Einzelfälle?
Von
Anna/23. Juli 2007
In
Sachsen, besonders in Leipzig ist die Spitze eines Eisbergs von
kriminellen Strukturen und Verflechtungen sichtbar geworden. Der
Volksmund fasste diesen Komplex aus Korruption, Betrug,
Immobilienspekulation, Bestechung, Kinderprostitution, Menschenhandel,
Mord usw. einprägsam im Wort „Sachsensumpf“ zusammen. So einprägsam,
anschaulich und griffig diese Bezeichnung auch ist hat sie doch
Nachteile. Sie suggeriert, dass das organisierte Verbrechen besonders
in Sachsen aktiv sei und sie diskriminiert Millionen ehrlicher sächsischer
Bürger und Malocher.
Tatsache
ist, dass die kriminellen Wucherungen und Verflechtungen, deren
oberste Schicht in Sachsen sichtbar wird, die gesamte BRD durchziehen
und den bürgerlichen Staat in Besitz nehmen. Das organisierte
Verbrechen hat wie Krebs Metastasen gebildet und bereits alle Organe
des kapitalistischen Staats befallen.
Darum
verwende ich in diesem Artikel den Begriff „Bananenrepublik“.
Vertuschung
Bei
den Nutznießern und Spitzenpolitikern des Landes Sachsen besteht höchste
Alarmstufe wegen der bekannt gewordenen Verstrickung von Staatsorganen
in das organisierte Verbrechen.
Sie
wollen die Pestbeule verbergen.
Der
sächsische Ministerpräsident Milbradt
will mit aller Macht die Einsetzung eines parlamentarischen
Untersuchungsausschusses (pU) verhindern. Immerhin besteht die Möglichkeit,
dass ein solcher pU weitere Einzelheiten organisierter, krimineller
Strukturen und deren Verquickung mit Politik und Staatsorganen zutage
fördert. Bereits die derzeit bekannten Fakten sind so schwerwiegend,
dass das gesamte bourgeoise System in Frage gestellt ist. Dies nicht
nur von Kommunisten, sondern von breiten Bevölkerungskreisen. Das
kann die Diktatur der Bourgeoisie gar nicht gebrauchen.
Folgerichtig
nimmt Milbradt Zuflucht zu Demagogie und Drohung. Die Einsetzung eines
pU bezeichnete er als Klamauk und die kriminellen Netzwerke als
Geheimdienst-Luftblase. Den Koalitionsspießgesellen von der SPD
drohte er damit ihre Minister zu feuern, sollten diese im Landtag für
einen pU stimmen.
Was
verbirgt die fette Glatze?
Wir
sind sicher keine Freunde des Verfassungsschutzes oder irgendwelcher
anderer bürgerlicher Geheimdienste. Mit seinen Ermittlungen in dieser
Sache tat der sächsische Verfassungsschutz jedoch etwas, was zu
seinen eigentlichen Aufgaben gehört und sinnvoll genannt werden kann.
Solche
Ermittlungen sind aber offensichtlich unerwünscht bei der
herrschenden, korrupten Politikerclique. So war zu lesen, dass die
Fachleute für organisierte Kriminalität des Dresdner Dienstes keinen
Zugriff mehr auf ihre Akten haben. Von undurchsichtigen
Schredderaktionen und Unregelmäßigkeiten beim Führen von Quellen
wird gemunkelt.
Vorgänge
dieser Art sind nicht neu. Die Akten des Amtes für Nachrichtenwesen
der Bundeswehr sind auch verschwunden, angeblich wegen technischer
Probleme. Als Kohl das Kanzleramt verließ wurde die Vernichtung
umfangreicher Datenbestände ebenfalls nicht vergessen.
Die
Vernichtung von Daten und Beweisen gehört offenbar zum regelmäßigen
Standardprogramm der Organe des kapitalistischen Regimes.
Wir
nehmen das zur Kenntnis und ordnen es zunächst in die Rubrik
Vertuschung ein.
Konkretere
Einzelheiten zu den Ereignissen in Sachsen können den Medien,
etlichen Internetseiten und an anderer Stelle Kommunisten-Online
entnommen werden.
Dieser
Beitrag will die Erscheinungen in das derzeitige Entwicklungsstadium
des Imperialismus einordnen.
Gesetzmäßige
Entwicklung
Karl
Marx und Friedrich Engels entdeckten die historischen und ökonomischen
Entwicklungsgesetze des Kapitals und belegten sie wissenschaftlich.
Lenin untersuchte die Entwicklung des Kapitalismus in seiner
entfalteten monopolistischen Form und entdeckte die
Entwicklungsgesetze des Monopolkapitals, die in seinen Schriften über
den Imperialismus dargelegt werden.
Ich
stelle fest, dass die historischen, ökonomischen und politischen
Theorien des Marxismus-Leninismus bis in Einzelheiten mit aktuellen
Ereignissen und Entwicklungen übereinstimmen. Die Erscheinungen von
Zerfall, Fäulnis und Schmarotzertum des kapitalistischen Systems bestätigen
die marxistisch-leninistische Theorie auf das Trefflichste in der
Wirklichkeit.
Der
Kapitalismus in seiner imperialistischen Phase setzt selbst alle Kräfte
frei, die ihn zersetzen. Er selbst verschärft die Widersprüche
zwischen Ausbeuterklasse und Proletariat derart, dass es zu einem
Anwachsen der Klassenkämpfe kommt. Erste Anzeichen dafür sind in der
Zunahme von Arbeitskämpfen zu sehen. Noch werden diese ausschließlich
mit begrenzten ökonomischen Zielen geführt.
Auftrag
der Kommunisten
In
der jetzigen Entwicklungsphase des Kapitalismus ist es die Aufgabe von
Kommunisten, die ökonomisch-politischen Zusammenhänge des Zerfalls,
der Fäulnis, des Schmarotzertums des Imperialismus darzustellen und
zu enthüllen, und so Schritt für Schritt an der Politisierung des
Proletariats zu arbeiten.
Genau
das war eine der Tätigkeiten, der Lenin und seine Getreuen ausdauernd
über viele Jahre nachgingen. So schufen sie unter sehr viel
schwierigeren Bedingungen als heute die damalige Avantgarde des
Proletariats, die Kommunistische Partei Russlands.
Das
erforderliche Material für diese Arbeit liefern die Imperialisten täglich
haufenweise.
Nutzen
und Aufbereiten müssen es die Kommunisten schon selbst. Die
Ausbeuterklasse schläft nicht und ist auch bereit den Faschismus zu
installieren, wenn ihr das notwendig erscheint.
Leider
gefallen sich zu viele darin jeder Mode und jeder auf Links
geschminkten Opportunisten- oder Revisionistenclique nach zu laufen.
Das bringt die Arbeiterklasse keinen Schritt voran.
Kommunisten
müssen das Rad nicht neu erfinden. Die Genossen Marx, Engels, Lenin,
Stalin, Luxemburg, Liebknecht, Zetkin, Thälmann usw. hinterließen
einen reichhaltigen Werkzeugschrank.
Verwenden
wir die Werkzeuge, um die Arbeiterklasse zu politisieren, die
Avantgarde zu schmieden und sie in den Klassenkämpfen zu stählen.
Das sind Voraussetzungen für die Zerschlagung der Diktatur der
Bourgeoisie und die Errichtung der Proletarischen Demokratie.
Anna