Bildung, Kultur & Wissen

Wichtige Rubriken und Beiträge

+++Neu+++

Newsletter bestellen

zur Homepage

Der Krieg der herrschenden Klasse gegen das Volk

Kampf den ideologischen Diversanten

Für den Aufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands

Gegen den imperialistischen Krieg

Black Channel

Betrieb&Gewerkschaft

Bildung, Kultur & Wissen

Wider den Block der
Rechten und Trotzkisten

zur Geschichte
der internationalen kommunistischen und Arbeiterbewegung

Wissenschaftlicher Sozialismus

Aus den Ländern

Links

Impressum

Archiv

Intern

Proletarischer Internationalismus

zurück

Schlechte Noten für Bildung

Lateinamerika: 

Neuer Bericht hält nur Kubas Schulsystem für vorbildlich

Von Emad Mekay , Washington (IPS)

Quelle: jungeWelt vom 19.12.2001

»Mangelhaft« lautet das vernichtende Urteil einer neuen Untersuchung über den Status der Grundschulbildung in Lateinamerika. Lediglich Kuba wird gut benotet, obwohl der Inselstaat unter dem Jahrzehnte währenden US-Handelsembargo und dem Ausbleiben der Hilfe aus der ehemaligen Sowjetunion schwer zu leiden hat.

Dagegen sei das Bildungssystem im Rest der Region rückständig, bedauerte Jeffrey M. Puryear, einer der Direktoren der in Washington ansässigen Organisation »Partnership for Educational Revitalisation in the Americas« (PREAL), die den am vergangenen Freitag vorgelegten Report mitfinanziert hat. Und auch Enrique Iglesias, Präsident der ebenfalls beteiligten Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB), zeigte sich enttäuscht und nannte »Bildung die Achillesferse Lateinamerikas«.

Insgesamt konnten die Autoren der ganzen Region nur eine einzige gute Note geben. Auf einer Skala von A bis F erhielt sie ein B für Fortschritte bei der Einschulungsrate. Schlecht aber wurden Unterrichtsqualität, Teilnahme und Abbrecherquote bewertet. So verlassen zwischen einem Viertel und der Hälfte aller lateinamerikanischen Schüler die Schule vor der fünften Klasse. Nur in Kuba, Uruguay und Chile absolvieren fast alle Schüler dieses Schuljahr. Damit rangieren die genannten Länder auf einem Niveau mit Ägypten und China.

Nicht besser als mit C wurden auch die Investitionen im Bereich Bildung bewertet. Auch wenn sich der Anteil des Bildungsetats am Bruttoinlandsprodukt (BIP) erhöht habe, so seien die staatlichen Aufwendungen pro Kind noch immer gering und flössen zudem in erster Linie in den Bereich höhere Bildung, bemängelt der Bericht. Im Schnitt geben lateinamerikanische Staaten 4,6 Prozent ihres BIP für Bildung aus, liegen damit über den 3,9 Prozent, die andere Entwicklungsländer in diesen Bereich investieren und nicht allzu weit von den 5,1 Prozent, die in Industriestaaten Standard sind. Aber dies scheine nur auf dem Papier gut, so der Report. Verrechnet werden müßten diese Daten mit der hohen Schülerzahl.

All dies gilt aber nicht für Kuba, das schon bei einem unlängst von der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) durchgeführten Test sehr gut abgeschnitten hat. Weit hinter sich ließen kubanische Schüler der vierten und fünften Klasse gleichaltrige Kinder aus anderen lateinamerikanischen Staaten vor allem in den Bereichen Mathematik und Sprachkenntnisse. Selbst das schlechteste Viertel der kubanischen Schüler erhielt noch immer bessere Noten als der regionale Durchschnitt. Die besten Schüler aus anderen lateinamerikanischen Staaten waren gerade einmal so gut wie die schlechtere Hälfte der kubanischen Schüler. Solche Unterschiede finden sich gemeinhin nur zwischen Entwicklungs- und Industrieländern.

Bereits im April hatte Kuba für sein Schulsystem ein großes Lob von der Weltbank erhalten. Zwischen 1990 und 1997 sei es Kuba gelungen, die Einschulungsrate für Mädchen und Jungen von 92 auf 100 Prozent zu erhöhen, so die Bank. Damit schneidet der Inselstaat besser als die USA ab. Auch ist das Lehrer-Schüler-Verhältnis in Kuba optimal. Nach Daten von 1997 kümmert sich hier ein Lehrer um zwölf Kinder, so wie es auch in Schweden der Fall ist. In anderen lateinamerikanischen Staaten und auch in Ostasien liegt das Verhältnis bei eins zu 25.

zurück

Spenden für die Homepage: Günter Ackermann, Konto-Nr.: 433 407 436,
IBAN DE62 3601 0043 0433 4074 36., BIC PBNKDEFF, BLZ: 360 100 43
Postbank Essen. Verwendungszweck: Homepage 
(Bitte eMail-Adresse und Verwendungszweck immer angeben!)

  Bitte immer angeben!