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Venezuela
- ständig angegriffen
DER
KRIEG DES IMPERIUMS RÜCKT TÄGLICH NÄHER
berichtet
von TELESUR
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Caracas,
8.3.2010, Tribuna Popular / Überlassung von TELESUR / TP.-
„Das Imperium sucht
unablässig Mittel und Techniken, um sein endgültiges Ziel zu
erreichen. Und wir können nicht die Möglichkeit einer kriegerischen
Auseinandersetzung in der nahen Zukunft in dieser Region außer acht
lassen (...) Wenn sie Venezuela in diesem Jahr auf die berüchtigte
Liste der „terroristischen Staaten“ setzen, werden wir vor einer
militärischen Auseinandersetzung stehen.
Die
Festigung der regionalen Einheit und Integration bedroht täglich mehr
die Wiederherstellung der Kontrolle des Imperiums über die Hemisphäre.
Und die inneren Fortschritte der Bolivarischen Revolution verhindern die
„Selbstzerstörung“, welche die Kräfte des Imperiums mit ihrem
Agieren auf venezolanischem Territorium ständig derzeit provozierten.
Dessen ungeachtet sucht das Imperium unablässig nach Mitteln und
Techniken, um sein endgültiges Ziel zu erreichen. Und wir können nicht
die Möglichkeit einer kriegerischen Auseinandersetzung in der nahen
Zukunft in dieser Region außer acht lassen.
Lateinamerika
hat eine aus Washington gelenkte ständige Aggression in über 200
Jahren erlitten. Alle Taktiken und Strategien des schmutzigen Krieges
sind in den verschiedenen Ländern der Region angewendet worden, von
Staatsstreichen, Morden, Präsidentenmorden, Entführungen, Folterungen,
brutalen Diktaturen, Gemetzeln, politischer Verfolgung, wirtschaftlicher
Sabotage, Medienkrieg, Subversion, Unterwandern mit Paramilitärs,
diplomatischem Terrorismus, Einmischung in Wahlen, Blockaden bis hin zu
militärischen Invasionen. Es war nicht von Bedeutung, wer gerade im Weißen
Haus regiert - ob Demokraten oder Republikaner . die Politik des
Imperiums wird am Laufen gehalten.
Im
21. Jahrhundert ist Venezuela zu einer Hauptzielscheibe dieser ständigen
Aggressionen geworden. Seit dem Putsch vom April 2002 bis heute hat es
eine gefährliche Spirale von Angriffen und Anschlägen gegen die
Bolivarische Revolution gegeben. Auch wenn viele dem Lächeln und den
poetischen Worten von Barack Obama erlagen, müssen wir über das letzte
Jahr hinaus klar die Intensivierung der Aggression gegen Venezuela
erkennen. Die militaristische Expansion der USA in Kolumbien, die
Reaktivierung der 4. Flotte, darüber hinaus ihr Einsatz in der Karibik,
in Panama und Mittelamerika müssen als Vorbereitung für eine
kriegerische Auseinandersetzung in der Region gedeutet werden.
SPIRALE
DER AGGRESSIONEN
Die
in den letzten Wochen von Sprechern aus Washington abgegebenen
feindseligen Erklärungen, welche Venezuela beschuldigen, ein
drogenhandelndes Land zu sein, die Menschenrechte zu verletzen, „nicht
zur Demokratie und regionalen Stabilität beizutragen“, - darüber
hinaus die Beschuldigungen von der Nationalleitung der Geheimdienste der
USA mit der Bezeichnung von Präsident Chávez als „Anti-USA-Führer
in der Region“ sind Teil der abgestimmten Kampagne, die eine direkte
Aggression gegen Venezuela rechtfertigen soll. Die nächsten Erklärungen
aus Washington werden folgen und Bezüge zum Terrorismus beinhalten.
Wenn sie in diesem Jahr Venezuela auf die berüchtigte Liste der
„terroristischen Staaten“ setzen, stehen wir vor einer militärischen
Auseinandersetzung. Alles deutet darauf hin, dass sie dieses Ziel
erreichen wollen. Wie schon gut das Dokument der US-Luftwaffe vom Mai
2009 über die Notwendigkeit der Erhöhung der militärischen Präsenz
auf dem Militärstützpunkt von Palanquero / Kolumbien aussagte,
bereitet Washington derzeit einen „Blitzkrieg“ in Südamerika vor.
Laut
dem Dokument der US-Luftwaffe, welches dem US-Kongreß im Mai 2009
vorgelegt wurde (aber später im November 2009 verändert wurde, um die
verräterische Sprache wegzulöschen, die die wahren Absichten hinter
dem militärischen Abkommen zwischen den USA und Kolumbien enthüllte)
„wird die Entwicklung des (Militärstützpunktes in Palanquero) die
strategische Beziehung zwischen den USA und Kolumbien vertiefen und
steht im Interesse der zwei Nationen (...) Die Präsenz wir auch unsere
Fähigkeit erhöhen, um Operationen der Geheimdienste, Spionage und
Aufklärung (ISR) durchzuführen, die globale Reichweite verbessern, die
logistischen Erfordernisse unterstützen, die Beziehungen mit Partnern
verbessern, die Zusammenarbeit der Sicherheitsstellen verbessern und
unsere Fähigkeiten zur Durchführung eines Blitzkrieges erhöhen.“
ABSEHBARER
KRIEG
Der
erste amtliche Bericht über die Prioritäten im Bereich von Sicherheit
und Verteidigung seitens der neuen Obama-Administration befasste sich
mit den „globalen Bedrohungen“, laut der Nationalen Leitung der
Geheimdienste der USA. Venezuela ist im besagten Bericht in den
Vorjahren erwähnt worden, aber nicht in diesem Umfang wie in diesem
Jahr. Dieses Mal wurde Venezuela und besonders Präsident Chávez als
eine der Hauptbedrohungen gegen die US-Interessen in der Welt aufgeführt.
„Der Präsident Venezuelas, Hugo Chávez, hat sich als einer der
weltweit Hauptverleumder gegen die USA etabliert. Er bringt das liberale
demokratische Modell und den Marktkapitalismus in Mißkredit. Er stellt
sich gegen die Politik und die Interessen der USA in der Region“, so
heißt es im Bericht. Venezuela wird dort in dieselbe Kategorie
eingeordnet wie der Iran, Nordkorea und Al Quaida.
Tage
später stellte das US-Außenministerium seinen Haushalt für 2011 beim
Kongreß vor. Außer der Erhöhung der über die USAID und das NED zur
Finanzierung politischer Oppositionsgruppen in Venezuela beantragten
Mittel von über 15 Millionen Dollars gab es einen Antrag auf 48
Millionen Dollars für die OAS, für „die Bereitstellung von
Sondermitteln, die 'die Demokratie fördern' in Ländern, wo die
Demokratie bedroht ist wegen dem wachsenden Vorhandensein von
alternativen Konzepten wie der von Venezuela und Bolivien geförderten 'partizipativen
Demokratie'.“
Und
eine Woche später veröffentlichte der von Washington finanzierte
Interamerikanische Menschenrechtsausschuß (CIDH) der OAS einen Bericht
mit 322 Seiten. Darin wird Venezuela angeklagt, die Menschenrechte und
die Redefreiheit zu verletzten sowie die regionale Demokratie zu
untergraben. Owohl es sich da um einen Bericht handelte und um einen
Ausschuß mit dem Aufgabenfeld des Themas der Menschenrechte, wurden die
gewaltigen Errungenschaften der Regierung des Präsidenten Chávez auf
diesem Gebiet kaum erwähnt. Statt dessen schätze der Bericht nur
Aspekte ein, die in Bezug mit den politischen und Bürgerrechten stehen
- also den einzigen in den USA anerkannten Rechten. Er ignoriert die
wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Rechte, die wirklich das
Wesen dessen bilden, was die Menschenrechte sind. Die im Bericht des
CIDH verwendeten Beweise stammten aus Zeugenaussagen und Medien der
Opposition in Venezuela und zeigen die völlige Schieflage dieses
Berichtes.
Aber
trotz seiner verdrehten Aufstellung und seines starken Beweismangels
findetn diese Berichte Verwendung, um aggressive Aktionen aus Washington
gegen Venezuela vor der Weltöffentlichkeit zu rechtfertigen.
DAS
INTERNATIONALE ORCHESTER
Wie
sagte Präsident Chávez in Reaktion auf das Bombardement mit Berichten
und Anschuldigungen gegen seine Regierung: „Es gibt ein
internationales Orchester gegen Venezuela in diesen Momenten, eine vom
US-Imperium dirigierte ständige Aggression.“ Aber das ist nicht neu.
Seit 2005 haben sich diese Berichte und Erklärungen in ihrer Intensität
und ihrem gewaltsamen Wesen gesteigert.
Vor
fünf Jahren nannte Washington in seinem Jahresbericht über die
Drogenkontrolle in der Welt Venezuela erstmals ein Land, welches nicht
am Kampf gegen den Drogenhandel mitarbeitet. Monate vor dem
Herausbringen dieses Berichts im Jahr 2005 hatte Venezuela die
Zusammenarbeit mit der Antidrogen-Agentur der USA, dem DEA, ausgesetzt,
weil Venezuela deren Spionage- und Sabotagehandlungen gegen die
Anstrengungen des Antidrogenkommandos von Venezuela aufgedeckt hatte.
Seitdem hat Venezuela in bedeutsamer Weise die Sicherstellung von
Drogen, die Festnahmen von Drogenschmugglern und die Zerstörung von
Drogenlaboratorien an der Grenze mit Kolumbien, dem
Hauptdrogenproduzenten der Welt, verbessert.
Entgegen
all dem stuft der am 1. März 2010 veröffentlichte Bericht über diese
Materie seitens des US-Außenministeriums Venezuela als
„Drogenschmuggelland“ und „Komplize“ des Drogenschmuggels ein,
was eine völlig unbewiesene und grundlose Beschuldigung ist.
Gleichzeitig
beschuldigte ein spanisches Gericht die venezolanische Regierung der
Unterstützung und Zusammenarbeit mit den FARC-EP von Kolumbien und der
ETA in Spanien. Beide Organisationen werden von den USA und Spanien als
terroristisch eingestuft. Dies verursachte eine internationale Polemik
über die Massenmedien und führte zu Spannungen zwischen den
Regierungen von Spanien und Venezuela. Präsident Chávez bekräftigte
etliche Male, dass seine Regierung keine Verbindungen mit der FARC und
der ETA und sonstigen terroristischen Gruppen hat. „Dies ist eine
Regierung des Friedens“, erklärte Chávez. Und gleich darauf äußerte
er, dass die Anwesenheit einiger ETA-Mitglieder in Venezuela auf ein
Abkommen zurückgeht, welches vor 20 Jahren die Regierung von Carlos
Andrés Pérez umgesetzt hatte, um bei einem Friedensvertrag zwischen
der spanischen Regierung und der Untergrundgruppe zu helfen.
DIE
POLITIK DES IMPERIUMS HAT KEINE FARBE
Auf
ihrer Rundreise durch Lateinamerika in dieser Woche hat die US-Außenministerin
Hillary Clinton scharfe Angriffe gegen Venezuela in ihren verschiedenen
Erklärungen vor den Massenmedien losgelassen. Sie äußerte ihre
„tiefe Besorgnis“ wegen der Demokratie in Venezuela. Sie
beschuldigte die Regierung von Präsident Chávez, „nicht auf
konstruktive Art beizutragen“ zur regionalen Entwicklung. Zynisch riet
Clinton Venezuela „mehr nach Süden zu schauen“, anstatt mit Kuba
Beziehungen zu pflegen.
Die
Rundreise der Clinton gründet sich auf eine Strategie, die schon von
der Obama-Administration verkündet worden ist. Sie besteht darin, eine
Spaltung zwischen dem herbeizuführen, was sei als
„fortschrittliche“ Linke betrachten, und jenem, was für sie die
„radikale“ Linke in Lateinamerika darstellt. Es ist zufällig, dass
ihre seit Beginn der Obama-Regierungszeit längste Reise durch die
Region sich genau unmittelbar nach dem Gipfel der Einheit von Cancún
ergibt, wo die Schaffung einer Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und
Karibischen Staaten ohne die USA und Kanada vereinbart wurde.
Die
einstige US-Außenministerin unter der Regierung von George W. Bush,
Condoleezza Rice, erklärte im Januar 2005: „Hugo Chávez ist eine
negative Kraft in der Region.“ Damit gab sie den Auftakt für eine
Politik der Feindseligkeit und Aggression gegenüber Venezuela. Clinton
hat da mit derselben Politik ihrer Vorgängerin weitergemacht. Sie
versucht, die venezolanische Regierung und die Person von Hugo Chávez
zu isolieren und in Mißkredit zu bringen. Ihre Absicht ist es, den Plan
zum „Regimewechsel“ im Land der größten Ölreserven der Welt
umzusetzen.
DER
KOMMENDE KRIEG
Eine
Kriegsvorbereitung geschieht nicht über Nacht. Sie erfolgt in einem
Prozeß, der erst die Einstimmung der Weltöffentlichkeit umfaßt.
Verteufelt wird die Führungspersönlichkeit oder Regierung der
Gegenseite, um die Aggression zu rechtfertigen. Dann werden die Streitkräfte
in der Region verlegt und befähigt, um die Wirksamkeit und das
Potenzial für ein militärisches Vorgehen sicherzustellen. Gleichzeitig
werden Taktiken wie die Subversion und die Aufstandsbekämpfung
verwendet, um das Zielland von innen heraus zu schwächen und zu
destabilisieren. Damit versetzen sie es in eine verletzliche Lage, in
der es wenig verteidigungsbereit ist.
All
dies spielt sich gegen Venezuela seit einigen Jahren ab. Die Festigung
der regionalen Einheit und Integration bedroht täglich mehr die
Wiederherstellung der Kontrolle des Imperiums über die Hemisphäre. Und
die inneren Fortschritte der Bolivarischen Revolution verhindern die
„Selbstzerstörung“, welche die Kräfte des Imperiums mit ihrem
Agieren auf venezolanischem Territorium ständig derzeit provozierten.
Dessen ungeachtet sucht das Imperium unablässig nach Mitteln und
Techniken, um sein endgültiges Ziel zu erreichen. Und wir können nicht
die Möglichkeit einer kriegerischen Auseinandersetzung in der nahen
Zukunft in dieser Region außer acht lassen.
Quelle:
http://www.pcv-venezuela.org/
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