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Israel:
Rassist
des Tages: Avigdor Lieberman
Quelle:
jungeWelt
vom 7. November 2006
»Juden
und Araber können niemals zusammenleben«, erklärte der stellvertretende
israelische Ministerpräsident Avigdor Lieberman in einem Interview mit
der britischen Tageszeitung The Sunday Telegraph. Laut Liebermann ist »Trennung
die beste Lösung«. Er schlägt deshalb vor, den Besitz der arabischen
Staatsbürger zu beschlagnahmen und sie aus Israel zu verjagen. Daß
Israels arabische Minderheit ein »Problem« ist, das durch eine »chirurgische
Entfernung (der Araber aus Israel) ein für alle Mal gelöst« werden muß,
wenn »Israels Charakter als jüdisch-zionistischer Staat erhalten bleiben
soll«, hatte der Anhänger ethnischer Säuberungen bereits kürzlich im
israelischen Armee-Radio erklärt. Unlängst konnte der jüdische Nazi
Liebermann sogar ungestraft dazu aufrufen, alle arabischen Abgeordneten
des israelischen Parlaments, die Kontakt zur Hamas haben oder Israels
Unabhängigkeitstag nicht feiern, zu exekutieren.
Gegen
die Palästinenser soll die Olmert-Regierung nach den Vorstellungen
Liebermans noch brutaler vorgehen, als es die israelische Soldateska
bereits ohnehin tut. Lieberman, der von 1993 bis 1996 Likud-Generalsekretär
war der damaligen Partei Olmerts , 1996/97 Kabinettschef von Israels
Premier Netanjahu und nach Gründung einer eigenen Partei bis 2004
Minister unter Scharon, schlug vor drei Jahren vor, die Palästinenser in
Busse zu packen, zum Roten Meer zu fahren, um sie dort zu ertränken.
Der
1958 in der Sowjetunion geborene und 1978 eingewanderte Rassist und
Zionist verlangte letzte Woche, in Gaza »alles zu zerstören«. Seit 2002
fordert Lieberman die israelische Armee dazu auf, in Gaza »keinen Stein
auf dem anderen zu lassen« und auch zivile Ziele wie Geschäfte, Banken
und Tankstellen dem Erdboden gleichzumachen. Am 30. Oktober wurde er als
»Minister für Strategische Bedrohungen« im Olmert-Kabinett vereidigt,
seine Auffassungen sind Mainstream und in der israelischen Führung
angekommen. Zu Recht bezeichnete ihn unlängst die liberale israelische
Tageszeitung Haaretz als »strategische Bedrohung« für Israel.
(rwr) |