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Dalai
Lama Vertrauter ist Guru bei der „Grünen“
Heinrich-Böll-Stiftung – und steht auf der Gehaltsliste der CIA
Von
Gerd Höhne/15. April 2008
Herr
Tsewang Norbu diente einst im fernen Indien dem exilierten ehemaligen
Gottkönig des letzten Feudallandes der Erde, Tibet. Heute lebt er in
Berlin und hat gleich zwei Jobs: Korrespondent des CIA-Radio-Senders
„Radio Free Asia“ (RFA). In dieser Funktion produziert und verbreitet
er die Horrormärchen über chinesische Massaker an Tibetern.
Aber
offenbar reichen die Einnahmen aus diesem Job nicht aus, seinen
Lebensunterhalt zu sichern. Er verdient sich auch noch ein Zubrot als
Mitarbeiter der Heinrich-Böll-Stiftung. Der Namengeber diese Stiftung,
der Schriftsteller Heinrich Böll, war Jahrzehnte Zuträger der CIA, sein
Verleger Witsch war Resident des amerikanischen Geheimdienstes.
In
Tradition fühlt sich offenbar auch die nach ihm benannte Stiftung der
„Grünen“ und beschäftig Tsewang Norbu seit Anfang der 90er Jahre.
Natürlich
ist er nicht für Folklore aus dem Himalaja zuständig, sondern Ur
handfestere Dinge. Wie auch die diversen Parteistiftungen der
bundesdeutschen Parteien machen sie Arbeit für die Interessen des
deutschen Imperialismus.
Dem
deutschen Großkapital stinkt es seit Jahren entsetzlich, dass überall,
wo sie hinkommen und billige Rohstoffe erstehen wollen, die Chinesen schon
da waren und ihnen die Preise kaputt machten.
Und
auch ihren Produkten, die sie ganz gern nach China verkaufen, wird immer häufiger
von dort Konkurrenz gemacht. Sie wollen das Problem nach gut
imperialistischer Tradition regeln: Kanonenbootdiplomatie.
Aber
das ist gegenüber China nicht so wirksam. Die Variante ist dann die
Destabilisierung es Landes. Da ist es ihnen nur recht, wenn dieser
Ex-Gottkönig sein Reich zurück haben will.
Die
Grünen mit ihrer Guru-Tradition aus den 70erm sind da genau das Richtige.
Da gibt es eine Menge Gutmenschen, die den grinsenden Fürsten vom Dach
der Welt für die Inkarnation des Friedens halten und ihm nichts Schlimmes
zutrauen.
Tatsächlich
aber betreibt die Heinrich-Böll-Stiftung massive Politik der
Destabilisierung Chinas. Ihr tibetischer Guru Tsewang Norbu hat die
Aufgabe, die Horrormeldungen aus Tibet zu erfinden und diesen erfundenen
Meldungen auch Glaubwürdigkeit zu verleihen. Immerhin ist er ja Tibeter
und, so scheint es, war dabei, als die Chinesen angeblich seine Landsleute
massakrierten.
Dass
es sich um ganz gewöhnliche Plünderer und Brandstifter handelte, die
Han-Chinesen und Angehöriger der moslemischen Minderheit ermordeten, sie
durch die Straßen jagten, überfielen und deren Häuser anzündeten,
verschweigt Tsewang Norbu , die Heinrich-Böll-Stiftung und die westlichen
Medien. Es geht ja um Geld, viel Geld, das bestimmte westliche Kreise
verdienen möchten, wenn die chinesische Regierung erstmal das macht, was
sie wollen.
G.H.
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Operationen
gegen China
Quelle:
german-foreign-policy
vom 15.04.2008
LHASA/WASHINGTON/BERLIN
(Eigener
Bericht) - Mehrere Vorfeldorganisationen der Berliner Außenpolitik
unterstützen seit Jahren die tibetischen Exilstrukturen im indischen
Dharamsala. Dabei handelt es sich unter anderem um organisatorische
Hilfsmaßnahmen, die es der „Exilregierung“ in Dharamsala ermöglichen,
ihre gegen die Volksrepublik China gerichteten Aktivitäten weltweit zu
orchestrieren. Kooperationen mit der „Exilregierung“ und anderen
Einrichtungen des tibetischen Exils unterhalten vor allem die FDP-nahe
Friedrich-Naumann-Stiftung sowie die Heinrich-Böll-Stiftung (Bündnis
90/Die Grünen). Gleichgerichtete Tätigkeiten führen heute auch
Vorfeldorganisationen der US-Außenpolitik durch. Washington hatte schon
in den 1950er Jahren mit Millionensummen in Tibet interveniert, damals
aber sogar bewaffnete Aufstände von Tibetern gegen die Volksrepublik
unterstützt. Deutsche Organisationen nahmen sich gegen Ende der 1980er
Jahre der Tibet-Thematik an, als China zum globalen Konkurrenten des
Westens aufzusteigen begann. Die aktuellen Aktivitäten sind geeignet,
Beijing recht empfindlich zu schwächen. Sie ergänzen weitere
deutsch-amerikanische Maßnahmen, die den Aufstieg des ostasiatischen
Konkurrenten bremsen sollen.
Guerilla-Angriffe
Die
ersten westlichen Tibet-Aktivitäten begannen schon wenige Jahre nach der
Gründung der Volksrepublik. Sie sind im politischen Gedächtnis Chinas
bis heute präsent und spielen bei der Beurteilung aktueller
separatistischer Tendenzen eine nicht unwichtige Rolle. Dabei handelt es
sich um die 1957 einsetzende logistische und militärische Unterstützung
der USA für bewaffnete tibetische Aufstände, mit denen die
kommunistische Herrschaft erschüttert werden sollte.[1] Die Maßnahmen überdauerten
die Flucht des Dalai Lama nach Dharamsala ins indische Exil, wo sich nach
1959 die tibetische „Exilregierung“ etablierte. Wie Washingtoner
Regierungsdokumente belegen, zahlte die CIA in den 1960er Jahren bis zu
1,7 Millionen US-Dollar pro Jahr, um „Operationen gegen China“ in Gang
zu halten. Bis zu 180.000 US-Dollar gingen direkt an den Dalai Lama.[2]
Vereinzelte Kämpfe fanden noch bis in die 1970er Jahre statt. „Von
Mustang aus, einer tibetischen Enklave in Nepal, wurden mit amerikanischer
Unterstützung Guerilla-Angriffe geführt, die erst 1974 endeten, als die
USA und die nepalesische Regierung ihre Hilfe einstellten“, berichtet
die Tibet-Expertin Prof. Karenina Kollmar-Paulenz.[3] Zwei Jahre zuvor
hatte Washington neue Kooperationen mit Beijing eingeleitet, die das
gemeinsame Vorgehen gegen die Sowjetunion als vordringliche Aufgabe
definierten.
Grün-alternativ
Deutsche
Organisationen sind seit den 1980er Jahren intensiv mit der Tibet-Thematik
befasst. Zu diesem Zeitpunkt hatte in der Volksrepublik der
Wirtschaftsaufschwung begonnen, der das Land inzwischen an die Spitze der
globalen Handelsstatistiken führte. Polit-Strategen hielten schon damals
den Aufstieg Chinas zur Großmacht für möglich - und sahen künftige
Rivalitäten zwischen Beijing und den westlichen Mächten voraus. 1985 knüpfte
die Bundestagsfraktion der „Grünen“ an die Tibet-Kontakte zum
Buddhismus bekehrter „alternativer“ Kreise an und setzte die
Autonomie- und Sezessionsforderungen in der chinesischen Region mit Anhörungen
und Resolutionen auf die Tagesordnung der bundesdeutschen Politik.
Involviert war bereits damals mit Tsewang Norbu ein ehemaliger Mitarbeiter
des Dalai Lama, der zunächst als Angestellter der „grünen“
Bundestagsabgeordneten Petra Kelly die Tibet-Politik mitgestaltete und
seit 1992 von der Heinrich-Böll-Stiftung (Bündnis 90/Die Grünen) beschäftigt
wird - bis heute. Norbu gründete darüber hinaus die Deutsch-Tibetische
Kulturgesellschaft, deren stellvertretender Vorsitzender er lange Zeit
war, und arbeitete auch als Berliner „Special Correspondent“ des
US-finanzierten Senders „Radio Free Asia“ (RFA). RFA gehört zu den
Quellen, auf denen die aktuelle westliche Berichterstattung über die
Unruhen in Tibet beruht.
Politische
Willensbildung
Mit
Tibet-Aktivitäten sind heute insbesondere zwei der großen deutschen
parteinahen Stiftungen befasst, die der ehemalige Bundespräsident Roman
Herzog als „wirksamste Instrumente der deutschen Außenpolitik“
bezeichnet hat.[4] Die Stiftungen werden zum überwiegenden Teil aus
staatlichen Haushalten finanziert. Eine von ihnen, die FDP-nahe
Friedrich-Naumann-Stiftung, berät das tibetische Exilparlament seit 1991
„in allen Fragen der politischen Bildung“. Diese Tätigkeit werde „für
die politische Willensbildung tibetischer Parlamentarier (...) sehr
wichtig sein“, hieß es schon vor Jahren bei der Stiftung.[5] Einer
ihrer Projektpartner („Tibetan Parliamentary and Policy Research
Centre“, TPPRC) führt Workshops für die meist in Indien oder in Nepal
ansässigen tibetischen Exilgemeinschaften durch.[6] Außerdem vermittelt
er tibetischen Studenten, „wie sie ihrem Land innerhalb oder außerhalb
der Regierung dienen können“.[7] Von 2003 bis 2007 nahmen insgesamt 500
Studenten an den Veranstaltungen teil. Die Friedrich-Naumann-Stiftung
organisiert außerdem schon seit Mitte der 1990er Jahre Konferenzen, die
„die Arbeit der internationalen Tibet-Gruppen koordinieren und ihre
Verbindungen zur Zentraltibetischen Exilregierung festigen“ sollen -
eine aufwendige Tätigkeit, die die weltweite Vernetzung der
Tibet-Aktivisten mit Dharamsala erleichtert. Die jüngste dieser
Konferenzen endete im Mai 2007 mit der Einigung auf einen
„Aktionsplan“, bei dem es auch um die Nutzung der Olympischen Spiele
in Beijing für die exiltibetischen Anliegen ging (german-foreign-policy.com
berichtete [8]).
Rechtfertigung
In
Sachen „Tibet“ aktiv ist auch die Heinrich-Böll-Stiftung (Bündnis
90/Die Grünen). Dazu nutzt sie wie die Friedrich-Naumann-Stiftung unter
anderem ihr Büro in Indien. Laut eigenen Angaben hat sie „ihre langjährige
Unterstützung der exiltibetischen Gemeinschaft zum Jahreswechsel
2005/2006 stärker fokussiert“.[9] Sie konzentriert sich jetzt auf die
Unterstützung zweier Organisationen, die ihren Sitz in der
exiltibetischen „Hauptstadt“ Dharamsala haben. Dabei handelt es sich
um das „Tibetan Centre for Conflict Resolution“ (TCCR), das in
exiltibetischen Gemeinden Streit schlichtet, und insbesondere um das „Tibetan
Centre for Human Rights and Democracy“ (TCHRD). Das TCHRD erstellt jährlich
einen Bericht über die Menschenrechtsverletzungen in Tibet und besitzt
hohe Bedeutung für die Rechtfertigung tibetischer Polit-Forderungen.
„In Anbetracht der nach wie vor aktuellen, wenn auch fast aussichtslos
erscheinenden Forderung nach einem Selbstbestimmungsrecht der Tibeter
existiert (...) weiterhin ein großer Bedarf an der Dokumentation der
durch die chinesische Staatsgewalt in Tibet ausgeübten
Menschenrechtsverletzungen und Assimilierungspolitik, wie sie
beispielsweise vom Stiftungspartnerpartner TCHRD betrieben wird“ [10],
schreibt die Heinrich-Böll-Stiftung. Das TCHRD wird auch vom „National
Endowment for Democracy“ (NED) unterstützt, einer Vorfeldorganisation
der US-Außenpolitik, die durch die Finanzierung sogenannter
„Farbenrevolutionen“ in Osteuropa und Zentralasien bekannt geworden
ist.
Flächenbrand
Die
Tibet-Aktivitäten der deutschen Stiftungen berühren einen der
sensibelsten Punkte der chinesischen Politik. Sie stellen nicht nur eine
Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes dar, sondern
tangieren den territorialen Bestand der Volksrepublik. „In gewisser
Weise ist Tibet der Eckstein eines fragilen Vielvölkerstaats“,
beschreibt eine Politikberaterin vom Hamburger Institut für Asien-Studien
die Problematik: „Ein Schreckensszenario Beijings ist, dass es von Tibet
aus zu einem Flächenbrand kommen könnte.“ So sind „auf einer
Landkarte in einer Autobiographie des Dalai Lama von 1990 (...) neben Großtibet
auch 'Ostturkestan' als Siedlungsgebiet muslimischer Uiguren, die 'Innere
Mongolei' und die 'Mandschurei' eingezeichnet.“[11] Die Sezession dieser
Gebiete hätte schwere Folgen: „Das verbleibende chinesische
Siedlungsgebiet schrumpft so auf ein Drittel des Territoriums der
Volksrepublik.“
Strategisch,
nicht legalistisch
Tatsächlich
ist die aktuelle Tibet-Kampagne, zu der auch deutsche Organisationen
beigetragen haben, nur ein Beispiel für die zunehmend antichinesische
Politik Berlins und Washingtons. In Afrika agitieren die Bundesrepublik
und die Vereinigten Staaten inzwischen offen gegen China.[12] Aggressive
Konkurrenz wird auch in Lateinamerika [13] und Zentralasien [14]
praktiziert. Als mögliches asiatisches Gegengewicht zur Eindämmung der
Volksrepublik gilt Indien. Es wird entsprechend vom Westen umworben.[15]
Auch hier könnte Tibet als Hebel dienen, um die zögerlichen herrschenden
Kreise in New Delhi auf Kurs zu bringen. Es sei „Zeit für Indien“,
seine „ängstliche Annäherung“ an China zu beenden und Beijing - auch
im Hinblick auf Tibet - „unter Druck“ zu setzen, heißt es in einer
Stellungnahme eines ehemaligen Beamten des indischen Außenministeriums.
Die Beziehungen zu China müssten „aus einer strategischen, nicht aus
einer legalistischen Perspektive“ gestaltet werden. Das Positionspapier
wird vom Indien-Büro der Heinrich-Böll-Stiftung zur Debatte
gestellt.[16]
Nicht
geduldet
Nicht
zuletzt heizt die Tibet-Kampagne auch in Deutschland selbst
antichinesische Stimmungen an und lässt immer weniger Raum für Kritik.
Meinungen, die vom gegen Beijing gerichteten Mainstream abweichen, werden
inzwischen sogar mit Sanktionen belegt. In Köln musste jetzt der Vortrag
eines Sinologen zum Thema Tibet kurzfristig abgesagt werden. Die
Organisatoren hatten die einseitige westliche Berichterstattung kritisiert
und wollten eine differenziertere Debatte über den Konflikt anstoßen.[17]
Diese Absicht führte dazu, dass ihnen die für den Vortrag angemieteten Räume
in einem Kölner Bürgerzentrum kurzfristig gekündigt wurden. Wie die
Verantwortlichen des Bürgerzentrums mitteilten, werde man keine
„anti-tibetischen“ Veranstaltungen dulden.
Nähere
Informationen zur deutschen Tibet-Politik finden Sie hier: Schwächungsstrategien
(I), Schwächungsstrategien
(II), Schwächungsstrategien
(III), Schwächungsstrategien
(IV), Der
Olympia-Hebel und Die
Fackellauf-Kampagne.
[1]
Karenina Kollmar Paulenz: Kleine Geschichte Tibets, München 2006
[2] CIA funded covert Tibet exile campaign in 1960s; The Age (Australia)
16.09.1998
[3] Karenina Kollmar Paulenz: Kleine Geschichte Tibets, München 2006
[4] s. dazu „Wirksamste Instrumente der deutschen Außenpolitik“
[5] Buchbesprechung: „Tibet im Exil“; www.fnst-freiheit.org
[6] Intensive workshop for Tibetan Local Assembly Members;
www.southasia.fnst-freiheit.org
[7] „The objective is to make the student understand oneself and the
exile government, enabling them to know exactly how to serve their country
by working within the government or outside it.“ Youth Leadership
Training with a Difference; www.southasia.fnst-freiheit.org
[8]
s. dazu Die
Fackellauf-Kampagne
[9], [10] Heinrich-Böll-Stiftung: Politischer Jahresbericht Länderbüro
Indien, 2005/2006
[11] „Der Dissens unter den Exiltibetern wächst“. Interview mit
China-Experten: Unruhen unterminieren pazifistisches Credo des Dalai Lama
- Beijing fürchtet Vision eines Großtibet; GIGA News 20.03.2008
[12] s. dazu Mr.
Horst Köhler, Managing Director, Auf
gleicher Augenhöhe, Hegemonialkonkurrenten
und Näher
an Afrika
[13] s. dazu Strategische
Neubestimmungen, Schlüsselpositionen
und Zu
den Minen
[14] s. dazu Spät,
aber nachhaltig und Günstige
Lage
[15] s. dazu Militärpartner,
Friedensmächte
und Der
dritte Pfeiler
[16] „It is time for India to get out of its defensive mindset and timid
approach in dealing with China. There
are vital national security interests at stake. Relations with
China
must be handled from a strategic, not a legalistic, perspective. The
approach
India
follows should be multi-dimensional.
India
does want better relations with
China
, but it must also evolve a calculated and calibrated policy to put
China
under some pressure to safeguard its interests and concerns.“ Rajiv
Sikri: India’s Tibet Policy: Need for a Change; www.boell-india.org
[17] Für Informationen zu Tibet in der Alten Feuerwache kein Platz? www.salz-köln.de |