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Polen/Russland:
Stürzte
sich Polens ultrarechter klerikaler Präsident klerikaler Präsident
Kaczynski selbst zu Tode?
Von
Gerd Höhne
Kommunisten-online
vom 26. Juni 2010 – Die Untersuchungskommission aus Russland (MAK)
hat ihren Bericht über den Absturz des Flugzeuges, der Tupolev TU-154,
des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski, vom 10. April 2010,
vorgelegt. Nach dem Bericht, der auch von polnischer Seite nicht in
Frage gestellt wird, gab es keinerlei Anzeichen eines terroristischen
Anschlags, keinerlei technische Fehler (die Maschine sei in einem
Top-Zustand gewesen). Auch
ein Feuer an Bord wird ausgeschlossen. Auch die elektronischen
Navigationssysteme arbeiteten fehlerfrei.
Ungewöhnlich
war allerdings, dass, wie die Auswertung des Voice-Recorders ergab, kurz
vor dem Absturz sich zwei Personen im Cockpit, die nicht zur Besatzung,
sondern zu den Passagieren gehörten. Wie die polnische
Nachrichtenagentur PAP jetzt berichtet, gehörte eine der Stimmen im
Cockpit, dem Kommandeur der polnischen Luftstreitkräfte, General Andrzej Błasik (Bild links oben). Das bestätigt auch der Chef der
polnischen Behörde zur
Ermittlung von Flugzeugunglücken, Edmund Klich. Außer dem
General war eine weitere Person im Cockpit, die nicht dahin gehörte.
Die aber nennt Klich nicht. Warum, gibt er die Anwesendheit des Generals
zu, benennt aber nicht die andere Person? War das Lech Kaczyniski
selbst? Vieles deutet darauf hin. Was diese Stimmen sagten, ist zwar
verstanden worden, wird aber nicht mitgeteilt. Ein Staatsgeheimnis wohl
kaum, außer, dass die Stimme des Präsidenten dem Piloten befahl, trotz
des Verbots der russischen Flugsicherung zu landen.
Allerdings
hatte Kaczynski solch eine Nummer schon einmal gemacht. Als Georgiens
USA-horniger Präsident Saakaschwili
sein Nachbarland mit Krieg überzog, Russland den Opfern militärische
beistand, meinte Lech Kaczynski, er müsse unbedingt Saakaschwili seine
Verbundenheit zeigen und wollte während der Kampfhandlungen hinreisen.
Aber der Flughafen von Tiflis war gesperrt. Kaczyniski verlangte vom
Piloten trotzdem zu landen, der aber weigerte sich und landete in einem
Nachbarland. Damit war Kaczynski die Show gestohlen und der war sauer. Für
den korrekten Piloten war das aber ein Karriereknick.
Und
jetzt war eine riesige Propagandashow in Katyn geplant. Kaczynski in
seiner antikommunistischen Verblendung wollte die Goebbels-Lüge
unterstreichen, die polnischen Kriegsgefangenen seien dort von der
sowjetischen Geheimpolizei ermordet worden.
Während
des Absturzes der Maschine des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski
hat sich der Chef der polnischen Luftwaffe, Andrzej Blasik, im Cockpit
aufgehalten. Das bestätigte der Ermittler Edmund Klich dem
Fernsehsender TVN. „Ich werde nicht leugnen, dass bis zur allerletzten
Minute eine fünfte Person im Cockpit war (...). Ja, es war General
Blasik“, sagte Klich.
Wer
außer dem General sowie Pilot und Co-Pilot im Cockpit war, sagte er
nicht. Grund des Schweigens des Herrn dürfe wohl sein, dass er den
Namen nicht nennen durfte oder wollte. Es ist nämlich bekannt, zu wem
beide Stimmen gehörten. Der Verdacht liegt nahe, dass es kein anderer
als die der Präsident der Republik Polen. Lech Kaczynski, war.
Aber
auch der hatte nichts in der Pilotenkanzel zu suchen, im Flugzeug war
der nur Passagier. Es liegt auf der Hand, dass Kaczynski, der ja
immerhin als Präsident, der Oberbefehlshaber der polnischen
Streitkräfte war, sein Amt dazu missbrauchte um dem Piloten den
Befehl zu geben, entgegen der Anweisung der russischen Flugsicherung,
Smolensk sei gesperrt und eine Landung verboten, sich dem Verbot zu
widersetzen und zu landen.
Der
oberste Ermittler Polens bei Flugunglücken, Herr Edmund Klich,
formuliert das sehr zweideutig: "Die Crew war sich bewusst, wie
wichtig die Teilnahme des polnischen Präsidenten an der Zeremonie in
Katyn war.“
Und
schob dann dem Piloten die Alleinschuld in die Schuhe; „Der Pilot
musste aber selbst entscheiden, ob der Flugplatz zur Benutzung geeignet
war.“
Aber
auch er schloss aus; „Die Besatzung erhielt Informationen über
alternative Flughäfen. Es gab kein Attentat, Brand, Explosion oder
einen Unfall an Bord der Tu-154. Die Motoren arbeiteten bis zu ihrem
Aufprall am Boden. Die Tür des Cockpits war offen während des
Landeanfluges.“
Lech
Kaczynski hat sich also selbst vom Himmel geholt, dass er dabei 96
weitere Menschen mit in den Tod riss, macht die Überheblichkeit dieses
famosen „streitbaren Staatsmannes“ (so eine renommierte deutsche bürgerliche
Tageszeitung) zum Verbrechen. Das zeigt vor allem, dass Kaczynski
Menschenleben für eine antikommunistische Werbeshow aufs Spiel setzte.
Seine
Bestattung in der Königsgruft auf der Wawel in Kraków blieb daher in
Polen nicht ohne Widerspruch. Aber der Klerus beschied, dass Lech
Kaczynski neben zwei anderen polnischen Politikern dort bestattet wird;
Der eine wurde hier erst nach 1990 bestattet: General Władysław Eugeniusz Sikorski, erster Premier der polnischen
Exilregierung (1916 bis 1942). Der kam bei einem Flugzeugabsturz vor
Gibraltar ums Leben. Sein Tod wurde nie genau aufgeklärt.
Bekannt ist nur, dass er mit dem Flugzeug in Gibraltar gestartet war.
Die Maschine stürzte kurz nach dem Start dann ab. Da er sich einem Bündnis
Englands mit der Sowjetunion widersetzt haben soll, nehmen einige an,
der britische Geheimdienst habe ihn auf dem Gewissen. Polnische
Staatsanwälte ermittelten daher in der Sache. Aber nicht gegen den
britischen Geheimdienst, sondern wegen „kommunistischer Verbrechen“,
War Churchill etwa Kommunist?
In
trauter Gemeinsamkeit mit Sikorski und Kaczynski befindet sich dort schon seit dessen Tod 1935 Józef
Klemens Piłsudski, der langjährige polnische faschistische
Diktatur. Pilsudski hatte
damals eine Menge auch nichtpolnische Verehrer und der diente als deren
Vorbild. Der prominenteste Verehrer Pulsutskis war kein geringerer wie
Adolf Hitler.
Neben
den beiden – Sikorski und Pilsudski – liegt
jetzt die Leiche Lech Kaczynskis. Ich finde das hochinteressant: Alle
drei haben einige Gemeinsamkeiten:
1.
sie waren militante Antikommunisten und
2.
deren Politik ist letztlich gescheitert – bisher jedenfalls bei
Sikorski und Pilsudski.
Entgegen
Sikorskis Willen kam es doch zur Anti-Hitler-Koalition im 2. Weltkrieg und
Pilsudskis Scharwenzeln mit Hitler hat Polen 1939 letztlich in die
Katastrophe gestürzt.
Kuriosität
als Nachtrag: Bei der Wahl
Lech Walesas zum polnischen Präsidenten
in den 90er Jahren wollte der Klerus Pilsudski als
Wahlkampfmagnet benutzen. Lech Walesa sollte so quasi als Reinkarnation
Pilsudskis verkauft werden. Die Sache hatte aber einen Haken: Pilsudski
war ein Gegner der Kirche gewesen. Aber Kleriker sind findige Leute. Man
öffnete den Sarg und taufte Pulsudski posthum. Ob Lech Walesa der
Taufpate wurde und die morschen Knochen des Diktators über das
Taufbecken hob, weiß ich allerdings nicht.
Allen
drei in der Gruft von Kraków rufe ich zu: „Ruhet in Frieden, über
Euch ist und wird die Zeit hinweg gehen. Letztlich werden wir siegen.
Die
Völker lassen sich nicht ewig verdummen und unterdrücken, weder mit
Gewehren und schon gar nicht mit Pfaffen.
G.H.
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