Gegen den imperialistischen Krieg

Wichtige Rubriken und Beiträge

+++Neu+++

Newsletter bestellen

zur Homepage

Der Krieg der herrschenden Klasse gegen das Volk

Kampf den ideologischen Diversanten

Für den Aufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands

Gegen den imperialistischen Krieg

Black Channel

Betrieb&Gewerkschaft

Bildung, Kultur & Wissen

Wider den Block der
Rechten und Trotzkisten

zur Geschichte
der internationalen kommunistischen und Arbeiterbewegung

Wissenschaftlicher Sozialismus

Aus den Ländern

Links

Impressum

Archiv

Intern

Proletarischer Internationalismus

zurück

Bundeswehr verbietet Ehrung der im 1. Weltkrieg von der Kriegsjustiz ermordeten Kriegsgegner Albin Köbis und Max Reichpietsch

    Kulturvereinigung Leverkusen e.V.

                   Am Stadtpark 68 – 51373 Leverkusen

      Tel.. 0214 – 45418 (KLS)     Fax: 0214 – 46450     Email: KultLever@web.de

Presseinformation

Kulturvereinigung Leverkusen e.V. erhebt Protest gegen die von der Bundeswehr abgelehnte Gedenkveranstaltung zu Ehren von Albin Köbis und Max Reichpietsch

Die Kulturvereinigung Leverkusen e.V. -  eine Vereinigung die der Arbeiterkulturbewegung der  Weimarer Republik entstammt – hatte für den 8.September 2007 eine Ehrung der beiden revolutionären Matrosen Albin Köbis und Max Reichpietsch vorgesehen, die vor 90 Jahren – am 5.September 1917 -  in Porz-Wahn hingerichtet wurden.

Es wurde dazu ein bundesweiter Aufruf in Umlauf gebracht, der die Unterstützung von Menschen unterschiedlichster Auffassungen fand, die diese Kriegsgegner  ehren wollten.

In einem Vorbereitungsausschuss wurden dann die anfallenden Fragen zur Ehrung und dem Programm  besprochen. Da sich die Gräber der beiden hingerichteten Friedensfreunde auf dem Gelände der Luftwaffenkaserne in Köln-Porz-Wahn befinden, wurde mit der Bundeswehr Kontakt aufgenommen um die Fragen des Zugangs zu den Gräbern zu erörtern. Bei einem Gespräch am 2.August 2007 wurden verschiedene Fragen angeschnitten, wobei auch seitens der Vorbereitungsgruppe deutlich gemacht wurde, dass eine Ehrung der Toten auch Schlussfolgerungen aus ihrem humanistischen Handeln für heute bedeuten würde. Die Bundeswehr erklärt daraufhin, den Zugang zu den Gräbern (wobei  von den Teilnehmern Bedingungen verlangt wurden, die von manchen als  unzumutbar bezeichnet wurden) prüfen zu lassen.  Auf Nachfrage erhielt dann die Kulturvereinigung Leverkusen e.V. unter dem Datum  vom 23.August eine Mitteilung des Kasernenkommandanten der Luftwaffenkaserne Köln-Wahn, in der es  u. a. heißt:

 „…Wie am 2. August 2007 zugesagt, habe ich die Voraussetzungen für die Durchführung der von Ihnen geplanten Gedenkveranstaltung sowie für den dafür erforderlichen Zutritt zur Luftwaffenkaserne WAHN geprüft. Insbesondere hatte ich darauf hingewiesen, dass politische Betätigung innerhalb einer Bundeswehrliegenschaft untersagt ist.

Da Ihre Vertreter am 2.August 2007 auf meine Frage hin nicht ausschließen konnten, dass bei der auf dem Friedhof geplanten Rede politische Themen angesprochen werden, stufe ich die von Ihnen geplante Gedenkveranstaltung als politische Veranstaltung bzw. als politische Betätigung in der Kaserne ein. Meine Einschätzung stützt sich darüber hinaus auf das…Flugblatt der DKP Köln/Porz/Poll. In dem zur Teilnahme an Ihrer Veranstaltung am 8.September 2007 aufgerufen wird.

Ihren Antrag auf Durchführung der Veranstaltung am 8.September 2007 lehne ich daher ab. Den Zutritt zur Luftwaffenkaserne WAHN gewähre ich nicht….“

Die Kulturvereinigung Leverkusen e.V. erhebt hiermit schärfsten Widerspruch gegen diese Entscheidung und wird mit juristischen aber besonders politischen Mitteln dieses Verbot einer Ehrung von Militärjustizopfern beantworten. In den nächsten Tagen wird zu einem Pressegespräch eingeladen, in welchem das Verbot und die Aktionen zur Ehrung der beiden vom Militär ermordeten Friedensfreunde im Mittelpunkt stehen. Dort wird auch eine Dokumentation über die Geschehnisse in Wahn vorgelegt.

Die Kulturvereinigung Leverkusen e.V. ruft auf zum Protest gegen diese Bundeswehrentscheidung .Alle Demokraten und  Friedensfreunde sind gefordert.  Für sie ist am 8.September die Parole:

Treff vor dem Kasernentor 9.30 Uhr unter dem Motto: Ehre  allen Kriegsgegnern –  Protest gegen das Bundeswehrverbot der Gedenkveranstaltung für Albin Köbis und Max Reichpietsch!

Anschließend 11 Uhr Gaststätte Bonerath, Magazinstr. 22-24 in Porz, Gedenkveranstaltung mit Film und  Vorträgen u. a. von Günter Judick, Dipl.Historiker

Leverkusen, 26.August 2007

Manfred Demmer, stellvertretender Vorsitzender der Kulturvereinigung Leverkusen e.V.

zurück

Spenden für die Homepage: Günter Ackermann, Konto-Nr.: 433 407 436,
IBAN DE62 3601 0043 0433 4074 36., BIC PBNKDEFF, BLZ: 360 100 43
Postbank Essen. Verwendungszweck: Homepage 
(Bitte eMail-Adresse und Verwendungszweck immer angeben!)

  Bitte immer angeben!