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Das
Atomkraftwerk
Fukushima
explodiert
siehe
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Imperialistische
Profitgier geht über Leichen und ganze Völker
JAPANS
ATOMARE APOKALYPSE AM EIGENEN VOLK
von
Jens-Torsten Bohlke
Kommunisten-online
16. März 2011 – Die bürgerlich-reaktionären Meinungsmacher in
Gestalt der großen westlichen Medienkonzerne wollen uns in diesen Tagen
weismachen, dass die jetzt in die Tausende und in einigen Tagen
sicherlich in die Zehntausende wenn nicht gar Hunderttausende gehende
Zahl von derzeit frisch atomar verstrahlten und sterbenden oder
gestorbenen Japanern lediglich Ergebnis "höherer Gewalt", des
mit bis zu 8,9 auf der Richterskala gemessenen und somit wirklich extrem
starken Erdbebens ist. So werden wir nun medial darauf vorbereitet, dass
jene dort vor Ort an den zerstörten und jetzt atomare Stoffe
freisetzenden KKW arbeitenden Menschen sicherlich mit so hoher Dosis an
Radioaktivität ihre hochgefährliche Arbeit beenden werden, dass sie in
Kürze versterben werden. Dies wäre schon in Tschernobyl so gewesen ...
heißt: Dies ist ganz normal, bloß nicht aufregen, liebe Leute!
VERGLEICH
MIT TSCHERNOBYL-KATASTROPHE ANGEBRACHT?
Mancherorts
im Internet finden sich auch hämische Kommentare gegen die Sowjetunion,
wo irgendwo "tief in der russischen Provinz" (sorry,
Tschernobyl ist Teil der Ukraine) "inkompetente
Atomkraftwerksbetreiber" (Namen werden nicht genannt, worauf wie
noch eingehen werden!) "versagten", während ja in Japan nun
ein hochmodernes Niveau vorhanden wäre und "alles unter
Kontrolle" sei.
Mittlerweile
sind diese Stimmen etwas verstummt, weil eben für alle sichtbar in
Japan doch nicht "alles unter Kontrolle" ist. Leider, wie wir
hinzufügen wollen, denn das unermessliche Leid dieses Volkes kann
niemanden von uns kalt lassen. Zumal Japans Zivilbevölkerung Opfer
jener militärisch völlig überflüssigen US-Atombomben im August 1945
war.
Aber
es sei auch angemerkt, dass die schlimme Katastrophe von Tschernobyl
sich in der Sowjetunion zu einem Zeitpunkt ereignete, als der korrupte
Antikommunist Gorbatschow bewusst und systematisch den gesamten Staats-
und Kontrollapparat dieser damaligen Noch-Weltmacht tiefgreifend zerstörte.
Wir sprechen ihn daher von seiner Mitverantwortung für die
Tschernobyl-Katastrophe nicht frei und sind dafür, dass die unter
seiner Herrschaft damals verratenen und geschädigten Völker der
einstigen Sowjetunion eines Tages zu Gericht über ihn sitzen sollten.
Landeshochverrat mit derart schlimmsten Folgen für die eigenen Völker
und alle Völker der Welt verdient eine angemessene sehr hohe Strafe.
Stattdessen
erfreut sich Gorbatschow bekanntlich immer noch der Ehrungen und Judaslöhne
durch maßgebliche Kreise des US- und EU-Imperialismus. Und keine bürgerlich-reaktionäre
Medienanstalt wird Gorbatschow mit der Tschernobyl-Katastrophe in
Verbindung setzen. Die Hetze dieser reaktionären Kräfte gilt der
Sowjetunion, dem Kommunismus, Stalin und Lenin. Sie gilt nicht dem
damals zuständigen Partei- und Regierungschef Gorbatschow, diesem
korrupten Antikommunisten und üblen Volksverräter, welcher ihnen die
UdSSR und etliche weitere sozialistische Staaten für ein paar
Silberlinge auslieferte.
Sachlich
gesehen, gab es in Tschernobyl seinerzeit im April 1986 kein Erdbeben.
Schon gar nicht ein so schweres Erdbeben, wie dieser Tage in Japan
geschehen. Die Tschernobyl-Katastrophe war ein gigantischer Störfall in
jenem KKW. Solche schweren Störfälle mit austretender Radioaktivität
ereigneten sich auch in den USA und in Großbritannien, noch bevor es zu
jenem Störfall in Tschernobyl kam. Während die Panikmache seitens der
reaktionären bürgerlichen Medien unter den Bevölkerungen der USA und
Westeuropas keine Grenzen kannte, werden Störfälle in den KKW
"des Westens" eher kaum erwähnt, z.B.:
7.
Juni 2007 - Ein Brand im finnischen AKW Olkiluto führt zur
automatischen Abschaltung eines Reaktors. Der Brand kann von
Mitarbeitern gelöscht werden.
14.
November 2006 - Im schwedischen AKW Ringhals bei Göteborg brennt ein
Transformatorenhaus, das 200 Meter vom Reaktor entfernt liegt. Der
Reaktor wird automatisch heruntergefahren.
11.
Oktober 2005 - In Neckarwestheim bei Stuttgart wird der Block I des
Reaktors nach Ausbruch eines kleinen Brandes von Hand abgeschaltet.
28.
November 2002 - Auf dem Gelände des AKW Brunsbüttel brennt es außerhalb
des nuklearen Kontrollbereichs. Wahrscheinlich entzündete sich
ausgelaufenes Öl.
11.
August 2002 - Der Reaktor in Stade bei Hamburg wird nach einem
Kurzschluss in einer Schalteranlage und einem anschließenden Feuer
heruntergefahren. (dpa) (1)
Ein
Vergleich mit Tschernobyl kann somit gar nicht gezogen werden, denn die
Tschernobyl-Katastrophe ereignete sich unter ganz anderen
gesellschaftlichen und Umwelt-Bedingungen als die jetzigen
KKW-Katastrophen in Japan nach dem dortigen extrem starken Erdbeben.
KKW's
IN JAPAN WIEDERAUFBAUEN UND WEITERMACHEN WIE BISHER?
Wir
können uns in Mitteleuropa glücklich schätzen, dass wir nicht wie
Japan auf dem großflächigen Seismologischen Gürtel der Pazifikregion
ansässig sind, sondern Mitteleuropa von schweren Erdbeben im
Allgemeinen verschont bleibt. Und den sehr vielen mit bester
Schulbildung ausgestatteten Köpfen in Japan muß immer klar gewesen
sein, dass die vielen KKW's in Japan eine erhebliche Gefahr für die
Menschen und die Natur, d.h. für alles Leben in der Region darstellen.
Denn wissende Menschen wissen schlechthin, dass Japan in einer ständig
von auch sehr schweren Erdbeben getroffenen Region liegt.
Niemand
stellt in Abrede, dass der japanische Zivilschutz die Menschen vor Ort
bestens trainiert hat, damit dort jeder bei Atomalarm sofort weiß, was
er zu tun hat. Welchen Schutz aber gibt es vor einer atomareren
Druckwelle, atomarer Strahlung, nuklear verseuchtem Regen?
Der
an dieser Stelle diese Frage so nüchtern klingend formuliert, stellte
sie bereits genauso vor 35 Jahren beim Wehrdienst in der NVA, als
unsereins die atomare Hochrüstung nach dem Nato-Doppelbeschluss sehr
bewegte und auch wir NVA-Wehrdienstleistenden uns fragten, ob all das
viele Training für einen konventionellen Krieg nach einem nie
auszuschließenden Angriff der aggressiven NATO-Streitkräfte vom Westen
her wirklich noch Sinn macht. Wo doch letztlich Atombomben,
Wasserstoffbomben oder atomare Sprengköpfe von Raketenwaffen dieser
oder jener Reichweite unsere kleine Heimat DDR und etliche Nachbarländer
binnen Minuten für immer auslöschen würden.
Die
Angst vor der Apokalypse spürten damals viele Menschen in Ost und West.
Erich Honecker griff den Vorschlag des schwedischen Sozialdemokraten
Olof Palme begeistert auf, in Mitteleuropa eine atomwaffenfreie Zone zu
schaffen. Aber die NATO mit dem US- und EU-Imperialismus an der Spitze
waren zu keiner Verhandlung darüber bereit. So kamen dann die
sowjetischen SS-20 in die DDR. Erich Honecker nannte alle Atomwaffen
ausnahmslos "Teufelszeug" und sprang über jeden seiner
Schatten, um sie auf beiden Seiten der DDR-Westgrenze wieder
loszuwerden. Aber der Imperialismus blieb bei der Brzezinski-Doktrin,
die besagte, dass die sozialistischen Länder mit der UdSSR an der
Spitze nicht zugleich ehrgeizige Sozialprogramme, ehrgeizige
Wirtschaftsprogramme und einen von den USA forcierten Rüstungswettlauf
bewältigen könnten. Dieses verbrecherische und Lebens verachtende Kalkül
ging letztlich sogar auf. Sehr zum Schaden der gesamten Menschheit, wie
die immer verheerender werdenden imperialistischen Raub- und
Kolonialkriege derzeit beweisen.
Jeder
helle Kopf in Japan und außerhalb Japans weiß, dass Japan seine
geografische Lage nun mal nicht verändern kann. Diese geografische Lage
auf dem Seismologischen Pazifischen Gürtel zwingt Japan dazu, KKW nur
mit größten Risiken für das Leben in der Region betreiben zu können.
Wie würden die Japaner abstimmen, wenn man es einem Volksentscheid überlassen
würde, ob KKW's in Japan betrieben werden sollten oder besser nicht?
Wir können sicher sein, dass derzeit wohl eine große Mehrheit dort für
das sofortige Ende aller KKW's in Japan stimmen würde.
Japans
herrschende Kreise und die bürgerlich-reaktionären Medien stellen
diese Frage aber gar nicht erst, sondern sie werfen ständig die
Nebelkerzen vom großen Ringen um das Schadensbegrenzen, vom
hervorragenden Zivilschutz, vom Wiederaufbauwillen der Japaner. Dies
meint nur eines: Alles wieder aufbauen und dann weiter wie bisher!
Den
Lebensinteressen des japanischen Volkes und seiner großen Nachbarvölker,
der Russen und Chinesen, wird diese sture und uneinsichtige Haltung der
Regierenden nicht gerecht. Was nicht verwundert, denn zwischen den
Profitinteressen von KKW-Besitzern und den Lebensinteressen der Völker
ringsum liegt eine tiefe Klassenkluft. Die superreichen Oligarchen
steigen jederzeit in ihren Privatjet oder Privathubschrauber, wenn es
ihnen zu brenzlig wird. Von ihnen legt niemand Hand an beim Wiederaufbau
von KKW's auf bereits atomar verseuchtem Gelände. Sie werden ihr
eigenes Leben keinem Verstrahlungsrisiko aussetzen. In Japan machen sie
das Geschäft mit dem Tod und gehen für ihre Profite über die Leichen
unzählig vieler Japaner. Und sie würden dies am liebsten baldmöglichst
weiterhin tun.
ATOMKRAFT,
NEIN DANKE?
Wir
Kommunisten sind nie Gegner der friedlichen Nutzung der Kernkraft
gewesen. Die Kernkraft wird bereits hervorragend zivil für medizinische
Zwecke zum Wohl der menschlichen Gesundheit genutzt.
Lenin
formulierte für die Völker Sowjetrusslands ganz schlicht das Ziel,
welches die Kommunisten ihnen seinerzeit bewusst im Interesse genau
dieser Völker stellten: "Kommunismus, das ist Sowjetmacht plus
Elektrifizierung".
Diese
Worte erreichten die Herzen und Hirne der arbeitenden Menschen im
damaligen rückständigen und kriegsverwüsteten Russland. Unter Stalin
wurde in der Sowjetunion die Sowjetmacht weiter gefestigt und vor allem
die Elektrifizierung vorangetrieben. Was bedingte, große
Wasserkraftwerke zu bauen, große Heizkraftwerke zu bauen und vor allem
die für den Betrieb dieser Stromerzeuger notwendigen Rohstoffe zu
erschließen.
Dadurch
entwickelten die Völker der Sowjetunion rasch das brachliegende riesige
Sibirien zu einem Wirtschaftsraum. Dank der Verwirklichung von Lenins
oben zitierter einfacher Parole besaßen die Völker der Sowjetunion im
Großen Vaterländischen Krieg von 1941 bis 1945 die wirtschaftliche und
vor allem industrielle Grundlage, um den faschistischen
Aggressionsarmeen Hitlerdeutschlands rasch auf breitester Front Beine zu
machen. Die russischen Konstrukteure entwickelten und bauten rasch
Waffen wie neue Panzertypen und neue Artilleriewaffen, womit die Rote
Armee der Wehrmacht alsbald waffentechnisch überlegen war. Ohne
Elektrifizierung Sowjetrusslands bzw. der Sowjetunion und den dortigen
Aufbau einer Schwerindustrie wäre dies nicht möglich gewesen. Lenin
und Stalin sei Dank für ihre weitsichtigen Entscheidungen und Führungsqualitäten
an der Spitze der Völker der UdSSR, Dank für ihren Anteil an der
erfolgten Befreiung des größten Teils des besetzten Europas von der
faschistischen Pest.
Für
uns Kommunisten ist die Elektrifizierung und Industrialisierung des
Landes nach dem Sieg der proletarischen Revolution eine unabdingbare
Notwendigkeit. Da geht es schließlich darum, Bedingungen zu schaffen,
um den gesellschaftlichen Reichtum im Interesse der ganzen Gesellschaft
zu mehren und dann so zu verteilen, dass die arbeitenden Volksmassen in
den Genus des von Ihnen Erwirtschafteten kommen: Frieden und Wohlstand für
alle in einer Gesellschaft, die von der Ausbeutung des Menschen durch
den Menschen frei ist. Die höchste Form der Demokratie ist nicht die bürgerliche
Demokratie, sondern die proletarische Demokratie, die in der Diktatur
des Proletariats besteht. Einer Diktatur, deren einziges diktatorisches
Wesen darin besteht, die revolutionär besiegte Klasse der Bourgeoisie
zu unterdrücken und dauerhaft von jeder Machtposition beseitigt zu
halten.
Natürlich
ist Elektrifizierung auch im Kapitalismus ganz wichtig. Die
wissenschaftlich-technische Revolution begann mit der Entdeckung und
Entwicklung der Dampfmaschine, der Diesel- und Benzinmotoren, der
Eisenbahnen und Flugzeuge sowie des Kraftfahrzeugs. Der Erfindergeist
ingenieurtechnisch kluger und hochbegabter bürgerlicher Köpfe
vermochte es, die vorhandenen Energiequellen so zu erschließen, dass
sie nutzbar gemacht werden konnten.
Jedoch
stellt ein Konzern seine gefragten Produkte voller Spitzentechnologie
nur dann der Allgemeinheit zur Verfügung, wenn die Eigentümer des
Konzerns durch dieses bürgerliche Geschäft beste Profite machen und
ihren Reichtum stark mehren. Insofern dient der
wissenschaftlich-technische Fortschritt in der bürgerlichen
Gesellschaft nicht der Allgemeinheit, sondern eignet sich die kleine
gesellschaftliche Minderheit der Großaktionäre den da erzeugten
Mehrwert kraft ihrer Machtstellung an. (Ihre gutbezahlten Manager setzen
ihr Vertrauen äh ihr anlegbares Kapital dann mit einem
Kosten-Nutzen-Denken in engsten betriebswirtschaftlichen Grenzen und
begleitet vom Beifall der reaktionären bürgerlichen Medien so
wirkungsvoll um, dass mancher Knecht äh Arbeiter in Deutschland im
eigenen Kopfe schon wie sein eigener Manager denkt und handelt. Wird er
dann kalt entlassen, jammert er wie ein vom Herrchen geprügelter Hund!
Und vielleicht fällt ihm irgendwann, evtl. nach einem guten Gespräch
mit einem Kommunisten mal auf, dass er völlig irrational in seinem
Bewusstsein geworden ist, wenn er sich da selbst zum Lakaien des
Kapitals macht. Und gerade in Krisenzeiten voller Massenentlassungen
finden auch etliche ach so treue und Firmen verbundene Knechte rasch zum
proletarischen Klassenbewusstsein, weil sie auf ein Mal nicht allein auf
der Straße stehen, sondern zu Millionen anderer betroffener Arbeiter
gehören und sich ihnen auf ein Mal sehr zugehörig fühlen. Womit sie
lediglich ihrem wirklichen Klassenstandpunkt in der Gesellschaft genüge
leisten.)
Natürlich
geht es auch im sozialistischen Kuba darum, Mehrwert zu schaffen. Kuba
hat jedoch keine erschließbaren Energiequellen. Der größte Fluss
Kubas ist ein Drittel so groß wie die zur Wasserkraft völlig
ungeeignete Spree in Berlin. Die Volkswirtschaft des sozialistischen
Kubas hing jahrzehntelang von den Erdöllieferungen sowjetischer Großtanker
ab. Als die UdSSR endete, brach ein Großteil der ohnehin nicht starken
Industrie Kubas infolge Energiemangels völlig zusammen, waren
Stromabschaltungen alltäglich in Kuba. Kuba hat kein riesiges
sibirisches Hinterland wie einst Sowjetrussland. Derzeit unterstützt
das fortschrittliche Venezuela beherzt Kuba mit Erdöl, was aber den
Verlust der einstigen gewaltigen Hilfe aus der Sowjetunion bei weitem
nicht ausgleichen kann.
Wichtig
für uns Kommunisten ist bei all dem, dass dieses wirtschaftlich so
gehandicappte sozialistische Kuba seinen arbeitenden Menschen beste
Bildung und beste Gesundheitsleistungen bietet und diese einzigartig
hohen Leistungen auch noch mit ärmsten notleidenden Menschen in
etlichen Teilen der Welt durch die Ärztebrigaden und
Alphabetisierungsbrigaden uneigennützig und solidarisch teilt. In Kuba
steht der wissenschaftlich-technische Fortschritt der gesamten
Gesellschaft zur Verfügung, während so gut wie im gesamten Rest der
Welt lediglich die kleine Schicht der Finanzoligarchie an der Spitze der
herrschenden Bourgeoisie ihre privaten Einkommen mit Profiten aus den
Geschäften der von ihnen besessenen privaten Großbanken und Konzerne
weiter mehrt.
Und
das Geschäftsrisiko in Gestalt von beispielsweise Millionen den
atomaren Tod sterbenden Japanern tragen diese Oligarchen nicht mit. Dies
überlassen sie dann ihrem Staat, denn sie beherrschen auch Japans
Staatsmacht. Sie haben die finanzielle und wirtschaftliche Macht und
bestimmen dort, wer ihr Statthalter sein darf. Und sie bezahlen eine
wahre Meute von Lakaien, um das Volk davon abzuhalten zu erkennen, wem
es die unzähligen Toten eines nuklearen Infernos zu verdanken hat. Die
KKW-Besitzer werden da keine Schuld anerkennen, sondern erstens auf das
ach so überraschend starke Erdbeben im Seismologischen Pazifischen Gürtel
verweisen und zweitens die staatliche Lizenz zum Betreiben der KKW's
nach all den Zulassungsprüfungen und gemäß anerkannten rechtlichen
Standards vorweisen. Aus ihrer Sicht muß also die Allgemeinheit bzw.
der Staatshaushalt für alle Schäden aufkommen, die jetzt durch
schwerwiegenden Austritt nuklearen Materials aus jenen KKW's entstehen.
Sie wollen nur eines: Weiterhin größtmögliche Profite machen. Sie
wollen, dass es so weiterlaufen möge wie bisher. Alles wieder aufbauen
und so weiter machen wie bisher!
Wir
dürfen gespannt sein, wie sich das japanische Volk dazu positionieren
wird. Denn die dramatischen Tatsachen spielen sich derzeit vor den Augen
der ganzen Welt ab. Und der Schock sitzt nicht nur bei den Japanern
tief. Der Schock sitzt insbesondere bei uns in den
hochindustrialisierten Ländern tief, denn Japans ingenieurtechnische
Standards sind oftmals weitaus höher als die westeuropäischen oder
US-Standards. Was also, wenn hier ... ???
Kuba
baut seit Jahrzehnten an einem KKW. Einst hatte die Sowjetunion mit
diesem Bau begonnen, ihn aber nie beendet. Und Kuba hätte Energie
bitter nötig! Aber dort wird nur betrieben und in Betrieb genommen, was
nicht das Leben auf der ganzen Insel gefährdet. Und es geht dort nicht
um Profit für einige Oligarchen, sondern um eine Volkswirtschaft, die
ganz allein aus Energie- und Rohstoffmangel trotz aller Tatkraft der
Kubaner leider nur dahindümpeln kann. Dies auch, weil Kubas Volk
herrscht und niemals solche Risiken eingehen würde, wie es die
japanischen Regierungen im Interesse der japanischen Finanzoligarchie
tun und weiterhin tun würden.
(1)
http://www.abendblatt.de/
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