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USA
schmuggelt Waffen, Drogen und Spionagematerial nach Argentinien –
Argentinien legt schärfsten Protest bei US-Botschaft ein
US
AIR FORCE TRANSPORTIERT NICHTDEKLARIERT WAFFEN, DROGEN, USW.
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke
Havanna,
14. Februar 2011, Cubadebate. (auf Kommunisten-online vom 16. Februar
2011) – Argentiniens Regierung legte heute ihren schärfsten
Protest in Form einer Note bei der US-Botschaft in Buenos Aires ein.
Dies nach Beschlagnahme eines Teils der Ladung, die ein Flugzeug der
US-Luftwaffe nicht deklariert hatte. Bei dem beschlagnahmten Teil der
Ladung handelt es sich um eine Tasche voller Waffen und Drogen.
In
der Protestnote unterstreicht die argentinische Regierungskanzlei, dass
weder die US-Regierung noch die US-Botschaft befriedigende Erklärungen
dafür abzugeben vermochten, was es „mit dem Vorhandensein von nicht
deklariertem Material dieser Art in einer Luftfracht auf sich hat“.
Nicht einmal wurden Informationen über den beabsichtigten Zweck der
Einschleusung dieses Materials von der US-Seite gegeben. Ein weiterer
Teil des beschlagnahmten Materials wird üblicherweise in
nachrichtendienstlichen Tätigkeiten bzw. für Kommunikationszwecke
verwendet, so heißt es in der Protestnote.
Das
Dokument wird dann noch konkreter. Beim Inspizieren des Materials
mussten die argentinischen Behörden feststellen, dass „im Umfang von
einem Drittel der gesamten Ladung Dinge ins Land befördert wurden, die
nicht offiziell deklariert wurden“. Die höchst unvollständige
offizielle Deklaration war seitens der US-Botschaft im Dezember 2010
erfolgt.
Die
Botschaftsmitarbeiter waren es dann auch, die in Anbetracht des
Beharrens der argentinischen Behörden auf Öffnen der Frachtcontainer
darauf bestand, dass dies bitte nicht unter freiem Himmel erfolgen soll.
Es ginge darum zu verhindern, dass Spionagesatelliten den Inhalt der
Fracht fotografieren könnten, so heißt es in der Protestnote.
Bei
dem beschlagnahmten Material handelt es sich um Waffen und militärische
Ausrüstung, Psychopharmaka und Rauschmittel, Bauteile zum Abspeichern
von geheimen Daten mit Verschlüsselungszubehör, Instrumente zum Abhören
von Kommunikationsinhalten und Arbeitshandbücher. Auch ein Koffer
voller Drogen mit abgelaufenem Gebrauchsdatum findet sich darunter,
deren Einfuhr nach argentinischem Gesetz nicht zulässig ist, wie die
Protestnote anmerkt.
Die
argentinische Protestnote verweist darauf, dass die US-Botschaft im
Dezember 2010 die zeitweilige Einfuhr von Waffen und Ausrüstungsgegenständen
sowie Munition und Sprengmitteln beantragt hatte. Die Materialien
sollten im Trainingskurs „Beherrschen von Krisensituationen und
Geiselnahmen durch die Sicherheitskräfte“ verwendet werden, der
zwischen dem 10. Februar und 31. März in Abstimmung mit dem Ministerium
für Justiz, Sicherheit und Menschenrechte stattfinden sollte.
Im
August 2010 wurde unter ähnlichen Umständen eine Ladung für denselben
Trainingskurs zurückgehalten und nicht an die US-Botschaft übergeben,
weil die US-Botschaft nicht der Anweisung folgte, zuvor den Inhalt der
Ladung ordnungsgemäß zu deklarieren. Daran erinnert die Protestnote.
Die
argentinische Regierung, so heißt es abschließend in der Protestnote,
bedauert die Umstände und die Ungenauigkeiten sowie Unterlassungen in
den von der Botschaft über das transportierte Material gemachten
Angaben, was nach den zollrechtlichen Bestimmungen Argentiniens die
Einleitung eines Verfahrens gegen die US-Botschaft nach sich zieht.
Mit
Information von Prensa Latina
Quelle:
http://www.cubadebate.cu/
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