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Nun,
man hat sich geeinigt, davon aber wieder nur die Besserverdienenden und
vorneweg die Unternehmen sich mal wieder über fette Steuergeschenke
freuen dürften
Biene-Maja-Koalition
auf der Zielgeraden
Von
whs
Arbeiterkorrespondenz
auf Kommunisten-online vom 23. Oktober 2009 – „Freude schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium …“
dichtete einst Schiller in seiner „ Ode an die Freude“. Freude auch
bei CDU, CSU und FDP, sie befinden sich bei ihren
Koalitionsverhandlungen auf der Zielgeraden. Ob auch wir die Freude
genießen dürfen? „Schaun
mer mal“, sagt der Kaiser.
Die
Koalitionspartner CSU und FDP hatten sich ja „erhebliche
Steuererleichterungen“ auf die Fahnen geschrieben. Seehofer und
Dobrindt gingen sogar so weit, dass sie den Koalitionsvertrag nicht
unterschreiben wollten, wenn die Steuersenkungen nicht spätestens 2011
besser jedoch 2010 kämen. Auch der Spaßvogel Westerwelle und sein
Generalsekretär Niebel wollten ja immer „mehr Netto vom Brutto“.
Lediglich unser Bundesengelchen warnte davor und beschwor Neuschulden
und höhere Beiträge in die Sozialkassen als Folge.
Nun,
man hat sich geeinigt. Die Steuersenkungen kommen. Da davon aber wieder
nur die profitieren, die Steuern zahlen, sind wieder mal die
Besserverdienenden an der Reihe, vorneweg die Unternehmen, die sich
wieder mal über fette Steuergeschenke freuen dürften. Ist ja auch
schwierig in den heutigen Zeiten. Da muss man schon beim Steuerzahler
anklopfen, um den Betrieb am Laufen zu halten (sonst wären die nach wie
vor hohen Managergehälter unbezahlbar). Da kann man doch wenigstens
erwarten, dass der Steuerzahler was dazutut und auf Steuern der
Unternehmen verzichtet. Es sollte mich nicht wundern, wenn im Gegenzug
noch eine Steuererhöhung für niedere Einkommen dazu käme.
Als Begründung könnte man doch die Abschaffung des sogenannten
„Steuerbauches“ anführen.
Da
natürlich nicht nur CSU und FDP recht haben dürfen (schließlich ist
das eine Koalition auf „Augenhöhe“), bekommt unser Bundesengelchen
auch recht. Die Beiträge der Pflegeversicherung werden erhöht, die
Arbeitslosenversicherungsbeiträge wohl auch und der Gesundheitsfonds
schwächelt auch schon eine Zeit vor sich hin und könnte eine
Finanzspritze gut vertragen. Es ist ja jetzt sowieso die Zeit der
Schutzimpfungen gekommen.
Die
Wahl und die nachfolgenden Ereignisse zeigen wieder einmal, was die
Bourgeoisie von „Demokratie“ hält. Wenn sie von Demokratie faselt
meint sie immer die bürgerliche Demokratie, die Herrschaft der Monopole
über den Rest des Landes. Alle anderen Verlangen werden auf die eine
oder andere Weise abgebügelt. Jetzt wird sogar die SPD, die sich in
ihrem Godesberger Programm voll zum Kapitalismus bekennt und jedweder
Regung zum Klassenkampf abschwört, in die Schmuddelecke gestellt.
Merkel und Westerwelle haben deutlich gemacht, worum es geht, um die bürgerliche
„Mehrheit“. Deshalb bezeichnen auch beide ihre Parteien als „bürgerliche“
Parteien. Sogar der SPD, die dieses Prädikat auch gern führen würde,
wird diese Bezeichnung vehement
verweigert.
Was
ist nun das Fazit? Er Kaiser hat, wie immer, recht, wir schauen mal, in
den Mond. Dahin sollten wir auch langsam den gesamten Bundesfilz schießen.
Rot
Front
Werner |