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zur US-Kolonialherrschaft in den
Philippinen folgende Hintergrundinformation:
Es
zeigt sich auch in Fernost die gesteigerte Aggressivität des
US-Imperialismus infolge der Obama-Administration
Wir
erfahren immer konkreter, was es mit Obamas „Change“-Geschwätz auf
sich hat
Anmerkungen
und Erklärungen von J. T. Bohlke als Übersetzer und Redaktionsmitglied
vom 15. August 2009 - 1895-1898
tobte infolge von Aufständen gegen die spanische Kolonialherrschaft in
Kuba und in den Philippinen ein Krieg, der mit der Niederlage der
spanischen Kolonialmacht endete und unmittelbar bei deren Niederlage
US-Truppen entsprechend der Monroe-Doktrin*** in diese selbstbefreiten Länder
einrücken ließ.
Kuba
wurde von den USA relativ rasch unterworfen, politisch einem
Marionettenregime überlassen, wirtschaftlich von einheimischen und
US-Zuckerbaronen und -Kapital ausgeplündert bis zum Sieg der
kubanischen Volksrevolution unter Fidel Castro 1959/1960.
Die
Widerstandsbewegung des philippinischen Volkes lieferte den
waffentechnisch hoch überlegenen massiv und äußerst grausam
vorgehenden US-Truppen bis zum 1. Weltkrieg 1914 verzweifelten
Widerstand im Lande, was mit blutigsten Massakern der US-Soldateska an
hunderttausenden Filipinos erst nach über einem Jahrzehnt brutal
erstickt werden konnte. Dies war der Beginn der blutigen
Kolonialherrschaft des US-Imperialismus über die Philippinen, die
formal 1946 beendet wurde, als zumindest die politische Macht in den
Philippinen an eine philippinische Regierung von den USA abgegeben
wurde.
Die
USA behielten jedoch ähnlich dem „Platt-Zusatz“ in der kubanischen
Verfassung vom Beginn des 20. Jahrhunderts auch in den Philippinen das
Recht zur Einrichtung großer Militärstützpunkte und damit die
jederzeitige Möglichkeit der militärischen Intervention im Lande
selbst. Sehr erheblich waren die großen US-Militärstützpunkte in den
Philippinen als Nachschubbasis für die US-Kriegsverbrechen im Korea-
und Vietnamkrieg. Was dazu führte, dass das philippinische Volk immer
massiver die Auflösung dieser US-Basen forderte. Zumal US-Söldner
Vergewaltigungen und Verbrechen in den Philippinen begingen und bei all
dem straffrei blieben, da kein philippinisches Gericht zu ihrer
Verurteilung ermächtigt war.
Um
die großen US-Basen blühten Drogenkonsum, Glücksspiel, Prostitution
und Mafiastrukturen in großem Stil, was zur hohen Korruption und den
heutigen Mafiastrukturen in den Philippinen sehr beitrug. Als der durch
Peoples Power (Massenproteste mit politischem Generalstreik) gestürzte
US-hörige Diktator Marcos in den 80er Jahren endlich gestürzt wurde,
flogen ihn US-Marines nach Hawaii auf US-Territorium aus und retteten
ihn so vor dem Zorn seines Volkes. Dies brachte den Massenprotest gegen
die US-Militärs im Lande auf den Höhepunkt, so dass sich unter dem äußerst
starken Druck des Volkes die bürgerlich-demokratischen Regierungen
gezwungen sahen, letztlich den Abzug der US-Truppen und die Auflösung
von deren Militärstützpunkten bis 1992 gegen den Willen des
US-Imperialismus durchzusetzen.
Das
Arroyo-Regime repräsentiert seit nun mehr etlichen Jahren dieses
Jahrhunderts ausschließlich große Teile der Kompradorenbourgeoisie der
Philippinen und unterwirft faktisch die Philippinen erneut wie zu Zeiten
von Diktator Marcos völlig dem Diktat des US-Imperialismus, was die
Massenproteste und den revolutionären bewaffneten Kampf des
philippinischen Volkes ständig weiter anheizt. Nur durch immer
brutalere Unterdrückung und immer größere „Hilfe“ seitens des
US-Imperialismus im militärischen und infrastrukturellen Bereich kann
sich das im Volke verhafte Arroyo-Regime überhaupt an der Macht halten.
Nichtsdestotrotz
verkündet Präsidentin Arroyo überschwänglich, bis 2010 die aufständischen
bewaffneten Rebellen der landesweit aktiven kommunistischen
NPA-Guerrilla und der auf moslemischen Gebiete Süd- und West-Mindanaos
beschränkten für deren Unabhängigkeit und Befreiung operierenden
MILF-Guerrilla militärisch zu zerschlagen, was trotz grausamer
Kriegsverbrechen am eigenen Volke auf der Grundlage von
Vietnamkriegs-Konzepten der US-Militärberater und deren
hochtechnologischer Aufklärungshilfen an die Militärs der Philippinen
nicht gelingt. Mittlerweile wird die Armee der Philippinen nicht nur in
ländlichen, sondern auch in städtischen Gebieten eingesetzt, um
Aktivisten der Volksproteste zu ermitteln, deren Familien und das Volk
einzuschüchtern und auch zu gesetzwidrigen Entführungen,
Verschleppungen, Folter und Mord zu greifen.
Dass
die US-Truppen und -beraterstäbe im Lande immer offener dabei
mitmischen, ist eine Tatsache und muss erneut den Massenprotest dagegen
auf den Plan rufen. Wie in Lateinamerika, so zeigt sich auch in Fernost
die gesteigerte Aggressivität des US-Imperialismus infolge der
Obama-Administration, so dass wir immer konkreter erfahren, was es mit
dessen „Change“-Gephrase auf sich hatte.
Fazit
daraus: Es lebe die stärker werdende internationale Solidarität auch
mit dem mutigen Kampf des philippinischen Volkes um nationale und
soziale Befreiung! Hoch lebe unsere Klassensolidarität mit den Genossen
der KP der Philippinen, den Genossen und tapferen Kämpfern in der NPA,
den Genossen von der National-Demokratischen Front, den Kameraden und
aktiven Gewerkschaftskollegen in der KMU und in den demokratischen
Massenorganisationen vor Ort in den Philippinen!
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zur „Monroe-Doktrin“ der USA:
Die
„Monroe-Doktrin“ entstand zu Beginn des 19. Jahrhunderts und diente
anfangs im noch fortschrittlichen Sinne dazu, dass „Amerika den
Amerikanern“ als „westliche Hemisphäre“ (geographisch zu Europas
Mächten!) vorbehalten zu sein hat. Gut 30 Jahre nach ihrem Entstehen
ergriffen also die bürgerlich-demokratischen USA offen Partei gegen die
feudalen europäischen Kolonialmächte, die Lateinamerika und Kanada
seinerzeit beherrschten und ausplünderten. Die lateinamerikanische
Kreolenbourgeoisie konnte sich in ihren verschwörerischen Aufständen
gegen die spanische und portugiesische Kolonialmacht der Unterstützung
der damals als politische und Wirtschaftsmacht lediglich regional
bedeutsamen USA sicher sein. Der Expansionismus der US-Bourgeoisie
richtete sich damals noch vornehmlich auf die Unterwerfung der Indianer
und Aneignung der von ihnen beherrschten großen Landstriche, was sich
über das gesamte 19. Jahrhundert hinzog.
Bereits
Mitte des 19. Jahrhunderts zeigte sich bereits der ab dann ganz
ausschließlich reaktionäre Gehalt der „Monroe-Doktrin“, als mit
der „Unabhängigkeitserklärung von Texas“ (durch eine Handvoll von
englischsprachigen US-Siedlern dort gegenüber einer Mehrheit von
katholischen spanischsprachigen Latinos) der Krieg der USA gegen Mexiko
mit der territorialen Halbierung Mexikos und somit der Aneignung flächenmäßig
gewaltig großer Gebiete durch die USA endete. Der entstehende
US-Imperialismus übernahm somit von Anfang an selbst die Rolle einer
Kolonialmacht, welche unter dem Deckmantel der „Monroe-Doktrin“
(„Amerika den Amerikanern!“) als Wolf im Schafspelz Lateinamerika
als seinen Hinterhof betrachtete und nach Belieben auszuplündern
gedachte (Stichwort „Bananenrepubliken“ wobei heute etliche der so
produzierten Bananen aus der Gegend um Davao in Süd-Mindanao in den
Philippinen stammen).
Der
US-Imperialismus erweiterte die „Monroe-Doktrin“ hin zum „Hemisphären-Besitzanspruch.
Mit dem 2. Weltkrieg beanspruchte der US-Imperialismus die Führungsrolle
über die gesamte westliche Welt in Ablösung des britischen
Imperialismus, sah in Lateinamerika seinen „Hinterhof“ und führte
verbrecherischste Kriege in Korea und Vietnam zwecks „roll back“
gegen die dortigen Volksbewegungen, welche mit Unterstützung der UdSSR
und Chinas die nationale und soziale Befreiung ihrer Völker erkämpften.
Nur dank der von Lenins und Stalins Zeiten ererbten und von den Völkern
der UdSSR hart unter immer wieder Kriegsbedingungen im verwüsteten Land
erarbeiteten atomaren und militärischen Hochtechnologien gelang es der
Atommacht UdSSR, dem sozialistischen Kuba in der von den USA
beanspruchten „westlichen Hemisphäre“ und noch dazu vor der Nase
Miamis im „Hinterhof“ eine Existenzgarantie abzuringen („Kubakrise
1962“) und somit die Aggressivität des Imperialismus zeitweilig in
gewisse Schranken zu weisen und einzugrenzen.
Mit
dem Zusammenbruch des sozialistischen Weltsystems durch die
Konterrevolution in der UdSSR und ihren einstigen Bruderstaaten des
„Warschauer Vertrages“ 1989/1990 erweiterte der US-Imperialismus
seinen „Hemisphären“ - Besitzanspruch von der „westlichen Hemisphäre“
aus dem Kontinent Amerika und dem pazifischen Raum hin zum „globalen Führungsanspruch“,
also der Rolle des unumschränkten weltweiten Diktators, des „Weltgendarms“.
Entsprechend dieser US-imperialistischen Global- und „Geostrategie“
begann das 21. Jahrhundert mit imperialistischen Aggressionskriegen zur
Ausplünderung der Rohstoffe im Mittleren Osten und Destabilisierung des
Mittleren Osten in Vorbereitung der Verwirklichung des ganz großen
alten Wunschtraumes der Imperialisten aller Großmächte von der
Aneignung der Bodenschätze der einstigen UdSSR und Chinas durch die
derzeit präzise geplante und betriebene Unterwerfung der Republiken,
die aus der einstigen UdSSR hervorgegangen sind, sowie Chinas. Wir alle
sind Zeitzeugen dieses Geschehens. Und als Kommunisten sind wir uns
dieses Klassenkampfes sehr bewusst.
Fazit:
Ganz wichtig ist heute in Anlehnung an jene uns Kommunisten bestens
erinnerliche Forderung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, den äußerst
aggressiv gewordenen Imperialismus in der EU, in Deutschland, dabei zu
stoppen, imperialistische Soldaten und Söldner in aller Welt
Kriegsverbrechen zum Wohle davon profitierender Finanzkapitalistenclans
und der Barone des militärisch-industriellen Komplexes verüben zu
lassen. Denn niemand von uns will eine Neuauflage von Weltkrieg 1 und
Weltkrieg 2 in einem atomaren Inferno des Weltkriegs 3, dessen
Vorgefechte derzeit im Irak, in Afghanistan, im Kaukasus, in der
Ukraine, in Polen, in Tschechien, im Baltikum und auch in Ländern wie
Kolumbien und Honduras und den Philippinen von imperialistischer Seite
ausgeführt werden.
Heutzutage
warnt uns alle am eindringlichsten der Genosse Comandante Fidel davor,
dass die Menschheit ihr Überleben riskiert, wenn der Imperialismus so
gefährlich weitermachen kann, wie er es derzeit von großen Teilen der
Öffentlichkeit in der EU, in Nordamerika und Australien/Neuseeland
unbeachtet und grob fahrlässigerweise hingenommen tut.
Und
wenn sich jemand von den geneigten Leserinnen und Lesern hier mal fragt,
warum ich mir als vollzeitbeschäftigter Angestellter und Büroproletarier
in meiner Freizeit selbst aus freier eigener Entscheidung antue, tagtäglich
viele Stunden für Übersetzungen für K-Online und das Publizieren
dieser Informationen und Artikel zu opfern, dann lautet meine Antwort
auf diese Frage: Wie sonst sollen diese Informationen überhaupt die nur
deutsch lesende Öffentlichkeit in der EU erreichen? Es ist mein
selbstgestellter Klassenauftrag als Kommunist, dass ich aufgrund meiner
Kenntnisse und Fähigkeiten hier in der Redaktion von K-Online meinen
Beitrag zur Gegenöffentlichkeit leiste, den bürgerlichen
Manipulationsmedien und der imperialistischen Kriegshetze wirksam vom
Klassenstandpunkt der Arbeiterklasse aus wahrheitsgemäße Informationen
entgegenzusetzen, welche kein bürgerliches Medium bringt. Jeder
vernunftbegabte Mensch und insbesondere wir Marxisten-Leninisten sind
gefordert, tagtäglich an der Front des Klassenkampfes bewusst zu kämpfen.
Ich. Und auch Du bzw. Sie! ++ |