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11.
September - Tag des Terrors
Salvador
Allende - am 11. September 1973 ermordet
Am
11. September 2001 hielt die Welt den Atem an. Ein durch nichts zu
rechtfertigender Terroranschlag gegen das World Trade Center und das
Pentagon stürzte 3000 Zivilisten in den Tod. Die Regierung der USA erklärte
daraufhin den Krieg gegen den Terrorismus. Am 11. September 2002 fanden
weltweit Trauerkundgebungen statt, um der unschuldigen Terroropfer zu
gedenken.
29
Jahre vorher, am 11. September 1973 putschten mit Unterstützung der
Regierung der USA und des Geheimdienstes CIA rechtsradikale Generäle in
Chile, ermordeten den demokratisch gewählten Präsidenten Salvador
Allende, stürzten die Regierung der Volkseinheit und errichteten ein
blutiges Terror-Regime. Diktator Pinochet und der nach dem Muster der
GESTAPO organisierte Geheimdienst DINA ließen viele tausend Demokraten
verhaften, foltern und ermorden. Zweihunderttausend Chilenen mußten ins
Ausland fliehen, um Tod und Terror zu entgehen. Mehr als 1000 chilenische
Flüchtlinge fanden unter der Regierung Kreisky solidarische Aufnahme in
Österreich.
Der
damalige Bundesvorsitzende der Sozialistischen Freiheitskämpfer, unser
unvergessener Genosse Josef Hindels, stellte sich an die Spitze der
Solidarität mit den chilenischen Demokraten und im Kampf gegen die
Pinochet-Diktatur. Der Druck der internationalen Chilesolidarität und der
Kampf der chilenischen Demokraten in und ausserhalb Chiles zwangen die
Diktatur in die Knie. Heute ist Chile wieder eine Demokratie, ihr Präsident
ist der Sozialist Lagos. Aber noch immer ist das Schicksal hunderter, während
der Diktatur "verschwundener" Chilenen nicht aufgeklärt und die
Täter, allen voran der Exdiktator Pinochet, auf freiem Fuß.
Am
11. September 2002 fand beim "Allende-Hof" im Wiener
Gemeindebezirk Simmering zum Gedenken an den Tod von Präsident Salvador
Allende und der vielen anderen Opfer des Terrors der Pinochet-Diktatur
eine Kundgebung der Österreichisch-Chilenischen Freundschaftsgesellschaft
statt, an der Vertreter der Wiener Freiheitskämfer teilnahmen. Wir
Freiheitskämpfer verurteilen jede Form des Terrors, von wem immer er
ausgeht, von wem immer er unterstützt wird. Wir verurteilen gleichzeitig
jene Politik, die im Zeichen des "Krieges gegenden Terror" die
Demokratie aushöhlt und Menschenrechte verletzt.
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