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Zum
Deutschlandbesuch des religiösen Popstars
Dalai Lama:
Friedfertigkeit
nur Fassade
Von
Klaus Blees
Quelle:
Neue
Rheinische Zeitung vom 6. August 2007
Der
Dalai Lama bedient mit seinen mediengerecht inszenierten Botschaften von
Frieden, Liebe und Toleranz eine verbreitete Zivilisationsmüdigkeit. Für
viele seiner ZuhörerInnen verkörpert sein marketingmäßig aufgebautes
Image die romantische Sehnsucht nach einem einfachen Leben, das von der
Unbill der Moderne unberührt ist.
Hinter
der von ihm bis vergangenen Samstag zehn Tage lang in Deutschland hoch
gehaltenen Botschaft von Frieden und Toleranz verbirgt sich aber bei näherer
Betrachtung eine durch und durch unfriedliche und undemokratische Praxis.
Einerseits ist das sogenannte geistige und politische Oberhaupt der
Tibeter nie demokratisch gewählt worden. Als kleiner Junge wurde er 1935
auf Grund eines okkultistischen Rituals zum Staatsoberhaupt erkoren. Zum
anderen billigte der „gewaltfreie“ Dalai Lama den von 1958 bis 1973 gegen
die Chinesen geführten bewaffneten tibetischen Untergrundkampf und begrüßte
die indische Atombewaffnung
Das
„alte Tibet“ vor 1950 war alles andere als idyllisch. Unter der
feudalen Herrschaft der Lamas, der buddhistischen Priester, lebte die
brutal ausgebeutete Bevölkerung in bitterster Armut und wurde durch
grausamste Strafen für kleinste Vergehen bei der Stange gehalten. Der
tibetische Buddhismus ist extrem frauenfeindlich. Beispielsweise schlossen
die „sexualmagischen, spirituellen“ Praktiken des tibetischen Tantra
die Vergewaltigung junger Frauen und sexuellen Kindesmissbrauch ein.
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Dalai
Lama mit dem österreichischen Generalmajor Hermann Loidolt
Foto:
Bundesministerium für Verteidigung Österreich |
Die
freundschaftlichen Beziehungen der buddhistischen Herrscher Tibets zu den
Nationalsozialisten finden ihre Fortsetzung in den guten Beziehungen des
Dalai Lama zu Vertretern rassistischer und antisemitischer Esoteriksekten.
So war Shoko Asahara, Gründer der japanischen AUM-Sekte und
Hauptverantwortlicher für den tödlichen Giftgasanschlag auf die U-Bahn
von Tokio im März 1995, ein Schützling des Dalai Lama.
Bei
genauem Hinsehen entpuppt sich der „gewaltfreie“ Dalai Lama als
Vertreter einer gewaltträchtigen Politik, die sich gegen die
Errungenschaften der Aufklärung wie das Recht auf ein selbst bestimmtes
Leben wendet und stattdessen die Unterwerfung unter Gruppenzwänge
fordert. (CH) |