber. Es ist vernünftiger, militärischen, politischen und wirtschaftlichen Beobachtern zu glauben, dass dies ein Wahnsinnsakt mit möglicherweise katastrophalen Folgen wäre, wie James Petras nachstehend ausführt. Wird sich das ereignen? Wir können nur unseren Atem anhalten, um das herauszufinden. Aber es kann nicht lange dauern, bis wir es herausgefunden haben werden.

wird fortgesetzt mit:

Teil 3 des Buches - Experten für Terror oder terroristische Experten

Quelle:

http://www.wake-up-america.net/

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Teil 3 des Buches:

Experten für Terror oder terroristische Experten“

von Stephen Lendman

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke“

auf Kommunisten-online am 4. August  2011 – In diesem Teil seines Buches geht James Petras ganz konkret an die selbsternannten „Terrorismusexperten“. Er arbeitet mit seiner scharfsinnigen Zergliederung dieser Personengruppe deutlich die Erklärung heraus, warum sie so prominent in den großen Medien vorgestellt werden. Er nennt sie „Auftragsleute“. Sie sind da, um eine Rolle zu spielen und „die kolonialen und imperialen Eroberer mit Motiven auszustatten und ihre Vorstellungen stärker in das öffentliche Bewusstsein zu pflanzen, dass die Terroristen nicht wert sind zu herrschen oder beherrscht zu werden“, so dass wir sie los werden müssen. „

Es macht nichts, dass der sogenannte „Krieg gegen den Terrorismus“ eine unverschämt überstrapazierte, aber sehr wirksame listige Taktik zur Panikmache ist. Der „Krieg gegen den Terrorismus“ wird immer benutzt, weil das Publikum nie begreift, dass es gar keine Rolle spielt, wie oft zuvor die angeblichen Bedrohungen sich als ein weiterer Betrug herausgestellt hatten, um dieses Publikum mit allen nur möglichen Bestrebungen zusammengehen zu lassen, welche die US-Regierung gerade im Sinn hat. Es erstaunt immer wieder, wie kurz die Aufmerksamkeitsspanne der Öffentlichkeit ist. Dabei ist klar, dass die Macht der Konzernmedien eine Menge damit zu tun hat. Dies brachte den Autor Studs Terkel dazu, von einer die ganze US-Nation erfassenden Alzheimer-Krankheit zu sprechen. Und es führte beim Autor und politischen Kritiker Gore Vidal dazu, sein 2004 erschienenes Buch folgendermaßen zu betiteln: Das Imperiale Amerika - Gedanken über die Vereinigten Staaten von Amnesia.“

Der „Krieg gegen den Terrorismus“ gibt dem gesamten Propaganda-Apparat und den terroristischen Experten ein offenes Feld, um die öffentliche Meinung zu manipulieren und dazu zu bringen, fast alles zu glauben. James Petras nennt diese terroristischen Experten „verbale Mörder“, die nicht verstehen können oder verstehen werden, dass mit Angriffen voller Schrecken und Abscheulichkeiten niedergeschlagene Völker, deren Länder im Namen der „Befreiung“ ausgeplündert worden sind, deren Angehörige massenhaft ermordet, vergewaltigt, festgenommen und gefoltert worden sind, - dass solche Menschen verzweifelt und genug motiviert sein können, um zur Selbstverteidigung und Vergeltung zurückzuschlagen. „

Dies folgt logisch aus dem Gesetz von Newton, wonach es für jede Aktion die entsprechende Reaktion gibt. 1954 verstand die CIA dies und erfand einen Begriff dafür (was keinen sich selbst respektierenden terroristischen Experten berührt). Die CIA nannte es „Gegenwind“ und bezog sich damals auf die unbeabsichtigten Folge feindseliger Handlungen der USA im Ausland wie dem Sturz rechtmäßiger oder anders beschaffener Regierungen wie im Fall von Mohammed Mossadegh in Iran 1953, dessen Sturz die dortige Entwicklung von 25 Jahren Terrorherrschaft des Schahs eröffnete. Dies führte schließlich zum „Gegenwind“ der Revolution von 1979. Und es verursacht andere Fälle von Vergeltung, wie sie jetzt in Irak und Afghanistan und seit nahezu 60 Jahren in Palästina ablaufen. „

Aber die prominenten terroristischen Experten in den großen Konzernmedien haben eine ganz andere Diagnose bei den Widerstandskämpfern. Sie nennen sie „unheilbare Psychopathen, welche äußerst gefährlich sind, wenn sie zahlreich werden, so dass wir sie hinwegfegen müssen, indem wir sie fangen, einkerkern, foltern oder töten.“ Eine praktische Arbeitsteilung wird dann organisiert, um dies zu tun. Und die terroristischen Experten spielen die ihnen zugewiesene Rolle zusammen mit Militärs, angeheuerten Sicherheitsbeamten, Gefängnisleitern, Verhörspezialisten, Leibwächtern und anderen Beamten. Sie alle sind Mitglied im Team der teuflischen Jünger der Mächtigen. Sie alle machen „die Opfer zu Henkern und die Henker zu Opfern“. Sie tun dies, indem sie den rechtmäßigen Widerstand mit dem Etikett „islamisch-faschistisch“, „islamisch-fundamentalistisch“, „terroristisch“ oder sonstigen frei erfundenen Bezeichnungen für Unterlegenheit oder hinein interpretierte Bedrohung belegen, so dass dieser rechtmäßige Widerstand zerschlagen werden muß.“

Es ist unverständlich für die terroristischen Experten, dass beinahe jede Vergeltungs- und Selbstverteidigungstat in Notwehr gerechter Widerstand sein kann, wenn man das staatlich geleitete Ausmaß der Gewalt zugrunde legt, welche gnadenlos gegen die Menschen eingesetzt wird. In Israel und jetzt in Irak und Afghanistan führte dies zum Phänomen der Selbstmordbomben. James Petras nennt es „eine Form der individuellen Selbstaufopferung, des individuellen Widerstand im Namen des kollektiven Widerstands.“ Er erklärt weiter, dass im Westen die individuelle Selbstaufopferung mit Medaillen belohnt wird, aber im Nahen und Mittleren Osten und vor allem im Fall der Selbstmordbomben der Preis das Märtyrertum ist, dass diese Widerstandskämpfer ihr Leben für die Sache der nationalen Befreiung gegen eine überlegene feindliche Macht gegeben haben. Das ist eine im Laufe der Geschichte ganz gewöhnliche Erscheinung, wenn sich ein Volk einem übermächtigen Eroberer und Besetzer gegenübersieht. James Petras erklärt dazu: „Es hat immer und es wird immer sich selbst aufopfernde Einzelpersonen oder (ganze Bevölkerungen) geben ... bereit zur Verteidigung des Volkes und der Heimat ... und die ihren Körper als Rakete oder als Waffe einsetzen, eben genau dies tun.“„

James Petras erklärt auch, dass es verschiedene Formen imperialer Eroberung und Unterdrückung gibt. Und diejenige, welche die USA in Irak und Afghanistan anwenden, welche Israel gegen die Palästinenser anwendet, ist ein grausamer und unmenschlicher „Prozess der Zerstörung, Erniedrigung und Ausbeutung, gefolgt von Bestrebungen, ein koloniales Militär, Polizei und politische Struktur 'wiederaufzubauen', welche bereit und fähig sind, antikolonialen Widerstand zu unterdrücken und einzudämmen.“ Das ist eine Doktrin des „totalen Krieges“ gegen Ziel-Völker, die zu schwach sind, sich zu wehren, abgesehen von asymmetrischer Guerrilla-Kriegsführung mit Mitteln, die Taktiken wie Auto- und Selbstmordbomben einschließen. James Petras nennt diese Praxis „eine der ultimativen Formen der Ablehnung von Tyrannei“, die erst dann enden wird, wenn der „totale Krieg“ endet. Und dies wird nur geschehen, wenn die „Stränge der kolonialen Wiederbelebungsbewegung des Imperialismus in ... seinen US-, europäischen und israelischen Varianten zerschlagen sind ... Frieden und Versöhnung ist nur möglich, wenn die Architekten und Ausführenden des totalen Krieges und der menschlichen Erniedrigung vor Gericht verurteilt werden.“ Ein langer und schmerzlicher Kampf für Befreiung mag vor uns liegen, bevor dieses Ziel jemals erreicht werden wird.“

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Teil 4 des Buches:

Noam Chomsky und die pro-israelische Lobby“

auf Kommunisten-online am 4. August  2011 – Im letzten Teil seines Buches fordert James Petras einen Mann heraus, der am besten als eine Ikonenfigur der Linken, als ein Antikriegsaktivist und vieles mehr beschrieben werden könnte. Welcher aber niemand ist, dem es ungewohnt wäre, herausgefordert und zuweilen sehr hart herausgefordert zu werden. „

James Petras führt aus, dass Noam Chomsky jahrelang ein scharfer Kritiker der israelischen Politik gewesen ist und von pro-israelischen Organisationen und den großen Konzernmedien für seine Ansichten hart angegriffen worden ist, wobei sein Name nur selten mal in jenen Medien zugelassen wird. Dennoch verteidigt Noam Chomsky die Existenz des zionistischen Staates und hat eine andere Auffassung als James Petras zur Macht und zum Einfluss der jüdisch-zionistischen Lobby auf die Politik der USA gegenüber Israel. James Petras listet auf, was er die 15 falschen Thesen von Noam Chomsky nennt, welche dessen lange gehegte Überzeugung widerspiegeln, dass die jüdisch-zionistische Lobby nicht so mächtig ist, wie es James Petras in seinem Buch nachweist. Ich will nicht Partei ergreifen für einen der beiden herausragenden Menschen. Der Autor James Petras listed die strittigen Punkte zwischen ihnen auf, damit der Leser entscheiden kann, wer da die bessere Auffassung vertritt.“

James Petras beginnt die Auflistung mit den von ihm Chomskys 8 „zweifelhafte Positionen“ genannten Punkten:“

1. Die pro-israelische Lobby ist wie jede andere Lobby.“

2. Die Unterstützer der pro-israelischen Lobby haben nicht mehr Macht als andere Lobby-Gruppen.“

3. Die pro-israelische Lobby arbeitet erfolgreich, aber ihre Interessen decken sich mit denen der USA.“

4. Israel ist ein Werkzeug des US-Imperiums und wird nach Bedarf benutzt.“

5. Die großen Ölkonzerne und der „militärisch-industrielle Komplex“ sind die Hauptkräfte bei der Prägung der Nahostpolitik.“

6. Die Interessen der USA und der Israelis decken sich gewöhnlich.“

7. Der Irak-Krieg und die Bedrohungen gegen Iran und Syrien stammen von den „Ölinteressen“ und dem „militärisch-industriellen Komplex“.“

8. Das Verhalten der USA im Nahen und Mittleren Osten ist dasselbe wie ihr Verhalten weltweit.“

James Petras verwendet dann die obige Liste, um zu diskutieren, was er Noam Chomskys 15 falsche Thesen nennt. Dabei verwendet er die überzeugende Beweislage aus seinem Buch, um sich im Einzelnen mit Chomskys Thesen nacheinander auseinanderzusetzen. Er fasst dann den gesamten Sachverhalt zusammen und vermerkt, dass er dies getan hat, weil Chomskys enorme Statur dessen Auffassungen prominent machen, ganz gleich welche Auffassungen Chomsky da im einzelnen auch immer vertritt. Es ist eine Sache der Konsequenz, wenn ein Mann wie Noam Chomsky glaubt, dass die jüdisch-zionistische Lobby wie alle anderen Lobbies wäre, was nach der Ansicht von James Petras „den Haupturhebern, Architekten und Lobbyisten für den Irak-Krieg einen Freibrief gibt und ein Hindernis bildet, Klarheit darüber zu schaffen, gegen wen da wofür von den USA gekämpft wird. Die pro-israelische Lobby zu ignorieren heißt auch, ihre freie Hand zuzugestehen, um die Invasion gegen Iran und Syrien und jedes andere Regime in der Region, welches Israel zu entfernen wünscht, durchzusetzen.“ James Petras fasst zusammen: „Die Friedens- und Gerechtigkeitsbewegungen in den USA und im Ausland sind größer als eine einzelne oder eine Geistesströmung, und zwar ungeachtet ihrer Bezüge aus der Vergangenheit.“ In diesem Kampf beachtlicher Titanen der Linken liegt es am Leser zu entscheiden, wer von ihnen da richtig liegt.“

Ein Plädoyer: Dem Zionismus entgegentreten und eine US-amerikanische Nah- und Mittelostpolitik einfordern“

James Petras hat ein mächtiges und bedeutendes neues Buch geschrieben, welches ein breites Engagement und eine große Resonanz braucht. Aber er wird niemals den Inhalt seines Buches hinter die Torwarte der Konzerne bekommen, die die Konzernmedien beherrschen, schon weil er den Mut aufbringt zu enthüllen, was andere sich fürchten würden zu tun: dem Zionismus entgegenzutreten. Seiner Tagesordnung der aggressiven Kriege und der Kolonisation entgegenzutreten. Die Macht der jüdisch-zionistischen Lobby zu benennen, welche für Israel die volle und bedingungslose Unterstützung jeder US-Regierung sichert, ganz gleich ob dies den Interessen der USA dienlich ist oder nicht. Die Macht der jüdisch-zionistischen Lobby erreichte ihren Höhepunkt und kam voll zum Tragen mit dem Aufkommen der Neo-Konservativen der Bush-Regierung, welche wirkungsvoll ihre Treue zu den Beherrschern des israelischen Staates üben und beweisen, so dass Ariel Sharon recht haben kann, wenn er einst arrogant über seine Beziehung zu George Bush prahlte: „Wir haben die USA unter Kontrolle.“„

Das Ergebnis ist für die USA und die geheiligten Grundsätze ihrer Gründung katastrophal gewesen. In der Partnerschaft mit Israel begannen die USA mit dem Auseinanderfetzen des Nahen und Mittleren Ostens und Mittelasiens durch das Angreifen und Besetzen von Irak und Afghanistan. Die USA drohen in dieser Partnerschaft mit Israel jetzt, die ganze Region in Brand zu setzen, so stark dass sie explodiert, wenn die USA mit den Plänen für den Angriff Irans weitermachen, diesen Angriff mit Kernwaffen durchführen, und dann gegen Syrien und auch Saudi-Arabien weitermachen, während damit fortgefahren wird, Libanon in Geiselhaft zu halten, Libanon zu belagern und zeitweilig regierungsunfähig instabil zu halten, in Erwartung des nächsten unvermeidlichen Auslösers zur Entzündung des ganzen schmutzigen Geschäfts dort, immer wieder und umfassend. Die Bush-Regierung brachte mit ihrem „langen Krieg“ gegen den Islam 1,8 Milliarden Muslime weltweit in Wut und zu einer zunehmenden Einheit gegen die USA. Sie zerstört derzeit auch die Freiheit und die Demokratie in den USA mit dem Prozess, jedermann mit der aufstrebenden Macht eines Polizeistaates der nationalen Sicherheit zu bedrohen, welcher mit einem außer Kontrolle stehenden Präsidenten zur Tyrannei wird, denn dieser Präsident reißt diktatorisch alle Vollmachten einer „Einheitsregierung“ an sich und beansprucht dabei das Umgehen des Rechts der USA und ihrer internationalen Verpflichtungen, um zu regieren, wie es ihm beliebt.“

James Petras läutet den Alarm und fragt, wie die US-Amerikaner in dieses Debakel geraten sind, wer dafür verantwortlich zu machen ist. Er unterstreicht die Notwendigkeit einer großangelegten Untersuchung im US-Kongress, um dies herauszufinden. Zugleich beklagt er, dass dies wahrscheinlich nicht geschehen wird, solange die Neo-Konservativen von Bush ihren Willen bekommen. „

Die zentrale These seines Buches besteht darin, dass die jüdisch-zionistische Lobby den Interessen des Zionismus dient und als Agent für den Staat Israel agiert. Sie setzte die Bush-Regierung ein, wie schon die Regierungen vor der Bush-Regierung von ihr eingesetzt wurden. Sie besetzt mit ihren Gewährsleuten auch die Schlüsselzentren der Macht und des Einflusses in den USA und führt die US-Amerikaner in die Katastrophe, welcher sie nun gegenüberstehen, wegen ihres fehlgeleiteten Nah- und Mittelost-Abenteurertums. „

James Petras setzt die Handlungen der USA im Bündnis mit Israel den faschistischen Kriegsverbrechen der Nazis im 2. Weltkrieg gleich: „Dies sind die schlimmsten Verbrechen an der Menschheit.“ Bezüglich des Verbrechens der Aggression hieß es seitens des Nürnberger Tribunals, dass dies das „schwerste internationale Verbrechen“ ist. Und jene Nazis, die schuldig befunden wurden, wurden gehangen. „

James Petras erklärt: „Die schlimmsten Verbrechen werden von denjenigen begangen, die für sich beanspruchen, ein von Gott auserwähltes Volk zu sein, ein Volk mit 'selbstgerechten' Einforderungen der höchsten Opferrolle für sich.“ Er geht weiter und sagt: „Selbstgerechte Opferideologie in Verbindung mit ethnisch-religiösen Loyalitäten unter Führung von fanatischen zivilen Militaristen mit hochentwickelter Bewaffnung ist die größte Bedrohung für den Weltfrieden und die Menschheit.“„

James Petras richtet einen leidenschaftlichen Appell an alle fortschrittlichen Menschen (und in Wirklichkeit an alle Menschen mit einem Gewissen), die imperiale Tagesordnung für alle Länder abzulehnen und im Fall Israels entschlossen dagegen einzutreten, als antisemitisch abgestempelt zu werden. Die skurrile Verwendung solchen Namens ist eine weitere Zuflucht von Schurken, denen nicht erlaubt oder geduldet werden darf, unser aller Angriff gegen die Kräfte der Finsternis, die uns zerstören werden, sofern wir nicht entschlossen gegen sie Position beziehen, zu stoppen. James Petras sagt uns, dass dies nicht leicht werden wird. Und dass wir starke ideologische Angriffe gegen uns erwarten können, welche auf dem Grundsatz basieren, dass Israel die Verkörperung von „Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit“ ist. Und all jene, die sich derzeit wagen, den jüdisch-zionistischen Staat zu kritisieren, werden als Unterstützer von „arabischen Diktaturen, Unterdrückung, Ungerechtigkeit und Terrorismus“ bezeichnet werden.“

Die Einsätze sind viel zu hoch, um sie einfach so wegkommen zu lassen, wenn sie skurrile Namen zur Verteidigung verwenden. In Worten von James Petras: „Israel und sein Übersee-Netzwerk in den USA ... bedrohen nicht nur die unterdrückten Völker von Palästina (und Irak, Iran, Libanon, Syrien und jedem anderen Staat im Zielvisier Israels), sondern sie bedrohen die Rechte der Weltbevölkerung.“ Er betont, dass wir massenhaft die Öffentlichkeit auf unserer Seite haben, und zwar fast überall außerhalb der USA, und auch in den USA gewinnen wir Resonanz. Diese Öffentlichkeit sieht Israel und die Handlungen der USA  zur Unterstützung des jüdisch-zionistischen Staates als die größte aller Bedrohungen für den Weltfrieden und die Stabilität an.“

James Petras beendet sein Buch mit einem letzten leidenschaftlichen Ruf zu den Waffen: „Lasst uns nach vorn schreiten und unsere USA, unsere Gedanken und unsere Politik entkolonialisieren. Dies als ersten Schritt zur Wiederherstellung einer demokratischen Republik, frei von miteinander verflochtenen kolonialen und neo-imperialen Bündnissen.“„

Kluge Gedankengänge von einem klugen und mutigen Menschen. Wir können sie nicht ignorieren, damit wir nicht den höchsten Preis, den Verlust unserer Freiheit als US-Amerikaner (und möglicherweise mit unserem Leben) zahlen. Nur weil wir nicht wussten, dass uns die Freiheit genommen worden ist, bis es dann zu spät wurde, um zu handeln und sie zu retten.“

Quelle:“

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