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Der faschistische Diktator der Philippinen, Ferdinant Marcos, sein Beschützer und Komplice US-Präsident Ronald Reagan und Imelda Marcos

Philippinen:

Weitere 6000 US-Söldner stützen Arroyo-Regime

VOLKSBEWEGUNG GEGEN US-MILITÄRBASEN

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüsse

Philippinen:

Weitere 6000 US-Söldner stützen Arroyo-Regime

VOLKSBEWEGUNG GEGEN US-MILITÄRBASEN

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Mitteilung der KMU*, 14. August 2009.-   Im Gegensatz zur Begrüßung des „Besuches“ von 6000 US-Söldnern durch Andocken des US-Flugzeugträgers in Manila Bay seitens Arroyo-Regierung und der Militärs sehen wir als Gewerkschaftsdachverband KMU und die Partei Anakpawis üble Absichten in diesem „Besuch“ und wollen diese Truppen jetzt ganz rasch wieder außer Landes haben. Die US-Truppen sind angeblich auf lediglich einen 4-Tage-Aufenthalt als „Besuch aus gutem Willen für humanitäre und Entwicklungsprojekte“ im Lande. Sie sollen angeblich „die starken historischen, gemeinschaftlichen und militärischen Beziehungen zwischen den USA und der Republik der Philippinen zum Ausdruck bringen.“

KMU-Vorsitzender Elmer „Bong“ Labog sagte dazu: „Wir sehen ganz und gar nichts von gutem Willen in diesem nicht willkommen zu heißenden Besuch. Sie sind doch nur losgelassen worden, um volle Militarisierung herzubringen in nicht nur unserer philippinischen ländlichen Heimat, sondern genauso in der Hauptstadtregion unseres Landes.“

Und weiter: „Wir haben doch selbst erlebt, wie die 'humanitären Missionen' der USA stets benutzt werden, um sich in die inneren Angelegenheiten eines anderen Landes einzumischen. Da gibt es Entwicklungsprojekte, um gegen Aufstände im Lande vorzugehen, um Geheimdiensttätigkeit durchzuführen und verschiedenste militärische Operationen zu trainieren.“

Und weiter: „Das US-Regime unternimmt allseits alles Mögliche, um seine Militärstützpunkte auf dieser Seite des Planeten abzusichern und dadurch seine sich verschlimmernden Finanzprobleme in den Griff zu bekommen. Und mit seinem anhaltenden Sturz in die Wirtschaftskrise bereiten sich die USA derzeit darauf vor, aus Verzweiflung heraus weitere Kriege anzuzetteln...“

Und weiter: „Das Arroyo-Regime hat stets volle Bereitschaft gezeigt, die gesamte Nation der Philippinen für die Kriegsspiele der USA zu opfern. Dies zeigt sich in seinen 'Besuchs'-Militärabkommen, den Balikatan-Manövern der US- und philippinischen Streitkräfte, der Unterstützung der philippinischen Regierung und Militärs für den 'Krieg gegen den Terror', dem jüngsten Scheiß-Schwatz ('chit-chat' - so wörtlich - J. T. Bohlke) mit Obama und der Verfassungsänderung. Jetzt wissen wir, was da auf dem Obama-Meeting losgetreten worden ist: fortgesetzte US-Hilfe im Austausch gegen Gefälligkeiten wie diese!“

Und weiter: „Diese Szenerie des Andockens von US-Kriegsschiffen in der Manila Bay wirft uns zurück bis in das Zeitalter jener direkten Kolonialherrschaft durch die USA**. Und genau dort werden wir uns alle selbst wiederfinden, wenn die Obama- und Arroyo-Regimes in ihrer Verfassungsänderungs-Tagesordnung des völligen Ausverkaufs des philippinischen Territoriums und der philippinischen Bodenschätze Erfolg haben.“

Labog setzte am Ende hinzu: „Die erneute Kolonialherrschaft der USA geht beschleunigt vonstatten. Und nur unser kollektives und entschlossenes einheitliches Handeln wird es stoppen können.“

Quelle:  http://www.kilusangmayouno.org/

Anmerkungen von J. T. Bohlke als Übersetzer und Redaktionsmitglied:

* KMU - „Kämpferische Antiimperialistische Arbeiterbewegung“ mit dem 1. Mai (Mayo Uno) im Namen. Die mitgliederstärkste belgische Gewerkschaft ACV unterstützt die KMU sehr solidarisch, welche seit etlichen Jahren ständig von neuem aktive Mitglieder durch politisch motivierte Attentate und Morde verliert und insbesondere bei den Bergarbeitern und Landarbeitern zu einer einflussreichen gewerkschaftlichen Kraft geworden ist. Dies macht den ausländischen Konzernen (Dole, Del Monte usw.) schwer zu schaffen und somit auch deren Vasallenregime, der Arroyo-Regierung, so dass mit offener militärischer Gewalt (Stationierung von Militär auf Bergbaugelände und Plantagen) gegen die Gewerkschaftsbewegung der Arbeiterklasse vorgegangen wird. Gewerkschaftsaktivisten fallen nicht selten Todesschwadronen aus Militärs und Polizei und Privatsöldnern der Konzerne und Großgrundbesitzer vor Ort zum Opfer.

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** zur US-Kolonialherrschaft in den Philippinen folgende Hintergrundinformation:

Es zeigt sich auch in Fernost die gesteigerte Aggressivität des US-Imperialismus infolge der Obama-Administration

Wir erfahren immer konkreter, was es mit Obamas „Change“-Geschwätz auf sich hat

Anmerkungen und Erklärungen von J. T. Bohlke als Übersetzer und Redaktionsmitglied vom 15. August 2009 - 1895-1898 tobte infolge von Aufständen gegen die spanische Kolonialherrschaft in Kuba und in den Philippinen ein Krieg, der mit der Niederlage der spanischen Kolonialmacht endete und unmittelbar bei deren Niederlage US-Truppen entsprechend der Monroe-Doktrin*** in diese selbstbefreiten Länder einrücken ließ.

Kuba wurde von den USA relativ rasch unterworfen, politisch einem Marionettenregime überlassen, wirtschaftlich von einheimischen und US-Zuckerbaronen und -Kapital ausgeplündert bis zum Sieg der kubanischen Volksrevolution unter Fidel Castro 1959/1960.

Die Widerstandsbewegung des philippinischen Volkes lieferte den waffentechnisch hoch überlegenen massiv und äußerst grausam vorgehenden US-Truppen bis zum 1. Weltkrieg 1914 verzweifelten Widerstand im Lande, was mit blutigsten Massakern der US-Soldateska an hunderttausenden Filipinos erst nach über einem Jahrzehnt brutal erstickt werden konnte. Dies war der Beginn der blutigen Kolonialherrschaft des US-Imperialismus über die Philippinen, die formal 1946 beendet wurde, als zumindest die politische Macht in den Philippinen an eine philippinische Regierung von den USA abgegeben wurde.

Die USA behielten jedoch ähnlich dem „Platt-Zusatz“ in der kubanischen Verfassung vom Beginn des 20. Jahrhunderts auch in den Philippinen das Recht zur Einrichtung großer Militärstützpunkte und damit die jederzeitige Möglichkeit der militärischen Intervention im Lande selbst. Sehr erheblich waren die großen US-Militärstützpunkte in den Philippinen als Nachschubbasis für die US-Kriegsverbrechen im Korea- und Vietnamkrieg. Was dazu führte, dass das philippinische Volk immer massiver die Auflösung dieser US-Basen forderte. Zumal US-Söldner Vergewaltigungen und Verbrechen in den Philippinen begingen und bei all dem straffrei blieben, da kein philippinisches Gericht zu ihrer Verurteilung ermächtigt war.

Um die großen US-Basen blühten Drogenkonsum, Glücksspiel, Prostitution und Mafiastrukturen in großem Stil, was zur hohen Korruption und den heutigen Mafiastrukturen in den Philippinen sehr beitrug. Als der durch Peoples Power (Massenproteste mit politischem Generalstreik) gestürzte US-hörige Diktator Marcos in den 80er Jahren endlich gestürzt wurde, flogen ihn US-Marines nach Hawaii auf US-Territorium aus und retteten ihn so vor dem Zorn seines Volkes. Dies brachte den Massenprotest gegen die US-Militärs im Lande auf den Höhepunkt, so dass sich unter dem äußerst starken Druck des Volkes die bürgerlich-demokratischen Regierungen gezwungen sahen, letztlich den Abzug der US-Truppen und die Auflösung von deren Militärstützpunkten bis 1992 gegen den Willen des US-Imperialismus durchzusetzen.

Das Arroyo-Regime repräsentiert seit nun mehr etlichen Jahren dieses Jahrhunderts ausschließlich große Teile der Kompradorenbourgeoisie der Philippinen und unterwirft faktisch die Philippinen erneut wie zu Zeiten von Diktator Marcos völlig dem Diktat des US-Imperialismus, was die Massenproteste und den revolutionären bewaffneten Kampf des philippinischen Volkes ständig weiter anheizt. Nur durch immer brutalere Unterdrückung und immer größere „Hilfe“ seitens des US-Imperialismus im militärischen und infrastrukturellen Bereich kann sich das im Volke verhafte Arroyo-Regime überhaupt an der Macht halten.

Nichtsdestotrotz verkündet Präsidentin Arroyo überschwänglich, bis 2010 die aufständischen bewaffneten Rebellen der landesweit aktiven kommunistischen NPA-Guerrilla und der auf moslemischen Gebiete Süd- und West-Mindanaos beschränkten für deren Unabhängigkeit und Befreiung operierenden MILF-Guerrilla militärisch zu zerschlagen, was trotz grausamer Kriegsverbrechen am eigenen Volke auf der Grundlage von Vietnamkriegs-Konzepten der US-Militärberater und deren hochtechnologischer Aufklärungshilfen an die Militärs der Philippinen nicht gelingt. Mittlerweile wird die Armee der Philippinen nicht nur in ländlichen, sondern auch in städtischen Gebieten eingesetzt, um Aktivisten der Volksproteste zu ermitteln, deren Familien und das Volk einzuschüchtern und auch zu gesetzwidrigen Entführungen, Verschleppungen, Folter und Mord zu greifen.

Dass die US-Truppen und -beraterstäbe im Lande immer offener dabei mitmischen, ist eine Tatsache und muss erneut den Massenprotest dagegen auf den Plan rufen. Wie in Lateinamerika, so zeigt sich auch in Fernost die gesteigerte Aggressivität des US-Imperialismus infolge der Obama-Administration, so dass wir immer konkreter erfahren, was es mit dessen „Change“-Gephrase auf sich hatte.

Fazit daraus: Es lebe die stärker werdende internationale Solidarität auch mit dem mutigen Kampf des philippinischen Volkes um nationale und soziale Befreiung! Hoch lebe unsere Klassensolidarität mit den Genossen der KP der Philippinen, den Genossen und tapferen Kämpfern in der NPA, den Genossen von der National-Demokratischen Front, den Kameraden und aktiven Gewerkschaftskollegen in der KMU und in den demokratischen Massenorganisationen vor Ort in den Philippinen!

*** zur „Monroe-Doktrin“ der USA:

Die „Monroe-Doktrin“ entstand zu Beginn des 19. Jahrhunderts und diente anfangs im noch fortschrittlichen Sinne dazu, dass „Amerika den Amerikanern“ als „westliche Hemisphäre“ (geographisch zu Europas Mächten!) vorbehalten zu sein hat. Gut 30 Jahre nach ihrem Entstehen ergriffen also die bürgerlich-demokratischen USA offen Partei gegen die feudalen europäischen Kolonialmächte, die Lateinamerika und Kanada seinerzeit beherrschten und ausplünderten. Die lateinamerikanische Kreolenbourgeoisie konnte sich in ihren verschwörerischen Aufständen gegen die spanische und portugiesische Kolonialmacht der Unterstützung der damals als politische und Wirtschaftsmacht lediglich regional bedeutsamen USA sicher sein. Der Expansionismus der US-Bourgeoisie richtete sich damals noch vornehmlich auf die Unterwerfung der Indianer und Aneignung der von ihnen beherrschten großen Landstriche, was sich über das gesamte 19. Jahrhundert hinzog.

Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts zeigte sich bereits der ab dann ganz ausschließlich reaktionäre Gehalt der „Monroe-Doktrin“, als mit der „Unabhängigkeitserklärung von Texas“ (durch eine Handvoll von englischsprachigen US-Siedlern dort gegenüber einer Mehrheit von katholischen spanischsprachigen Latinos) der Krieg der USA gegen Mexiko mit der territorialen Halbierung Mexikos und somit der Aneignung flächenmäßig gewaltig großer Gebiete durch die USA endete. Der entstehende US-Imperialismus übernahm somit von Anfang an selbst die Rolle einer Kolonialmacht, welche unter dem Deckmantel der „Monroe-Doktrin“ („Amerika den Amerikanern!“) als Wolf im Schafspelz Lateinamerika als seinen Hinterhof betrachtete und nach Belieben auszuplündern gedachte (Stichwort „Bananenrepubliken“ wobei heute etliche der so produzierten Bananen aus der Gegend um Davao in Süd-Mindanao in den Philippinen stammen).

Der US-Imperialismus erweiterte die „Monroe-Doktrin“ hin zum „Hemisphären-Besitzanspruch. Mit dem 2. Weltkrieg beanspruchte der US-Imperialismus die Führungsrolle über die gesamte westliche Welt in Ablösung des britischen Imperialismus, sah in Lateinamerika seinen „Hinterhof“ und führte verbrecherischste Kriege in Korea und Vietnam zwecks „roll back“ gegen die dortigen Volksbewegungen, welche mit Unterstützung der UdSSR und Chinas die nationale und soziale Befreiung ihrer Völker erkämpften. Nur dank der von Lenins und Stalins Zeiten ererbten und von den Völkern der UdSSR hart unter immer wieder Kriegsbedingungen im verwüsteten Land erarbeiteten atomaren und militärischen Hochtechnologien gelang es der Atommacht UdSSR, dem sozialistischen Kuba in der von den USA beanspruchten „westlichen Hemisphäre“ und noch dazu vor der Nase Miamis im „Hinterhof“ eine Existenzgarantie abzuringen („Kubakrise 1962“) und somit die Aggressivität des Imperialismus zeitweilig in gewisse Schranken zu weisen und einzugrenzen.

Mit dem Zusammenbruch des sozialistischen Weltsystems durch die Konterrevolution in der UdSSR und ihren einstigen Bruderstaaten des „Warschauer Vertrages“ 1989/1990 erweiterte der US-Imperialismus seinen „Hemisphären“ - Besitzanspruch von der „westlichen Hemisphäre“ aus dem Kontinent Amerika und dem pazifischen Raum hin zum „globalen Führungsanspruch“, also der Rolle des unumschränkten weltweiten Diktators, des „Weltgendarms“. Entsprechend dieser US-imperialistischen Global- und „Geostrategie“ begann das 21. Jahrhundert mit imperialistischen Aggressionskriegen zur Ausplünderung der Rohstoffe im Mittleren Osten und Destabilisierung des Mittleren Osten in Vorbereitung der Verwirklichung des ganz großen alten Wunschtraumes der Imperialisten aller Großmächte von der Aneignung der Bodenschätze der einstigen UdSSR und Chinas durch die derzeit präzise geplante und betriebene Unterwerfung der Republiken, die aus der einstigen UdSSR hervorgegangen sind, sowie Chinas. Wir alle sind Zeitzeugen dieses Geschehens. Und als Kommunisten sind wir uns dieses Klassenkampfes sehr bewusst.

Fazit: Ganz wichtig ist heute in Anlehnung an jene uns Kommunisten bestens erinnerliche Forderung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, den äußerst aggressiv gewordenen Imperialismus in der EU, in Deutschland, dabei zu stoppen, imperialistische Soldaten und Söldner in aller Welt Kriegsverbrechen zum Wohle davon profitierender Finanzkapitalistenclans und der Barone des militärisch-industriellen Komplexes verüben zu lassen. Denn niemand von uns will eine Neuauflage von Weltkrieg 1 und Weltkrieg 2 in einem atomaren Inferno des Weltkriegs 3, dessen Vorgefechte derzeit im Irak, in Afghanistan, im Kaukasus, in der Ukraine, in Polen, in Tschechien, im Baltikum und auch in Ländern wie Kolumbien und Honduras und den Philippinen von imperialistischer Seite ausgeführt werden.

Heutzutage warnt uns alle am eindringlichsten der Genosse Comandante Fidel davor, dass die Menschheit ihr Überleben riskiert, wenn der Imperialismus so gefährlich weitermachen kann, wie er es derzeit von großen Teilen der Öffentlichkeit in der EU, in Nordamerika und Australien/Neuseeland unbeachtet und grob fahrlässigerweise hingenommen tut.

Und wenn sich jemand von den geneigten Leserinnen und Lesern hier mal fragt, warum ich mir als vollzeitbeschäftigter Angestellter und Büroproletarier in meiner Freizeit selbst aus freier eigener Entscheidung antue, tagtäglich viele Stunden für Übersetzungen für K-Online und das Publizieren dieser Informationen und Artikel zu opfern, dann lautet meine Antwort auf diese Frage: Wie sonst sollen diese Informationen überhaupt die nur deutsch lesende Öffentlichkeit in der EU erreichen? Es ist mein selbstgestellter Klassenauftrag als Kommunist, dass ich aufgrund meiner Kenntnisse und Fähigkeiten hier in der Redaktion von K-Online meinen Beitrag zur Gegenöffentlichkeit leiste, den bürgerlichen Manipulationsmedien und der imperialistischen Kriegshetze wirksam vom Klassenstandpunkt der Arbeiterklasse aus wahrheitsgemäße Informationen entgegenzusetzen, welche kein bürgerliches Medium bringt. Jeder vernunftbegabte Mensch und insbesondere wir Marxisten-Leninisten sind gefordert, tagtäglich an der Front des Klassenkampfes bewusst zu kämpfen. Ich. Und auch Du bzw. Sie! ++

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