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Auch
in Afghanistan heute:
Folter
und Misshandlung in US-Haft auf Militärstützpunkten
DER
HORROR DES DEMOKRATIE-HEUCHLERS OBAMA
von
Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
K-Online,
19. April 2010.- Immer
mehr Berichte über grausige Folterungen und Misshandlungen erreichen
die Weltöffentlichkeit aus dem US-Militärgefängnis des Stützpunktes
Bagram in Afghanistan, der ursprünglich bekannt war durch die 5 km
lange Landebahn, welche die US-Luftwaffe nutzt. BBC News brachte dieser
Tage Zeugnisse von neun dort Inhaftierten, die die extremen
Menschenrechtsverletzungen in einem Geheimgefängnis der USA nahe Bagram
beschreiben. Geschehen sind all die geschilderten Grausamkeiten während
der Amtszeit des US-Präsidenten Obama, der sich bekanntlich nur durch
das Hintertürchen unter strengsten Sicherheitsregeln für ein paar Stündchen
überhaupt mal nach Afghanistan traut, um dann dort in einem US-Militärstützpunkt
eine Show für die Medienberieselung der Manipulierten in den
sogenannten westlichen Staaten eiligst abzuziehen und dem Kanonenfutter
ein paar Minuten mit gefletschten Zähnen zuzulächeln.
Ein
Gefangener sagte aus, dass die geheime Einrichtung als „schwarzes
Loch“ bekannt ist. Die Gefangenen prangern an, dass ihnen systematisch
viele Stunden lang der Schlaf entzogen wurde, sie eisigen Temperaturen
ausgesetzt wurden und sie weiteren Misshandlungen unterworfen waren. So
wurden einem die Zähne fast eines gesamten Kiefers ausgeschlagen, als
einer der US-Söldner mit dem Gewehrkolben auf ihn eingeprügelt hatte.
Wann immer dieser Gefangene danach bat, zur Toilette gehen zu dürfen,
zwangen ihn die US-Militärs dazu, dass er dort zu der Musik zu tanzen
hatte, die sie gerade auflegten.
Die
CIA eröffnete jenes Geheimgefängnis bei Bagram im Jahr 2002 auf Befehl
des damaligen US-Präsidenten Bush. Zwei Tage nach seiner Übernahme des
Amtes des US-Präsidenten unterzeichnete Obama medienwirksam das Dekret
13491, welches die Schließung aller CIA-Geheimgefängnisse anordnet
(auch des CIA-Geheimgefängnisses in Guantánamo Bay, dessen 240
Insassen binnen eines Jahres in die USA oder andere Länder verlegt
werden sollten) ... den Worten und Weisungen folgten bekanntlich so gut
wie keine Taten! Besagtes Dekret des US-Präsidenten Obama verbot
Folterungen und gestattete Kontrollbesuche des Internationalen Roten
Kreuzes in den CIA-Geheimgefängnissen. Die Gefangenen sollten
demzufolge Gerichtsverfahren unterworfen werden.
Mehr
als ein Jahr später nun bleibt festzustellen, dass nichts davon
umgesetzt wurde. Der US-Präsident führt lediglich die Diktate des
militärisch-industriellen Komplexes des US-Imperialismus aus. Er
unterscheidet sich insofern nicht mehr von seinem Vorgänger George W.
Bush. Dazu passt auch, dass Robert Gates, der zu Bushs Präsidentschaftszeiten
die CIA leitete, unter Obama zum Chef des Pentagon ernannt wurde. Obama
beseitigte lediglich einige der schlimmsten Auswüchse von Bushs
„Terrorkrieg“ wie die CIA-Geheimflüge und einige der CIA-Geheimgefängnisse.
Foltercamps wie das „dunkle Loch“ bei Bagram oder Guantánamo Bay können
jedoch mit Fug und Recht nur weiterhin als existierende
Konzentrationslager des US-Imperialismus bezeichnet werden, wie
Cubadebate zu entnehmen ist. Beide genannte CIA-Geheimgefängnisse gehörten
und gehören seit etlichen Jahren zu den schlimmsten Folterstätten im
Weltmaßstab. Opfer der brutalen Verhörmethoden sind vor allem Muslime.
Unter
den ca. 700 Inhaftierten des „dunklen Lochs“ bei Bagram befinden
sich auch 16 und 17 Jahre junge Minderjährige wie Issa Mohammed und
Abdul Rashid, über die die Washington Post berichtete. Sie wurden
geschlagen und gefoltert, nackt fotografiert und zu pornografischen
Handlungen gezwungen, in Isolationshaft gehalten und wie Tiere gehalten.
All dies während der Amtszeit von US-Präsident Obama.
Weder
das Internationale Rote Kreuz noch Menschenrechtsanwälte oder
Journalisten erhielten bisher die Erlaubnis zum Zutritt in jenes
CIA-Geheimgefängnis bei Bagram in Afghanistan. Die US-Militärbehörden
verweigern Auskünfte über die Namen der Inhaftierten und gestatten
nicht mal Foto-Aufnahmen von außen. Klagen von
Menschenrechtsorganisationen erzwangen interne Untersuchungen über die
Gräuel in Bagram. Dadurch kam es zu ersten Bilddokumenten und
Zeugenaussagen über die schreckliche Realität in jenem CIA-KZ. Die
Propagandamaschine des Pentagon säuselte sofort von der Verlegung der
Gefangenen in bessere Räumlichkeiten.
2002
wurden die ersten Gefangenen des US-Militärs in Afghanistan in Bagram
in Metallkäfige gepfercht. Darin angekettet verstarb eine große Anzahl
von Menschen. 2005 erfuhr die Weltöffentlichkeit vom dortigen
Foltermord an Habibullah und Dilawar. Habibullah war ein afghanischer
Bauer. Dilawar war ein afghanischer Ersatzteilverkäufer für Autos.
Beide wurden brutal zusammengeschlagen und starben angekettet an die
Decke des Metallkäfigs. Dann wurde der Fall des pakistanischen
Neuro-Chirurgen Aafin Siddique bekannt, welchen die US-Söldner
ebenfalls nach fünfjähriger Haft im CIA-Geheimgefängnis ermordeten.
Am 19. Januar 2010 wurde dazu eine gerichtliche Anhörung in New York
durchgeführt.
Abu
Ghraib im Irak, Bagram in Afghanistan und Guantánamo Bay im
US-besetzten Teil Kubas sind die übelsten derzeit existierenden
Konzentrationslager der CIA. Die Opfer fordern Gerechtigkeit. Nur ein Völkertribunal
wie bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen kann diese
Gerechtigkeit schaffen. Und da gehört Obama wie Bush mit auf die
Anklagebank.
(Information
von Democracy Now!)
Quellen:
http://www.cubadebate.cu/
http://www.cubadebate.cu/ |