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Datei:Julian Assange full.jpgJulian Assange, Gründer von Wikileaks, prangert an:

FINGIERTE STRAFVERFOLGUNG GEGEN WIKILEAKS-GRÜNDER

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Havanna, 9. September 2010, Cubadebate. (auf Kommunisten-online am 14. September 2010) – Julian Assange, der australische Gründer von Wikileaks, jenem Netzwerk, welches hunderte US-Geheimdokumente aus dem Krieg in Afghanistan im Internet veröffentlichte, klagt direkt den schwedischen Staat an, Befehle aus den USA auszuführen und ihn weisungsgemäß mit fingierten Anzeigen strafrechtlich zu verfolgen.

In einem Telefon-Interview mit AFP äußerte sich Julian Assange zu den Strafanzeigen gegen ihn wegen Vergewaltigungsdelikten und bezeichnete die gegen ihn diesbezüglich laufenden Strafverfahren als „Verschwörung“ der schwedischen Staatsanwaltschaft. Er erklärte sich einzig als Opfer in einer Strafsache, „die durch persönliche Rache-Bestrebungen und die karrieristische Ideologie der Staatsanwältin Marianne Ny inszeniert wurde“.

Obwohl ihn dieses strafrechtliche Verfahren beunruhigen würde, will er in Schweden ausharren, um seine Unschuld gegenüber den unbegründeten Anschuldigungen zu beweisen. Assange bestätigte, dass die gesamte Ermittlung wegen Vergewaltigung geführt wurde. Die schwedische Polizei konnte ihn bisher nicht verhören, weil sie ihn nicht auffinden konnten. Auch verwehrt die schwedische Polizei jede Aussage darüber, ob ein formeller Haftbefehl gegen Assage existiert oder nicht.

„Ich mache alles öffentlich, was da gerade vor sich geht“, so Assange. Am 20. August hatten zwei Frauen Julian Assange wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung angezeigt. Die Ermittlungen waren von unerwarteten Wendungen bei den beteiligten drei mit diesem Fall befassten Staatsanwälten begleitet. Während die erste Staatsanwältin, Marianne Ny, Assange als mutmaßlichen Vergewaltiger verurteilte, stellte die zweite Staatsanwältin, Eva Finné, das Verfahren ein und sprach ihn von allen zur Last gelegten Straftaten frei. Einige Tage später gab es dann die große Überraschung, als die Staatsanwaltschaft Göteborg Assange erneut für verdächtig erklärte, eine der besagten Frauen vergewaltigt und eine weitere von ihnen genötigt zu haben.

Insofern sagt Assange ohne Umschweife in seinem begonnenen Privatkrieg gegen die schwedischen Behörden, dass alles „eine Inszenierung der darin verwickelten Personen“ ist, der Anzeige-Erstatterinnen (die gekauft sein würden) und von Expressen (der zweitmächtigsten Tageszeitung Skandinaviens). Und wem dies noch zuwenig sei, so Assange unter Berufung auf „vertrauenswürdige“ Quellen, dem sei gesagt, dass im vergangenen Monat die schwedische Polizei von den USA kontaktiert worden war, welche Druck machten, dass Schweden „kein Hort des Friedens für Wikileaks werden darf: jetzt sind die US-Geheimdienste ganz zufrieden“.

Momentan hat Julian Assange, der die Veröffentlichung weiterer 15.000 Geheimdokumente aus dem Afghanistan-Krieg der USA ankündigte, nicht das Datum für die Veröffentlichung offenbart. Aber er sagte, dass er neue Überraschungen über den Banken- und Finanzschwindel sowie die Kriegsverbrechen bereithält.

(Mit Informationen verschiedener Nachrichtenagenturen)

Quelle: http://www.cubadebate.cu/

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Meinungsfreiheit in den USA:

US-Kriegsministerium will 10.000 Exemplare kaufen und vernichten

„OPERATION DARK HEART“

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Havanna, 11. September 2010, Cubadebate. (auf Kommunisten-online am 14. September 2010) – Das Pentagon der USA verhandelt über den Ankauf und die anschließende Vernichtung von 10.000 Exemplaren der Erstausgabe eines Buches über den Krieg in Afghanistan. Darüber informierte in diesen Tagen The New York Times. Angeblich spielen da Verdächtigungen des US-Oberkommandos der Streitkräfte eine Rolle, dass dieses Partei ergreifende Buch mit dem Titel „Operation Dark Heart“ („Einsatz Dunkles Herz“) von Anthony Shaffer, einem früheren Angehörigen des US-Militärgeheimdienstes DIA, Geheimmaterial enthalten könnte.

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Operation Dark Heart: Spycraft and Special Ops on the Frontlines of Afghanistan -- And the Path to Victory

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Der Textwortlaut des Buches wurde vom Pentagon zur Veröffentlichung anfangs genehmigt. Aber jetzt will besagter US-Geheimdienst über 200 Passagen ausgemacht haben, die vertrauliche Informationen enthalten sollen. Der DIA erklärte, dass das Buch Berichte über geheimdienstliche Handlungen enthält. Darunter seien auch geheimdienstliche Verhöre durch den Nationalen Sicherheitsdienst auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Bagram bei Kabul aus dem Jahre 2003. Diese Aufzeichnungen über das Thema der Invasion in die afghanischen Regionen würden Anlaß zu der Besorgnis geben, dass die Informationen eine wirkliche Bedrohung für die USA darstellen.

Aus der US-Verlagsindustrie äußern Stimmen, dass sie sich an keinen ähnlichen Fall erinnern können, wo es derartige Aktionen der Vernichtung eines Buches gab, welches sich bereits im Druckstadium befindet. Das Material wurde im Januar 2010 herausgegeben. Damals wurde bestätigt, dass es keinerlei Einwände gegen seine Veröffentlichung gibt. Aber als die DIA das Manuskript im Juli 2010 prüfte und es den anderen Geheimdiensten zeigte, kam es von deren Seite zu der Einschätzung, da seien „verdächtige Passagen“ enthalten. Der Buchtext enthält die Namen der Angehörigen von US-Geheimdiensten, die wie Shaffer im Dienst waren. Und er enthält deren Aussagen über geheimdienstliche Handlungen, darunter auch die Spionagehandlungen des US-Geheimdienstes NSA.

Im vergangenen Juni 2010 wurde General Stanley McChrystal als Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Afghanistan nach Washington gerufen, um Erklärungen über eine Interview zu machen, welches er der Zeitschrift Rolling Stone angeboten hatte. Der hochrangige Militär wurde seiner Funktion enthoben, weil er Präsident Obama und einige seiner Regierungsmitglieder wegen der Strategie des Weißen Hauses in Afghanistan kritisiert hatte.

Im Mai 2010 wurde der Soldat und Angehörige des Geheimdienstes Bradley Manning durch das Kommando zur Untersuchung von Straftaten der US Army festgenommen und über einen Monat lang ohne Anklage in einem Militärgefängnis in Camp Arifjan in Kuweit eingesperrt. Erst Anfang Juli 2010 wurde er dann der „Übermittlung von geheimen Daten“ sowie „Weitergabe, Übermittlung und Übergabe von Information der nationalen Verteidigung an eine nicht autorisierte Quelle“ beschuldigt, was vermutlich mit der Website Wikileaks im Zusammenhang steht, welche tausende Geheimdokumente der US-Truppen auf afghanischem Gebiet veröffentlichte.

(Mit Information von AVN)

Quelle:

http://www.cubadebate.cu/

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