| Kaliforniens
Gouverneur Schwarzenegger befielt Mord an international bekanntem
Schriftsteller |
„Wir
sind voller Trauer, Empörung und Wut über diesen barbarischen Akt.“
Freundschaftsgesellschaft
BRD-Kuba e.V., Regionalgruppe Essen:
An
die US-Botschaft, Berlin
Am
gestrigen 13. Dezember 2005 um 9:01 Uhr MEZ wurde der
afroamerikanische
Kinderbuchautor und mehrfache Literatur- und
Friedensnobelpreisnominierte Stanley »Tookie«
Williams auf Befehl des kalifornischen Gouverneurs Schwarzenegger im Gefängnis
von San Quentin mittels einer Giftspritze ermordet.
Anwesende
Journalisten berichteten anschließend erschüttert, dass es 36 Minuten
und 15 Sekunden gedauert hat, bis das Opfer kein Lebenszeichen mehr von
sich gab.
Wir
sind voller Trauer, Empörung und Wut über diesen barbarischen Akt.
Eine
der »Begründungen« Schwarzeneggers dafür, dass er die von
zahlreichen Prominenten und Menschenrechtsorganisationen geforderte
Begnadigung abgelehnt hat lautete, dass Williams »keine Reue« für die ihm zur Last gelegten
4 Morde aus dem Jahre 1981 gezeigt habe. Hierzu hatte dieser in einem
seiner letzten Interviews (»junge
Welt«, 02.12.05) erklärt: »Aber
ich kann nicht für etwas um Verzeihung bitten, das ich nicht getan
habe. Ich habe die Verbrechen, für die ich zum Tode verurteilt wurde,
nicht begangen. Ich würde also lügen, nur um mein Leben zur retten,
und das wäre feige.«
Der
frühere US-Präsidentschaftskandidat und Bürgerrechtler Jesse Jackson
erklärte nach der Hinrichtung, dass Schwarzenegger taktische Überlegungen
für seine Wiederwahl über das Leben von Stanley »Tookie«
Williams gestellt hat.
Die
eintausenddritte Hinrichtung seit der Widerreinführung der Todesstrafe
1976 fügt sich nahtlos ein in das System der weltweit installierten
US-Folterknäste von Guantánamo
bis Osteuropa.
Sie
passt zur Logik des völkerrechtswidrigen Irakkrieges, den dort täglich
verübten Verbrechen des US-Imperialismus (Falludscha,
Abu Ghraib, …) und den
offen angekündigten weiteren militärischen Überfällen auf als unbotsam
klassifizierte Staaten.
Die
ungebremste Barbarisierung der Innen- und Außenpolitik der USA ist längst
zu einer akuten Bedrohung aller internationalen Rechtsstandards
geworden. Daher ist es mehr als überfällig, dass sich die UNO und ihr
Sicherheitsrat mit den permanenten nationalen und internationalen
Menschenrechtsverletzungen der US-Regierung befasst
und harte Sanktionen beschließt.
In
Übereinstimmung mit zahlreichen US-amerikanischen Bürgerrechtsorganisationen
fordern wir
Freiheit
für den seit 30 Jahren inhaftierten, nachweislich unschuldigen
Indianerführer Leonard Peltier,
Freiheit
für den im 25. Jahr im Todestrakt einsitzenden, nachweislich
unschuldigen afroamerikanischen Journalisten und Bürgerrechtler, »The
Voice of the
Voiceless«, Mumia Abu-Jamal,
Freiheit
für die fünf nachweislich unschuldigen, seit dem 12. September 1998 zu
langjährigen bis mehrfach lebenslangen Haftstrafen verurteilten cubanischen
politischen Gefangenen Antonio Guerrero
Rodríguez,
Fernando González Llort,
Gerardo
Hernández
Nordelo,
Ramón Labañino
Salazar und René González Sehwerert, deren Urteile
vom Berufungsgericht Atlanta am 9. August 2005 sämtlich aufgehoben
wurden, die aber dennoch durch Intervention der US-Regierung weiterhin
schuldlos inhaftiert sind.
Wir
fordern ein Ende der staatlichen, rassistischen Mordmaschinerie der USA!
Freundschaftsgesellschaft
BRD-Kuba e.V., Regionalgruppe Essen
i.A.
Heinz-W. Hammer,
Vorsitzender
Freundschaftsgesellschaft
BRD-Kuba e.V., Regionalgruppe Essen;
c/o
Heinz-W. Hammer; Im Klipp 23; 45143 Essen; Tel. & Fax: 0201 –
622630, e-Mail: hwhammer@ginko.de
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