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Widerliche
Denunzianten
„Die
Linke“ in Bottrop beleidigt Kommunisten und droht mit der bürgerlichen
Justiz
Von
Gerd Höhne/20. Dezember 2007
Wir
bekamen vor ein paar Tagen folgenden Text mit der Aufforderung zugeschickt,
ihn zu veröffentlichen:
„Empörung
über falsche Webseite bei den Linken
Die Telefone standen bei den Linken nicht still. Mehrere Mitglieder
haben sich empörend über die Webseite Karl-Liebknecht-Club beschwert.
Diese Webseite sieht so aus, als wäre sie von der Linken in Bottrop
initiiert worden. Daraufhin schaute sich der Parteivorstand
die Webseite an und schrieb sofort an den Initiator der Seite, binnen 14
Tagen sämtliche Logos und Hinweise auf der Linken Bottrop zu entfernen.
Andernfalls werden juristische schritte eingeleitet.
Die Vorsitzenden Ulrich Arndt und Klaus Kleinhans meinten dazu: „Wir
distanzieren uns ausdrücklich von dieser Webseite. Anscheinend versucht
ein uns bekannter
verwirrter Alt-Kommunist in eine Politische Ecke zu drängen, zu
der wir uns klar distanziert haben.
Es wird uns nichts anderes übrigbleiben, als ein
Parteiausschlussverfahren einzuleiten.
Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Veröffentlichung
“
Die
Kreisvorständler der Partei "Die Linke" meinen die Homepage des Karl-Liebknecht-Clubs
in Bottrop (KLC),
die den Herrschaften von der Die Rechten, pardon von „Die Linke“
missfällt. Der „verwirrte Alt-Kommunist“ ist Sahin Aydin aus
Bottrop, der in der PDS Kreissprecher dieser Partei war und auch dem
Landesvorstand angehörte.
Offenbar
benötigt die Rechte (Die Linke) nun keine Kommunisten mehr in ihrer
Partei. Also wollen sie Gen. Aydin mittels Ausschluss aus der Partei
feuern. Zwar sind nicht mehr allzu viele Kommunisten in der PDS
verblieben, aber die unentwegte Kommunistische Plattform, die in NRW
sanft entschlafen war, wurde jetzt wieder erweckt. Aber Ihrer Majestät
gehorsame Kommunisten sehen offenbar ihre Aufgabe in
Friede-Feude-Eierkuchen. Klassenkampf, Kampf gegen Verräter – Pfui
Deiwel.
Die
Vertreter der vorherrschenden Linie ihrer Partei, sei es in der
Gesamtpartei oder im provinziellen Bottrop, könnten diese
„Kommunistische“ Plattform als beruhigt das das ansehen, was sie
ist: platt und formlos. .
Klar,
sie überfällt ein Schrecken, lesen sie den Namen des von
Sozialdemokraten und kaiserlichen Offizieren ermordeten Karl Liebknecht.
Liebknecht hatte sich als erstes prominentes Mitglied der damaligen SPD
gegen die Burgfriedenspolitik mit den Kriegstreibern gewandt und seine
Zustimmung im Reichstag gegen die Kriegskredite verweigert. Er hatte den
Spartacus-Bund und später die KPD gegründet.
G.H.
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