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Deutsches
AKW
Mühlheim-Kärlich
steht in einer durch Erdbeben gefährdeten Gegend
Drumherum
wohnen 300.000 Menschen |
Lügen
und Beschwichtigungen, viel Geld
steht auf dem Spiel – Die Regierungen und die japanische
Atomkatastrophe
AKW
Fukushima stecht auch bei uns
Von
Günter Ackermann |
Lügen,
Beschwichtigungen,
viel Geld steht auf dem Spiel – Die Regierungen
und die japanische Atomkatastrophe
AKW
Fukushima stecht auch bei uns
Von
Günter Ackermann
Kommunisten-online
vom 14. März 2011 – Frau Merkel
sagt. Japan sei doch soooo weit weg. Die Radioaktivität des Meilers von
Fukushima 1 wird uns nicht erreichen. Man muss ihr zustimmen, zumindest
ist es wahrscheinlich.
Aber
niemand hat behauptet, dass die Radioaktivität von dort uns erreicht.
Wäre das der Fall, dann Gnade uns allen! Aber: entweder musste
die Wolke über China, Russland nach Europa wehen – die halbe bewohnte
Erde wäre verstrahlt, oder aber Pazifik, Amerika, Atlantik zu uns. Das
alles ist wenig wahrscheinlich. Die Atomtests früherer Jahre brachten
nur eine unerheblich gestiegene Radioaktivität.
Aber
warum redet die Dame über
etwas, was unwahrscheinlich ist und auch niemand ernsthaft annimmt?
Lenkt sie vom Thema ab?
Na
klar – sie ist solidarisch, schickt das THW hin – aber nur in die
nicht verstrahlten Gebiete des Erdbebengebiets.
Allerdings
kann sie nicht mehr behaupten, dass die Meiler in
Japan sowjetische Schrottreaktoren seien, wie man es gemeinhin
tut, die bei Bedienungsfehlern in die Luft gehen. Es sind Reaktoren des
Typs, wie sie auch hier in Betrieb sind, die dort außer Kontrolle
geraten sind.
Ob
der Reaktor von Tschernobyl so schrottig war, sei dahin gestellt,
Tatsache ist aber, dass die Instrumente, die versagten, deutsche Qualitätsarbeit
von Siemens waren. Deshalb gab es den GAU in der Ukraine vor 25 Jahren.
Man behauptet, dass das damals so schlimm gewesen sei hätte daran
gelegen, dass der dortige Meiler mit Graphit moderiert worden sein,
unsere aber mit Wasser. Richtig,
Aber
wie ist es mit dem Hochtemperaturreaktor THTR-300
in Hamm-Uentrop? Der
Kernbrennstoff wurde in Graphitkugeln verpackt, weshalb dieser Reaktor
auch Kugelhaufenreaktor hieß. Die Graphitkugeln waren gleichzeitig
Moderator. Der bleib einige Jahre am Netz, machte immer wieder
Schlagzeilen wegen seiner ständigen Störungen.
Gebaut
wurde das Ding mit Staatsgeldern, es sollte zur Kohleverflüssigung
benutzt werden. Es war das Lieblingskind des damaligen NRW-Ministerpräsidenten
Johannes Rau. Während Tschernobyl in einer dünnen besiedelten Gegend
lag, stand der THTR-300 am Ostrand des Ruhrgebietes, einer der am
dichtesten besiedelten Regionen der Welt. Dass er endgültig
abgeschaltet wurde, lag daran, dass er wegen der ständigen Störungen
unrentabel war.
Ferner
sagte die Dame Bundeskanzlerin, das sei was gaaaanz Anderes in Japan. Es
könne so was hier nicht passieren – wir haben ja keine so starken
Erdbeben.
Wirklich?
Da ist das AKW
Mühlheim-Kärlich, nahe Koblenz. Im sog. Neuwieder Becken
leben ca. 300.000 Menschen auf relativ engem Raum. Vor 13.000 Jahren,
also schon zu Zeiten, als es Menschen gab, brach der letzte aktive
Vulkan in der Eifel aus und Lawa kam bis hierher. Die Zeit ist
erdgeschichtlich weniger als eine Sekunde. Und: „Nach
allgemein vorherrschender wissenschaftlicher Meinung liegt Mülheim-Kärlich
in einer tektonischen Einheit, die als „Rhein-Riftzone“ oder
„Rhein-Grabensystem“ bezeichnet wird. Aus seismologischer Sicht wird
diese Zone meist als „Rheinische Erdbebenzone“
beschrieben.“
Und
das Neuwieder Becken, wo das AKW steht, ist also stark Erdbebengefährdet.
In Deutschland gibt es gar nicht so wenige Erdbeben. Ich wohne am
Niederrhein und habe in meinem Leben zwei Beben bewusst mitbekommen und
das vor wenigen Jahren, Stärke 5 auf der Richterskala,
sagte man damals. Also ein mittleres Beben. Epizentrum war die
Eifel – vor der Haustür von Neuwied.
Nach
wissenschaftlichen Erkenntnissen gab es auf dem Gebiet der alten BRD „seit
1800 allein 35 Erdbeben, vorwiegend im Ober- und Niederrheingebiet sowie
im Raum Bodensee-Neckar.“
Das
alles verschwieg Frau Merkel. Aber, sagte sie, alle deutschen
Kernkraftwerke kämen jetzt auf den Prüfstand. Mir schwant Schlimmes!
Sie verkündete nämlich auch, Profit dürfe keine Rolle spielen. Wenn
das eine Oberfrau oder ein Obermann der kapitalistischen Politik sagt, muss
man es ins genaue Gegenteil kehren: Profit wird bei der Prüfung die
Hauptrolle spielen. Wir haben es ja bei der Verlängerung der Laufzeiten
um fast zwei Jahrzehnte erfahren,
Es
wird darüber hinaus ein Nebelwand über das gelegt, was da in Japan
passiert. Da sagt ein hoher Vertreter der japaanisc hen Regierung, es habe wohl eine
Kernschmelze gegeben, Der Ministerpräsident bestätigt das indirekt und
dann tritt der erste vor die Weltpresse und sagt, es bestünde zwar die
Gefahr einer Kernschmelze, aber man habe alles im Griff. Die Neueste
(13. März19:00): Eine geringe Kernschmelze: Was ist denn das?
Also ein geringer GAU = geringer größter
anzunehmender Unfall Für
mich ist das das gleiche, wie etwas schwanger.
Sagen
wir es deutlich: Die havarierten japanischen Reaktoren sind aus dem
Ruder gelaufen und wir alle können froh sein, wenn das, was man
versucht – mittels Meerwasser den Reaktor noch zu kühlen –
funktioniert.
Die
Atomenergie ist verlockend billig. Mit wenig Einsatz kommt viel
Energie raus. Aber wehe sie gerät aus dem Ruder. Dann hilft nicht
einmal mehr beten – wenn das denn überhaupt hilft.
Dass
die japanische Regierung und die deutsche, französische, amerikanische
usw., nun die Kernenergie mittels Lügen unterstützen, ist klar: Die
Energiekonzerne sind mächtig und die Profite aus der Atomenergie sind
riesig.
Und
das ist der springende Punkt: Für Profite begeht der Kapitalismus die
größten Verbrechen. Das ist nichts Neues und so ist es heute noch. Läuft
alles gut, sprudeln die Profite, passiert aber was, dann springen die
Schleimscheißer, Arschkriecher, schmierigen Lakaien – also Politiker,
gekauften Wissenschafter und Lügenjournalisten in die Bresche. Eben die
alte übliche kapitalistische Masche.
G.A.
Wie
sicher sind Atomkraftwerke in Deutschland bei Erdbeben? Von
Prof. Dr. Eckhard
Grimmel siehe
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