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Kulturvereinigung Leverkusen e.V.
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Leverkusen
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Presseinformation
Kulturvereinigung
Leverkusen e.V. erhebt Protest gegen die von der Bundeswehr abgelehnte
Gedenkveranstaltung zu Ehren von Albin Köbis und Max Reichpietsch
Die
Kulturvereinigung Leverkusen e.V. - eine
Vereinigung die der Arbeiterkulturbewegung der
Weimarer Republik entstammt – hatte für den 8.September 2007
eine Ehrung der beiden revolutionären Matrosen Albin Köbis und Max
Reichpietsch vorgesehen, die vor 90 Jahren – am 5.September 1917 -
in Porz-Wahn hingerichtet wurden.
Es
wurde dazu ein bundesweiter Aufruf in Umlauf gebracht, der die Unterstützung
von Menschen unterschiedlichster Auffassungen fand, die diese Kriegsgegner
ehren wollten.
In
einem Vorbereitungsausschuss wurden dann die anfallenden Fragen zur Ehrung
und dem Programm besprochen.
Da sich die Gräber der beiden hingerichteten Friedensfreunde auf dem Gelände
der Luftwaffenkaserne in Köln-Porz-Wahn befinden, wurde mit
der Bundeswehr Kontakt aufgenommen um die Fragen des Zugangs zu den Gräbern
zu erörtern. Bei einem Gespräch am 2.August 2007 wurden verschiedene
Fragen angeschnitten, wobei auch seitens der Vorbereitungsgruppe deutlich
gemacht wurde, dass eine Ehrung der Toten auch Schlussfolgerungen aus
ihrem humanistischen Handeln für heute bedeuten würde. Die Bundeswehr
erklärt daraufhin, den Zugang zu den Gräbern (wobei
von den Teilnehmern Bedingungen verlangt wurden, die von manchen
als unzumutbar bezeichnet
wurden) prüfen zu lassen. Auf
Nachfrage erhielt dann die Kulturvereinigung Leverkusen e.V. unter dem
Datum vom 23.August eine
Mitteilung des Kasernenkommandanten der Luftwaffenkaserne Köln-Wahn, in
der es u. a. heißt:
„…Wie
am 2. August 2007 zugesagt, habe ich die Voraussetzungen für die Durchführung
der von Ihnen geplanten Gedenkveranstaltung sowie für den dafür
erforderlichen Zutritt zur Luftwaffenkaserne WAHN geprüft. Insbesondere
hatte ich darauf hingewiesen, dass politische Betätigung innerhalb einer
Bundeswehrliegenschaft untersagt ist.
Da
Ihre Vertreter am 2.August 2007 auf meine Frage hin nicht ausschließen
konnten, dass bei der auf dem Friedhof geplanten Rede politische Themen
angesprochen werden, stufe ich die von Ihnen geplante Gedenkveranstaltung
als politische Veranstaltung bzw. als politische Betätigung in der
Kaserne ein. Meine Einschätzung stützt sich darüber hinaus auf
das…Flugblatt der DKP Köln/Porz/Poll. In dem zur Teilnahme an Ihrer
Veranstaltung am 8.September 2007 aufgerufen wird.
Ihren
Antrag auf Durchführung der Veranstaltung am 8.September 2007 lehne ich
daher ab. Den Zutritt zur Luftwaffenkaserne WAHN gewähre ich nicht….“
Die
Kulturvereinigung Leverkusen e.V. erhebt hiermit schärfsten Widerspruch
gegen diese Entscheidung und wird mit juristischen aber besonders
politischen Mitteln dieses Verbot einer Ehrung von Militärjustizopfern
beantworten. In den nächsten Tagen wird zu einem Pressegespräch
eingeladen, in welchem das Verbot und die Aktionen zur Ehrung der beiden
vom Militär ermordeten Friedensfreunde im Mittelpunkt stehen. Dort wird
auch eine Dokumentation über die Geschehnisse in Wahn vorgelegt.
Die
Kulturvereinigung Leverkusen e.V. ruft auf zum Protest gegen diese
Bundeswehrentscheidung .Alle Demokraten und
Friedensfreunde sind gefordert. Für
sie ist am 8.September die Parole:
Treff
vor dem Kasernentor 9.30 Uhr unter dem Motto: Ehre
allen Kriegsgegnern – Protest
gegen das Bundeswehrverbot der Gedenkveranstaltung für Albin Köbis und
Max Reichpietsch!
Anschließend
11 Uhr Gaststätte Bonerath, Magazinstr. 22-24 in Porz,
Gedenkveranstaltung mit Film und Vorträgen
u. a. von Günter Judick, Dipl.Historiker
Leverkusen,
26.August 2007
Manfred
Demmer, stellvertretender Vorsitzender der Kulturvereinigung Leverkusen
e.V.
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