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Beendet
den Terrorismus der israelischen Siedler
Von
Freunde
Palästinas, 16.04.2009
Die
Situation in den besetzten Gebieten, einschließlich Ost-Jerusalems, ist
auch weiterhin von der Gewalt der provokanten israelischen Politik geprägt.
In diesem Zusammenhang sind die Akte der Gewalt und des Terrors gegen
die palästinensische Zivilbevölkerung, begangen durch die israelischen
Siedler, die illegal in die besetzten Gebiete einsickern und siedeln und
ganz eindeutig von der Besatzungsmilitärmacht abgesichert werden.
Ein gravierendes Ereignis war der Angriff
bewaffneter Siedler aus der illegal errichteten Siedlung „Beit Ein“,
auf die Bewohner des Dorfes Khirbat Safa – nördlich von Hebron. Der
Angriff begann am frühen morgen und die Siedler feuerten wahllos auf
die Wohnhäuser und die Einwohner des Ortes. Im Endergebnis blieben 38
Verletzte liegen, einer davon lebensgefährlich. Tha’er Nasser Aadi,
18 Jahre alt, kämpft nun in einem Hospital um sein Leben. Eine Kugel
traf ihn ins Genick.
Wie auch bei
anderen gleichartigen Angriffen, fand dieser heimtückische Überfall
unter dem Schutz israelischer Besatzungssoldaten statt. Die stellten die
Garantie dar, dass die Marodeure sicher wieder ihn ihren illegalen
Unterschlupf zurückkehren konnten. Anstatt die palästinensischen
Bewohner von Khirbat Safa zu schützen, was die Pflicht einer
Besatzungsmacht internationalen Gesetzen zur Folge wäre, erlaubten sie
gerade diesen Angriff und nahmen auch noch aktiv daran teil, indem sie
scharfe Munition, Tränengas und mit Gummi ummantelte Stahlgeschosse (im
Westen verniedlichend „Gummigeschosse“ genannt) unter die Zivilbevölkerung
abfeuerten. Sie räumten auch 8 Wohnhäuser in Khirbat Safa und Beit
Umar., um sie als „militärische Außenposten“ zu benutzen.
Erfahrungsgemäß als Keimzelle neuer Ansiedlungen von israelischen
Siedlern!
Während die
Gewalt der illegalen israelischen Siedler ständig zunimmt, nicht nur in
diesem Gebiet. Nein, in der gesamten Westbank und in Ostjerusalem nimmt
die Zahl solcher Angriffe nahezu täglich zu. Dort in Ost-Jerusalem
eskalierte heute die Gewalt fanatischer Siedler. Sie drangen in die
Altstadt ein, auch in den heiligen Bezirk der Al-Aqsa Moschee und des
Felsendoms, dort schlugen sie und verletzten zahlreiche Bewohner und
Betende. Dieses lässt Schlimmeres für die Zukunft befürchten. Dies
ist im Zusammenhang mit anderen Ereignissen im besetzten Ost-Jerusalem
zu sehen, wo immer wieder illegale Siedler, abgesichert durch
israelischen Militär, in Sa’diyyah Menschen angreifen und
zusammenschlagen, wie erst unlängst am 4.April 2009. Eine Terrorgruppe
israelischer Siedler folgte der Angriffsgruppe und besetzte das Wohnhaus
der Jabir Familie, verjagte die gesamten Bewohner und besetzte das Gebäude.
Deswegen ist
es absolut erforderlich, die zunehmende Gewalt der Siedler im
Zusammenhang mit der ständigen Vergrößerung vorhandener – ebenso
illegaler – Siedlungen, der Neueinrichtung solcher Siedlungen und dem
Weiterbau der Trennungsmauer auf besetztem palästinensischem Grund zu
sehen. Am bedrohlichsten ist die Situation derzeit in und um
Ost-Jerusalem, wo die Besatzungsmacht unzählige illegale Aktivitäten
gestartet hat, um die Zusammensetzung der Bevölkerung einschneidend zu
verändern. Dadurch sollen große Teile der palästinensischen Bevölkerung
vertrieben werden. Israel zerstört Häuser, macht fruchtbaren Boden
unbenutzbar für dessen Eigentümer und damit wird das (Über-) Leben
der Palästinenser unmöglich gemacht und soll in der Endkonsequenz zu
einer rein jüdischen Bevölkerung der besetzten Territorien führen.
Wir haben immer und immer wieder versucht ihre Aufmerksamkeit und die
Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft auf diese zunehmenden
illegalen Aktivitäten zu lenken. Diese Dinge destabilisieren die
Region, heizen Spannungen an und zerstören irgendwelche noch
vorhandenen Ideen zur Gründung eines lebensfähigen palästinensischen
Staates und verhindern einen sicheren Frieden.
Israels
illegale Kolonialisierungskampagne und die Absicherung der Siedlungen
durch israelisches reguläres Militär ist eine Aktion, die massiv
internationales Recht bricht. Die dabei von uns immer erwähnte 4.
Genfer Konvention, die u.a. Besiedlung und Einverleibung besetzter
Gebiete untersagt, ist ein wesentlicher Bestandteil der Kritik an
Israels Politik. Die Gesetzlosigkeit der Siedler, ihr täglicher tödlicher
Terror gegen die palästinensische Bevölkerung und deren Eigentum ist
in die israelische Politik seit Jahrzehnten eingebunden. Israel als
Besatzungsmacht hat dafür die volle Verantwortung!
Das
internationale Recht, einschließlich der Menschenrechte, ist eindeutig
in diesen Angelegenheiten. Israel als Besatzungsmacht muss die illegalen
Siedlungsunternehmungen in den besetzten palästinensischen Territorien
beenden. Einschließlich Ost-Jerusalems. Israel muss seinen
Verpflichtungen aus der 4. Genfer Konvention nachkommen. Ohne wenn und
aber! Es muss seine Regierungsmacht einsetzen und den täglichen Terror
der israelischen Siedler wirkungsvoll bekämpfen und damit beenden.
Die
Fortsetzung des Unrechts erhöht nur die Spannungen in den Palästinensergebieten,
Ärger und Zorn werden eskalieren, wachsendes Misstrauen wird einen
Fortschritt im Friedensprozess unmöglich machen, zumindest gefährden.
Diese höchstexplosive Situation erfordert schnellste und ernsthafte
Aktionen der internationalen Gemeinschaft, einschließlich des
UN-Sicherheitsrates, um Frieden und Sicherheit in der Region dauerhaft
herzustellen.
Für
all diese Kriegsverbrechen (auch bei einer über 40-jährigen
Besatzungsperiode), den Staatsterrorismus und die systematischen
Menschenrechtsverletzungen an der palästinensischen Bevölkerung muss
Israel als Besatzungsmacht zur Verantwortung gezogen und die
Verantwortlichen vor ein Gericht gestellt werden.
Freunde Palästinas,
16.04.2009
www.freunde-palaestinas.de
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