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Unter
dem Deckmantel, uns „vor Terroristen zu schützen“
HÄNDE
WEG VOM RECHT AUF POLITISCHES ASYL
von
Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Brüssel,
13. Juli 2010, Kommunisten-Online. – Gerade wir in Deutschland
hatten all dies schon ein Mal, was jetzt wiederkommen soll:
weitestgehend vor der Öffentlichkeit abgeriegelte Lager, in denen
Menschen aus ihrem freien Leben weggesperrt und drangsaliert wurden,
weil sie von einem damals allerdings offen faschistischen Regime für
minderwertig, qualvoll auszurotten und der Bevölkerung im Lande nicht
zuzumuten wären. Heute geht es dabei um zwei Opfer des schweren
imperialistischen Kriegsverbrechens namens Guantánamo, die auch in
Deutschland vor der Öffentlichkeit weggeschlossen werden sollen, wofür
die Angstpsychose derzeit medial herbeimanipuliert wird mit einer üblen
Verleumdungskampagne. Damals in der deutschen Geschichte ging es an
allererster Stelle um die Beseitigung aller Kommunisten, die ab 1930
Rekordergebnisse bei den bürgerlich-demokratischen Wahlen durch ihre
immer stärkere Verankerung in den Arbeitermassen erzielten, weshalb
angesichts der Bedrohung seiner politischen Macht das deutsche
Finanzkapital die bürgerlich-demokratischen Verhältnisse der mit viel
Arbeiterblut befleckten „Weimarer Republik“ beendete und zur offenen
terroristischen Diktatur der am meisten imperialistischen, am meisten
aggressiven und chauvinistischen Kreise des Finanzkapitals überging.
Der
mutige wegen eines von den deutschen Faschisten inszenierten
Reichstagsbrandes mit falscher Anklage verfolgte und durch seine
Unbeugsamkeit und die Kraft der internationalen Solidarität
freigekommene bulgarische Kommunist Georgi Dimitroff erarbeitete für
den VII. Weltkongress diese Faschismusdefinition, welche bis heute auf
die Entwicklung der bürgerlichen Gesellschaft bestens anwendbar ist.
Denn sie geht klar von der Erkenntnis seit Marx, Engels und Lenin aus,
dass jede Klassengesellschaft im Wesen die Diktatur der herrschenden
Ausbeuterklassen gegen die ausgebeuteten Klassen und Schichten ist.
Diesem
Wesen ist die jeweilige Form der Klassengesellschaft nachgeordnet. Diese
Form kann derzeit variieren zwischen offener terroristischer Diktatur
der reaktionärsten Kreise der die Gesellschaft dominierenden
Ausbeuterklasse und bürgerlich-demokratischen Verhältnissen, mit
vielen Nuancen und Schattierungen.
So
war die SPD als einzige Arbeiterpartei in der Bismarckschen Zeit des
deutschen Kaiserreich durch „Sozialistengesetze“ zeitweilig
verboten, weil die großgrundbesitzenden Junker und das große
Industrie- und Bankkapital nichts mehr fürchteten als die SPD in der
Regierung des damaligen imperialistisch werdenden Deutschen Reiches. Der
SPD gelang es jedoch, selbst unter den Bedingungen des Verbots aus der
Illegalität heraus ihren enormen Einfluss in den Arbeitermassen weiter
auszubauen, weshalb diese Taktik der deutschen Reaktion scheiterte. Sie
scheiterte trotz der Bismarckschen Einführung der allgemeinen
gesetzlichen Sozialversicherung für die Lohnarbeiter in Deutschland,
womit eine Grundforderung der in der SPD sich organisierenden
Arbeiterklasse der Bourgeoisie in deren Angst um den Erhalt ihres
Herrschaftssystems abgetrotzt werden konnte.
Der
deutsche Imperialismus setzte nach dem Scheitern des Verbots der SPD
einen Teil der Extraprofite dazu ein, immer mehr maßgebliche
Spitzenfunktionäre der Arbeiterbewegung in der SPD und in den
Gewerkschaftsführungen zu korrumpieren. Und er hatte Erfolg damit, denn
die als Arbeiterpartei einst vom deutschen Imperialismus gefürchtete
revolutionäre Partei verbonzte durch korrumpierte Führungsfunktionäre
zur Vasallenpartei. Und in den einst klassenkämpferischen
Gewerkschaften gelang der Bourgeoisie durch die Waffe der Korruption maßgeblicher
Gewerkschaftsführungsmitglieder die Schaffung einer Gewerkschaftsbürokratie
aus „Arbeiteraristokraten“, wie Lenin diese letztlich von der
Bourgeoisie gedungenen Fuzzis nannte, mit denen wir es bekanntlich bis
heute zu tun haben. Lenin leitete aus diesen offenkundig gewordenen
Fakten die gesellschaftliche Gesetzmäßigkeit ab, dass das
Finanzkapital den Extraprofit großteils auch zur Korruption von Führungskräften
der Arbeiterklasse einsetzt, was dem bürgerlichen Reformismus mit
seiner These vom auszuhandelnden „Burgfrieden zwischen Arbeitern und
Unternehmern“, auszuhandelnder fauler Kompromisse zur Sicherung des
Fortbestehens der imperialistischen bürgerlichen Gesellschaft mit all
ihren Übeln für die Menschheit wie imperialistischen
Raubkriegsverbrechen und extremem Elend für die meisten Menschen im
Weltmaßstab zu zeitweiligem Durchbruch verhalf. Eine solche Übertünchung
antagonistischer (unüberbrückbarer) Klassengegensätze kann diese
Klassengegensätze zwischen der Bourgeoisie und der Arbeiterklasse aber
niemals aufheben, so dass der Klassenkampf bis zur Beseitigung der
Existenz der Bourgeoisie auch niemals aufhören kann. Selbst wenn durch
eine Volksrevolution wie in Kuba die Bourgeoisie politisch und
wirtschaftlich entmachtet ist, geht der Klassenkampf der Arbeiterklasse
unvermindert weiter, denn bekanntlich blockiert die Bourgeoisie der USA
im Bündnis mit der Bourgeoisie aller Länder und ganz insbesondere den
verbliebenen Resten der kubanischen Bourgeoisie und Großgrundbesitzer
in Miami das sozialistische Kuba politisch, wirtschaftlich und im
Handel. Und bekanntlich ist auch dies Klassenkampf, wenn auch vor allem
auf der internationalen Ebene.
Bei
all dem gibt sich der US-Imperialismus bürgerlich-demokratisch, mimt
gerne auf Vorzeige-Demokratie bei unübersehbarer schon immer in den USA
sehr stark ausgeprägter gewaltsamer Unterdrückung nicht nur von
Kommunisten, sondern auch radikaldemokratischen Bürgerrechtsbewegungen
beispielsweise der ethnischen Minderheiten in den USA. Die
Faschisierungstendenzen sind in den bürgerlich-demokratischen Verhältnissen
der USA ebenso vorhanden wie in der EU (nicht erst seit dem
Lissabon-Diktat des Finanzkapitals) und verschärfen sich derzeit in
allen imperialistischen Ländern angesichts der weltweiten
kapitalistischen Wirtschafts- und Finanzkrise. Festzuhalten bleibt, dass
das Finanzkapital weltweit in allen imperialistischen Ländern seine
Klassendiktatur ausübt und in seinen Klüngeln und Logen der
Bilderberger (3), des American Council on Germany / Atlantik-Brücke
e.V. (4) usw. die jeweilige Form der Gesellschaft beschließt, die
konkreten politischen und wirtschaftlichen Bedingungen, unter denen eben
dieses international agierende Finanzkapital seine Raub- und
Profitinteressen bestmöglich gegen die ausgebeutete Lohnarbeiterklasse
durchsetzt.
So
viel zu Wesen und Form der bürgerlichen Gesellschaft, in der wir alle
leben, und deren (jawohl auch gewaltsamen) radikalen Sturz durch
Aufruhr, durch Volksaufstand, wir Kommunisten an der Spitze der
klassenbewusst kämpfenden Teile der Arbeiterbewegung uns als
konsequente Vertreter der Klasseninteressen der Arbeiterklasse auf die
roten Fahnen geschrieben haben. Denn nur die Diktatur des Proletariats
wird gewährleisten können, dass die Klasse der Bourgeoisie als
Ausbeuter- und Kriegstreiberklasse und als Minderheit von der Mehrheit
der Volksmassen auf diktatorische Weise als Klasse bei jeglicher
Wahrnehmung ihrer auf Profitmacherei, Krieg und Ausbeutung des Menschen
durch den Menschen gerichteten bürgerlichen Klasseninteressen unterdrückt
wird und schrittweise völlig entmachtet werden kann.
Diese
Diktatur des Proletariats ist die höchste derzeit mögliche Form der
Demokratie. Wir erleben sie in Kuba, einem Musterland des Friedens und
der bestmöglichen Gewährung aller sozialen Menschenrechte auf ein
Alter in Würde, verwirklichte Rechte auf Arbeit, Bildung,
gesundheitliche Fürsorge, Ernährung, Kultur usw. Während das
imperialistische Deutschland heutzutage mit tausenden Söldnern den
Krieg um die Kontrolle über die strategischen Rohstoffe Afghanistans
unter Kommando des US-Imperialismus mitmacht, unterhält das
wirtschaftlich viel schwächere und von der Bevölkerungszahl her
unvergleichbar viel kleinere sozialistische Kuba eine vierstellige Zahl
seiner hochqualifizierten Ärzte und medizinischen Fachkräfte in den ärmsten
von Katastrophen betroffenen Regionen weltweit und leistet denen völlig
uneigennützig wertvollste Hilfe, die dafür keinen Cent zahlen können.
Wer
die Augen aufmacht, sieht auf einen Blick, dass es nicht die
Demokratieheuchler und zugleich kommunistische Symbole und
kommunistische Parteien verbietenden imperialistischen Kriegstreiber und
Profitgeier sind, welche die Interessen von uns lohnarbeitenden Menschen
vertreten, sondern eine Diktatur des Proletariats wie im sozialistischen
Kuba die höchste Form der Demokratie, eben eine Volksdemokratie zur
besten Vertretung der Interessen der lohnarbeitenden Volksmassen
darstellt. Und wenn es denn heißt, auch Kuba sei keine Insel der Glücksseligen,
so antworten wir darauf, dass es unter den Bedingungen globaler
imperialistischer Ausbeutung und Vormacht der reaktionären und
aggressiven Kreise des Finanzkapitals mit ihrem jetzt deutlichst
sichtbar gewordenen offenen Zugriff auch auf unser aller private und öffentliche
Kassen Inseln der Glückseligkeit nirgendwo geben kann. Und wir
verweisen auf die verelendeten Klebstoff schnüffelnden Straßenkinder
Manilas auf der einen Seite und die unbeschwert glücklichen Kinder
Havannas auf der anderen Seite, denn diese Länder sind von ihren
Naturresourcen und ihrer Geschichte her ein wenig vergleichbar.
US-Präsident
Obama versprach bekanntlich die rasche Auflösung der KZ-ähnlichen
Folterhölle auf dem widerrechtlich von den USA in Kuba betriebenen
Marine-Stützpunkt Guantánamo Bay. Dieses Versprechen trug auf jeden
Fall zu seinem Wahlsieg in den USA bei, wo er so auch die Stimmen der
vielen Bürgerrechtsbewegungen bekommen haben dürfte. In Guantánamo
halten die SS-ähnlich sich verhaltenden Schergen in US-Uniformen ihre
Opfer in Käfigen unter der Gluthitze Kubas. Obama nahm insofern
Einfluss, dass er dort für ein modernes kleines Lazarett und bessere
Haftbedingungen hinsichtlich des Essens für die Häftlinge sorgte,
worauf sich Michael Moore in seinem sehr sehenswerten aktuellen Film „Sicko“
bezieht. Auch bekamen erstmals wenige sorgsam von den US-Behörden
ausgesuchte Vertreter internationaler Organisationen Zutritt zu Guantánamo
und den Häftlingen, Michael Moore jedoch bekam mit einer Gruppe von den
Folgen des 9/11 gesundheitlich sehr geschädigten und in der ach so
Muster-Demokratie USA ärztlich nicht zu versorgenden New Yorker
Feuerwehrleuten keinen Zutritt in das mit Minen und US-Marinesöldnern
seeseitig gegenüber Kuba abgeriegelte Guantánamo. Es soll eben nur der
Eindruck einer Humanisierung der Bedingungen der dort Inhaftierten
erweckt werden, um den Ruf des imperialistischen US-Regimes etwas
aufzupolieren, der durch das Wissen der weltweiten Öffentlichkeit über
die schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen in nicht nur Guantánamo
weiter gelitten hatte.
Faktisch
werden dort Menschen willkürlich ihrer Freiheit beraubt und wie Vieh
gehalten, die lediglich im unbewiesenen Verdacht seitens irgendwelcher Häscher
aus den USA stehen, etwas mit „terroristischen Handlungen“ zu tun zu
haben. Der in Bremen ansässige Murat Kurmaz, der einen deutschen Pass
hat, war in keinerlei „terroristische Handlungen“ verwickelt. Dieser
Kaufmann fiel jedoch besagten US-Häschern in die Hände, welche sich
anmaßen, weltweit jeden Menschen wegen ihres bloßen Verdachts auf
„terroristische Handlungen“ gewaltsam zu entführen, zu schlagen und
zu foltern und bis nach Guantánamo zu verschleppen. Sie entführten
auch Murat Kurmaz gewaltsam, schlugen und folterten ihn. Sie verbrachten
den völlig unbescholtenen Kaufmann Murat Kurmaz gegen seinen Willen
nach Guantánamo. Zur falschen Zeit am falschen Platz gewesen? Wenn so
seitens staatlich bezahlter Schergen vorgegangen wird, kann gewaltsame
Entführung, Prügel und schwere Folterung sowie die Verschleppung in
nicht der Öffentlichkeit zugängliche KZ wie Guantánamo jeden
unschuldigen Menschen treffen. Auch Dich, verehrter Leser, oder mich.
Dies muss uns klar sein und gegen diese imperialistischen
Kriegsverbrechen aus bloßer Willkür und Profitgier endlich gemeinsam
aufstehen und protestieren lassen, im Namen der Menschheit und der
Menschlichkeit.
Murat
Kurmaz durfte wie alle anderen Guantánamo-Insassen weder irgendeine
Botschaft noch irgendein Konsulat oder einen Rechtsanwalt oder seine
Familie kontaktieren. Deutsche Kriegsgefangene im einstigen Sibirien
hatten da nach Kriegsende weitaus mehr Rechte, denn sie konnten ihren
Angehörigen in Deutschland zumindest Briefe schicken und von denen auch
Post empfangen. Nun zählte Sibirien damals unter J. W. Stalin zur Union
der Sozialistischen Sowjetrepubliken, wo die Diktatur des Proletariats
als besagte höchste derzeit denkbare Form der Demokratie bestand und
somit die sozialen Menschenrechte vollauf durchgesetzt wurden, nachdem
die Verbrecherbanden und Interventionsarmeen der Ausbeuterklassen (Großgrundbesitzer,
Feudaladel, Bourgeoisie und internationales Finanzkapital) noch unter
Lenins Führung von den bewaffneten russischen Arbeitern und Bauern
zerschlagen und abgewehrt worden waren. Während das heutige Guantánamo
vom US-Imperialismus unter Barack Obama kontrolliert wird, bei dem
soziale Menschenrechte auch im eigenen Land bestenfalls eine leere Worthülse
sind, um in ihrem Namen einen „weltweiten Krieg gegen den
Terrorismus“ auszurufen und solche Rohstoffmärkte wie Irak und
Afghanistan kurzerhand mit imperialistischem Raubkrieg zu überziehen.
Rechte für die Opfer dieser imperialistischen Kriegsverbrechen? Solche
Rechte werden nicht gewährt, sofern sie nicht hart auch durch den Druck
der internationalen Öffentlichkeit erkämpft werden.
Und
wir alle wissen, dass das imperialistische Deutschland da voll mitmacht,
ein willfähriger Komplize des US-Imperialismus ist. Da heucheln
Politiker und Medien-Yuppies, „Deutschland“ müsse „vor
Terroristen geschützt“ werden, um Opfer vieljähriger willkürlicher
Drangsalierung durch den US-Imperialismus und seine den einstigen
SS-Schergen in ihrer Brutalität kaum nachstehenden Folterknechten und
Aufsehern im Fall einer Asylaufnahme als politische Flüchtlinge in
Deutschland selbst noch die wenigen Rechte auf Bewegungsfreiheit zu
nehmen, die jeder anerkannte politische Flüchtling in Deutschland genießt.
Da werden fragwürdige „Bürgerbefragungen“ von Emnid herangezogen,
wo angeblich Mehrheiten von ach wie satten „51%“ der Bevölkerung in
Deutschland „trotz Sicherheitsprüfung“ die Aufnahme jener jahrelang
schwer gepeinigten Opfer eines US-imperialistischen Kriegsverbrechens
„ablehnen“ würden.
Bei
dieser medialen Inszenierung handelt es sich um die nennenswerte Zahl
von ganzen 2 (in Worten: zwei) „Guantánamo-Häftlingen“, wo es nun
angeblich darum gehen müsse, so halluzinieren die Sprachrohre der
Bourgeoisie es uns allen vor, „mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit auszuschließen, dass Terroristen ins Land geholt
werden.“ (1)
BILD,
an Zynismus kaum zu übertreffen, fragt: „Bekommen sie einen deutschen
Pass und Hartz 4?“ (2)
Klar
doch, möchte unsereiner dazu sagen. Ohne die zwei Asylflüchtlinge aus
Guantánamo wären die Sozialleistungen des ach so armen Deutschlands
ach so viel weniger von den gut 20 Millionen Menschen der BILD-Verblödenden
beansprucht, dass jedem BILD-Verblödenden ein hundertstel Cent mehr pro
Woche ausgezahlt werden könnte.
Da
muss doch die von imperialistischen Denkweise-Verordnern und
Einpeitschern aufgeputschte durchmanipulierte Volksseele einfach kochen,
oder? Und klar, wer will schon Terroristen? Also immer schön Angst
haben, Ihr verblödeten BILD-Manipulierten, immer schön Angst haben vor
den bösen Terroristen wie dem unbescholtenen Kaufmann Murat Kurmaz und
all denen, die ein gutbezahlter Häscher des Imperialismus Euch als
Terroristen äh Terrorismusverdächtigen serviert. In manchen Ländern
erzählen bürgerliche Medien den Menschen, dass Kommunisten die Alten
mit Spritze hinter das Ohr massenhaft umbringen und jedermann versklaven
würden, weil so manche kleinspießige Pöstcheninhaberin dabei doch so
ein prickelndes Angstgefühl äußert. Das Volk ist nicht so dumm,
solche Legenden zu glauben.
Hatten
die Menschen Europas seit dem 2. Weltkrieg etwa Angst vor den
Partisanen, deren Anschläge sich gegen SS und Wehrmacht richteten, wo
so einige Militärtransporte durch gelegte Bomben in die Luft gingen?
Oder hatten die Völker nicht viel mehr Angst vor den faschistischen
Horden und Häschern, die jedermann ins Vernichtungslager stecken
konnten, der ihnen „verdächtig“ vorkam?
Wir
Kommunisten meinen, dass es ein Recht auf den Aufstand für jedes Volk
gibt, denn nur so kann ein Volk sich aus der Unterdrückung und
Ausbeutung befreien. Lenin lehrte uns, die Kampfformen in ihrer Vielfalt
schöpferisch anzuwenden. Was nichts mit Gewaltverherrlichung, aber viel
mit Realitätssinn zu tun hat. Denn die Ausbeuterklassen haben niemals
ihre politische und wirtschaftliche Macht freiwillig und gewaltlos
abgegeben. Lediglich die gekauften korrupten Elemente der Gorbatschows
und Schabowskis gaben ganze Völker mit all ihrem Eigentum und ihren
sozialen Errungenschaften als gedungene Verräter und letztlich
Komplizen dem internationalen Finanzkapital kampflos und gewaltfrei
preis, wobei es in den sozialistischen Ländern keine an der Macht
befindliche Ausbeuterklasse gab und auch Gorbatschow und Schabowski dort
bis zum Ende der sozialistischen Gesellschaftsordnung das eigene Volk
nicht ausbeuten konnten.
Wir
Kommunisten meinen, dass einem Murat Kurmaz und jenen in Guantánamo und
andernorts von imperialistischen Kriegsverbrechern inhaftierten Opfern
nicht nur im Falle ihrer erwiesenen Unschuld hinsichtlich Verstrickung
in für „terroristisch“ erklärte Handlungen politisches Asyl als
Ausdruck unser aller Solidarität und unseres Mitgefühls für diese
Opfer eines schwerwiegenden imperialistischen Verbrechens gewährt
werden muss, sondern dass dies auch und sogar ganz besonders im Falle
derer zu geschehen hat, die die Unabhängigkeit Iraks, Palästinas,
Afghanistans, Pakistans, Iraks und ihrer Heimat- und Herkunftsländer
aktiv gegen imperialistische Raubkriegsarmeen verteidigt haben und die
dabei, ähnlich vielen der einst gegen die hitlerfaschistischen
Kriegsverbrecher kämpfenden Partisanen und Widerstandskämpfer, in die
Hände ihrer Häscher fielen.
Wir
Kommunisten fragen uns, wo der Aufschrei der
Menschenrechtsorganisationen von UNICEF bis „amnesty international“,
von der angeblich existierenden Bürgerrechtsfraktion in der liberalen
FDP bis hin zu den aufgeblasenen fettbäuchigen ach wie geld- und
angeblich bürgerbewegten Schwarzgrünrosa-Diätenempfängern bleibt.
Sind diese vorgeblichen „Menschenrechtsexperten“ wirklich so blind
nicht zu sehen, was für eine miese Inszenierung der Öffentlichkeit in
Deutschland wegen der beiden als politische Flüchtlinge aufzunehmenden
Opfer übelster imperialistischer Kriegsverbrechen aufgetischt wird?
Sind sie wirklich alle schon so korrupt und verkommen, dass von ihnen
nur losgebrüllt wird, wenn lt. konterrevolutionären CIA-finanzierten
Grüppchen wieder jemand in Kuba als Staatsfeind hinter Gittern kam oder
ein privatkapitalistischer CIA-naher Hetzsender in Venezuela „die
Meinungsfreiheit einschränkend“ sanktioniert wurde?
Wir
Kommunisten übersehen nicht, wie die bürgerlich-demokratischen Rechte
und Freiheiten im Sturmschritt des Imperialismus mit der Umsetzung des
EU-Vertragswerkes von Lissabon in der raffinierten Art von
Nacht-und-Nebel-Aktionen wie der unmittelbar bei Ausbruch der Fußball-Massenhysterie
im Bundestag rasch durchgepeitschten arbeiterfeindlichen Kürzungsorgie
bei den Sozialleistungen faktisch abgeschafft werden. Wir übersehen
nicht die Tendenzen der Faschisierung der imperialistischen Gesellschaft
EU-weit durch Verbot kommunistischer Parteien und Organisationen und
Symbole.
Wir
Kommunisten rufen alle Menschen weltweit auf, antiimperialistisch aktiv
zu werden. Wir rufen alle auf, sich tiefsolidarisch an die Seite der
derzeit kämpfenden Arbeiterklasse Griechenlands zu stellen, welche sich
ihre von Arbeitergenerationen hart erkämpften wenigen sozialen
Leistungen und Rechte nicht ohne harten und entschlossenen organisierten
Widerstand vom international vorgehenden Finanzkapital rauben und
beseitigen lässt.
Und
wir rufen angesichts der neuerlichen Schändung und brutalsten öffentlichen
Vergewaltigung des bürgerlich-demokratischen Menschenrechts auf
politisches Asyl alle dazu auf, für jene beiden Opfer schlimmster
imperialistischer Kriegsverbrechen und die Umsetzung von deren Recht auf
politisches Asyl, auf Anerkennung als politische Flüchtlinge ohne
weitere Einschränkung ihrer Freiheiten und Rechte, sofort aktiv zu
werden, damit die Qualen und Peinigungen sowie der Freiheitsentzug für
diese übel zugerichteten beiden Menschen schnellstmöglich beendet
werden. Dies ist schlicht ein Gebot der Mitmenschlichkeit, welches
niemandem von uns fremd werden darf:
Hände
weg vom Asylrecht!
Freiheit
für die widerrechtlich Verschleppten von Guantánamo!
Schluss
mit dem imperialistischen Raubkrieg in aller Welt!
Entschädigung
für alle Opfer imperialistischer Kriegsverbrechen!
Es
lebe das Selbstbestimmungsrecht der Völker!
Freiheit
für Gaza und das palästinensische Volk, Irak und Afghanistan!
Hände
weg von Kuba, Venezuela, der KVDR und Iran!
Nieder
mit der imperialistischen Profitgier!
Schluss
mit der Barbarei, wir wollen die sozialistische Gesellschaft!
Jens-Torsten
Bohlke, 11. Juli 2010
Quellen:
(1)
http://de.news.yahoo.com/26/20100710/tde-guantnamo-hftlinge-in-deutschland-ni-e7455f6.html
(2)
http://www.bild.de/BILD/politik/2010/07/08/guantanamo-haeftlinge-in-deutschland/bekommen-sie-hartz-iv.html
(3)
Vorsicht, Glosse! http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30349/1.html
(4)
http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2010/06/18/ein-sauberer-verein-die-atlantik-brucke/
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