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Die
Antwort der Redaktion:
„Wir
wollen den revolutionären Sturz des imperialistischen
Gesellschaftssystems“
Kommunisten-online
vom 20. September 2010 -
Liebe
Genossin R.,
für
uns Marxisten-Leninisten in der Redaktion von www.kommunisten-online.de
steht nicht „Euro“ vor dem Zusammenbruch, sondern fault ein parasitärer
Kapitalismus in seiner höchsten Stufe, dem Imperialismus, sterbend vor
sich hin.
Ob
nun D-Mark oder Euro, US-Dollar oder britisches Pfund Sterling ... die
Schicksale all dieser Währungen kümmern uns im Grunde nicht. Daher ist
der Titel der genannten Veranstaltung in Berlin für uns nicht
einladend.
Jürgen
Elsässer ist kein Kommunist, sondern ein Publizist, dessen Haltung
zuweilen stark zwischen den Fronten schwankt. Weshalb ihn nicht wenige
Kommunisten zu den „Querfrontlern“ zählen. Uns ist er suspekt, weil
er sich vor einigen Jahren noch sehr für die EU stark machte und
meinte, die EU könnte ein „Gegengewicht“ zu den USA bilden.
Wir
sind uns bewußt, daß wir es mit imperialistischen Blöcken und Mächten
zu tun haben. Jedoch können wir der maßgeblich vom deutschen,
britischen und französischen Imperialismus geführten EU keine
sonderliche Präferenz gegenüber dem US-Imperialismus einräumen und
lassen uns da im Unterschied zu Elsässer nicht ins Schlepptau von
Kapitalinteressen nehmen. Mit anderen Worten: Wir gehören absolut nicht
zu den „Elsässer-Anhängern“.
Welche
„Gefahr“ droht nun eigentlich dem gegenwärtigen imperialistischen
Wirtschaftssystem in der EU, in Nordamerika und in Japan sowie
Australien?
Den
führenden imperialistischen Mächten droht die revolutionäre Erhebung
der Volksmassen, welche sich Massenarbeitslosigkeit und
Massenverelendung im Ergebnis der sich zuspitzenden systemimmanenten
imperialistischen Weltwirtschaftskrise nicht widerstandslos gefallen
lassen werden. Dementsprechend sehen die Parteigänger der bürgerlichen
Gesellschaft ständig „die Demokratie“ und „den Westen“ „in
Gefahr“.
Mit
dem Lissabon-Vertrag erfolgte endgültig und amtlich von den Regierungen
der EU-Länder bestätigt die Umwandlung der EU in einen reinen
Polizeistaat. Wer gegen die in der EU bestehenden bürgerlichen Verhältnisse
aufbegehrt, genießt keinerlei Schutz seines Lebens mehr und ist voll
und ganz zum Abschuß für die Büttel des bestehenden imperialistischen
Herrschaftssystems freigegeben. Dies sagt der Lissabon-Vertrag im Kern
aus. Neben solchen Aussagen wie jener, daß das Soziale in den Bereichen
der Gesellschaft nicht zu erhalten ist, weil allein Profitinteressen
bestimmend sind.
Wir
leben in einer Klassendiktatur aggressiver, imperialistischer und
reaktionärer Kreise des Finanzkapitals. Diese maßgeblichen Kreise der
internationalen Hochfinanz organisieren sich in solchen Geheimlogen wie
dem Club Bilderberg und sind sehr stark verbündet in ihrer andauernden
Klassenkampf-Offensive auf alle Sozialleistungen, auf alles Eigentum an
Eigenheimen und Grundstücken und Kleinspareinlagen der Arbeiterklasse
und der kleinbürgerlichen Zwischen- und Mittelschichten sowie die
Ressourcen der 3. Welt.
Natürlich
sind wir für einen Austritt Deutschlands aus der EU und NATO, für die
Auflösung der Bundeswehr, für das Verbot der Produktion und des
Exports von Rüstungsgütern, für eine ausschließlich friedliche Außen-
und Sicherheitspolitik und für vieles mehr.
Dies
aber nicht zwecks Stabilisierung der bestehenden und im Grunde stark
ausgehöhlten bürgerlich-demokratischen Verhältnisse dieser
imperialistischen Gesellschaft.
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Wir wollen den revolutionären Sturz des imperialistischen
Gesellschaftssystems.
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Wir wollen die antiimperialistisch-demokratische Ordnung, welche
die Macht des Monopolkapitals und der derzeitigen Oligarchie bricht und
den Weg zum Aufbau des Sozialismus mit der Perspektive der
kommunistischen Gesellschaftsordnung öffnet.
Unser
Klassenstandpunkt unterscheidet uns Kommunisten von all denen, die
derzeit lediglich von der Angst vor Inflation und Entwertung ihrer
Sparguthaben geplagt werden und ihren Frieden mit der bestehenden
kriegsverbrecherischen imperialistischen Gesellschaftsordnung gemacht
haben.
Wir
unterscheiden uns auch unverkennbar und grundsätzlich von den
Faschisten, die lediglich deshalb gegen EU und Euro sind, weil sie
allein die Klasseninteressen der aggressivsten und reaktionärsten, am
meisten imperialistischen und am meisten chauvinistischen Elemente des
ausschließlich deutschen Finanzkapitals bedienen wollen. Mit den
Faschisten gehen wir auch kein „Zweckbündnis“ etwas zur Schwächung
der EU oder des Euro ein, wie es Elsässer in seiner „Querfront“-Position
möglicherweise vorschwebt.
Aus
all diesen genannten Erwägungen heraus beteiligen wir uns an einer
solchen Aktionskonferenz wie der oben genannten nicht und rufen
niemanden dazu auf, sich daran zu beteiligen.
Rote
Grüße,
Jens-Torsten Bohlke und Günter Ackermann
Redaktion K-Online |