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«Die Araber mögen das Öl haben - wir haben die Zündhölzer.»
Ariel Scharon

„Israel ist nicht faschistisch, aber Israel ist rassistisch und terroristisch“

das sagte ein israelischer Kommunist anlässlich einer Informationsveranstaltung in Deutschland.

Das klingt hart, ist aber dennoch wahr. So zum Bespiel leben in Israel 30% Araber mit israelischem Pass. Die gleichen Rechte wie ihre jüdischen Nachbarn haben sie aber nicht. Sie haben zwar das Wahlrecht, aber wichtige Staatsämter bleiben ihnen vorenthalten.

Oder: Jeder Mensch, gleichgültig wo er geboren wurde, kann die Staatsangehörigkeit Israels erhalten, wenn er nur eine Bedingung erfüllt: er muss Jude sein oder jüdischer Abstammung.

Als in der 80er Jahren in Äthiopien eine Hungersnot ausbrach, kamen einige in Israel auf die Idee, die äthiopischen Juden nach Israel zu holen. Sie erfüllten alle Kriterien, allerdings hatten sie schwarze Hautfarbe. Das allein reichte, um ihre jüdische Herkunft in Frage zu stellen. Das Rabbinat entschied schließlich, sie seien Juden, also durften sie nach Israel kommen.

In den 70er Jahren versuchten zur jüdischen Religion konvertierte amerikanische Farbige nach Israel einzuwandern. Sie wurden zurück geschickt.

Die Staatsideologie Israels selbst ist rassistisch. Die Gründer der zionistischen Bewegung meinten, da die Juden in aller Welt diskriminiert und verfolgt werden, müsse man in das von Gott Mose geschenkte gelobte Land auswandern. Das gehöre auch heute noch den Juden. Dass dort inzwischen fast 2000 Jahre andere Religionen vorherrschten und andere Völker lebten, nahmen viele erst gar nicht zur Kenntnis  „Als 1882 die erste Einwanderungswelle einsetzte, belief sich die Zahl der jüdischen unter den 450000, meist muslimischen Bewohnern des Landes auf 24000.“ (© 2002 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG )

Also ganze 5% der Menschen, die in Palästina lebten, waren Juden. Die jüdischen Palästinenser lebten friedlich mit ihren muslimischen und christlichen Nachbarn zusammen.

Die zionistische Bewegung hatte unter den westeuropäischen Juden kaum Anhänger. Diese waren zuerst mal Deutsche, Franzosen, Engländer usw. und erst dann Juden. Nach ihrem Selbstverständnis unterschieden sie sich von der Bevölkerungsmehrheit nur durch die Religion. Marx hielt sich bekanntlich nicht für einen Juden und Heinrich Heine auch nicht. Auch Walter Ratenau (Reichsaußenminister der Weimarer Republik) verstand sich als deutscher Politiker.

Im Russischen Reich war das anders. Im zaristischen Russland waren Judenverfolgung und Judenpogrome auf der Tagesordnung, durchgeführt selbst von Eliteeinheiten der zaristischen Armee. Während in Westeuropa Juden selbst höchste Staatsämter bekleideten, waren Juden in Rußland Freiwild. Dem dadurch erzeugten Auswanderungsdruck gaben auch Hunderttausende jüdischer Menschen nach, ihr Ziel war aber fast immer die USA.

Die Judenverfolgung und der Massenmord an Juden während des deutschen Faschismus brachte nach dem Krieg allerdings die größte Einwanderungswelle nach Palästina. Die englische Kolonialmacht war schon seit dem 1. Weltkrieg mal pro, mal kontra jüdische Einwanderung, je nach dem, wie es ins koloniale Konzept passte. Man hetzte mal Juden auf Araber, mal Araber auf Juden.

Viele jüdischen Siedler allerdings waren auch willfährige Täter. Die jüdischen Einwanderer waren im Durchschnitt gebildeter als die Araber, sie kamen aus Europa und gehörten der gebildeten Schicht an. Die Araber, die hier zu Hause waren, wurden diskriminiert. Es gab z.B. die jüdische Terrororganisation Hagana. Wenn es zu Gewalttaten gegen Juden kam, sprengten sie einfach die Häuser dieser Araber in die Luft. Ob sie die Täter waren, war oft sehr fraglich. Diese Praxis wendet noch heute die israelische Armee an. Araber wurden einfach mit Gewalt verjagt. Den blutigsten Anschlag beging die Hagana in Jerusalem. Das King-David-Hotel wurde einfach in die Lust gesprengt. Es gab viele Tote und Verletzte, 

Der Hagana gehörte der frühere israelische Ministerpräsident Begin an, auch Sharon war Mitglied von Hagana.

Nach Gründung des Staates Israel wurde in die Verfassung geschrieben, dass jeder Jude Heimatrecht in Israel habe, aber nicht die arabische Bevölkerung. Diese wurde größtenteils vertrieben.

Es gab in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts einen zweiten rassistischen Staat: Südafrika. Die Schwarzen hatten nur eingeschränkte Bürgerrechte, durften nur beschränkt Grund und Boden erwerben, wurden in sog. Homelands deportiert. Das waren meist öde Landstriche, wo es keinerlei Existenzgrundlage gab. Und vor allem: Die Homelands waren von Südafrika abhängig, die Regierungen reine Marionetten des Apartheidsstaates.

Das Modell der Homelands sollte auch in Palästina eingeführt werden. Das Autonomiegebiet war nicht wirklich selbständig, sondern umringt von Israel, in mehrere Kleinteile getrennt. Das beste Land befindet sich im israelischen Teil Palästinas. Außerdem nahmen israelische Siedler zusätzlich den Arabern Land weg und gründeten mitten im arabischen Teil Palästinas Wehrdörfer, mit bis an die Zähne bewaffneten Siedlern. Das Land raubten sie ganz einfach den Arabern. Es heißt, Perres, der Außenminister Israels, Mitglied der Arbeiterpartei, sei für 60-70% der Siedlungen persönlich verantwortlich.

Auch in Südafrika wurde den Schwarzen das Land geraubt und die Bewohner vertrieben, sie durften höchstens als billige Arbeitskräfte eingesetzt werden.

Natürlich waren die Beziehungen zwischen Israel und Südafrika bestens. Nicht nur wirtschaftlich arbeiteten beide rassistischen Staaten zusammen, auch militärisch. Israel hat heute mehr Kernwaffen als Großbritannien. Das Uran hierzu wurde Israel vom Apartheitsregime geliefert.

Noch eine Anmerkung zum Schluss: Das rassistische zionistische Regime und die rassistische Regierung in Südafrika verstanden sich prächtig. Viele südafrikanische Juden jedoch schlossen sich dem ANC an und waren Mitglieder der KP Südafrikas. Das, obwohl sie als Juden in Südafrika als Weiße galten, somit volle Bürgerrechte besaßen..Sie kämpften gegen das Regime, mit dem der „Judenstaat“ beste Beziehungen unterhielt.

Günter Ackermann

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