Gegen den imperialistischen Krieg

Wichtige Rubriken und Beiträge

+++Neu+++

Newsletter bestellen

zur Homepage

Der Krieg der herrschenden Klasse gegen das Volk

Kampf den ideologischen Diversanten

Für den Aufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands

Gegen den imperialistischen Krieg

Black Channel

Betrieb&Gewerkschaft

Bildung, Kultur & Wissen

Wider den Block der
Rechten und Trotzkisten

zur Geschichte
der internationalen kommunistischen und Arbeiterbewegung

Wissenschaftlicher Sozialismus

Aus den Ländern

Links

Impressum

Archiv

Intern

Proletarischer Internationalismus

zurück

Imperialistischer Krieg gegen Afghanistans Volk

JULI 2010 VERLUSTREICHSTER MONAT FÜR US-TRUPPEN

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Havanna, 31. Juli 2010, Cubadebate.-  Der Tod von 66 US-Söldnern in Afghanistan allein im Juli 2010 stellt einen neuerlichen Negativ-Rekord für die US-Streitkräfte in ihrem ausgedehnten Krieg gegen das asiatische Land dar. Die jüngsten von der NATO bestätigten Verlustzahlen mit sechs getöteten US-Militärangehörigen am vergangenen Donnerstag und Freitag lassen den Juli 2010 zum für die US-Besatzungstruppen blutigsten Monat des bisher neunjährigen Krieges werden. Allein 2010 verloren bisher 265 US-Söldner ihr Leben auf afghanischem Staatsgebiet.

Die letzten sechs Toten waren die Bilanz von vier separaten Angriffen im Süden Afghanistans, wo die Taliban am stärksten sind. Die meistverwendete Waffe gegen die US-Söldner sind Sprengbomben, die oft aus Düngerchemikalien hergestellt worden sind und an den Einmündungen zu den Fernverkehrsstraßen gelegt werden.

Der vorherige Rekordverlustmonat für die US-Streitkräfte war der Juni 2010 mit insgesamt 60 Toten gewesen. Die Gesamtzahl der von der NATO aufgelisteten Todesopfer im Juli 2010 hat bisher noch nicht den Maximalwert des Juni 2010 erreicht, als es laut The Washington Post 103 Tote waren. Die US-Befehlshaber haben bereits eine Erhöhung der Verluste vorhergesagt. Dies infolge der Erhöhung der Zahl der stationierten Söldner um 30.000 Söldner, so dass ca. 95.000 NATO-Militärangehörige vor Ort sind und in die Aufstandszentren einfallen.

Der Sommer ist üblicherweise die Jahreszeit mit der größten Aktivität der Taliban, die sich keinesfalls durch die eisigen Temperaturen im Hochland eingeschränkt sehen. Die Zunahme der Zahlen getöteter US-Söldner beweist das anhaltende Anwachsen in Breite und Kraft auf der Seite der Aufstandsbewegung. Quellen aus den USA und Afghanistan rechnen die Zahl der Talibankämpfer auf über 30.000 Mann hoch. Die Rebellen beschränken ihre Präsenz nicht mehr auf den Süden und Osten Afghanistans. Sie haben an Macht in vielen Gebieten des Landes und vor allem im Norden gewonnen.

Faktisch befinden sich ein Drittel bis die Hälfte der von der NATO als kriegsstrategisch wichtig bewerteten 82 Provinzen unter dem Einfluss der Taliban, laut einem in einer US-Tageszeitung zitierten hochrangigen Funktionär des imperialistischen Kriegsbündnisses.

Die Verluste auf afghanischer Seite sind ebenfalls gestiegen, was die Unterstützung vor Ort durch die Bevölkerung für die Besatzer beeinträchtigt und das Erreichen militärischer Ziele erschwert. Ein Beispiel dafür ist der gestern in den Außenbezirken von Kabul erfolgte Massenprotest nach einem Unfall eines von US-Vertragspersonal geführten Fahrzeuges, durch welchen vier afghanische Zivilpersonen ums Leben kamen. Die Polizei musste von Schusswaffen Gebrauch machen, um die wutschäumenden Menschenmassen auseinanderzutreiben, welche die Fahrzeuge nach dem Unfall in Brand steckten. Die Protestierenden riefen in lauten Sprechchören „Tod den USA“ und warfen Steine.

Das Weiße Haus bittet Wikileaks

Auch erhöhen die in dieser Woche auf der Internetseite von Wikileaks veröffentlichten Geheimdokumente die Popularität der US-Söldner. Der Oberkommandierende der Gemeinsamen Streitkräfte, US-Admiral Mike Mullen, beschuldigte am Donnerstag Julian Assange, den Gründer von Wikileaks, „seine Hände mit Blut getränkt“ zu haben an US-Soldaten und afghanischen Familien, welchen die Verbreitung von Informationen über die Standorte der Militärangehörigen das Leben gekostet haben könnte.

US-Verteidigungsminister Robert Gates warnte, dass die „Folgen dieser Dokumente auf dem Schlachtfeld potenziell schwerwiegend und gefährlich für unsere Truppen, unsere Verbündeten und afghanischen Partner sind. Und sie könnten unsere Beziehungen und unser Ansehen in jenem Schlüsselteil der Welt schädigen“.

Der Sprecher des Weißen Hauses bat faktisch beim Fernsehsender NBC in einem Interview darum, dass die Website von Wikileaks keine weiteren Dokumente veröffentlicht. Das Weiße Haus „kann nur dringend die Person, die die Dokumente hat, darum bitten, dass sie sie nicht mehr in das Internet stellt“, sagte er.

Laut etlichen Medienberichten hat Wikileaks zehntausende Meldungen aus dem diplomatischen Bereich der USA in seiner Hand, welche durch einen Spionagefachmann der US-Streitkräfte übergeben worden sein sollen.

(Entnommen aus El País, Spanien)

Quelle: http://www.cubadebate.cu/

zurück

Spenden für die Homepage: Günter Ackermann, Konto-Nr.: 433 407 436,
IBAN DE62 3601 0043 0433 4074 36., BIC PBNKDEFF, BLZ: 360 100 43
Postbank Essen. Verwendungszweck: Homepage 
(Bitte eMail-Adresse und Verwendungszweck immer angeben!)

  Bitte immer angeben!