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US-Israel-Irankriegsgelüste
lassen Billionen Petrodollars an US-Rüstungsindustrielle fließen
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MILLIARDEN DOLLAR UMSATZ FÜR US-RÜSTUNGSEXPORTE RICHTUNG GOLF
von
Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Kommunisten-online
vom 25. September 2010 – Die derzeitige Kriegshysterie des
US-Imperialismus im Bündnis mit dessen zionistischer Bluthundbestie
Israel gegen den Iran ist keinesfalls nur ein ferner Theaterdonner
einiger durchgeknallter Militärs oder fanatisierter Existenzrechtler
Israels, wie manche Naivlinge annehmen.
Die
Entsendung einer Armada aus Flugzeugträgern und Kanonenbooten der
US-Streitkräfte und des israelischen Militärs in die Küstengewässer
vor Iran hat in einer ersten Reaktion der reaktionären arabischen Ölscheichtümer
Vereinigte Arabische Emirate (VAE), Oman und Kuwait sowie des reaktionären
Königreiches Saudi-Arabien dazu geführt, dass diese engen Verbündeten
des US-Imperialismus große Ängste vor militärischen raketengestützten
Gegenschlägen des Iran im Fall der sich abzeichnenden imperialistischen
Aggression der USA und Israels aufgebaut haben. Auch fürchten sie, dass
ein militärischer Gegenangriff des Iran nach einem derzeit logistisch
vorbereiteten Erstangriff Israels dazu führen könnte, dass die als
Seefahrtsroute für die großen Öltankerflotten wichtige Straße von
Hormuz vom Iran blockiert werden könnte.
Weshalb
allein die og. erzreaktionären US-Verbündeten Regimes dieser
arabischen Ölförderstaaten in den letzten Wochen insgesamt Verträge
über die Lieferungen von Jets, Radaranlagen, Raketenabwehrsystemen
innerhalb der nächsten vier Jahre von 123 Milliarden Dollar mit der
US-Rüstungsindustrie abgeschlossen haben. Davon entfallen 67 Milliarden
Dollar allein auf Saudi-Arabien.
Da
knallen derzeit nicht nur die Sektkorken und Whisky-Gläser
bei den Aktionären von Lockheed Martin, Raytheon, Boeing usw.
Solche Umsätze lösen einen Boom der US-Rüstungswirtschaft zugunsten
des dortigen militärisch-industriellen Komplexes aus und lassen derzeit
schlicht Erdölexporte gegen Waffenlieferungen zum Kerngeschäft des
US-Imperialismus werden. Diese Deals markieren außerdem die gewaltigste
Hochrüstungswelle, die die Golfregion jemals erlebt hat. „Das sind
die Großeinkäufer“, jubelt Grant Rogan, Geschäftsführer von
Blenheim Capital Partners, die solche Rüstungsgeschäfte einfädeln und
satte Provisionen kassieren.
Anthony
Cordesman vom Zentrum für Strategische und Internationale Studien in
Washington frohlockt, dass die USA es darauf abgesehen haben, „nach
dem Irak-Krieg eine neue Sicherheitsstruktur zu schaffen, die den Fluss
der Energie-Exporte in der globalen Weltwirtschaft sichert“. Die Rüstungsexporte
würden „den Grad der regionalen Abschreckung verstärken und
mithelfen, das Ausmaß der Streitkräfte der USA zu verkleinern, die in
der Region stationiert werden müssen“.
Wie
wir wissen, ist jeder imperialistische Raubkrieg ein ungerechter, ein
verbrecherischer, ein verdammenswerter Vernichtungs- und Zerstörungsfeldzug
voller Leid und Tod für die Völker und voller Vernichtung natürlicher
Lebensgrundlagen. Der im Irak von den US-Söldnerbestien geführte Krieg
entbehrte jeglicher völkerrechtlichen Grundlage, wie selbst solche bürgerlichen
Politiker wie der stellvertretende britische Premierministers Nick Clegg
öffentlich zugaben. Clegg zählt zu den Liberaldemokraten Großbritanniens.
Deren Kritik an der britischen militärischen Mitwirkung an der Seite
der US-Aggressoren und -Besatzer im Irakkrieg hatte nicht unwesentlich
zum jüngsten Wahlerfolg dieser Partei und ihrem daraus resultierenden
Eintritt in die derzeitige britische Regierung beigetragen. Die
britischen Liberaldemokraten hatten eine öffentliche Untersuchung des
Kriegs gefordert. Clegg bezeichnete ihn als „den größten außenpolitischen
Fehler dieses Landes … seit Suez”, womit Clegg die britisch-französische
Invasion Ägyptens 1956 meint.
Folgt
man dem Präzedenzfall der Nürnberger Prozesse von 1946, sind die
politischen und militärischen Führungspersönlichkeiten der USA und
Großbritanniens nach internationalem Recht des Kriegsverbrechens
schuldig zu sprechen, denn sie haben einen Aggressionskrieg geführt.
Aus dem Urteil des Nürnberger Prozesses: „Einen Aggressionskrieg zu
beginnen ist daher nicht nur ein internationales Verbrechen; es ist das
schwerste internationale Verbrechen, das sich von den anderen
Kriegsverbrechen darin unterscheidet, dass es alles Übel des Ganzen in
sich beinhaltet.”
Unbestreitbar
haben der US- und der britische Imperialismus jenen Aggressionskrieg
gegen den Irak zur Neuordnung des Mittleren Osten entsprechend ihren
geopolitischen Interessen entfesselt. Jene
„Massenvernichtungswaffen“, die Iraks Regime unter Saddam Hussein
als Anlass für jenen imperialistischen Raubkrieg unterstellt wurden,
konnten bekanntlich nie gefunden und vorgezeigt werden. Das demütigende
imperialistische Besatzungsregime im Irak hat bis heute verheerende
Wirkungen wie die extreme Massenverelendung großer Bevölkerungsteile
im Irak und viel Blutvergießen durch das ständige Aufeinanderhetzen
verschiedener Religionsgruppen und ethnischer Völkerschaften im Irak.
Welche „Demokratie“, welche „Menschenrechte“ und „westlichen
Werte“ hat die US-Soldateska in ihren Massakern an zumeist völlig
unbewaffneten Zivilpersonen im Irak vermittelt? Welche „Freiheiten“
„genießen“ die Menschen im Irak von heute?
Wir
Kommunisten wissen:
„…
Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn … für 100 Prozent
stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und
es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr
des Galgens …” So beschrieb einst der englische Gewerkschafter P. J.
Dunning, zitiert von Karl Marx im „Kapital”, den verbrecherischen
Charakter des Kapitalismus.
Wir
wissen auch, dass nur die revolutionäre Zerschlagung der bürgerlichen
Gesellschaft der Menschheit ein Weiterleben in Frieden und Wohlstand ermöglichen
kann. Und wir sehen und weisen darauf hin, dass zwischen der derzeitigen
imperialistischen Gesellschaft und den derzeit ständig geführten an
verschiedenen Teilen der Erde aufflammenden Kriegen ein enger gesetzmäßiger
Zusammenhang besteht. Eben weil es hierbei stets um Maximalprofite für
die über Leichenberge gehenden Kriegsgewinnler und imperialistischen
Raub an den Bodenschätzen der Völker geht.
Es
nützt nichts, nur mit dem Finger auf jene blutbesudelten
US-Kriegsverbrecher im Solde privater imperialistischer Söldner-Firmen
wie Blackwater oder in den Uniformen der US-Streitkräfte zu zeigen. Wir
fordern ein Ende von NATO und Bundeswehr, eine ausschließlich
friedliche Außenpolitik gerade von deutschem Boden aus, ein Verbot der
Produktion und des Exports von Rüstungsgütern sowie weltweite Abrüstungsinitiativen.
Wir
verurteilen die scheinheilige Haltung solcher Kriegsverbrecher wie Obama
und Merkel auf dem sogenannten UN-Milleniumsgipfel dieser Tage. Diese
menschenverachtenden Kriegsverbrecher Obama und Merkel bewilligen seit
Jahren enorme Milliardenbeträge an Dollars und Euros für
imperialistische Raubkriege in aller Welt und fordern zugleich die ärmsten
Staaten dazu auf, ihre aus Verschuldungslasten und finanzieller sowie
technologischer Abhängigkeit und gesellschaftlicher Rückständigkeit
resultierenden Probleme mit „mehr Eigenverantwortlichkeit“ d.h.
selbst zu lösen.
Bei
„notleidenden“ privatkapitalistischen Casino-Banken hingegen sind
dieselben kriegsverbrecherischen Musterdemokraten des Westens allzeit
untertänigst bereit, nach dicken „Rettungspaketen“ von hunderten
Milliarden Euros und Dollars ständig weitere Milliardenbeträge auf
Zuruf aus Steuergeldern ohne jeden Volksentscheid diesen Banken
nachzuschießen, damit dort nicht bei den Renditen und Boni für große
Profitgeier und betuchte Manager gekürzt werden muss. Hier zeigt sich
offen für jedermann, wer wen am Gängelband führt!
Einige
wenige hundert Clans großer Finanzkapitalisten plündern die Menschheit
aus. Sie überziehen in ihrem Profitstreben die Völker mit Krieg. Sie
plündern die Sozialversicherungskassen der Arbeiterklasse dort, wo es
überhaupt erkämpfte soziale Rechte der Arbeiterklasse jemals gegeben
hat. Sie drücken die Löhne. Sie erhöhen die Ausbeutung zugunsten
ihres eigenen parasitären Daseins im Luxus.
Und
unsereins lassen sie belabern, es gehe ihnen allein um „Demokratie“,
„Menschenrechte“, „Freiheiten“, „westliche Werte“,
„innere“ und „äußere Sicherheit“, „Terrorismusbekämpfung“
und ähnliches. Es gehe um „freien Handel“, „globale
Wirtschaft“, „Zugang zu Rohstoffen“. Gemeint ist damit aber nur,
dass wir als Volksmassen uns auf den Burgfrieden mit dem bürgerlichen
Herrschaftssystem einlassen sollen, so als ob diesen über Leichen
gehenden Profitmachern unsere Menschenrechte auf Leben und Arbeiten in
Frieden und Wohlstand bei guter Gesundheit und würdigem Lebensabend
jemals ein achtenswerter Wert gewesen wäre.
Wir
schließen uns dem Aktionstag der europäischen Gewerkschaftsbewegung am
29. September 2010 an und rufen die Leserschaft dazu auf, sich an diesen
und überhaupt jeglichen gesellschaftlichen Protesten vor Ort
vernehmlich und aktiv zu beteiligen, denn WIR SIND DAS VOLK in der EU
... und jene sind die Ausbeuter, Unterdrücker, Kriegsverbrecher,
Imperialisten ... mit ihrem hoch bezahlten und best pensionierten
Speichel leckenden Anhang aus Generälen, Politbonzen, Managern,
Lobbyisten, Pfaffen, Journalisten und Bürokraten. Denen endlich Einhalt
zu gebieten, ist vorrangige Aufgabe jedes fortschrittlichen arbeitenden
Menschen heutzutage.
Rotfront!
Jens-Torsten
Bohlke
Quellen:
Financial Times, 21. September 2010
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